Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Wie will man aber differenzieren, zwischen Geringverdienern die direkt betroffen sind und solchen, die es nicht sind? Das führt unweigerlich zu einem bürokratischen Monstrum oder halt die Gießkanne. Deswegen meine Meinung, dass man an die Spekulaten ran muss, an die buchstäblichen Kriegsgewinnler. Aber egal wie, kurzfristig wird da wenig bis nichts passieren. Und der Vorschlag, 10ct zu subventionieren, bringt mMn überhaupt nichts (außer 550mio im Monat, die an anderer stelle fehlen) und ist Symbolpolitik, betrachtet man die Steigerungen von über 60ct ohne das ein Mangel bestehen würde.
Unterstützungszahlung gegen Antrag einschl. Einkommensnachweis wäre mein Vorschlag, der hier bereits als zu bürokratisch abgelehnt wurde. In Sachen Subvention von 10 Cent bin ich komplett Deiner Meinung, zumal das ebenfalls ein bürokratisches Monstrum wird, denn irgendwie muss auch das organisiert werden....
 
Wie will man aber differenzieren, zwischen Geringverdienern die direkt betroffen sind und solchen, die es nicht sind?
Das ist zugegeben schwierig, denn es wird immer Menschen geben, die dadurch (subjektiv) benachteiligt werden. Andererseits darf das kein Argument sein, das Steuergeld nach dem Gießkannenprinzip zu verschwenden bzw. die Menschen, die auf diese Hilfen angewiesen sind, hängenzulassen.
 
Ein Gedanke:

Das Gießkannenprinzip jetzt in Verbindung mit einer Finanzierung durch eine anteilige Steuersatzerhöhung.

Jetzt würde allen sofort und unkompliziert geholfen werden, keiner bleibt außen vor. Nächstes bzw. übernächstes Jahr holt man sich das Geld aus einer angemessenen Steuererhöhung zurück.

Edit: übrigens einfach umsetzbar.
 
Ein Gedanke:

Das Gießkannenprinzip jetzt in Verbindung mit einer Finanzierung durch eine anteilige Steuersatzerhöhung.

Jetzt würde allen sofort und unkompliziert geholfen werden, keiner bleibt außen vor. Nächstes bzw. übernächstes Jahr holt man sich das Geld aus einer angemessenen Steuererhöhung zurück.

Edit: übrigens einfach umsetzbar.
Das könnte klappen.... Wenn, ja wenn, da nicht die FDP in der Regierung wäre. Und mit denen klappt das mMn zu 1899 % nicht.
 
Dann bin ich aber wieder beim Abwägen.... Nichts machen (Dein Vorschlag) ist für mich nicht okay mit Blick auf Geringverdiener, die die hohen Kosten nicht stemmen können. Gießkanne ist für mich viel zu teuer, zumal ich nicht glaube, dass Steuererhöhungen von dieser Regierung mit FDP beschlossen werden, die die Mehrkosten auffangen. Da bleibt für mich dann nicht viel übrig...
 
Jein. Im letzten deutschen Bundestag z.B. waren (Stand Januar 2021) 171 Beamte als größte Gruppe der insgesamt 709 Parlamentarier an der Schaffung der (politischen) Vorgaben beteiligt. ;)
https://www.bundestag.de/webarchiv/abgeordnete/biografien19/mdb_zahlen_19/Berufe-529492

Rechnet man noch die Angestellten des öffentlichen Dienstes hinzu, kam dieser sogar auf 204 Abgeordnete.

Bilden die 538 Nichtbeamten nicht eine deutlich größere Gruppe unter den 709 Parlamentariern als die 171 Beamten?
 
Andererseits darf das kein Argument sein, das Steuergeld nach dem Gießkannenprinzip zu verschwenden

Richtig. Darum bedarf es mMn einer Regulierung des Marktes und keiner Subvention. Wie wäre es mit 110% Steuer auf jeden Gewinn oberhalb von zb 1.99€ pro Liter Benzin? Den Ausgleich für die Bürger kann man dann problemlos über eine zeitweise erhöhte Pendlerpauschale machen. Problem gelöst.
 
Wie wäre es mit 110% Steuer auf jeden Gewinn oberhalb von zb 1.99€ pro Liter Benzin? Den Ausgleich für die Bürger kann man dann problemlos über eine zeitweise erhöhte Pendlerpauschale machen. Problem gelöst.

Hat durchaus einen gewissen Charme. :D

Aber wie kann das beim Jahresabschluss buchhalterisch dargestellt werden? Und das so, dass möglichst keine Tricksereien möglich sind?
 
Ne, das ist nicht mein Vorschlag. Siehe mein letzter Beitrag. Ich bin nur gegen direkt Subvention. Pendlerpauschale ist zwar auch Gießkanne, aber wenn es gegenfinanziert ist und keine Verwaltungskosten verursacht, warum nicht.
Pendlerpauschale finde ich okay, hatte ich auch schon vorgeschlagen. Da hieß es, die Hilfe käme sehr verzögert und auch nur für die, die eine Steuererklärung abgeben.
 
Und was soll das für eine Gegenfinanzierung bei der Pendlerpauschale sein, von der Du sprichst?

Hab ich doch geschrieben. Du hast nur nicht verstanden, auf was ich hinaus möchte. Es geht um Regulierung des Marktes und dann braucht man keine staatlichen Hilfen mehr, weil es keine Spekulationsgewinne mehr gibt und damit keinen Anreiz für die künstliche Preistreiberei. Dann kann der Liter Benzin 10€ kosten, die Konzerne zahlen darauf dann 8,80€ Steuern.
 
Hab ich doch geschrieben. Du hast nur nicht verstanden, auf was ich hinaus möchte. Es geht um Regulierung des Marktes und dann braucht man keine staatlichen Hilfen mehr, weil es keine Spekulationsgewinne mehr gibt und damit keinen Anreiz für die künstliche Preistreiberei. Dann kann der Liter Benzin 10€ kosten, die Konzerne zahlen darauf dann 8,80€ Steuern.

Ich habe verstanden, was Du von Dir gegeben hast. Ich bin nur nicht so naiv, daran überhaupt einen Gedanken zu verschwenden, da es niemals passiert.

Also wenden wir uns wieder der Realität zu:

Die Steuererklärung 2022 wird Anfang 2023 abgegeben. Das System zur Bearbeitung der Steuererklärung 2022 läuft frühestens März 2023. Wem soll das jetzt aktuell helfen, wo die Spritpreise fast 1 Euro pro Liter höher sind? Was sollen die Betroffenen nun mindestens 1 Jahr lang machen? Oder ist das der Teil, der egal ist?

Und was soll das für eine Gegenfinanzierung bei der Pendlerpauschale sein, von der Du sprichst?

Möchtest Du die Fragen noch beantworten?

Edit: Gegenfinanzierung der Pendlerpauschale - der war gut.:lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das aktuelle Massnahmenpaket von heute beinhaltet fuer diejenigen, die keine Sozialleistungen vom Staat erhalten (Kinderzuschlag, Wohngeld, Hartz, ...), lediglich die Erhoehung des Grundfreibetrages um ca 350 Euro und die Erhoehung der Pendlerpauschale ab Kilometer 21 - sehe ich das richtig?
 
Als vor 2 Jahren Corona-bedingt der Ölpreis an den Terminmärkten ins negative gefallen war, da hat sich auch kaum einer gefragt, warum an den Zapfsäulen mehr gezahlt werden musste, als den fixen Steuerbetrag.
 
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