Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Er hat das ja auf mich bezogen und mir ist durchaus klar, dass es für manche um Existenzen sogar geht.
Ich habe nur geschrieben, dass es mich kaum bis gar nicht betrifft.
Mir mangelt es aber nicht an Verständnis.
Es gibt eben nicht immer Möglichkeiten bzw. sicher keine die keine wie auch immer geartete Einschränkungen beinhalten und das trifft einige mit Sicherheit deutlich härter als andere.

Ich finde die Aussage selbst einfach nur richtig und wichtig. Solange Menschen meinen, dass man sich ja der Situation mit spritsparendem Fahren anpassen kann, sehe ich ein großes Problem. Denn es zeigt mir, dass die Betroffenen nicht gesehen bzw. ernst genommen werden.

Deine Aussage, Dich hier nicht aufzuregen, weil es Dir ja verhältnismäßig gut geht, ist unglücklich. Ich sehe darin ein Problem, weil Betroffene so nicht gehört werden, weil es zu leise ist.
 
Ist leider so. Das ist auf gleichem Level wie die nicht vorhandene Chancengleichheit.

Mir zeigen mein persönliches Umfeld, meine Lebenserfahrung und mein dienstliches Leben, dass man immer weit über den Tellerrand blicken muss, damit niemand ignoriert oder vergessen wird. Ich bin nicht mit einem goldenen Löffel im Munde geboren - im Gegenteil. Mein Beruf hat mir viel Leid gezeigt. Ich denke da vielleicht auch anders, damit niemand vergessen wird…
 
Deine Aussage, Dich hier nicht aufzuregen, weil es Dir ja verhältnismäßig gut geht, ist unglücklich.

Nö, das ist einfach nur ehrlich. Ungeachtet dessen bin ich gegen jede direkte Unterstützung für "Betroffene". Wir haben keinen Mangel an Treibstoff, es ist reine Spekulation. Und das sich die großen Konzerne die Taschen voll machen und das aus Steuermitteln kompensiert werden soll, geht gar nicht. Sollen sie halt den Markt regulieren. Bis dahin heißt es: Das eigene Verhalten anpassen, soweit es eben geht.
 
Ich finde die Aussage selbst einfach nur richtig und wichtig. Solange Menschen meinen, dass man sich ja der Situation mit spritsparendem Fahren anpassen kann, sehe ich ein großes Problem. Denn es zeigt mir, dass die Betroffenen nicht gesehen bzw. ernst genommen werden.

Deine Aussage, Dich hier nicht aufzuregen, weil es Dir ja verhältnismäßig gut geht, ist unglücklich. Ich sehe darin ein Problem, weil Betroffene so nicht gehört werden, weil es zu leise ist.
Ich gebe zu, dass ich mich durchaus mehr engagieren könnte.
Was soll ich aber denn beim Thema Sprit deiner Meinung nach machen?
Führerschein machen, Benzinauto kaufen und mich ärgern?:denk:
Mehr als Verständnis für das Problem aufbringen ist da mMn nicht drin.
 
Ich gebe zu, dass ich mich durchaus mehr engagieren könnte.
Was soll ich aber denn beim Thema Sprit deiner Meinung nach machen?
Führerschein machen, Benzinauto kaufen und mich ärgern?:denk:
Mehr als Verständnis für das Problem aufbringen ist da mMn nicht drin.

So ist das nicht gemeint. Man kann auch seine Stimme gegen etwas erheben, von dem man nicht betroffen ist. Man zeigt damit ja auch, dass man Betroffene nicht ignoriert und sie einbindet oder ernst nimmt.
 
Nö, das ist einfach nur ehrlich. Ungeachtet dessen bin ich gegen jede direkte Unterstützung für "Betroffene". Wir haben keinen Mangel an Treibstoff, es ist reine Spekulation. Und das sich die großen Konzerne die Taschen voll machen und das aus Steuermitteln kompensiert werden soll, geht gar nicht. Sollen sie halt den Markt regulieren. Bis dahin heißt es: Das eigene Verhalten anpassen, soweit es eben geht.

Wenn Du meinst, ich finde es unglücklich. Du bist da kein Maßstab, ich bin da kein Maßstab. Von daher, belassen wir es dabei.

Zum Rest: Es zwingt Dich ja auch niemand Dich für Betroffene einzusetzen und für sie zu sprechen. Es kann Dir gut und gerne vollkommen egal sein, Betroffene können Dir egal sein. Ich halte nur nichts von dieser Art Gleichgültigkeit und schließe mich dem nicht an.
 
Ganz ehrlich, ich hör auf der Arbeit soviele alte weiße Männer, die keine Probleme haben aber sich über gefühlt jeden Scheiss beschweren.
DANKE. GENAU SO. Bei uns jammern diverse Kollegen - übrigens tatsächlich bevorzugt alte weiße Männer ;) - , dass unser Arbeitgeber uns in der aktuellen Lage einen Inflationsausgleich zahlen soll. Mich hinterlässt das kopfschüttelnd, denn bei uns verdient jeder aus meiner Sicht so gut, dass er ein paar Euro mehr Kosten verschmerzen kann. Ausgenommen hier lediglich die Azubis, da könnte und sollte man gezielt tatsächlich etwas tun. Wenn der Maßstab allerdings mindestens zwei Mal jährlich in den Urlaub, schickes Auto und ich weiß nicht was noch ist, wird es im aktuellen Umfeld möglicherweise irgendwann schwierig. Aber so etwas darf mMn auch nicht der Maßstab sein..
 
Nö, das ist einfach nur ehrlich. Ungeachtet dessen bin ich gegen jede direkte Unterstützung für "Betroffene". Wir haben keinen Mangel an Treibstoff, es ist reine Spekulation. Und das sich die großen Konzerne die Taschen voll machen und das aus Steuermitteln kompensiert werden soll, geht gar nicht. Sollen sie halt den Markt regulieren. Bis dahin heißt es: Das eigene Verhalten anpassen, soweit es eben geht.
Ganz so sehe ich das nicht. Wenn jemand nur wenig verdient, und auf sein Auto angewiesen ist, ist es für denjenigen total egal, ob der Sprit aus Spekulationsgründen oder warum auch immer derart teuer ist. Die Person steht nämlich an der Tankstelle und fragt sich, wovon sie den Sprit bezahlen soll.
 
DANKE. GENAU SO. Bei uns jammern diverse Kollegen - übrigens tatsächlich bevorzugt alte weiße Männer ;) - , dass unser Arbeitgeber uns in der aktuellen Lage einen Inflationsausgleich zahlen soll. Mich hinterlässt das kopfschüttelnd, denn bei uns verdient jeder aus meiner Sicht so gut, dass er ein paar Euro mehr Kosten verschmerzen kann. Ausgenommen hier lediglich die Azubis, da könnte und sollte man gezielt tatsächlich etwas tun. Wenn der Maßstab allerdings mindestens zwei Mal jährlich in den Urlaub, schickes Auto und ich weiß nicht was noch ist, wird es im aktuellen Umfeld möglicherweise irgendwann schwierig. Aber so etwas darf mMn auch nicht der Maßstab sein..
Same here. Gerne auch ein Kollege, der selber 3 Autos sein eigen nennt. Allrad Skoda, BMW Cabrio und Mercedes Oldtimer. Früher war ich häufiger mal in der Kantine mit ihm. Aber diese ewigen Meckereien, zunehmend auch über Flüchtlinge und Co haben mich davon Abstand nehmen lassen.
 
Das liegt nicht an "den Beamten", das liegt an uns allen, wir haben dieses Monstrum erschaffen. Und Beamte setzen um, die (politischen) Vorgaben machen andere.

Jein. Im letzten deutschen Bundestag z.B. waren (Stand Januar 2021) 171 Beamte als größte Gruppe der insgesamt 709 Parlamentarier an der Schaffung der (politischen) Vorgaben beteiligt. ;)
https://www.bundestag.de/webarchiv/abgeordnete/biografien19/mdb_zahlen_19/Berufe-529492

Rechnet man noch die Angestellten des öffentlichen Dienstes hinzu, kam dieser sogar auf 204 Abgeordnete.
 
Zuletzt bearbeitet:
DANKE. GENAU SO. Bei uns jammern diverse Kollegen - übrigens tatsächlich bevorzugt alte weiße Männer ;) - ,
Auch junge Männer... und auch Frauen. Gestern Abend z.B. sah ich im Regionalfernsehen ein Korso von Autoposern, die damit gegen die hohen Benzinpreise demonstrierten. Haben das Geld (es sie ihnen gegönnt) um tausende von Euros ins technische und optische Tuning ihrer nicht gerade preisgünstigen Autos zu investieren, plärren aber herum, wenn die Tankfüllungen für ihre - nicht zuletzt durch ihren eigenen Fahrstil - sehr durstigen Brüllbüchsen 20 oder 30 € mehr kosten.
 
Allerdings wundere ich mich tatsächlich über den Fokus auf Sprit. Die Entwicklung beim Strom ist ähnlich heftig, und Strom braucht auch jeder. Ich habe zum Glück noch ein Jahr Vertragslaufzeit zu "alten" Konditionen und zahle aktuell ca. 65 Euro im Monat. Das ist schon relativ viel. Allerdings hatte ich bis dato nie die Motivation, das mit meinen Mitbewohnern zu diskutieren (der Gärtner für den Gemeinschaftsgarten lässt den Rasenmäher immer über meine Waschmaschinendose laufen, weil die am einfachsten erreichbar ist ;)). Und ich hatte auch nie die Motivation, meinen alten Kühlschrank zu tauschen, der noch tut, was er soll. Würde ich aber einen Neuvertrag abschließen, wäre ich derzeit mit ca. 95 Euro im Monat dabei. Schlappe 30 Euro mehr im Monat, Wechselbonus schon eingerechnet...
 
Allerdings wundere ich mich tatsächlich über den Fokus auf Sprit. Die Entwicklung beim Strom ist ähnlich heftig, und Strom braucht auch jeder.
Das muss dann aber an deiner Filterblase liegen. In meiner wird auch von starken Steigerungen der Nebenkosten gesprochen, die für ein EFH in diesem Jahr bis zu 2.000€ höher liegen könnten. Fürchte mich schon ein wenig.
 
Ich finde allerdings, dass man abwägen muss, und für mich wiegt in diesem Fall die Unterstützung von Geringverdienern schwerer. Allerdings ist Dein Punkt ein weiteres, wesentliches Argument gegen das Gießkannenprinzip.

Wie will man aber differenzieren, zwischen Geringverdienern die direkt betroffen sind und solchen, die es nicht sind? Das führt unweigerlich zu einem bürokratischen Monstrum oder halt die Gießkanne. Deswegen meine Meinung, dass man an die Spekulaten ran muss, an die buchstäblichen Kriegsgewinnler. Aber egal wie, kurzfristig wird da wenig bis nichts passieren. Und der Vorschlag, 10ct zu subventionieren, bringt mMn überhaupt nichts (außer 550mio im Monat, die an anderer stelle fehlen) und ist Symbolpolitik, betrachtet man die Steigerungen von über 60ct ohne das ein Mangel bestehen würde.
 
Back
Top