Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Das liegt nicht an "den Beamten", das liegt an uns allen, wir haben dieses Monstrum erschaffen. Und Beamte setzen um, die (politischen) Vorgaben machen andere.
Also, bei mir kam noch nie eine Abfrage, was z.B. bei der Steuer einfacher zu gestalten wäre, ich habe beim schaffen nicht geholfen.
Die politischen Vorgaben werden gestaltet von Beamten, und die Umsetzung erfolgt, wie Du richtig geschrieben hast, durch Beamte.
Da ist es auch egal, welche Partei man wählt. Wie schon geschrieben, das bekommt man nicht mehr raus, das sind wir.
 
Ich weiß, dass ich hier privilegiert bin. Mein Arbeitgeber, übrigens auch zum größten Teil noch unter staatlicher Kontrolle, sieht das aber als Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. Das nehme ich bei vielen großen Konzernen hier im Freundes- und Bekanntenkreis auch ähnlich wahr.

Mein Chef arbeitet bspw. zuhause in Zentral-Frankreich, meine Chef-Chefin in Düsseldorf und unser CIO in Hamburg. Verschiedene Teammitglieder teilen sich auf von Berlin, Schwarzwald, Bodensee, Frankfurt bis nach Köln. Konzernzentrale ist in Baden-Württemberg.

Bei mir war es genau das auch ein bewusstes und starkes Kriterium, als ich vor einem Jahr den Arbeitgeber gewechselt habe.

Mir ist aber auch bewusst, dass dies bei vielen Unternehmen so nicht der Fall sein wird. Aber es gibt diese Arbeitgeber und die werden immer mehr, zumindest nach meinem Empfinden.
:tnx: Angeblich herrscht doch überall Fachkräftemangel und das durchaus auch in schlechter bezahlten Branchen. Da hoffe ich doch sehr, dass zunehmend mehr Arbeitgeber derartige Incentives anbieten, um Leute zu bekommen oder zu halten. Und zugleich sollten mehr Leute, die Option ziehen, bei besseren Angeboten zu wechseln. Da eher faul zu sein und zu nehmen, was man hat, mit Meckern, seh ich durchaus auch bei mir.... ;)
 
Also, bei mir kam noch nie eine Abfrage, was z.B. bei der Steuer einfacher zu gestalten wäre, ich habe beim schaffen nicht geholfen.

Wenn ich von "wir" rede, dann meine ich immer die gesamte Gesellschaft. Wir haben gerade 16 Jahre Stillstand hinter uns, obwohl wir dringend eine Verwaltungsreform gebraucht hätten. Aber in einer Demokratie gehört es eben dazu, dass man die Verhältnisse akzeptiert und die Mehrheit in diesem Land hat sich eben für Stillstand entschieden. Mit allen Konsequenzen. Als 2015 klar wurde, dass wir teils keine Flüchtlinge unterbringen können, da habe ich für einen kurzen Zeitpunkt gedacht, dass Merkel aus ihrer Haut könnte. Als nämlich TdM per Dekret einige Verordnungen aufgehoben hat damit man z.B. ein leer stehendes Kaufhaus einfach mal als Unterbringung nutzen kann. Und dies nicht verhindert wird durch einen Flächennutzungsplan der dieses Gebäude als Gewerbefläche auszeichnet, wo aus Versicherungsgründen bedauerlicherweise keine Menschen dauerhaft untergebracht werden dürfen. Und da sind dann natürlich die ganzen Verwaltungsprozesse, die gefühlt nur einen Grund haben: Dass es am Ende keine Verantwortlichen gibt wenn alles fürchterlich schief läuft. Weil "die Deutschen" ja für alles einen Schuldigen brauchen (sehr schön zu sehen wenn Werder Spiele verliert oder halt die Saison vor die Wand fährt) und alles an die Wand stellen, was Fehler macht, hat man "Haltepunkte" eingebaut. Kontrollmechanismen. Damit man nicht ins Schwarzbuch kommt, wählt man das billigste und nicht das wirtschaftlichste Angebot. All diese Dinge die dazu führen, dass niemand mehr Verantwortung übernimmt sondern nur noch den Prozess einhält. Denn wenn man sich an den Prozess hält, ist man persönlich fein raus. Immer. Und es gibt hierfür im Land Hohn und Spott, aber macht jemand etwas dagegen, dass sowas wie BER sich nicht wiederholt? Oder das wir 7 Jahre für ein Genehmigungsverfahren für ein Windrad brauchen? Die neue Regierung ist hier eine Chance, falls sie die Gelegenheit dazu bekommt und sich nicht nur um Krieg und Aufrüstung kümmern muss. Das wäre nämlich jammerschade denn ein paar gute Ansätze gibt es.

Naja, wo waren wir? Ach ja, Spritpreise und Autos: Die heiligen Märkte werden es schon regeln, so wurde es in der Vergangenheit gepredigt und zwar von allen Parteien mit Ausnahme der Linken. Na also bitte, sollen die Spekulanten jetzt ihren Schnittmachen. Kriegsgewinnler halt denn einen realen Grund für die Preissteigerungen an den Zapfsäulen gibt es ja noch nicht.
 

Das ist ein sehr passender Bericht und zeigt, warum man eben so vieles zu beachten hat, wenn es um Änderungen und Hilfen geht.

Viele kommen auf die Idee, nun auf die Behörden zu schimpfen. Aber die unterstehen auch nur der jeweiligen Regierung.

Kleine Anekdote aus meinem Berufsfeld: eine Projektgruppe hat weit oben vorgeschlagen, dass man eine gewisse Kasse verpflichtend macht. Sie speichert Umsätze direkt auf dem Server der Finanzamtverwaltung. Kunden nehmen mit dem Bon an einer Lotterie teil.

Jeder mit Verstand würde sagen, dass Deutschland dem Vorschlag (ich hab vergessen, welches Land in Europa da der Vorreiter ist) folgen muss. Verhindert Steuerhinterziehung, spart Personal und ist einfach sinnvoll. Und nun kann sich jeder fragen, warum es sowas in Deutschland nicht gibt.

Vieles könnte so einfach sein, aber es ist nicht gewünscht. Nun aber zurück zum Thema…
 
Für mich ist speziell die Erbschaftsteuer etwas Asoziales. Da verlieren Menschen ihre Angehörigen, und der Staat reibt sich als erstes die Finger, um auf Kosten deines Verlustes etwas von dem Kuchen ab zu haben.
Dann wünsche ich mir alternativ lieber den teureren Sprit bzw. eine höhere MwSt.

Naja, das ist sehr einfach ausgedrückt. Je nach Verwandtschaftsgrad gibt es Freibeträge. Bei Kindern ist dieser sehr hoch und liegt bei 500.000 Euro.

So sehr reibt sich der Staat nun doch nicht die Hände, aber das sieht jeder unterschiedlich.
 
Naja, das ist sehr einfach ausgedrückt. Je nach Verwandtschaftsgrad gibt es
Also, bei mir kam noch nie eine Abfrage, was z.B. bei der Steuer einfacher zu gestalten wäre, ich habe beim schaffen nicht geholfen.
Die politischen Vorgaben werden gestaltet von Beamten, und die Umsetzung erfolgt, wie Du richtig geschrieben hast, durch Beamte.
Da ist es auch egal, welche Partei man wählt. Wie schon geschrieben, das bekommt man nicht mehr raus, das sind wir.

Ich kann nur für mich sprechen: ich hätte es gerne einfacher. „Wir an der Front“ werden mit den Gesetzen genauso malträtiert wie alle anderen. Ich hätte es so gerne einfacher , glaub es mir.

Problem: viele von den Regelungen werden von Leuten getroffen, die noch nie oder schon lange nicht an der Front waren.
 
Mir geht es einfach verhältnismäßig viel zu gut um mich hier über sowas wie für mich unerhebliches wie Spritpreise (sowieso, weil mich das überhaupt nicht betrifft) oder selbst den umständlichen Beamtenapparat aufzuregen.
Natürlich gibt es hier auch eine Menge Verbesserungspotential, gerade wenn man BER oder ähnliche Scherze sieht (in Duisburg soll auf dem Hintereingang der Vorplatz gemacht werden.War zur Hälfte fertig und dann ist die Baufirma bankrott gegangen...
Seit ca. 3 Monaten passiert da gar nichts mehr, neue Ausschreibung, was weiß ich)
Man mag das ja kritisieren und als Bananenrepublik teilweise bezeichnen okay aber dennoch ist das Alles nichts was mich viel mehr als eine Augenbraue hoch ziehen lässt.
 
Naja, das ist sehr einfach ausgedrückt. Je nach Verwandtschaftsgrad gibt es


Ich kann nur für mich sprechen: ich hätte es gerne einfacher. „Wir an der Front“ werden mit den Gesetzen genauso malträtiert wie alle anderen. Ich hätte es so gerne einfacher , glaub es mir.

Problem: viele von den Regelungen werden von Leuten getroffen, die noch nie oder schon lange nicht an der Front waren.
Das weiß ich. Ihr seid das letzte Glied in der Kette.
Wie heißt es in einem Lied: "Ganz unten, ganz hinten, am A....."
 
Es gibt Menschen, die sich nicht anpassen können.
Es gibt immer Möglichkeiten.
Es ist nicht immer leicht.

Fahrweise kann jeder anpassen.
Wenn man so abhängig vom Auto ist gibt es sehr sparsame für kleines Geld.

Vielleicht nutzt man die Chance und zieht näher zur Arbeit?

Falls man wirklich leidet unter den Spritpreisen dann war vorher etwas schon nicht Ok.

Dann kann man auch die Gelegenheit nutzen das zu ändern. Bitte versteh es positiv.
 
Zum Schluss noch ein anderer Gedanke, der für mich in die Debatte gehört. Deutschland wird mit Blick auf diesen Krieg noch ganz andere finanzielle Herausforderungen meistern müssen - spontan fallen mir die vermutlich längerfristige Unterbringung der Flüchtlinge und die 100 Milliarden Euro, wenn es dabei bleibt, für die Bundeswehr ein. Und wer weiß, was an zwingenden Ausgaben, die im bisherigen Haushalt niemand eingeplant hat, noch kommt. Auch vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht zwingend, dass jeder Euro, der ausgegeben wird, zielgerichtet ausgegeben wird, um das alles am Ende auch irgendwie stemmen zu können.

Und nicht zu vergessen: Wer wird wohl die Wiederaufbaukosten in der Ukraine nach einem (hoffentlich baldigen) Kriegsende bezahlen? Die Rede ist jetzt schon von mindestens 500 Milliarden Euro. Ganz gewiß nicht Russland. Der größte Teil wird an der EU und damit an deren größten Zahler Deutschlsnd hängenbleiben.
 
https://www.n-tv.de/panorama/Spritpreise-bremsen-Autofahrer-nicht-article23195931.html

Damit bin ich in meiner These und mit meinen eigenen Beobachtungen voll bestätigt worden. Keine Tempodrosselung trotz der hohen Spritpreise. Und damit ist die Aussage von Lindner ad absurdun. Der hat nämlich behauptet, das die Autofahrer von sich aus bei diesen hohen Preisen das Tempo drosseln und daher ein Tempolimit für überflüssig erklärt.

Und ich denke auch, das es kein Tempolimit geben wird. Trotz der niedrigsten Prozentzahl an Stimmen aller drei REgierungsparteien habe ich immer mehr das Gefühl, das in dieser Regierung die FDP in vielem den Ton angibt.
 
Naja, das ist sehr einfach ausgedrückt. Je nach Verwandtschaftsgrad gibt es


Ich kann nur für mich sprechen: ich hätte es gerne einfacher. „Wir an der Front“ werden mit den Gesetzen genauso malträtiert wie alle anderen. Ich hätte es so gerne einfacher , glaub es mir.

Problem: viele von den Regelungen werden von Leuten getroffen, die noch nie oder schon lange nicht an der Front waren.
Das weiß ich. Ihr seid das letzte Glied in der Kette.
Wie heißt es in einem Lied: "Ganz unten, ganz hinten, am A....."
 
Meine persönliche Beobachtung ist es auch, dass die absurden Spritpreise den Verkehr in seinem Volumen nicht ansatzweise beeinflussen. Und nicht jeder auf der Straße ist da, weil er da sein muss.
Ich bin um jeden Meter froh, den ich nicht mit dem Auto zurücklegen muss, aber die breite Masse fährt wohl viel zu gerne. Heute musste ich zum Kinderarzt und habe vormittags im Nachbarort (es gibt dort übertrieben viele Parkplätze) kaum noch einen Parkplatz bekommen können...
 
Mir geht es einfach verhältnismäßig viel zu gut um mich hier über sowas wie für mich unerhebliches wie Spritpreise (sowieso, weil mich das überhaupt nicht betrifft) oder selbst den umständlichen Beamtenapparat aufzuregen.
Natürlich gibt es hier auch eine Menge Verbesserungspotential, gerade wenn man BER oder ähnliche Scherze sieht (in Duisburg soll auf dem Hintereingang der Vorplatz gemacht werden.War zur Hälfte fertig und dann ist die Baufirma bankrott gegangen...
Seit ca. 3 Monaten passiert da gar nichts mehr, neue Ausschreibung, was weiß ich)
Man mag das ja kritisieren und als Bananenrepublik teilweise bezeichnen okay aber dennoch ist das Alles nichts was mich viel mehr als eine Augenbraue hoch ziehen lässt.
Dir geht es einfach verhältnismäßig viel zu gut (Sorry:)), das entbindet dich aber nicht von einer Anteilnahme am Geschehen. Vielen hier geht es sicher überdurchschnittlich gut und trotzdem sind sie hier gut im Thema. Auf denn...., mehr als eine Braue darf es schon sein.
 
Ganz ehrlich, ich hör auf der Arbeit soviele alte weiße Männer, die keine Probleme haben aber sich über gefühlt jeden Scheiss beschweren, ich geh da nicht mehr drauf ein, bringt Nichts.
Damit will ich hier aber nicht sagen, dass es genauso wäre.:)
Ich kann mir schon vorstellen, dass es ein echtes Problem ist, wenn du irgendwo auf dem Land wohnst und auf ein Auto angewiesen bist um zur Arbeit zu kommen.
Dass es dann mit Problemen verbunden ist, wenn die Spritpreise sind wie sie sind.
Ich lebe nicht auf dem Mond, wenn ich da keine Probleme habe, heisst es ja nicht, dass die Probleme für andere auch nicht da sind, auch wenn man schon das Gefühl haben kann, dass ein Haufen Leute so denken.
 
Es gibt immer Möglichkeiten.
Es ist nicht immer leicht.

Fahrweise kann jeder anpassen.
Wenn man so abhängig vom Auto ist gibt es sehr sparsame für kleines Geld.

Vielleicht nutzt man die Chance und zieht näher zur Arbeit?

Falls man wirklich leidet unter den Spritpreisen dann war vorher etwas schon nicht Ok.

Dann kann man auch die Gelegenheit nutzen das zu ändern. Bitte versteh es positiv.

Welche Möglichkeit hat denn der kleine (Leih)-Arbeiter, der zur 45 Kilometer entfernten Werft fahren muss, um seine Arbeit zu verrichten?

Es gibt IMMER Möglichkeiten? Ich finde die Aussage schlimm. Mein Vater ist nun Rentner und kann froh sein, dass er diese Zeit nicht als Arbeitnehmer miterleben musste.

Was hättest Du meinem Vater denn geraten? Alt, Leiharbeiter und eine Fahrtstrecke von 43 Kilometern eine Richtung. Welche Möglichkeiten haben diese Betroffenen? Auch ein kleiner Hyundai verbraucht auf 86 Kilometern täglich Benzin.



Ich finde solche Aussagen einfach nur arrogant und naiv und kann es nicht positiv verstehen. Ich bin in einem Haushalt groß geworden, in dem die Mutter Hausfrau und der Vater Geringverdiener war. Meine Eltern konnten nie große Sprünge machen. Uns hat es an nix gefehlt, aber wir konnten nie große Sprünge machen.

Man darf nicht von sich auf andere schließen. Ich habe im Alter von 20-25 Jahren mehr Geld nach Hause gebracht, als mein Vater mit 60 Jahren. Mich jucken die Spritpreise nicht so sehr, ich muss ja nicht mehr so viel fahren. Ich könnte nun große Reden schwingen wie einfach man es sich machen kann. Hier ein bisschen langsamer fahren, da ein bisschen ausrollen lassen. Aber ganz ehrlich, das ist in meinen Augen Quatsch. Vielleicht wäre es für Dich einfach, und eine angepasste Fahrweise hilft. Aber ein Blick über den Tellerrand und man merkt, dass es nicht für jeden einfach ist. Der Mitarbeiter der Leiharbeit arbeitet nicht freiwillig als Geringverdiener. Im Alter bieten sich einem nicht zahlreiche neue Jobmöglichkeiten. Und nebenbei, auch Kleinwagen verbrauchen Sprit.

Deswegen teile ich Deine Meinung „es gibt immer Möglichkeiten“ überhaupt nicht.
 
Dir geht es einfach verhältnismäßig viel zu gut (Sorry:)), das entbindet dich aber nicht von einer Anteilnahme am Geschehen. Vielen hier geht es sicher überdurchschnittlich gut und trotzdem sind sie hier gut im Thema. Auf denn...., mehr als eine Braue darf es schon sein.

:love::love::love::love:

Und genau das ist es, worum es geht.

Nicht von sich auf andere schließen und verstehen, dass nicht jeder eine Wahl hat.
 
:love::love::love::love:

Und genau das ist es, worum es geht.

Nicht von sich auf andere schließen und verstehen, dass nicht jeder eine Wahl hat.
Er hat das ja auf mich bezogen und mir ist durchaus klar, dass es für manche um Existenzen sogar geht.
Ich habe nur geschrieben, dass es mich kaum bis gar nicht betrifft.
Mir mangelt es aber nicht an Verständnis.
Es gibt eben nicht immer Möglichkeiten bzw. sicher keine die keine wie auch immer geartete Einschränkungen beinhalten und das trifft einige mit Sicherheit deutlich härter als andere.
 
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