Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Warum nicht auch hier? Kurzfassung: zu viele Komponenten, zu viele unterschiedliche Betroffene und zu viele Variablen.

Etwas ausführlicher: Ich habe nach einer Hilfe gefragt, die sofort greift. Bei der Art von Anträgen, so wie Su es schilderst, handelt es sich nicht um eine Soforthilfe. Es wird wieder elendig lang dauern (siehe Coronahilfe, Fluthilfe usw.). Welche Behörde bearbeitet dies? Was sind die Eckpunkte? Geht es nach Arbeitsweg-Kilometern? Nur nach Gehaltshöhe? Nach PKW-Art? Wonach wird das bemessen? Grundsätzlich ein Prozentsatz? Wird nach Winter/Sommer unterschieden? Wofür bekommt wer Entlastung? Was ist mit dem Mittelverdiener, der berufsbedingt viele Tausend Kilometer fährt? Was ist mit den betrieblich genutzten Fahrzeugen von Unternehmern?

Diese Aussage aus dem Mund von jemandem, der sich mit Steuern beschäftigt, wo nicht nur vieles elendig dauert, sondern auch alles genau wegen differenzierter Fragen wie der Fragen, die Du hier stellst, extrem komplex ist, verwundert mich sehr. Was würdest Du jemandem antworten, der in einer Steuerprüfung zu einer schlampig ausgefüllten Steuererklärung sagt "zu viele Komponenten (...) zu viele Variablen"? Zweierlei Maß, weil Du privat ggf. von der Gießkanne profitieren würdest, von spezifischen Anträgen, wie ich sie vorschlage, aber nicht....?

Dass Du gegen die Soforthilfe nach Gießkannenprinzip bist, musste nicht immer wiederholen, das sollte nun jeder schon 5x mitbekommen haben.
Das wiederhole ich genau so oft, wie Du das Gießkannenprinzip und dessen Sinnhaftigkeit hier verteidigst. Gleiches Recht für alle...

Ich weiß nicht, von welcher Rechnung Du redest. Wenn Du etwas für wichtig erachtest, dann markiere es, damit es nicht untergeht.

@Nicole
Ich rechne einmal symbolisch.

Mineralölsteuerentlastung - kostet 100, trifft mit 50 davon Leute, die wenig verdienen, und mit 50 Leute, die die Mehrkosten verschmerzen könnten.

Später sieht man dann oh, Mist, da sind noch andere Geringverdiener, denen müssen wir auch unter die Arme greifen, das kostet dann nochmal 80. Macht Ausgaben von 180 in Summe.

Würde man direkt sagen, man unterstützt nur Geringverdiener käme man in Summe nicht auf 180, sondern nur auf 130.

Daher, nochmal, die Gießkanne kostet den Staat mehr, und es profitieren Leute, die das Geld nicht bräuchten. Wer soll das aus Deiner Sicht zahlen?

Auf Dein Rechenmodell gehe ich nicht weiter ein.

Dass Du heute nicht mehr weißt, was Du gestern geschrieben hast, finde ich bemerkenswert. In diesem Fall hätte übrigens auch ein Markieren mMn nicht geholfen....
 
Offensichtlich ;) Eine sehr hohe Leistung aus einer so kleinen Maschine buchstäblich herauszuquetschen, ist eine deutlich höhere Beanspruchung an das Material, erste Typen mit Turboladern und kleinem Hubraum sind gerne mal geplatzt/gerissen. Das gilt für jede Maschine, die am Limit betrieben wird, der ideale Arbeitspunkt ist deutlich unterhalb des Maximums.
Grundsätzlich kein Einspruch. Aber letztlich ist immer noch entscheidend, wie mit dem Motor umgegangen wird. D.h. ein i.d.R. schonend gefahrener und regelmäßig gewarteter Motor mit einer höheren Literleistung hat wohlmöglich eine höhere Lebensdauer als ein verheizter Motor gleicher Bauart mit geringerer Laufleistung. Mal ganz abgesehen davon, dass bei den Downsizing-Motoren unserer Zeit die Gefahr von Defekten eh höher ist, denn je mehr dran ist, desto mehr kann kaputtgehen.
 
Ach @opalo, ich habe es übersehen. Bei Deinen ewig langen und ständig wiederholenden Beiträgen kann man mal den Überblick verlieren. Muss ich mich dafür nun entschuldigen oder nimmst Du es so hin? Obwohl, Du bist bei mir nicht mal auf fett markierte Fragen eingegangen, damit sind wir quitt. Danke übrigens für den netten Unterton - Ironie off.

Ich habe Deine simple Rechnung (100 zu 50/50 bzw. 180/80 und 180/130) gefunden und gehe wie folgt darauf ein:

Ja, sie ist simpel, zu simpel. Mit Deiner Rechnung erreichst Du ja nur einen Teil Betroffener, nämlich nur Geringverdiener. Was ist mit Minijobber, Kleinunternehmer, vielfahrende Normalverdiener, Unternehmer im unteren Gewinnbereich usw.? Und wenn Du sagst, dass man es bei Unternehmern vom Gewinn abhängig machen kann - dann muss ich lachen. Denn der Gewinn ist nur eine Zahl, die man ganz einfach beeinflussen kann. Zudem:


  • das Vorjahr muss nicht dem aktuellen Jahr entsprechen
  • das aktuelle Jahr wird erst in 2023/2024 bearbeitet
  • der Gewinn ist eine Variable, die man mit nur ganz wenigen Punkten drastisch verändern kann.

Und wie behandelt man nun vielfahrende Arbeitnehmer bzw. vielfahrende Unternehmer/Unternehmen?


In Deiner Rechnung fallen in meinen Augen zu viele Betroffene raus. Zudem hatte ich ja bereits erläutert, dass ich eine Soforthilfe wichtig finde und alles im Antragswege viel zu lang dauert und zu viele Variablen und Unklarheiten mit sich bringt.
 
Das

Ich bin nach wie vor der Meinung, das eine Art Energiegeld pro Kopf bis zu einem bestimmten Einkommen die beste Lösung wäre. Aber mit der FDP wahrscheinlich wohl nicht machbar, genausowenig wie ein (befristetes) Tempolimit, was wir übrigens in den 70er Jahren schon mal hatten. DAMALS übrigens mit der FDP in der Regierung.

oder das

Autofahrer legen im Schnitt ca. 12.000 km/Jahr zurück. Ein Durchschnitt-PKW braucht ca 7,5 Liter Benzin oder Diesel auf 100km. Nehmen wir an, der Preis je Liter stiege um €1, wären das Mehrausgaben von €75 im Monat. Ergo: Gebt Geringverdienern €100 in bar im Monat und gut ist!

ist zielgerichtet und sinnvoll.

Und vielleicht gelingen den Zuständigen ja zur Abwechslung auch einmal einfache Antragsformulare. Verdienstnachweise der letzten Monate beifügen, erklären, dass man keine anderen Einkünfte als die aufgeführten hat und dass man sich bei unrichtigen Angaben zur Rückzahlung der gewährten Hilfen verpflichtet.

Dass Antragsbearbeitung etc. in diesem Land häufig gruselig lange dauert, ist richtig. Das allerdings als Argument zu nehmen, unnütz Geld zu verteilen, ist für mich jedenfalls nicht nachvollziehbar.
 
Ach @opalo, ich habe es übersehen. Bei Deinen ewig langen und ständig wiederholenden Beiträgen kann man mal den Überblick verlieren. Muss ich mich dafür nun entschuldigen oder nimmst Du es so hin? Obwohl, Du bist bei mir nicht mal auf fett markierte Fragen eingegangen, damit sind wir quitt. Danke übrigens für den netten Unterton - Ironie off.

Ich habe Deine simple Rechnung (100 zu 50/50 bzw. 180/80 und 180/130) gefunden und gehe wie folgt darauf ein:

Ja, sie ist simpel, zu simpel. Mit Deiner Rechnung erreichst Du ja nur einen Teil Betroffener, nämlich nur Geringverdiener. Was ist mit Minijobber, Kleinunternehmer, vielfahrende Normalverdiener, Unternehmer im unteren Gewinnbereich usw.? Und wenn Du sagst, dass man es bei Unternehmern vom Gewinn abhängig machen kann - dann muss ich lachen. Denn der Gewinn ist nur eine Zahl, die man ganz einfach beeinflussen kann. Zudem:


  • das Vorjahr muss nicht dem aktuellen Jahr entsprechen
  • das aktuelle Jahr wird erst in 2023/2024 bearbeitet
  • der Gewinn ist eine Variable, die man mit nur ganz wenigen Punkten drastisch verändern kann.

Und wie behandelt man nun vielfahrende Arbeitnehmer bzw. vielfahrende Unternehmer/Unternehmen?


In Deiner Rechnung fallen in meinen Augen zu viele Betroffene raus. Zudem hatte ich ja bereits erläutert, dass ich eine Soforthilfe wichtig finde und alles im Antragswege viel zu lang dauert und zu viele Variablen und Unklarheiten mit sich bringt.

Das Kompliment den netten Unterton betreffend gebe ich gerne zurück.

Wir können jetzt Haarspalterei betreiben, aber Minijobber sind für mich Geringverdiener. Es sollte ein Betrag festgelegt werden, bis zu dem Hilfen gewährt werden, genau so, wie es beim Bafög oder Wohngeld auch funktioniert. Natürlich ist bei der Festsetzung des Betrages Willkür dabei, aber das ist für mich allemal besser, als unverhältnismäßig viel Geld an Leute auszuschütten, die es nicht brauchen.

Vielfahrende Arbeitnehmer kann man über eine sinnvolle Pendlerpauschale abfrühstücken.

Mit Unternehmen kenne ich mich nicht aus, aber auch da würde es mich wundern, wenn es keine sinnvollen Lösungen geben würde.
 
Diese Aussage aus dem Mund von jemandem, der sich mit Steuern beschäftigt, wo nicht nur vieles elendig dauert und, sondern auch alles genau wegen differenzierter Fragen wie der Fragen, die Du hier stellst, extrem komplex ist, verwundert mich sehr. Was würdest Du jemandem antworten, der in einer Steuerprüfung zu einer schlampig ausgefüllten Steuererklärung sagt "zu viele Komponenten (...) zu viele Variablen"?

Ui, jetzt willst Du es wissen. Dass Du von meinem Beruf gar keine Ahnung hast, zeigst Du mir in dem zitierten Teil.

Denn gerade ich weiß, dass alles bis ins Kleinste geregelt ist und geregelt sein muss, damit es funktioniert. Und ich sage Dir, dass zu viele Variablen und Regeln durchweg zu großen Problemen führen. Ich gebe 2 Beispiele:

Kassenbuch - ich kann Dir einen Großteil der mir vorgelegten Kassenbücher verwerfen, da aufgrund vieler Variablen und Regeln sehr viel falsch gemacht wird.

Fahrtenbuch - hier bin ich genauer. Ich verwerfe über 90% der eingereichten Fahrtenbücher.

Und was ich dann bei einer Steuerprüfung sage: das wird teuer. Und soll ich Dir was sagen, das wird es auch.


So, und nun zu Deinem letzten Beitrag: Minijobber sind Geringverdiener - da bin ich bei Dir. Aber was ist, wenn diese gar kein Problem mit hohen Spritpreisen haben, weil sie nicht fahren? Die Frage brauchst Du nicht beantworten, sie soll nur auf die Variablen hinweisen.

Es soll ein Betrag festgelegt werden, der entscheidend ist? Das Bafög ist ein schlechtes Beispiel, weil Eltern für ihre Kinder zahlen. Beim Wohngeld kann ich mich nicht äußern, weil ich dazu zu wenig weiß. Ich weiß nur von Betroffenen wie schwierig und langwierig es ist.

Den vielfahrenden Arbeitnehmern hilfst Du nicht mit der Pendlerpauschale. Die Spritpreise sind heute hoch und für einige unbezahlbar und nicht im März 2023 (dann können Steuererklärungen frühestens bearbeitet werden). Erzähl das zum Beispiel einer Lotte.

Welche Lösungen soll es geben für Unternehmen / Unternehmern? Du schreibst, dass es bestimmt sinnvolle Lösungen gibt. Ich frage Dich welche? Auch Unternehmer sind mehr und weniger betroffen. Aber ob nun mehr oder weniger, sie sind JETZT betroffen.

Du möchtest keine Soforthilfe kn Form von Gießkannenprinzip, weil auch Leute profitieren, die genug Geld haben. Aber Du kannst weder den genauen Personenkreis bestimmen, noch hast Du Vorschläge, wie man jetzt hilft. Dein Vorschlag (Antrag ähnlich wie Wohngeld) dauert mindestens 4-8 Wochen. Es gibt dafür gerade weder eine Dienststelle noch Personal (wir haben immer noch Überbelastung durch Corona). Deine andere Idee (Pendlerpauschale oder irgendwas Sinnvolles für Unternehmer) greift frühestens ab Mitte März 2024. Und stell Dir vor, so schnell sind Steuerberater nicht… Unternehmer haben aber Steuerberater…

Wir drehen uns im Kreis.

Ich bin für Soforthilfe, von der zwar alle profitieren, aber von der auch bei allen Betroffenen was ankommt.

Du hast bisher nur Vorschläge gebracht, die in später Zukunft bzw. sehr später Zukunft greifen und nicht alle Personengruppen einbeziehen (ich habe erst die anderen Personengruppen nennen müssen, Du hast nur von Geringverdienern gesprochen).

Wie gesagt, einigen wir uns, dass wir uns nicht einigen. Argumente wurden von beiden Seiten ausgetauscht. Wir können die Diskussion ja weiterführen, wenn es neue Erkenntnisse oder neue Argumente gibt. Sich weiterhin im Kreis drehen, davon haben wir beide nichts.

In diesem Sinne - schönen Abend und guts Nächtle!
 
Ich bin absolut dagegen, ausschließlich Geringverdienern Geld wegen der gestiegenen Energiekosten zu zahlen.
Klar, die Geringverdiener würden davon profitieren. Aber wer einen Cent mehr verdient und die Bemessungsgrenze überschreitet, erhält nichts und das sind die Leute in der Mittelschicht, die sich jeden Tag abstrampeln (womit ich nicht sage, dass die Geringverdiener es nicht tun) und mit ihren Steuern dann die Energiekosten der anderen mitfinanzieren. Das ist kaum vermittelbar.

Zwei Modelle wären ok:
1. Preissenkung für alle durch Senkung des Steueranteils.
Im gewissen Maße wäre das problemlos machbar.

2. Der Staat greift überhaupt nicht ein.
Das fände ich noch besser. Das Volk hat Rot-Grün gewählt und die aktuellen Spritpreise sind auch im Sinne von Rot-Grün.
Wer das zu teuer findet, soll sich gefälligst ein Lastenrad oder ein Elektroauto kaufen.
 
@Nicole, einerseits sagen, es muss alles ins Kleinste geregelt werden, damit es funktioniert, und andererseits gar nichts regeln und alle begünstigen, ist für mich widersprüchlich.

Deinen Beruf assoziiere ich mit Gründlichkeit vor Schnelligkeit und Komplexität vor Pauschale. Das ist völlig gegenteilig zu dem, was Du hier forderst und nur das wollte ich vorher sagen. Inhaltlich habe ich von Deinem Job tatsächlich keine Ahnung. Meine Steuerklärung bekomme ich hin, wobei das letztes Jahr mit Homeoffice teils schwer durchdringlich war, und beruflich habe ich tolle Fachkollegen dafür....

Das BaföG ist eine einkommensabhängige Hilfe. Warum es hier als Beispiel nicht taugen soll, erschließt sich mir nicht.

Deine Variante ist schneller und einfacher, aber mMn nicht finanzierbar, weil wesentlich mehr Geld gebraucht wird als bei gezielten Hilfen. Und woher das kommen soll, hast Du bisher nur mit einem mMn nicht sinnvollen Virschlag - an der Verkehrsinfrastruktur sparen - beantwortet.

Wenn irgendwann Steuererhöhungen etc. angesagt sind, weil die Regierung mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt, oder weil andere relevante Sektoren vernachlässigt werden - ich denke da u.a. auch an Deine wiederholten Forderungen zum Pflegenotstand - wird ebenfalls gejammert. Von vorneherein durchdachtes Ausgeben würde da helfen, aber wie Du schon sagst, wir einigen uns nicht und können nur hinnehmen, was entschieden wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
2. Der Staat greift überhaupt nicht ein.
Das fände ich noch besser. Das Volk hat Rot-Grün gewählt und die aktuellen Spritpreise sind auch im Sinne von Rot-Grün.
Wer das zu teuer findet, soll sich gefälligst ein Lastenrad oder ein Elektroauto kaufen.
Nicht Dein Ernst, oder? Jemand, der sich den Sprit nicht mehr leisten kann, hat garantiert kein Geld für ein Lastenrad oder E-Auto, zumal der Strom fürs E-Auto auch mehr kosten wird als bisher. Dass die aktuellen Preise im Sinne auch nur irgend einer Partei sind, halte ich für eine gewagte Theorie.

Klar ist es willkürlich, eine Grenze zu setzen, bis wann Hilfen gezahlt werden, das habe ich seinerzeit beim Bafög über Jahre selbst erfahren müssen. Das ist aber für mich kein Argument dagegen.
 
Meiner Erinnerung nach hat das Volk Rot-Grün-Gelb gewählt...

Ist das hier ein Klugscheißer-Forum?
Das Volk hat rot, grün, gelb, aber auch schwarz, blau (braun?), dunkelrot oder bunt gewählt.
Es hat dafür gesorgt, dass Rot-Grün in der Regierung sind. Gelb ist auch dabei, na und? Das haben die in Koalitionsverhandlungen so ausgemacht. Auf dem Wahlzettel konnte man kein Kreuz bei Rot-Grün-Gelb machen.
Jedenfalls wäre es absurd zu unterstellen, dass die FDP diese Spritpreise wollen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass irgend eine Partei diese Preise will. Hilft aber nichts, sie sind da. Und laufen lassen ist aus meiner Sicht gar keine Option.
 
Nicht Dein Ernst, oder? Jemand, der sich den Sprit nicht mehr leisten kann, hat garantiert kein Geld für ein Lastenrad oder E-Auto, zumal der Strom fürs E-Auto auch mehr kosten wird als bisher. Dass die aktuellen Preise im Sinne auch nur irgend einer Partei sind, halte ich für eine gewagte Theorie.

Schon auf der BDK der Grünen von 1998 in Magdeburg wurde gefordert, den Benzinpreis schrittweise auf 5 Mark pro Liter anzuheben.
Es war keine Theorie von mir, höchstens eine These, und wie man sieht, alles andere als gewagt.
Und nun wird geliefert, was bestellt wurde. Wer so etwas wählt, soll auch damit leben. Fertig!
Ich finde es lästig, aber ich habe die Kohle. Wenn es dazu beiträgt, dass auf den Autobahnen weniger los ist, dann kann ich dem sogar etwas Positives abgewinnen.

Klar ist es willkürlich, eine Grenze zu setzen, bis wann Hilfen gezahlt werden, das habe ich seinerzeit beim Bafög über Jahre selbst erfahren müssen. Das ist aber für mich kein Argument dagegen.

Aber für mich ist es ein Argument dagegen. Und jetzt? Duell im Morgengrauen?
 
Autofahrer legen im Schnitt ca. 12.000 km/Jahr zurück. Ein Durchschnitt-PKW braucht ca 7,5 Liter Benzin oder Diesel auf 100km. Nehmen wir an, der Preis je Liter stiege um €1, wären das Mehrausgaben von €75 im Monat. Ergo: Gebt Geringverdienern €100 in bar im Monat und gut ist!
Plus den ganzen bürokratischen Aufwand, der auch durch Steuergelder finanziert werden muss.
Irgendwann fallen vielleicht auch wieder die Preise wie z.B. 2015 mit einem Dieselpreis unter 1 Eur, als das Fracking die Preise drückte. Oder die Löhne steigen so stark, dass 2,20 Eur / Liter billig sein wird.

Nicht jeder Geringverdiener ist zudem nicht zwingend vermögend.
Wenn es in Deutschland so einfach wäre, dann gäbe es vielleicht schon eine Vermögensteuer. Aber auch da erreichen wir dann nicht die eigentlichen Vermögenden, wenn es genug Möglichkeiten gibt sein Vermögen zu verschleiern.
 
@marian70 - Also ich würde mal sagen, zwischen 1998 und heute ist viel passiert.... Nicht zuletzt sind die Grünen zu einer Partei geworden, die eine breitere Masse anspricht und ansprechen will. Daher würde sich heute von den Verabtwortlichen mMn keiner mehr zu so einer Aussage hinreißen lassen.

Das Duell können wir gerne lassen, der Kaffee im Morgengrauen auf der Couch ist mir lieber.....
 
Autofahrer legen im Schnitt ca. 12.000 km/Jahr zurück. Ein Durchschnitt-PKW braucht ca 7,5 Liter Benzin oder Diesel auf 100km. Nehmen wir an, der Preis je Liter stiege um €1, wären das Mehrausgaben von €75 im Monat. Ergo: Gebt Geringverdienern €100 in bar im Monat und gut ist!

Auch eine Variante, wobei ein generelles "Energiegeld" vielleicht effizienter wäre, da man in diesem auch Zuschüsse zu Heiz- und Stromkosten unterbringen könnte.
Aber was ich vergessen habe und was auch wichtig ist: Auch die Wirtschaft (z.B. die Transportunternehmen) sollten unterstützt werden. Denn sonst werden deren steigende Kosten letztlich auch noch beim Verbraucher landen, z.B. im Supermarkt.
 
Vollkommen korrekt, von vorne bis hinten. Habe Ähnliches heute an anderer Stelle geäußert. Und bei allem Verständnis für die Ukraine und die entsetzliche Situation dort: was der Außenminister da in einer Talkshow äußert, ist schon sehr grenzwertig. Diese Flugverbotszonen wurden ja schon im Syrienkonflikt ins Gespräch gebracht und zum Glück nicht umgesetzt (hat jene nicht sogar Frau Clinton gefordert?).
Zudem haben diese 45%, die für das Embargo sind, wohl nicht ansatzweise eine Idee, was das bedeuten würde.

Das schlimme ist ja auch noch, das jetzt Länder wie Indien ausscheren und die Situation ausnutzen wollen, um billiger an russisches Öl (was ihnen von dort angeboten wurde) zu kommen. Ein Embargo ist nur dann richtig erfolgreich, wenn sich auch alle daran halten. Es nützt nichts, wenn Deutschland und andere EU-Länder eine kaputte Wirtschaft und sozialen Aufruhr riskieren, während z.B. Indiens Wirtschaft davon profitiert und Russland letztlich doch seinen Krieg weiterfinanzieren kann.

Das die Ukraine militärische Hilfe und ein Einschreiten der Nato fordert ist verständlich. Die kämpfen ums nackte Überleben. Das würde jeder tun. DENNOCH: Hier muß rational und mit kühlem Kopf gehandelt werden, so schwer es einem bei diesen Bildern von dort auch fällt. Es ist niemandem genutzt, wenn die ganze Welt in diesen Krieg verwickelt wird. Auch nicht der Ukraine. Sorgen mache ich mir übrigens um Moldawien, dem anderen Nicht-EU+NATO-Land zwischen Russland und dem Westen. Durchaus möglich, das Putin da auch noch einmarschiert, vor allem, wenn Odessa fallen sollte.
 
@Nicole, einerseits sagen, es muss alles ins Kleinste geregelt werden, damit es funktioniert, und andererseits gar nichts regeln und alle begünstigen, ist für mich widersprüchlich.

Du verstehst es nicht, weil Du in der Materie nicht drin bist. Deswegen ist es für Dich ein Widerspruch.

Wenn man eine Regel für alle macht, dann gibt es genau 1 Regel. Alles ist völlig klar, weil es nur einen (in Zahlen 1) Punkt beachten und umsetzen muss. Damit ist es eindeutig, es ist klar und es funktioniert.

Fängt man aber an, und so wünscht Du es Dir ja, Unterschiede zwischen den Betroffenen zu machen, so musst Du klare Regeln schaffen. Regeln, die zunächst ALLE Betroffenen abdecken, müssen genau festgelegt werden. Kein Betroffener darf benachteiligt werden. Und es gibt viele Betroffene. Es gibt Geringverdiener, Minijobber, Normalverdiener mit langen Arbeitswegen und Normalverdiener mit kurzen Arbeitswegen. Es gibt Unternehmer, die perse hohe Fahrten haben, es gibt Unternehmer, die weniger betroffen sind. Dann gibt es Kleinunternehmer, die eher geringe Umsätze haben. Es gibt aber auch Unternehmer, die geringe Umsätze haben, aber keine Kleinunternehmer sind. Aber was ist, wenn es um den Gewinn und nicht in den Umsatz geht. Wie ermittelt er diesen? Welche Einlagen und Entnahmen tätigt er? Geht es um den Gewinn oder den steuerlichen Gewinn (Absetzungen)?

Du willst Unterschiede bei den Betroffenen machen und nicht jedem die Ersparnis geben - ja dann dann braucht es klare Regeln. Viele unterschiedliche Betroffene, wie gesagt, Du forderst die Unterscheidung, benötigen klare Regeln.

Und deswegen ist es nicht widersprüchlich, sondern eindeutig. Eine Regel für alle = 1 Punkt, der geregelt werden muss. Wenn Du Unterschiede machen willst, dann musst Du alle möglichen Betroffenen einbeziehen, was viele Regeln, Richtsätze und Ober- und Untergrenzen bedarf. Du musst viele Fragen beantworten, wie Du diese definieren willst.



Vielleicht solltest Du fragen, bevor Du assoziierst. Es gibt Bereiche, da wird mit Pauschalen gearbeitet. Es gibt Bereiche, da gelten die nackten Zahlen. Und man kann es eben nie pauschal sagen. Es gibt klare Regelungen, die 1:1 umzusetzen sind. Und es kommt drauf an, was genau geprüft wird.

[QUOTE="opalo, post: 5347796, member: 858"][USER=8552]

Das BaföG ist eine einkommensabhängige Hilfe. Warum es hier als Beispiel nicht taugen soll, erschließt sich mir nicht.
[/QUOTE]

Das Bafög ist eine einkommensabhängige Hilfe. Allerdings hängt diese Hilfe nicht vom eigenen Einkommen ab, sie hängt auch vom Einkommen der Eltern ab. Daher finde ich das Beispiel schlecht.

Und wie Du meinem Aufsatz oben entnehmen kannst, ist Einkommen nicht gleich Einkommen. Das muss klar definiert werden. Du verstehst unter Einkommen nämlich etwas anderes als ich.

[QUOTE="opalo, post: 5347796, member: 858"][USER=8552]

Deine Variante ist schneller und einfacher, aber mMn nicht finanzierbar, weil wesentlich mehr Geld gebraucht wird als bei gezielten Hilfen. Und woher das kommen soll, hast Du bisher nur mit einem mMn nicht sinnvollen Virschlag - an der Verkehrsinfrastruktur sparen - beantwortet.
[/QUOTE]

Es muss für meine Variante nicht mehr investiert werden. Meine Variante führt einfach nur zu geringeren Steuereinnahmen. Wie die mögliche und genaue Finanzierung der möglichen Rabattregelung der Regierung läuft, weiß ich nicht.

[QUOTE="opalo, post: 5347796, member: 858"][USER=8552]
Wenn irgendwann Steuererhöhungen etc. angesagt sind, weil die Regierung mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt, oder weil andere relevante Sektoren vernachlässigt werden - ich denke da u.a. auch an Deine wiederholten Forderungen zum Pflegenotstand - wird ebenfalls gejammert. Von vorneherein durchdachtes Ausgeben würde da helfen, aber wie Du schon sagst, wir einigen uns nicht und können nur hinnehmen, was entschieden wird.
[/QUOTE]

Wenn irgendwann Steuererhöhungen nötig sind, bin ich dabei. Erhöhung des Spitzensteuersatzes, Streichung Steuersparmodell 7g (wird zu oft ausgenutzt) und vieles mehr. Die Anpassung der Steuersätze ist einheitlich und damit fair. Das macht es wenig angreifbar.

Abschließend: ich schmeiße nicht alles in einen Topf. Ich habe einen sehr differenzierten Blick auf das Problem geworfen. Das ist das, was Du als Widerspruch empfunden hast.

Nochmal: wenn Du neue Erkenntnisse bzw. neue Argumente hast, die dazu führen, dass wir uns nicht weiter im Kreis drehen, gerne her damit. Im Moment muss ich Dir nur immer wieder erklären, warum es nicht so einfach ist, wie Du es Dir vorstellst. Das sind allerdings keine neuen Erkenntnisse. Ich muss nur immer weiter die immergleiche Begründung liefern, nur eben immer ein klein wenig ausführlicher. In meinen Augen drehen wir uns im Kreis und das ist nicht zielführend. Zeitlich könnte ich Dir die immergleiche Begründung auch weiterhin liefern, immer noch ein Stück ausführlicher, Ich bin gerade gezwungenermaßen zu Hause bin, zeitlich wäre es drin. Aber ich bin ehrlich, es ist müßig, denk wie gesagt, wir drehen uns nur im Kreis…
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