Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Abgesehen von der Mehrwertsteuer sind die Steuern für Sprit seit 2003 unverändert. Für die Preisentwicklung seit 2003 kann die Politik also eher wenig. Stattdessen hat sich der Rohöl-Preis seitdem mal eben vervierfacht.

Trotzdem sind seit einigen Jahren Politker Teil dieser Regierung, die damals bei Rot-Grün vehement gegen die "(Ö)K.O.-Steuer" gewettert und protestiert haben, heute aber deren Nutzen ziehen. Kein Gedanke wurde scheinbar bisher daran verschwendet, mal durch eine mögliche Anpassung oder sogar komplette Abschaffung dieser Steuer die Autofahrer zu entlasten.

(Mir ist übrigens klar, dass Frau Merkel natürlich gerade in diesen Zeiten niemals freiwillig auf sichere Steuereinnahmen verzichten würde. Ist ja auch logisch. Es geht aber auch irgendwo einfach ums Prinzip und ist somit in meinen Augen mal wieder ein großartiges Beispiel dafür, wie Politik funktioniert)
 
Man müsste die Steuernverluste an anderer Stelle wieder rein holen.
Denn ohne die wäre das Niveau der Sozialleistungen in DE nicht aufrecht zu erhalten. Dann lieber so, als z.b. die Sozialleistungen der USA (aber dafür billiger Sprit).

Und da man mit dem Autofahren massiv die Umwelt verschmutzt finde ich es generell ok, wenn dort so dicke Steuern drauf liegen.


Es geht übrigens auch noch schlimmer:

In Norwegen lag der Preis Ende 2011 bei 1,95 und momentan bei ca. 1,72.

Weiß aber nicht, wie hoch da die Steuern sind oder obs nur damit zu tun hat, dass es dort allgemein teurer ist.
 
Hast du dir die Seite mal angeguckt? Muss nicht unbedingt verlinkt werden...
 
sooooo, noch 1 Monat, dann ist die Werksgarantie abgelaufen, werde schon mal die Telefonnummer von Hartge raussuchen

:applaus::applaus::applaus:
 
Der Staat hat offenbar immer noch nicht gerafft, dass die dauerhaft teuren Benzinpreise der Konjunktur nachhaltig gewaltig schaden werden. Die Mehreinnahmen auf Benzin werden bei der Mehrwertsteuer absehbar durch das gebremste Kaufverhalten bei vielen anderen Gütern erheblich wegbrechen. Ob es für den Staat ein Nullsummenspiel wird, wage ich mal zu bezweifeln. Mal schauen, ob die Merkel irgendwann merkt, dass es bis zur nächsten BT-Wahl dann eben doch nicht mehr ganz so lange dauert. :wild:
 
Habt Ihr Euch eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, warum E10 trotz seines Rufs als ""Schlauch- und Vergaserfresser" und "ökologisch zweifelhaft" (Stichwort: Monokulturen) von der Bundesregierung gefördert worden ist?

Die Antwort ist: erhöhte Steuereinnahmen!

E10 ist zwar an der Tanke 3 bis 4 Cent günstiger als E5, aber durch den geringeren Heizwert von Ethanol ist der Verbrauch von E10 um ca. 3% höher. Aber schon ab einem Spritpreis von 1,50 € machen diese 3% eine Mehrbelastung für E10 von einem halben Cent pro Liter aus, bei einem Spritpreis von 1,65 € ca. 1 Cent. Das klingt zwar nicht besonders viel, aber:

Bei einem Verbrauch von ca. 30 Mrd. Liter Benzin p.a. hat E10 einen Marktanteil von ca. 11%, d.h. ca 3,3 Mrd Liter, von denen ca. 96 Mio Liter den 3%igen Mehrverbrauch von E10 ausmachen. Bei einer Steuerbelastung von 0,779 € per Liter (0,6545 € + MWSt) ergibt das ca. 74,9 Mio € Steuereinnahmen (62,9 Mio € Mineralöl- + 12 Mio. MWSt.).

Von diesen 74,9 € muß man aber noch den MWSt-Verlust des durchschnittlich 3,5 Cent/Ltr. günstigeren E5 abziehen, sprich 0,56 Cent Liter, die mit 3,3 Mrd Liter multipliziert 14,4 Mio € ergeben.

Bleibt unter dem Strich trotzdem eine Mehreinnahme für Vater Staat von ca. 60,5 Mio €!
 
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