Es hat doch auch keiner widersprochen, dass das keine Nachteile habe. Aber wir sind nunmal in einer Pandemie, wir schränken uns seit März in quasi allen Bereichen erheblich ein. Wieso sollte die Arbeit davon unbetroffen sein? Wieso zählt der Nachteil der "Präsenzarbeit", dass man dadurch seine und die Gesundheit anderer gefährdet, anscheinend nicht? Wieso sollte es utopisch sein, die nötigen Arbeitsmittel für das Homeoffice beschaffen?
Und nein, ich rede hier obv nicht von Leuten, die tatsächlich keine Kapazitäten zuhause haben oder von irgendwelchen kleinen Klitschen, die Homeoffice tatsächlich nicht so ohne weiteres auf die Beine stellen können. Das sind doch Strohmänner, die hier aufgebaut werden. Und die anderen Gegenargumente hier sind doch vor allem, dass es offenbar nicht möglich sei, Arbeitsmittel zu beschaffen, wer denn dann den Mehrverbrauch an Strom und Wasser zahlen solle und dass man möglicherweise nicht so effektiv arbeiten würde. Und die kann ich allesamt nicht nachvollziehen, denn das sind eben alles keine unlösbaren Probleme. Wie gesagt, Arbeitsmittel kannst du wohl von der Steuer absetzen und die geringere Leistung muss dann eben mal vom Arbeitgeber hingenommen werden. Wenn die Leute an Corona erkranken, wäre die Leistung ja ebenso eingeschränkt.
Ich habe in meinem Job keine Möglichkeit ins Homeoffice zu gehen, weil der Job das nicht hergibt und habe dort gleichzeitig immer wieder Kontakt zu anderen Menschen. Ich wünschte allerdings, ich hätte die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten, denn es ist absolut kein Vergnügen andauernd befürchten zu müssen, man habe sich angesteckt bzw. die Befüchtung zu haben, man sei selber derjengie, der ansteckt. Wie sich Arbeitnehmer fühlen, die in ihrem Job noch weitaus mehr Risiko eingehen müssen, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Von daher kann ich mir den Widerstand gegen das Homeoffice, dort wo es theoretisch möglich wäre, nicht so wirklich erklären.
Und wo es keine Pflicht, sondern nur Appelle gibt, da kommt dann eben sowas bei raus: