Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

haben Konzepte erstellt, teilweise viel Geld ausgegeben dafür und?
Am Ende sind Konzepte Schall und Rauch

Ja, weil halbgare Konzepte eben nichts bringen. Halbgar nicht weil die Restaurants und Co. etwas falsch gemacht hätten sondern weil entweder ALLE sich entsprechend vorbereiten, oder es bringt eben nicht. Dieser Lockdown-Lite Blödsinn war ja der Versuch so ein bißchen zu schließen aber halt nicht alles. Schweden-Like, als wenn die nicht bewiesen hätten, dass das so leider nicht funktioniert. Vermutlich wäre es deutlich effizienter gewesen alle Schulen zu schließen und dafür die Restaurants und Co. offen zu halten.
 
Und das können / sollen Arbeitgeber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen lösen?
Ja. Auch gerne mit Unterstützung vom Staat. Wieso sollte das utopisch sein, den Leuten, für die es möglich wäre, einen Arbeitsplatz zu Hause einzurichten und die möglicherweise vorübergehende etwas eingeschränkte Leistung einiger Arbeitnehmer zu überstehen (so die denn am Ende insgesamt überhaupt existiert, ich hab auch schon von Leuten gehört, dass sie im Homeoffice gefühlt besser arbeiten können)? Gibt schließlich auch Unternehmen, die das bereits freiwillig machen. Warum sollte es hingegen für andere utopisch sein?

Finde es interessant, dass das oben genannte utopisch sein soll, es hingegen aber vollkommen in Ordnung scheint, den Arbeitnehmer erheblichen gesundheitlichen Risiken auszusetzen.
 
Finde es interessant, dass das oben genannte utopisch sein soll, es hingegen aber vollkommen in Ordnung scheint, den Arbeitnehmer erheblichen gesundheitlichen Risiken auszusetzen.
Die Risiken entfallen, wenn Leute, die zu Hause keinen adäquaten Arbeitsplatz haben, weiter im Büro arbeiten können, und das ist, wie gesagt, ein Punkt, der für mich klar gegen eine Homeoffice-Pflicht spricht.

Mal etwas anderes. Hast Du Homeoffice Erfahrung oder bist Du hier auf theoretischer Flughöhe unterwegs? Wenn es letzteres ist, unterhalte Dich vielleicht mal mit Leuten, die im Homeoffice arbeiten. Es hat nicht nur Kosten je Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zur Folge, sondern gerade auch für Arbeitnehmer durchaus klare Nachteile. Ideal ist mMn eine Mischung aus Büro und zu Hause.
 
Die Risiken entfallen, wenn Leute, die zu Hause keinen adäquaten Arbeitsplatz haben, weiter im Büro arbeiten können, und das ist, wie gesagt, ein Punkt, der für mich klar gegen eine Homeoffice-Pflicht spricht.
Wieso entfallen die Risiken? Was bedeutet denn für dich, einen adäquaten Arbeitsplatz zu haben und auf wie viele Leute sollte das zutreffen? Mal abgesehen davon, dass Leute, für die es aus welchem Grund auch immer wirklich unmöglich sein sollte, zuhause zu arbeiten, von der Pflicht ausgenommen werden könnten. Geht schließlich nur um Leute, für die Homeoffice möglich wäre.
 
Wieso entfallen die Risiken? Was bedeutet denn für dich, einen adäquaten Arbeitsplatz zu haben und auf wie viele Leute sollte das zutreffen? Mal abgesehen davon, dass Leute, für die es aus welchem Grund auch immer wirklich unmöglich sein sollte, zuhause zu arbeiten, von der Pflicht ausgenommen werden könnten. Geht schließlich nur um Leute, für die Homeoffice möglich wäre.
Das dürfte auf die Mehrheit zutreffen. Ein adäquater Arbeitsplatz ist für mich ein Schreibtisch, ein ergonomischer Stuhl und ein PC Bildschirm, kein Laptop. Das kann und will nicht jeder zuhause hinstellen.
Und die anderen Themen, Kinder zu Hause etc, nicht vergessen, wenn es um Pflicht geht.

Mich würde jedenfalls echt interessieren, wie viel praktische Erfahrung Du mit dem Thema hast, weil ich finde, dass Du zu wenige Perspektiven berücksichtigst.
 
Das dürfte auf die Mehrheit zutreffen. Ein adäquater Arbeitsplatz ist für mich ein Schreibtisch, ein ergonomischer Stuhl und ein PC Bildschirm, kein Laptop. Das kann und will nicht jeder zuhause hinstellen.
Und die Beschaffung dieser Dinge ist also utopisch? Bitte. Die Kosten für die Arbeitsmittel kannst du meines Wissens übrigens von der Steuer absetzen.
Und die anderen Themen, Kinder zu Hause etc, nicht vergessen, wenn es um Pflicht geht.
Ja, wie gesagt, da muss der Arbeitgeber nunmal eine vorübergehend eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer hinnehmen.
 
Das ist noch nicht so klar. Außerdem ist es auch eine platzfrage. Alles nicht so einfach.
Hat ja auch keiner behauptet, dass es einfach sei. Aber warum sollte es denn nicht machbar sein, sondern utopisch? Wir schränken uns seit März in allen möglichen Bereichen ein, aber sowas ist auf einmal utopisch?

Bzgl. Absetzen der Arbeitsmittel von der Steuer: https://www.fr.de/wirtschaft/homeof...tattung-kosten-steuererklaerung-90034701.html
 
Du, @FatTony und andere haben ihre Meinung zu Lucke und der damaligen AfD, ich meine eigene. Ist ja wohl noch erlaubt, auch wenn es User hier gibt, die mich dafür in die rechte Ecke stellen...:facepalm:
Auch wenn den subjektives Empfinden dir etwas anderes suggeriert, steht es dir zu, deine Meinung zu äußern. Doch was du mit Recht verlangst, das mußt du auch denjenigen zugestehen, die argumentativ eine andere Meinung vertreten. Und darum geht es schließlich in einer Debatte, sich inhaltlich auszutauschen und nicht ins Persönliche abzudriften, d.h. andere Ansichten zB durch inflationäre Verwendung dieses Emoji :lol: in Lächerliche zu ziehen, jemanden in eine linke oder rechte Ecke, sich in einer selbst geschaffenen Opferrolle zu suhlen, die gar nicht vorhanden ist etc.

Und was ist eigentlich mit Teilen der heutigen CDU? War Thüringen einfach nur dummer Zufall? MITNICHTEN! In der Basis unserer stärksten Volkspartei brodelt es, immer noch!
Thüringen lässt sich nicht 1:1 auf die gesamte CDU übertragen - schon allein deshalb nicht, weil die Duldung einer von der AfD geduldeten CDU-Minderheitsregierung bei den Parteimitgliedern außerhalb Thüringens auf sehr große Kritik gestoßen ist. Und sehr wahrscheinlich auch in der Thüringen-CDU nicht einstimmig für positiv empfunden wurde. Vor allem aber lassen sich die Thüringer Verhältnisse nicht deshalb 1:1 auf die gesamte Bundes-CDU übertragen, weil sie wie von dir konstatiert die stärkste Volkspartei ist. Denn bei dieser Volkspartei existieren viele unterschiedliche politische Strömungen, wie zB auf der einen Seite der Wirtschaftsflügel, dem die arbeitnehmerfreundliche CDA gegenübersteht. Oder dass eine Großstadt-CDU sich in vielen Bereichen anders aufstellen muss als eine CDU in Regionen mit hohem Anteil an ländlicher Bevölkerung. Dass in dieser Melange nicht alle CDU-Mitglieder zufriedengestellt werden können, ist somit völlig normal, auch wenn es bei einigen von ihnen "brodelt". Zum Beispiel, bei denen, die für Friedrich Merz als neuen Parteichef votierten. Aber zu einer Demokratie gehört nun einmal auch nicht nur Wahlniederlagen gegen politische Gegner, sondern auch Niederlagen bei parteiinternen Abstimmungen mit Fairness und Anstand hinzunehmen.


Und zu den Volksabstimmungen: Boah, zwei richtige Abstimmungen...Auch wenn es jetzt über zwanzig Jahre her ist, so kann ich mich sehr wohl noch sehr gut an die damalige Stimmungslage in Europa erinnern und da waren die meisten Bevölkerungen der Länder dagegen, in Deutschland strikt dagegen.
Und wenn es nur drei Abstimmungen waren, so widersprechen diese Ergebnisse deiner vorher getätigten Äußerung
Trotzdem haben sie gewaltsam dieses Ding gegen den Willen der Bürger (bei einer Volksabstimmung hätten sich in nahezu jedem Land die Bürger dagegen entschieden) durchgezogen[...]
Dass die Stimmungslage in Deutschland bzw. Europa hinsichtlich der Währungsunion unterschiedlich war, daran kann ich mich auch noch erinnern und ich gebe zu, dass ich zu der Zeit auch dagegen gewesen bin, gerade weil die Deutsche Mark damals eine der stabilsten Währungen der Welt gewesen ist. Doch woher nimmst du die Gewissheit, dass die Gegner der Währungsunion in der Mehrheit waren? Existieren dazu stichhaltige Zahlen? Oder ist das ein Eindruck, der darauf basiert, dass die Gegner damals lauter waren als die Befürworter? Falls ja, gebe ich zu bedenken, dass diejenigen, die lauter "schreien", zwangsläufig nicht diejenigen mit der Mehrheit bzw. die im Recht sind.
 
@holgerwehlage - nochmal die Frage: Welche praktische Erfahrung hast Du mit dem Thema? Je länger wir diskutieren, desto theoretischer erscheinen mir Deine Ansätze. Ich arbeite im Homeoffice unter guten Bedingungen, und mein Arbeitgeber leistet einen finanziellen Beitrag zu meinen Kosten. Ich arbeite in einem Konzern, in diesem Fall ein Vorteil. Aber ich kann doch nicht die Augen davor verschließen, dass ein kleinerer Laden das in der Form nicht leisten kann. Da fehlt die erforderliche IT-Infrastruktur, sowohl in Sachen Hard- und Software als auch in Sachen personelle Aufstellung in der IT. Das ist nicht mal eben geändert, schon gar nicht in der aktuellen Zeit. Dazu die anderen Themen, die hier schon auf dem Tisch waren. Für mich, die Homeoffice-Erfahrung und viel Austausch mit anderen hat, die im Homeoffice arbeiten, ist eine Homeoffice-Pflicht Bullshit. Zumal längst nicht jeder, und das aus den verschiedensten Gründen, zu Hause arbeiten möchte. Schon allein dann nicht, wenn er das mMn nachvollziehbare Bedürfnis einer strikten Trennung zwischen Arbeit und Privatleben haben möchte. Homeoffice hat viele Vorteile, die ich seit Corona entdeckt habe und schätze. Es hat aber auch erhebliche Nachteile, und zwar nicht zuletzt für die Arbeitnehmer. Von daher niedrigere Hürden für die, die zu Hause arbeiten wollen, ja, alles andere mMn nein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ein paar Worte hierzu:
Und hatten -wie auch in Deutschland- keine Möglichkeit dies mittels Volksabstimmung zu verhindern. Eine solch einschneidende Veränderung eines Währungssystems sollte mMn ganz klar und ohne wenn und aber vom Volk entschieden werden. In der Schweiz entscheidet das Volk über fast jeden Scheiß.
Wie hätte denn bitte eine solcher Volksabstimmung durchgeführt werden sollen? Die Bundesrepublik ist eine repräsentative Demokratie, in deren Grundgesetz steht, dass Volksabstimmungen zu Einzelfragen der Politik auf Bundesebene nicht zulässig sind. D.h. um die Währungsunion per Volksabstimmung zum Entscheid zu bringen, hätte es einer Grundgesetzänderung bedurft.

Bei der Schweiz handelt es sich dagegen um eine direkte Demokratie. Dieses System hat durchaus ihre Vorteile, u.a. auch wegen der Möglichkeit von Volksabstimmungen. Doch dort, wo besonders viel Licht ist, ist auch entsprechend viel Schatten. Denn die Kantone verfügen über mehr wesentlich mehr Autonomie als die Bundesländer der BRD, d.h. dass zB jeder Kanton über eine eigene Verfassung verfügt und selbst entscheiden kann, ob sie Resultate der Eidgenössischen Abstimmung ins Kantonsrecht übernehmen oder nicht. Mit der Folge, dass in Volksabstimmungen Entscheidungen getroffen werden können, bei den der gesunde Menschenverstand nur Kopfschütteln auslöst. Bestes bzw. schlechtestes Beispiel war eine Plebiszit über die Einführung des Frauenwahlrechts im Kanton Appenzell Innerrhoden, bei der mehrheitlich gegen die Einführung gestimmt wurde - im Jahr 1990 (!)

Diese Kleinstaaterei hat zwar ihre Vorteile, ist aber, auch um wieder auf das Thema dieses Thread zu kommen, kontraproduktiv. Denn wie in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 09.12.20 zu lesen ist, sorgten die Kantone mit weichen Maßnahmen dafür, dass die Schweiz - trotz ihrer erstklassigen medizinischen Versorgung - zu den Ländern mit den höchsten Todesraten durch bzw. mit Covid-19-Infektionen gehört.
 
Es hat doch auch keiner widersprochen, dass das keine Nachteile habe. Aber wir sind nunmal in einer Pandemie, wir schränken uns seit März in quasi allen Bereichen erheblich ein. Wieso sollte die Arbeit davon unbetroffen sein? Wieso zählt der Nachteil der "Präsenzarbeit", dass man dadurch seine und die Gesundheit anderer gefährdet, anscheinend nicht? Wieso sollte es utopisch sein, die nötigen Arbeitsmittel für das Homeoffice beschaffen?
Und nein, ich rede hier obv nicht von Leuten, die tatsächlich keine Kapazitäten zuhause haben oder von irgendwelchen kleinen Klitschen, die Homeoffice tatsächlich nicht so ohne weiteres auf die Beine stellen können. Das sind doch Strohmänner, die hier aufgebaut werden. Und die anderen Gegenargumente hier sind doch vor allem, dass es offenbar nicht möglich sei, Arbeitsmittel zu beschaffen, wer denn dann den Mehrverbrauch an Strom und Wasser zahlen solle und dass man möglicherweise nicht so effektiv arbeiten würde. Und die kann ich allesamt nicht nachvollziehen, denn das sind eben alles keine unlösbaren Probleme. Wie gesagt, Arbeitsmittel kannst du wohl von der Steuer absetzen und die geringere Leistung muss dann eben mal vom Arbeitgeber hingenommen werden. Wenn die Leute an Corona erkranken, wäre die Leistung ja ebenso eingeschränkt.

Ich habe in meinem Job keine Möglichkeit ins Homeoffice zu gehen, weil der Job das nicht hergibt und habe dort gleichzeitig immer wieder Kontakt zu anderen Menschen. Ich wünschte allerdings, ich hätte die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten, denn es ist absolut kein Vergnügen andauernd befürchten zu müssen, man habe sich angesteckt bzw. die Befüchtung zu haben, man sei selber derjengie, der ansteckt. Wie sich Arbeitnehmer fühlen, die in ihrem Job noch weitaus mehr Risiko eingehen müssen, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Von daher kann ich mir den Widerstand gegen das Homeoffice, dort wo es theoretisch möglich wäre, nicht so wirklich erklären.

Und wo es keine Pflicht, sondern nur Appelle gibt, da kommt dann eben sowas bei raus:
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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Frage die sich mir dabei nach wie vor stellt:

Wo kommen solche Zahlen her? Unsere Firma hat noch niemand befragt, das kann ja nur eine Umfrage mit Hochrechnung sein.
Denn so viele Jobs, die von zu Hause aus erledigt werden können, das fast 30 % von jetzt auf gleich im Homeoffice arbeiteten, kam mir im Frühjahr schon spanisch vor.
Alle Kassierer im Supermarkt, alle Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, mobile Pfleger, LKW Fahrer, Polizisten, Lagermitarbeiter, Pdouktionsmitarbeiter,
Wareneingangs / Warenausgangskontrolleure, Zollbeamnte, Piloten, Bus und Bahnfahrer, Ordnungsamt, Feuerwehrleute, Landwirte, Handwerker, Bestatter usw... können das eben nicht - und davon gibts in Deutschland verdammt viele.
 
Das sind Ergebnisse der von der Hans-Böckler-Stiftung beauftragten Erwerbspersonenbefragung, bei der erneut mehr als 6100 Erwerbstätige und Arbeitsuchende von Kantar Deutschland online befragt wurden. Dieselben Personen hatten bereits im April und im Juni Auskunft gegeben, so dass Trends im Zeitverlauf analysiert werden können. Die Panel-Befragung bildet die Erwerbspersonen in Deutschland im Hinblick auf die Merkmale Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland repräsentativ ab.
https://www.boeckler.de/de/podcasts-22421-homeoffice-corona-29880.htm
 
@opalo @holgerwehlage

Ich denke, dass es ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein sollte. Generell, aber gerade jetzt auch in Pandemie-Zeiten, wo Zusammenhalt gefragt ist. Dennoch vertrete ich die Ansicht, dass wenn ein Arbeitgeber Home Office wünscht / erwartet, er dafür die erforderlichen Arbeitsmaterialen genau wie für die Arbeit im Büro zu stellen hat, denn schließlich bringt man zB sein private gehörendes Notebook auch nicht nur Arbeit mit. Ich persönlich musste nicht darum "kämpfen", weil mir ein Firmen-Notebook zur Verfügung gestellt wurde. Wegen dem Mehrverbrauch von Wasser und Strom mache ich mir jedoch nicht ins Hemd, denn dieser Mehraufwand gleicht sich durch gesparte Kosten für Benzin und Verschleiß vom Auto Phi mal Daumen wieder aus. Vom der gesparten Zeit für Arbeitswege, der täglichen Gesichtsrasur, Bügeln von Hemden / Poloshirt, dem Styling etc. ganz zu schweigen. Allerdings darf das bei allen Vorteilen und Entgegenkommen auch kein Dauerzustand sein, denn grundsätzlich sind die eigenen 4 Wände dazu gedacht, um von der Arbeit abzuschalten und nicht, um diese dort zu erledigen.
 
@holgerwehlage - dass das "Strohmänner" sind, sehe ich nicht so. Wir haben hier in Deutschland wahnsinnig viele kleine und mittelständische Unternehmen, jedes mit Bürojobs, aber eben nicht mit der IT-Infrastruktur eines Konzerns. Dass der Wechsel ins Homeoffice bei uns sehr gut gelaufen ist, liegt daran, dass mein Arbeitgeber schon vorher die Möglichkeit Homeoffice angeboten hat, die von vielen tageweise genutzt worden ist. D. h. es musste "nur" auf einem schon bestehenden Fundament aufgebaut werden. Und auch das war eine super Leistung unseres IT-Teams, vor der ich ganz großen Respekt habe. Das aber mal eben von Null aufzubauen, eventuell in einem Laden, der aufgrund von Corona ohnehin wirtschaftliche Probleme und damit ganz andere, ggf. existenzielle Sorgen hat, sehe ich als utopisch an. Und eine Homeoffice-Pflicht mit zig Ausnahmen, um derartige Punkte zu berücksichtigen, ist ein Bürokratiemonster, das keiner beherrschen oder kontrollieren kann.
Ich kann verstehen, dass für Dich in Deinem Job Homeoffice wie der Himmel auf Erden erscheinen mag. Aber, nochmal, so ist es nicht. Wie weiter oben schon gesagt, die große Diskrepanz zwischen den Zahlen im Lockdown 1 und Lockdown 2 verstehe ich nicht und hätte sie in der Form auch nicht erwartet. Aber vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass viele im Lockdown 1 die Herausforderungen des Homeoffice leidvoll erfahren mussten und sich im Lockdown 2, soweit es ihnen möglich war, für das Büro entschieden haben. Nachvollziehen kann ich das, denn die "Luxus-Variante Homeoffice", die ich habe, dürften viele eben nicht haben. Natürlich kannst Du jetzt argumentieren, dass das in Sachen Corona kontraproduktiv ist, da gibt's auch kein Gegenargument. Und dennoch verstehe ich, dass Dinge wie ein ungeeigneter Arbeitsplatz, Kinder zu Hause, technische Probleme, Vereinsamung (gerade bei Singles!) etc. auf Dauer an den Nerven zehren und Leute diese meiden, wenn sie können. Bei einer Homeoffice-Pflicht verlangst Du von den Betroffenen, dass sie all das zusätzlich zu den Einschränkungen, die für alle gelten, auf sich nehmen. Und da denke ich tatsächlich, das ist zuviel verlangt. Deshalb wäre eine solche Pflicht eine aus meiner Sicht unzumutbare Belastung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer.
 
Zuletzt bearbeitet:
@opalo @holgerwehlageIch denke, dass es ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein sollte. Generell, aber gerade jetzt auch in Pandemie-Zeiten, wo Zusammenhalt gefragt ist. Dennoch vertrete ich die Ansicht, dass wenn ein Arbeitgeber Home Office wünscht / erwartet, er dafür die erforderlichen Arbeitsmaterialen genau wie für die Arbeit im Büro zu stellen hat, denn schließlich bringt man zB sein private gehörendes Notebook auch nicht nur Arbeit mit. Ich persönlich musste nicht darum "kämpfen", weil mir ein Firmen-Notebook zur Verfügung gestellt wurde.
Wenn der Arbeitgeber das wünscht, auf jeden Fall. Dem war bei mir auch so. Ich wollte Teile des angebotenen Equipments nicht, aber das ist meine persönlcihe Entscheidung gewesen. Es ging aber ja auch um das Thema Homeoffice-Pflicht. Dann müsste ein Arbeitgeber diese Dinge anschaffen, um die Verpflichtung umzusetzen, und das sehe ich als kritisch bis unzumutbar an, vor allem für Unternehmen in wirtschafltichen Schwierigkeiten.



Wegen dem Mehrverbrauch von Wasser und Strom mache ich mir jedoch nicht ins Hemd, denn dieser Mehraufwand gleicht sich durch gesparte Kosten für Benzin und Verschleiß vom Auto Phi mal Daumen wieder aus. Vom der gesparten Zeit für Arbeitswege, der täglichen Gesichtsrasur, Bügeln von Hemden / Poloshirt, dem Styling etc. ganz zu schweigen.
Das gilt für Bahnfahrer nicht, das Aboticket kostet dasselbe, egal, wie sehr ich es nutze. Eine Einsparung bei Klamotten und Co. habe ich auch nicht in größerem Umfang, d. h. ich zahle drauf. Beim Strom waren es 20%, die übrigen Mehrkostsen kenne ich noch nicht. Das ist für mich okay, denn ich habe nicht materielle Vorteile wie Zeitgewinn, da der Arbeitsweg entfällt. Dennoch können die Kosten bei Menschen mit geringem Verdienst mMn durchaus ein Thema sein. Zumal die Absetzbarkeit von Homeoffice, soweit ich das bisher verstanden habe, erst gegeben ist, wenn man die Werbungskostenpauschale überschreitet. Wer das nicht tut, hat also von der steuerlichen Regelung in Sachen Homeoffice nichts.

Allerdings darf das bei allen Vorteilen und Entgegenkommen auch kein Dauerzustand sein, denn grundsätzlich sind die eigenen 4 Wände dazu gedacht, um von der Arbeit abzuschalten und nicht, um diese dort zu erledigen.
Wenn das jemand freiwillig möchte, bittesdchön. Wenn das aber jemand aufgrund einer Pflicht so handhaben muss, ist das für mich eine nicht akzeptable Beschränkung der persönlichen Freiheit.
 
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