Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Was ist eigentlich mit EL und CL? Von der UEFA hört man irgendwie so gar nichts mehr....falls die CL weitergeht, könnte Bayern glatt sowas wie Favorit sein. Als einzige Mannschaft der üblichen Verdächtigen, die im Saft steht.
 
War da auch schon mal heisser drauf aber wenn et schonmal läuft.
Hab ja Mittwochs Training, da schauen wir schonmal rein, wenn wir mit dem Kabinen-apres-Training fertig sind....

Ich besitze halt keines der einschlägigen Abos und damit ist die CL für mich tot. Als hier und da noch mal ein Spiel bei den Öffis übertragen wurde, habe ich manchmal eingeschaltet wenn es sonst nichts besseres zu tun gab, weil ich halt gerne Fußball gucke. Aber dafür Geld ausgeben? Nö. Manches Spiel habe ich "gesehen" wenn man abends irgendwo saß, was zufällig eine Sky Sportsbar war. Gibt natürlich Streams, so habe ich ja auch Werder vorgestern geguckt. Aber sowas werfe ich eben auch nur bei Werder an.
 
Der Vergleich zu Italien, Spanien und Amerika hinkt gewaltig, weil dort ganz andere gesundheitliche Voraussetzungen vorherrschen.

Ich war nie gegen den Lockdown, nur dafür, ihn früher wieder aufzuheben.

In Amerika gibt es in 4 Wochen so viele Suizidversuche wie sonst in einem Jahr.

https://www.stern.de/gesundheit/der...uizide-wie-in-einem-ganzen-jahr--9275302.html

Dazu die psychischen Folgen bei Kindern und alten Menschen, die sozial verwahrlosen?

Ist das der Kollateralschaden, den du bevorzugen würdest?

Erstmal sorry für die späte Antwort - ich schreibe nur, wenn ich am PC sitze, am Handy nervt das Tippen ;)

Speziell zu dem fett markierten - da vermischst Du mMn zwei Dinge.

Mein Punkt war, dass wir hier in Deutschland mit - aus meiner Sicht - großer Wahrscheinlichkeit ohne den Lockdown eine Situation wie in Italien oder Spanien oder im Worst Case auch den USA gehabt hätten - und zwar, was die Zahl der Infizierten und die Zahl der Personen im Krankenhaus betrifft. Dabei geht es mir erstmal nur um die Anzahl. Denn warum sollten sich hier Leute ohne oder mit zu spätem Lockdown weniger schnell oder weniger häufig anstecken als in den genannten Ländern?

Ja, es stimmt, dass wir in Sachen Gesundheitssystem besser aufgestellt sind. Das heißt aus meiner Sicht, dass wir hier mit einer vergleichbaren Zahl an Infizierten und Personen im Krankenhaus wie in Italien, Spanien oder den USA besser klar gekommen wären. Ob das System aber stark genug gewesen wäre, um einen Kollaps - später als in den genannten Ländern, aber eben letztendlich einen Kollaps - zu verhindern, weiß niemand. Zumindest mit Blick auf die zeitweilige Lage in und um Bergamo und erst Recht mit Blick auf die zahlenmäßige Entwicklung in den USA wage ich das stark zu bezweifeln.

Vor dem Hintergrund zu entscheiden, in welcher Form und welchem Umfang ein Lockdown unter Abwägung aller negativen Auswirkungen, die er mit sich bringt, angebracht ist, war eine Herkulesaufgabe, und ich bleibe dabei, dieser Aufgabe ist die Politik hier im Land aus mein Sicht weitestgehend gerecht geworden.

Mit den Lockerungen jetzt ist es genauso - auch hier ist abzuwägen, in welcher Form und in welchem Umfang gelockert werden kann unter Abwägung aller negativen Konsequenzen bzw. Risiken. Hier bin ich allerdings aktuell deutlich weniger zufrieden mit der Politik, weil gefühlt jedes Bundesland, teils sogar jede Stadt, ihr eigenes Süppchen kocht, und am Ende kein Bürger mehr versteht, was er jetzt wo wieder darf und was nicht. Das Virus ist gleich ansteckend, egal, ob ich in Thüringen, Bayern oder NRW unterwegs bin. Und niedrigere Fallzahlen in einer bestimmten Region haben sich ganz schnell erledigt, wenn es eine Touristenregion ist und Leute das Virus mitbringen.

Dazu kommt, dass das Virus unverändert hoch ansteckend ist - siehe Gottesdienst in Frankfurt, siehe Restaurant in Ostfriesland. Je mehr Lockerungen kommen, und je weniger uns allen im Bewusstsein bleibt, dass Corona unverändert noch überall da ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es künftig immer mehr Infektionsherde wie diese gibt mit wiederum höheren Fallzahlen und dem Risiko eines erneuten Lockdown. Gerade diese hohe Ansteckungsgefahr bei vielen Menschen auf engem Raum zeigt für mich, warum es eben nicht mit einer Grippe vergleichbar ist. Wenn jemand mit Anzeichen einer Grippe in eine Kirche geht, werden kaum gleich Dutzende andere krank...

Von daher ist aus meiner Sicht die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefragt, dass es nicht soweit kommt. Und wenn ich vor diesem Hintergrund die "Hygienedemos" oder generell Gruppen sehe, die ohne Masken und ohne Abstand zusammen stehen, dann könnte ich kotzen. Gerade diejenigen, die den Lockdown und die Dauer, ihre eingeschränkte Freiheit etc. kritisieren - und das dürfte die Mehrheit auf den Demos sein - sollte doch, wenn der Lockdown jetzt zurückgefahren wird, ein Interesse daran haben, dass das von Dauer ist. Und dafür ist Abstand und - leider, mich nervt's ja auch - Maske richtig verwendet der beste Weg.

Zu Deinem letzten Teil hatte ja schon jemand geantwortet. Dass Du ausgerechnet die USA als Beispiel für negative Folgen wie Suizid und psychische Erkrankungen heranziehst, obwohl es dort quasi KEINEN Lockdown gibt, ist alles, aber nicht schlüssig ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich mit EL und CL? Von der UEFA hört man irgendwie so gar nichts mehr....falls die CL weitergeht, könnte Bayern glatt sowas wie Favorit sein. Als einzige Mannschaft der üblichen Verdächtigen, die im Saft steht.

Meiner Erinnerung nach hatte die UEFA im März geäußert, daß die nationalen Meisterschaften über Priorität verfügen, so daß die laufenden EC-Wettbewerbe hintenangestellt wurden. Machte ja auch Sinn, denn ohne konkrete Liga-Tabellen - egal ob Abbruch oder Weiterspielen - fehlte der UEFA auch jegliche Planungssicherheit für die kommende Saison, deren Beginn vor 2 Monaten ja noch mehr in den Sternen stand als heute. Und solange nicht in allen Top-5-Ligen abzusehen ist, wie und vor allem wann die Saisons 19/20 beendet werden, macht es auch wenig Sinn, etwas über die (etwaige) Fortsetzung der unterbrochenen EC-Wettbewerbe zu verkünden.
 
Dazu kommt, dass das Virus unverändert hoch ansteckend ist - siehe Gottesdienst in Frankfurt, siehe Restaurant in Ostfriesland. Je mehr Lockerungen kommen, und je weniger uns allen im Bewusstsein bleibt, dass Corona unverändert noch überall da ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es künftig immer mehr Infektionsherde wie diese gibt mit wiederum höheren Fallzahlen und dem Risiko eines erneuten Lockdown. Gerade diese hohe Ansteckungsgefahr bei vielen Menschen auf engem Raum zeigt für mich, warum es eben nicht mit einer Grippe vergleichbar ist. Wenn jemand mit Anzeichen einer Grippe in eine Kirche geht, werden kaum gleich Dutzende andere krank...

Bei Corona doch aber auch nicht. Infiziert schon, aber wie viele sind denn wirklich so krank, dass sie ins Krankenhaus müssten oder ärztlicher Hilfe bedürfen? Könnte mir gut vorstellen, dass viele infizierte Teilnehmer auch hier überhaupt keine Symptome zeigen. Das ist ja auch das Blöde an diesem Virus: seine Heimtücke und dass man es übertragen kann, ohne selber Symptome zu haben. Ansonsten wäre es auch viel einfacher Risikogruppen zu schützen. Ich habe Symptome, also besuche ich Ältere und Vorerkrankte mal zwei Wochen nicht. Und zu Bergamo kam gestern bei "Monitor " ein Bericht, der eigentlich aussagen wollte, dass die Sterblichkeit noch viel höher lag, aber quasi nebenbei wurde erwähnt, dass man hier zu Beginn der Pandemie an Covid- 19 ältere Erkrankte mit nur leichten Symptomen in Seniorenheime verlegt hat und dass Hausärzte dort noch massenweise Hausbesuche, oft ohne Schutzkleidung, vorgenommen haben. Nur logisch, dass sich dann viele aus Risikogruppen infiziert haben und verstorben sind.
 
Bei Corona doch aber auch nicht. Infiziert schon, aber wie viele sind denn wirklich so krank, dass sie ins Krankenhaus müssten oder ärztlicher Hilfe bedürfen? Könnte mir gut vorstellen, dass viele infizierte Teilnehmer auch hier überhaupt keine Symptome zeigen. Das ist ja auch das Blöde an diesem Virus: seine Heimtücke und dass man es übertragen kann, ohne selber Symptome zu haben. Ansonsten wäre es auch viel einfacher Risikogruppen zu schützen. Ich habe Symptome, also besuche ich Ältere und Vorerkrankte mal zwei Wochen nicht. Und zu Bergamo kam gestern bei "Monitor " ein Bericht, der eigentlich aussagen wollte, dass die Sterblichkeit noch viel höher lag, aber quasi nebenbei wurde erwähnt, dass man hier zu Beginn der Pandemie an Covid- 19 ältere Erkrankte mit nur leichten Symptomen in Seniorenheime verlegt hat und dass Hausärzte dort noch massenweise Hausbesuche, oft ohne Schutzkleidung, vorgenommen haben. Nur logisch, dass sich dann viele aus Risikogruppen infiziert haben und verstorben sind.

Ich habe auch noch nirgendwo gehört, das die Ansteckungsrate so unterschiedlich ist.

Bei Corona hat man das Problem, das mehr Organe bzw. Umstände (Gerinnungsfaktoren- Thrombose) betroffen sein könn(t)en, und das es noch keine klar nachgewiesenen Medikamente gibt, die antiviral wirken. (Remdevisir ist noch in "Testphase").

MMn gutes Interview https://www.nrz.de/archiv-daten/cor...irologe-erklaert-unterschied-id229165410.html

speziell Grippe vs Corona ab 9.07min

Abstand halten bleibt das oberste Gebot bzw. Massenveranstaltungen meiden, wo erlaubt. (siehe neue Studie)

bei geschlossenen Räumen---lüften oberstes Gebot

https://www.tagesspiegel.de/wissen/...viele-andere-menschen-anstecken/25858260.html
 
Das Auftreten von Drosten finde ich schon einigermaßen arrogant. Dass die Meinung zur Gefährlichkeit des Viruses öfter mal gewechselt wurde, okay, kann man noch mit dem Stand der Forschung begründen. Aber Selbstkritik oder -zweifel kommen da eigentlich nie.
Dass man nun aber ohne die von ihm und dem RKI vorgeschlagenen Maßnahmen und die Tests 50.000-100.000 Tote mehr (und damit so viele wie GB, F und I zusammen) gehabt hätte, kann man glauben oder es lassen. Ich entscheide mich für die zweite Möglichkeit.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft...utdown-a-71724496-a9b5-4a26-aa1d-ecdf866c7f4e
 
Das Auftreten von Drosten finde ich schon einigermaßen arrogant. Dass die Meinung zur Gefährlichkeit des Viruses öfter mal gewechselt wurde, okay, kann man noch mit dem Stand der Forschung begründen. Aber Selbstkritik oder -zweifel kommen da eigentlich nie.
Dass man nun aber ohne die von ihm und dem RKI vorgeschlagenen Maßnahmen und die Tests 50.000-100.000 Tote mehr (und damit so viele wie GB, F und I zusammen) gehabt hätte, kann man glauben oder es lassen. Ich entscheide mich für die zweite Möglichkeit.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft...utdown-a-71724496-a9b5-4a26-aa1d-ecdf866c7f4e
Er hat gesagt, dass nur 100.000 in Deutschland überlebt haben würden ohne die getroffenen Maßnahmen und dass er davon ausgehen müsse, dass alle Überlebenen nur Mezzo Geimpfte sein dürften.
Ich fahre nächste Woche nach Kiel. Gänse jagen im Schrevenpark.

Er sagt übrigens nicht 100.000 mehr, sondern insgesamt bis zu 100.000 und wenn man die Infektions-Berechnungen (die allgemein auf der Welt von allen genutzt werden) nimmt, kommt man eben auf den theoretischen Wert. Soll er sagen 89.139?
 
Aber Selbstkritik oder -zweifel kommen da eigentlich nie.

Wissenschaft ist ein kontinuierlicher Prozess von These und Antithese. Wenn man falsch lag akzeptiert man das, passt die Erkenntnisse entsprechend an und macht weiter. Falsifizieren und Falsifizierbarkeit sind elementare Bestandteile der wissenschaftlichen Methode. Bis man zu einem konsistenten Ergebnis kommt das von einer Mehrheit als solches verifiziert und akzeptiert ist. Und man kann nie genug betonen: Auch ein negatives Ergebnis ist ein Ergebnis und erspart einem mglw. weiteren Aufwand in Richtung einer Sackgasse. Wer da öffentliche Selbstkritik oder Zweifel erwartet, kennt den wissenschaftlichen Betrieb nicht. Was nicht schlimm ist.
 
BILD "arbeitet" wieder subtil.

Die Fotos von Kekulé und Drosten sind heute mit gleicher Mimik. Also gewollt neutral von Springer's Urvat..enkeln. Der Gegenwind scheint in der Redaktion angekommen zu sein.
 
Das Auftreten von Drosten finde ich schon einigermaßen arrogant. Dass die Meinung zur Gefährlichkeit des Viruses öfter mal gewechselt wurde, okay, kann man noch mit dem Stand der Forschung begründen. Aber Selbstkritik oder -zweifel kommen da eigentlich nie.
Dass man nun aber ohne die von ihm und dem RKI vorgeschlagenen Maßnahmen und die Tests 50.000-100.000 Tote mehr (und damit so viele wie GB, F und I zusammen) gehabt hätte, kann man glauben oder es lassen. Ich entscheide mich für die zweite Möglichkeit.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft...utdown-a-71724496-a9b5-4a26-aa1d-ecdf866c7f4e


Schweden ohne die Massnahmen 10 Mio EW 4350 Tote.
Deutschland 83 Mio also das 8,3fache an EW ins Verhältnis gesetzt 4350 x 8.3 sind 36105 Tote.
 
Deutschland: ca. 230 Einwohner / km^2
Schweden: ca. 23 Einwohner / km^2

Die Schweden können durch die niedrigere Bevölkerungsdichte einen größeren Abstand halten.
 
Back
Top