Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

@celine1912, etwa so?

…… 1 + 1 gleich 2 oder.....
eine sportliche nicht zukunftsträchtige Mannschaft mit einhergehenden Mehrwertverlust
auch schon unter Betrachtung ohne Covid-Krise
plus
zu erwartende Minusbilanz auch schon ohne Covid-Krise ohne Finanzpolster
gleich
zwei gaaaanz erhebliche Baustellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie habe ich mal die Zahl 70 Mio Euro aufgeschnappt. Sollte die stimmen dann hat Borussia MG gerademal 10 bis 15 Mio Euro mehr bezahlt und hat eine neue und moderne Fussball Arena

Das sind aber Äpfel und Birnen. Es ist das eine, ein Stadion irgendwo an ein Autobahnkreuz zu setzen und das andere, ein vorhandenes komplett zu modernisieren. Man hat sich eben für den Erhalt des Standorts entschieden, mit allen Konsequenzen. Ich persönlich finde das gut, aber das kann man natürlich auch anders sehen. Ich jedenfalls würde nicht missen wollen an der Weser entlang oder durch's Viertel mit einem Stop am Taubenschlag zum Stadion gehen zu können. Ungeachtet der erhöhten Baukosten und dem Finanzierungsmodell jetzt mal.
 
Irgendwie habe ich mal die Zahl 70 Mio Euro aufgeschnappt. Sollte die stimmen dann hat Borussia MG gerademal 10 bis 15 Mio Euro mehr bezahlt und hat eine neue und moderne Fussball Arena

Laut Wikipedia kostete der Umbau am Ende 76Mio Euro und weit mehr als ursprünglich geplant war.
Zwischen 40-50 Mio Euro war die Planung

Der Borussia Park kostete 86 Mio € (gleiche Quelle)
danke für die Zahlen
 
Das sind aber Äpfel und Birnen. Es ist das eine, ein Stadion irgendwo an ein Autobahnkreuz zu setzen und das andere, ein vorhandenes komplett zu modernisieren. Man hat sich eben für den Erhalt des Standorts entschieden, mit allen Konsequenzen. Ich persönlich finde das gut, aber das kann man natürlich auch anders sehen. Ich jedenfalls würde nicht missen wollen an der Weser entlang oder durch's Viertel mit einem Stop am Taubenschlag zum Stadion gehen zu können. Ungeachtet der erhöhten Baukosten und dem Finanzierungsmodell jetzt mal.
Das ist alles richtig @FatTony...
Auch was die Modernisierung eines schon alten Stadions angeht. Die Lage in Bremen, was die Umgebung und die Nähe zur Innenstadt würde ich auch vermissen.
Ich wollte eher sagen, dass der Umbau viel mehr gekostet hat als geplant und die Kalkulation "mutig" war. Weil du das schlecht vorplanen und schon gar nicht Garantien hast auf Jahre im europäischen Geschäft zu spielen.
Und das sind zwei Punkte, die heute vielleicht auch noch nach wirken....
Gehört das Weserstadion nicht sogar noch dem Land Bremen?
 
Ich habe schon mehrfach gesagt: Warum den Ast absägen auf dem man sitzt? Davon profitiert am Ende niemand. Die Spieler nicht, die Vereine nicht, Sky und Dazn nicht, die Gesellschaft nicht. Normalerweise würde ich sagen: Einfach weitermachen als wenn nichts wäre. Also die Sponsoren zahlen, die TV-Gelder fließen und wenn dann alles wieder hochgefahren wird, ist kein Schaden entstanden. Na Moment werden die Sponsoren sagen: Wir zahlen nicht aus Altruismus! Wir geben euch Geld für Werbung damit wir darüber wieder Geld verdienen. Ohne die Werbung, kein Werbeeffekt, ohne Werbeeffekt, keine höheren Einnahmen. Also gibt es einen Deal: Alles wird reduziert, also die Einnahmen der Vereine und im gleichen Maße auch deren Ausgaben (Spieler- und Funktionärsgehälter). Die Alternative: Kein Sport, keine Gelder. Dann drohen viele Vereine in die Insolvenz zu gehen und machen, wie du sagst, einen Neuanfang in der 4. Liga. Bei wem platzieren die Sponsoren dann hinterher ihre Werbung wenn alle Insolvent sind außer Bayern München und RB Leipzig? Und wenn alle insolvent sind, wer spielt dann 1., 2. und 3. Bundesliga? Bei wem landen die Topverdiener ihre neuen Verträge wenn niemand mehr da ist, der sie bezahlen könnte? Gut, das wäre eine wünschenswerte Bereinigung der Märkte, aber warum sollten die Spieler daran ein Interesse haben? Ihr ureigenstes Interesse ist der Fortbestand des ganzen Zirkus und den können die SPIELER problemlos gewährleisten indem sie bis zum Wiederhochfahren im Zweifel komplett auf ihr Gehalt verzichten. Ich habe beispielsweise genug Erspartes um locker ein Jahr ohne Gehalt überstehen zu können ohne mich dabei einzuschränken. Ich müsste doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein wenn ich in der Situation dennoch auf mein Gehalt bestehe, im vollen Wissen, daß das meine Firma um ihre Existenz bringt und ich anschließend arbeitslos bin.

Werder kann den Ausfall seiner Zuschauereinnahmen über Reserven ausgleichen. Schon das sollte man mMn. durch Reduktion der Kaderkosten um 9mio € regeln (man rechnet wohl mit 1.5mio pro Heimspiel und wir hätten noch 6 davon), damit es nicht an die Substanz des Vereines geht (der Verzicht würde nämlich NICHT an die Substanz von Spielern und Trainern gehen). Fallen dann wirklich die Sponsoren/TV-Einnahmen auch noch weg, muss auch das auf gleichem Wege ausgeglichen werden. Und für den Weiterbetrieb des Vereines/der KG und seiner Angestellten, kann und muss man dann die Reserven anzapfen. Und ich bin überzeugt, so wird es kommen. Den Vermarktern muss man halt wohl oder übel was bieten dafür das sie an Bord bleiben und das erreicht man über eine Erhöhung der Spiele (Aufstockung) in der kommenden Saison auf 20 oder sogar 22 Mannschaften. Aber um all das geordnet in Gang zu setzen muss die DFL erst mal akzeptieren, daß diese Saison keinesfalls mehr zuende gespielt werden kann. Vielleicht wird das ja bei der Sitzung am Dienstag bereits entschieden und verkündet.

Stimme Dir in vielen Teilen hier zu, und auch in der Sache mit dem Verteilerschlüssel der BL-TV-Gelder. Die großen Vereine profitieren schon von gewaltigen Zusatzeinnahmen aus dem europäischen Wettbewerb, warum zum Teufel sollen sie dann auch noch erheblich mehr vom "Bundesligakuchen" abbekommen?
Hier gibts nur noch zwei Szenarien: Solidarität bei den BL-TV-Geldern oder aber eine Miniliga der Großen (und unbeliebten wie die Werksvereine, RB u. Hoffenheim), die wie in der Eishockey-DEL gleich vierfach gegeneinander spielen + in den Play-Offs nochmal. Dann könnte man auch noch die CL ausdehnen. Wieviel Fußballfans das wohl noch interessieren würde? Und nimmt man dafür die Insolvenz vieler Clubs in der Bundesliga und 2. Liga in Kauf?

Widerspruch aber zu Deiner Aussage, Werder könnte die fehlenden Zuschauereinnahmen (rund 9 Mios) über Reserven ausgleichen. Welche Reserven? In der letzten Mitgliederversammlung wurde das Eigenkapital mit 5,5 Mio angegeben, Stand Abschluss Geschäftsjahr 2018/19 per 30.06.19. Du weißt ja wohl, welche Ausgaben/Vorgriffe danach noch getätigt wurden? Bei ausgebliebenen Transfereinnahmen. Mit Reserven ist da leider nichts mehr...
 
Ich befürchte ein weiteres Auseinanderdriften der Liga, in dem die oberen sechs bis sieben Mannschaften sich dieses obere Tabellendrittel zementieren und die anderen nur noch um die goldene Ananas sprich Abstieg spielen werden. Die Liga ist ohnehin schon nicht ausgeglichen. Nach der Pandemie wird sie wohl sehr einseitig werden.

Ich sehe das nicht so fatalistisch. Wenn Bayern und Dortmund ohne Kostenreduktion ihre Gehaltsstruktur aufrecht erhalten, dann fressen sie große Teile dessen weg, was sie sich über Jahre aufgebaut haben. Warum sollten sie daran ein Interesse haben? Lass den Watzke mal labern, der weiß am Ende auch, daß er den Wettbewerb braucht, die Topteams so wie die Abstiegskandidaten. Ohne geht es nicht. Aber meinetwegen sollen sie ihre Festgeldkonten plündern und einem Reus 10mio € ohne Gegenwert zahlen, während die anderen ihre Ausgaben so weit herunterfahren wie es irgendwie nur geht. Mehr als eine Mannschaft können die auch nicht bestücken, also sollen sie ruhig.
 
Ich wollte eher sagen, dass der Umbau viel mehr gekostet hat als geplant und die Kalkulation "mutig" war. Weil du das schlecht vorplanen und schon gar nicht Garantien hast auf Jahre im europäischen Geschäft zu spielen.
Und das sind zwei Punkte, die heute vielleicht auch noch nach wirken....
Gehört das Weserstadion nicht sogar noch dem Land Bremen?

Dass es mehr gekostet hat ist ja nun kein Geheimnis. Ich würde aber auch mal bezweifeln, daß das Gladbacher Stadion anfangs mit 86mio kalkuliert war, aber das ist jetzt nur mal eine vorsichtige Schätzung ;) Die Stadt Bremen ist übrigens zu 50% beteiligt. Gladbach hat aber für sein Stadion ebenfalls 35mio € an städischen Krediten erhalten (mittlerweile abgelöst), kommunale Unterstützung ist bei sowas ja eher die Regel denn die Ausnahme.
 
Das sind aber Äpfel und Birnen. Es ist das eine, ein Stadion irgendwo an ein Autobahnkreuz zu setzen und das andere, ein vorhandenes komplett zu modernisieren. Man hat sich eben für den Erhalt des Standorts entschieden, mit allen Konsequenzen. Ich persönlich finde das gut, aber das kann man natürlich auch anders sehen. Ich jedenfalls würde nicht missen wollen an der Weser entlang oder durch's Viertel mit einem Stop am Taubenschlag zum Stadion gehen zu können. Ungeachtet der erhöhten Baukosten und dem Finanzierungsmodell jetzt mal.

Schon richtig, dennoch bleibt die Frage, war der Umbau wirklich nötig? Kein mehr an Plätzen, nur wegen der Kurvenbegradigung? Was nützt und bringt uns dieses bescheuerte Solardach/Ummantelung? War es das wert? Von der dilettantischen Planungs- und Kalkulationsweise sprechen wir besser erst gar nicht...
 
In der letzten Mitgliederversammlung wurde das Eigenkapital mit 5,5 Mio angegeben

Die Zahl hatte ich tatsächlich höher im Kopf, ich bleibe aber im wesentlichen bei meiner Aussage weil der Wegfall der Spiele ja nicht nur Zuschauereinnahmen kostet sondern gleichsam auch Kosten reduziert. U.A. dürften die meisten Verträge bei Werder einen stark erfolgsabhängigen Anteil haben und der fällt weg. Aber ich denke wir sind uns darin einig, daß es mittelfristig nur durch freiwilligen Verzicht aller funktionieren wird.
 
Wenn eine Firma nicht mehr produzieren kann oder keine Dienstleistungen liefern kann, wird sie geschlossen und meldet Insolvenz an.
Was macht aber eine Firma, die Fußball liefert (ok, hier ist Werder z.Zt. ein schlechtes Beispiel; obwohl, keiner ist so schlecht, das er nicht noch als mahnendes Beispiel dienen kann)?
Der Hauptgeschäftszweig Profifußball ist prinzipiell eine Dienstleistung in Form von Unterhaltung, ähnlich wie Theater, Kino etc - allerdings bis zum Eintreffen von Corona mit einem sehr schlechten Programm. Allerdings liefert Werder auch materielle Ware in Form von Fan-Artikeln.
 
Die Antwort darauf kann ich Dir geben: Um genau das zu verhindern, was sich aktuell in den Krankenhäusern Italiens abspielt und in denen von Spanien und Frankreich jetzt unmittelbar bevorsteht.

Allerdings bin ich der Meinung, das man in vielen Ländern nicht radikal genug das Hauptproblem angeht, nämlich den Schutz der Hauprisikogruppen (Ältere und die mit Vorerkrankungen). Da finde ich jetzt die Entscheidung von GB absolut richtig, das man Vorerkrankte für mindestens drei Monate isolieren will. Und auch das türkische Vorgehen, Älteren ab 65 eine Ausgangssperre vorzuschreiben, empfinde ich als richtig, wobei natürlich deren Versorgung zu Hause sichergestellt werden muß. Weil es einfach zu ihrem eigenen Schutz ist und das Gesundheitssystem deutlich entlastet.
Wenn man eine Ausgangssperre für "Alte >65" vorschreiben will, kann man ja nur froh sein, das viele Arbeitnehmer die Möglichkeit genutzt haben, schon vor erreichen der Altergrenze, die z.Zt. bei 65+8 liegt, die Segel zu streichen.
Und wenn ich schon zu Hause sein muss, brauche ich auch eine Betreuerin, die während des Tages meine Bedarfe deckt.
In einem Satz: für mich nicht zu Ende gedacht. Persönlich gehen mir die Ansprachen gegenüber den Älteren gehörig auf den Sack.
Im Umkehrschluss kann ich auch beanspruchen, wir sperren die Alten weg oder besser gesagt, geben den Alten Hausarrest und der Rest der Belegschaft kann sorglosen Umgang pflegen. Dann sind sie in einer bestimmten Zeit durch, ggf. infiziert, erkrankt, geheilt oder gestorben (natürliche Auslese). Dann können die Alten wieder freigelassen werden und alles ist in bester Ordnung. Da gehe ich mit.
 
Das sind aber Äpfel und Birnen. Es ist das eine, ein Stadion irgendwo an ein Autobahnkreuz zu setzen und das andere, ein vorhandenes komplett zu modernisieren. Man hat sich eben für den Erhalt des Standorts entschieden, mit allen Konsequenzen. Ich persönlich finde das gut, aber das kann man natürlich auch anders sehen. Ich jedenfalls würde nicht missen wollen an der Weser entlang oder durch's Viertel mit einem Stop am Taubenschlag zum Stadion gehen zu können. Ungeachtet der erhöhten Baukosten und dem Finanzierungsmodell jetzt mal.
Es ist doch keine neue Erkenntnis, das es teurer ist, einen Altbau auf kommende Bedarfe hin zu renovieren, als einen entsprechenden Neubau auf der grünen Wiese zu erstellen.
 
Wenn man eine Ausgangssperre für "Alte >65" vorschreiben will, kann man ja nur froh sein, das viele Arbeitnehmer die Möglichkeit genutzt haben, schon vor erreichen der Altergrenze, die z.Zt. bei 65+8 liegt, die Segel zu streichen.
Und wenn ich schon zu Hause sein muss, brauche ich auch eine Betreuerin, die während des Tages meine Bedarfe deckt.
In einem Satz: für mich nicht zu Ende gedacht. Persönlich gehen mir die Ansprachen gegenüber den Älteren gehörig auf den Sack.
Im Umkehrschluss kann ich auch beanspruchen, wir sperren die Alten weg oder besser gesagt, geben den Alten Hausarrest und der Rest der Belegschaft kann sorglosen Umgang pflegen. Dann sind sie in einer bestimmten Zeit durch, ggf. infiziert, erkrankt, geheilt oder gestorben (natürliche Auslese). Dann können die Alten wieder freigelassen werden und alles ist in bester Ordnung. Da gehe ich mit.

Das sollte keine Ansprache von mir gegen die "Alten" sein (bin ja auch bald einer :(), sondern war eher als Schutzmaßnahme im eigenen Interesse gedacht. Und natürlich muß die Versorgung zu Hause gewährleistet sein und ebenso sollte man auch mal alleine (!) Spaziergänge an der frischen Luft machen dürfen. Gleiches gilt für Vorerkrankte wie Menschen mit Spenderorganen.
Was meinst Du eigentlich mit 65+8??? Hab ich noch nie gehört...:confused:
 
Man hat sich eben für den Erhalt des Standorts entschieden, mit allen Konsequenzen. Ich persönlich finde das gut, aber das kann man natürlich auch anders sehen. Ich jedenfalls würde nicht missen wollen an der Weser entlang oder durch's Viertel mit einem Stop am Taubenschlag zum Stadion gehen zu können. Ungeachtet der erhöhten Baukosten und dem Finanzierungsmodell jetzt mal.
Selbstverständlich ist das Stadion idyllisch und zentral mit kurzen Wegen zu Kneipen etc gelegen. ist bis dahin auch alles schön und gut. Für Werders Wettbewerbsfähigkeit war die Entscheidung eines Umbau am Standort statt eines im Verhältnis günstigeren, und somit wirtschaftlich vernünftigeren Neubau in der Peripherie ein wirtschaftliches Eigentor. Oder um es mit einer anderen Metapher auszudrücken: die Verantwortlichen haben damit den Ast, auf dem sie sitzen selbst angesägt. Denn es passte nicht zusammen, einerseits wegen dem Standortnachteil, sowohl hinsichtlich der Region Bremen als auch dem vergleichsweise kleinem Stadion, wiederholt - wenn durchaus auch zurecht - auf die Tränendrüse zu drücken, aber sich gleichzeitig in einem Anfall von Vergangenheits- und Idyllen-Romantik den Luxus eines verhältnismäßig teuren Umbau zu leisten, satt mit einem Neubau den Nachteil eines vergleichsweise kleineren Stadions am Osterdeich zu reduzieren. Es passt ins Bild, daß Entscheidung in der Phase fiel, in der - so wie es Jahre später KDF konstatierte - die Werder-Verantwortlichen dem Irrglauben verfielen, daß die erfolgreiche Zeit so weitergehen würde wie bisher.
 
Es passt ins Bild, daß Entscheidung in der Phase fiel, in der - so wie es Jahre später KDF konstatierte - die Werder-Verantwortlichen dem Irrglauben verfielen, daß die erfolgreiche Zeit so weitergehen würde wie bisher.

Diesen Irrglauben hatten auch schon andere, wie z. B. Borussia Dortmund. Eine überraschend und unnötig verpasste CL-Qualifikation brachte bei denen Ende der 90er Jahre alles zum einstürzen...
 
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