Präsident der Intensivmediziner warnt vor zu frühen Lockerungen
https://www.tagesschau.de/inland/rki-infektionszahlen-119.html
Die Argumentation ist leider weit von den Versprechungen entfernt.
Die Belegung der Intensivbetten hat sich mehr als halbiert. Die Überlastung der übrigen Stationen ist nicht in Sicht. Omikron ist nun schon länger die absolut vorherrschende Variante und hat Delta verdrängt. Die Zahlen auf Intensivstation sinken. Omikron zeigt, dass es sich um eine verhältnismäßig harmlose Variante handelt.
Gesagt wurde, dass wir weg von der Inzidenz und hin zur Krankenhaus- und Intensivbelegung müssen. Nun sind die Zahlen stark verringert und es wird dennoch gewarnt. Ich finde es unglaubwürdig, da man auch mal Wort halten muss. Und Konsequent wäre, nun auf Öffnung zu setzen.
Die geschätzte Impfquote liegt bei über 80% (5% mehr als abgegeben). Omikron ist viel harmloser als Delta, schon die einrichtungsbezogene Impfpflicht wird wohl nicht umsetzbar sein, eine allgemeine Impfpflicht ist fraglich. Die Impfquote verändert sich kaum noch. Also worauf warten? Man kann nicht immer neue Gründe nennen, das macht es auch unglaubwürdig.
Dr. Voshaar findet harte Worte und fordert, einen weniger ängstlichen Weg zu gehen.
Zitat: Der Ausweg aus einer Pandemie sei immer nur der Übergang zur Endemie, der durch „wiederholte Infektionen“ auf Basis einer „stabilen Grundimmunisierung“ zu erreichen sei.
Zitat: Den Menschen müsse auch mal gesagt werden, wo ein Ausweg aus der Pandemie sei, bekräftigt Voshaar. Dieser Weg sollte nicht von einer „obsessiven Angst getriggert“ sein. Nicht von ihr sollte man sich treiben lassen, „sondern von der Vernunft“.
https://www.berliner-zeitung.de/new...e-voshaar-kritisiert-corona-politik-li.209926
Dr. Voshaar widerspricht auch der Politik hinsichtlich des Genesenenstatus. Diesen zu verkürzen spricht gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Neue Studien zeigen, dass der Genesenenstatus mindestens gleich aber eher besser ist als der Impfstatus.
Voshaar untersuchte selbst: Bei unserer internen Analyse von 534 Covid-Patienten, die wir seit Pandemiebeginn behandelt haben, fiel auf, dass kein einziger Patient wegen einer Re-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden musste“, so Voshaar.