Corona - generelle Diskussion

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Allerdings wirft man üblicherweise genau DAS dem Stadtstaat vor. Jeder kennt jeden, Klüngel, derlei Dinge halt ;) Ich glaube, Bremen profitiert von zwei wesentlichen Aspekten: Einerseits ist Bremen in Sachen Digitalisierung bereits vor Corona weiter gewesen als die anderen Bundesländern. Insb. im Bereich des Schulwesens. Und dann ist für mich Bovenschulte der wichtigste Aspekt in dieser Sache. Hilfreich sind dann natürlich auch Personen wie Zech, die sich hinstellen und Geld auf den Tisch legen. Das war so im Fall des großen Impfzentrums an der Bürgerweide, und das ist jetzt wieder so im Fall des Impfzentrums Mitte an der alten Sparkasse am Brill.
Die Klüngelei lasse ich mal außen vor. Entscheidend für mich sind in solchen Ereignissen Menschen, die machen. Zech und Bovenschulte mögen von dieser Sorte sein. Bei vielen anderen finden die Lösungsansätze im Konjunktiv statt.
 
bei allem, was uns corona bisher beschert hat - und noch wird - habe ich für leute, die sich aus welchen gründen auch immer (außer gesundheitliche, was auf zb hr weiser, kimmich usw ja wohl kaum zutrifft) nicht impfen lassen wollen null toleranz - die impfpflicht hätte es schon ab verfügbarkeit der impfstoffe geben müssen und impfgegner, die offenbar nur bei uns so zahlreich sind, hätte man dann im falle der dann selbst verschuldeten erkrankung mit entzug der KV deckung abmahnen müssen - BL profis erst recht! - erfreulich, daß bremen hier mal ein ganz vorn ist und der restrepublik zeigt wie es gehen kann!
Was ist mit einer Herzmuskelentzündung, die nach einer Impfung auftreten kann?
Bei einem Spitzensportler nicht so pralle. Ok, eine Infektion mit Covid wohl auch nicht. Beim Berliner AK sind letztens zwei Spieler auf dem Spielfeld, bzw. in der Kabine kollabiert. Die Ärzte bestätigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Zusammenbruch und deren Infektion Anfang November besteht.
 
Hoffentlich hier richtig: Eine vereinfachte Erläuterung zum Thema RNA/DNA/Proteine und mRNA aus der Feder einer Veterinärmedizinierin.
Gut lesbar, finde ich, und wohl für viele gut geeignet, die 'nicht so drin sind' im Thema.
"DNA, RNA, mRNA, lmaA?

Stellen wir einfach mal fest, dass erstens viele gute Wissenschaftler keine guten Wissenschaftskommunikatoren sind und zweitens oft davon ausgegangen wird, dass „man das doch weiß“.…
Ja, leider eben nicht. Denn gehört hat man das alles schon mal, aber behaupten zu können, was das alles denn wirklich ist, können lange nicht so viele Menschen wie man manchmal denkt. Deshalb hier mal eine kurze Übersetzung.

DNA
Desoxyribonucleinic acid, auf deutsch Desoxyribonukleinsäure (DNS) ist unsere Erbinformation. Sie sieht auseinandergefaltet aus wie eine Leiter, im Normalzustand ist diese Leiter verknäult. Jedes Knäuel bildet ein Chromosom.

DNA ist eine verdammt lange Leiter, deren Sprossen von den Nukleinbasen (Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin) gebildet werden. Diese Basen sind der Code, immer eine gewisse Strecke bildet ein Gen. Ein Gen hat einen Anfang und ein Ende, damit der Körper weiß wo er suchen und ablesen muss. Die DNA ist in jedem Zellkern und der Speicher. Wenn sie abgelesen werden soll wird sie an der passenden Stelle auseinander geknäult und die Sprossen in der Mitte getrennt. Die Zelle ergänzt die Sprossen (die immer nur mit einer anderen Base zusammen passen C mit G und A mit T) mit der jeweils passenden Base, es entsteht eine Halbleiter, die RNA.

RNA? Ribonukleinsäure (RNS)
Der Unterschied zur DNA ist erstmal, dass es nur die halbe Leiter ist und zweitens der Körper statt Thymin die Base Uracil verwendet. DNA und RNA können ineinander umgeschrieben werden, zumindest, solange man einen ausreichend langen Strang hat. Jetzt gibt es unterschiedliche RNA-Moleküle, die alle unterschiedliche Sachen können, aber im Großen und Ganzen sind sie am Bau von Proteinen (Eiweißen) in Zellen beteiligt. Dieser Vorgang findet nicht im Zellkern, sondern im Zellraum (Zytoplasma) statt. Merke: RNA verlässt den Zellkern, DNA nicht.

rRNA
ribosomale RNA. Was ist das denn? Einfach gesagt sind Ribosomen die Bauarbeiter unserer Zellen die die Proteine zusammen schrauben. Ribosome bestehen aus verschiedenen rRNAs die zu einem komplexen Molekül zusammengebaut sind.

tRNA
Transfer-RNA, die Trucker der Zelle. Sie bringen Bausteine für Proteine zu den Ribosomen.

mRNA
Messenger-RNA, quasi die Blaupause für das Eiweiß, immer eine bestimmte Sequenz an Nukleinbasen bedeutet eine gewisse Aminosäure, die in das Eiweiß eingebaut wird. Aminosäuren sind die Bausteine für die Proteine.
mRNAs sind im Verhältnis sehr kurze RNA-Stücke, wenn ich also mittels einer mRNA versuchen wollte, die DNA einer Zelle zu verändern, stehe ich vor mehreren Problemen: Ich müsste mehrere mRNAs sinnvoll zusammenbauen zu einem ausreichend langen RNA-Strang, müsste sie in den Zellkern einschleusen, dort in eine DNA umschreiben lassen und dieses Stück DNA in meine Gesamt-DNA einbauen lassen. An der richtigen Stelle.
Ich muss also das richtige Chromosom finden und meine DNA da einbauen lassen. Klingt schwierig? Richtig. Es klingt nahezu unmöglich.
Im Vergleich ist es, als wollte man aus Paniermehl ein Stück Brötchen zusammenbauen um es in ein vorhandenes Brötchen einzubauen, um aus einem Roggenbrötchen ein Mehrkornbrötchen zu machen.

Ja aber wie kann denn dann mRNA als Impfstoff funktionieren?
Ihr habt vorhin richtig gelesen, mRNA ist eine Blaupause. Unsere Zellen machen den ganzen Tag millionenfach Proteine aus mRNA, Proteine um sich selbst auf- und auszubauen (Muskelaufbau), Proteine, die sehr komplex sind und uns als Enzyme zum Beispiel helfen, Fett zu verdauen, indem sie es an der richtigen Stelle auseinanderbauen. Und das unsere Zellen das so gut können, macht man sich zu Nutzen.

Vereinfacht gesagt schickt man mit einer mRNA den Code für ein Eiweiß in den Körper. Die Zellen, in diese mRNA transportiert wird, fangen an, neben den normalen Eiweißen auch dieses „Impfeiweiß“ (im aktuellen Fall ein Oberflächenprotein von SarsCov2) zu bauen und in den Blutkreislauf abzugeben. Jetzt ist unser Körper nicht komplett doof, er erkennt fremdes Eiweiß und bekämpft es mittels einer Immunantwort in mehreren Phasen.

In Phase 1 lernt er, wie das Eiweiß aussieht und wie man Antikörper dagegen bildet. Antikörper sind aber nicht unbegrenzt lebensfähig, deswegen verankert man mit einer Auffrischung (2. Impfung) das Bild des Impfeiweißes in den Gedächtniszellen des Immunsystems. Wenn jetzt also die echte Krankheit um die Ecke kommt, gibt es früher oder später einen auf die Mütze. Früher, wenn noch Antikörper da sind, später, wenn der Körper erst mal die Gedächtniszellen fragen muss, was das für ein komisches Eiweiß ist. Deswegen machen bei gewissen Krankheiten auch Boosterimpfungen/Auffrischungsimpfungen Sinn, um zum Zeitpunkt eines höheren Infektionsdrucks, also einer höheren Wahrscheinlichkeit mit dem Erreger Kontakt zu haben, Antikörper im Blut zu haben. Wohlgemerkt: Im Blut.

An den Eintrittspforten der Erreger erreiche ich meistens keine ausreichend gute Immunantwort, dass der Erreger gar nicht erst in den Körper kommt, also keine sterile Immunität. Aber ich erreiche, dass mein Körper sich schneller wehren kann.

Bitte beachtet, dass ich sehr komplexe Zusammenhänge versucht habe möglichst einfach darzustellen und man in der Kurzform weder eine Prüfung in Genetik, Physiologie oder Immunologie besteht.

Ich empfehle jedem, der sagt, er kann sich das so nicht vorstellen, die wundervolle Kinderserie „Es war einmal das Leben“ von 1986, da wird sehr anschaulich gezeigt, wie das mit DNA/RNA/Eiweißbau und Immunsystem funktioniert. Und auch wenn ihr euch das gut vorstellen könnt, empfehle ich euch die Serie trotzdem, denn sie ist einfach wunderbar."
 
Die 93% Ungeimpften in Afrika sind jedenfalls auf dem richtigen Pfad...müsste das nicht die Nazis in Sachsen und Thüringen aufschrecken: "Wenn die in Afrika sich nicht impfen, dann müssen wir Deutsche das auf jeden Fall tun!"
 
Da kommt Bremen zugute, das es ein Stadtstaat ist. Da sind Initiativen, Regierung und Institutionen fußläufig zu erreichen :). Übertragen in einen größeren Maßstab hätte ich mir solch eine Zusammenarbeit bundesweit schon zu Anfang der Pandemie gewünscht, aber da war noch Kleinstaaterei, andere nennen es Förderalismus, angesagt.
In der kreisfreien Stadt Delmenhorst sind die fußläufigen Wege noch kürzer als in Bremen, jedoch liegt die Impfquote dort bei gerade einmal 64,2 %
https://www.tioranat.info/DE/03401
;)
 
In der kreisfreien Stadt Delmenhorst sind die fußläufigen Wege noch kürzer als in Bremen, jedoch liegt die Impfquote dort bei gerade einmal 64,2 %
https://www.tioranat.info/DE/03401
;)
Wir sprechen von Bundesländern, da macht das Herunterbrechen auf Kreise bzw. kreisfreie Städte keinen Sinn. Auch in Bremen wird es Stadtteile geben, wo es weniger positiv aussieht. Hierzu gibt es eine gute Übersicht: https://www.weser-kurier.de/bremen/...emen-und-niedersachsen-doc7es89l9h7n5c0ged7l3
;)
 
Wir sprechen von Bundesländern, da macht das Herunterbrechen auf Kreise bzw. kreisfreie Städte keinen Sinn. Auch in Bremen wird es Stadtteile geben, wo es weniger positiv aussieht. Hierzu gibt es eine gute Übersicht: https://www.weser-kurier.de/bremen/...emen-und-niedersachsen-doc7es89l9h7n5c0ged7l3
;)
Das stimmt, wenn du HB + BHV zusammen nimmst, dann ist es ein Bundesland. Die Stadtgemeine Bremen ist allerdings, wie DEL, eine kreisfreie Stadt; bloß ein wenig größer. ;)
 
Auch Wahnsinn was es für regionale Unterschiede bei der Terminvergabe gibt.

Hier wo ich wohne muss ich nahezu darum betteln einen Termin zu bekommen und über die zentrale Plattform des Landes RLP nicht mal ansatzweise eine Terminvorschau bekommen. Impfbus heute vollkommen überlaufen und es war nicht klar ob am Ende überhaupt noch genug Impfstoff da ist

Jetzt fahre ich morgen Verwandte im Sauerland besuchen. Dezentrales Impfsystem bei dem sich viele Ärzte in verschiedene Gruppen zusammen getan haben und direkt einen Termin um 11:20 Uhr bekommen + vorher noch einen Test um 11.00 Uhr direkt mitgebucht für die Familie am Abend...
 
Auch Wahnsinn was es für regionale Unterschiede bei der Terminvergabe gibt.

Hier wo ich wohne muss ich nahezu darum betteln einen Termin zu bekommen und über die zentrale Plattform des Landes RLP nicht mal ansatzweise eine Terminvorschau bekommen. Impfbus heute vollkommen überlaufen und es war nicht klar ob am Ende überhaupt noch genug Impfstoff da ist

Jetzt fahre ich morgen Verwandte im Sauerland besuchen. Dezentrales Impfsystem bei dem sich viele Ärzte in verschiedene Gruppen zusammen getan haben und direkt einen Termin um 11:20 Uhr bekommen + vorher noch einen Test um 11.00 Uhr direkt mitgebucht für die Familie am Abend...
Um mich herum (auch Sauerland) haben dutzende Impfzentren wieder auf gemacht. Termine sind überhaupt kein Problem. Ein Freund von mir, Mülheim a.d. Ruhr, hat sich heute komplett ohne Termin boostern lassen. Das hat keine 10 Minuten gedauert.
 
Was ist mit einer Herzmuskelentzündung, die nach einer Impfung auftreten kann?
Bei einem Spitzensportler nicht so pralle. Ok, eine Infektion mit Covid wohl auch nicht. Beim Berliner AK sind letztens zwei Spieler auf dem Spielfeld, bzw. in der Kabine kollabiert. Die Ärzte bestätigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Zusammenbruch und deren Infektion Anfang November besteht.
Die Impf-Nebenwirkungen sind nicht nur extrem selten, sondern auch mittlerweile absolut beherrschbar. Was bei der Erkrankung bisher nicht wirklich der Fall ist. Von daher ist man schon irgendwie dumm, wenn man sich nicht impfen läßt...
 
Die Impf-Nebenwirkungen sind nicht nur extrem selten, sondern auch mittlerweile absolut beherrschbar. Was bei der Erkrankung bisher nicht wirklich der Fall ist. Von daher ist man schon irgendwie dumm, wenn man sich nicht impfen läßt...
Rückfragen jeglicher Art diesbezüglich beantwortet jederzeit und gerne Dr. Kimmich aus München.:D:popcorn:
...für mich heisst er nur noch Dr. Kimmich...
 
Bei meinen Großeltern im Pflegeheim gibt es einen Coronafall. Der Infizierte hatte Kontakt zu meinem lungenkranken Opa. Er war wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht geboostert. Eine Situation, die eigentlich nicht mehr vorkommen sollte.

Hier braucht es mehr Schutz, da es an diesen Orten eher tödlich wird.
 
Heute bei Bremen 1 gehört das im Impfzentrum am Brill nur in Ausnahmefällen vorzeitig geboostert wird. Ausnahmen sind wohl Altersgründe und Vorerkrankungen. Sonst muss man fast bis zum Ablauf der 6 Monatsfrist warten. Scheint also gar nicht so einfach zu sein geboostert zu werden, selbst wenn man in einer Großstadt wohnt.
 
Bei meinen Großeltern im Pflegeheim gibt es einen Coronafall. Der Infizierte hatte Kontakt zu meinem lungenkranken Opa. Er war wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht geboostert. Eine Situation, die eigentlich nicht mehr vorkommen sollte.

Hier braucht es mehr Schutz, da es an diesen Orten eher tödlich wird.
Wie stellst Du Dir mehr Schutz denn praktisch vor? Schritt 1 wäre für mich eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter und dazu nur geimpfte Besucher, ggf. mit Test zusätzlich.
 
Wie stellst Du Dir mehr Schutz denn praktisch vor? Schritt 1 wäre für mich eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter und dazu nur geimpfte Besucher, ggf. mit Test zusätzlich.

In dem Pflegeheim wäre perse gut gewesen, hätten die Mitarbeiter ALLE direkt die Anweisung „Zugang nur mit Negativ-Test“ umgesetzt. Leider war das nicht der Fall. Wie lange genau weiß ich nicht. Aber über eine Woche nach Maßnahmenbeginn hat nicht jeder Mitarbeiter sie umgesetzt.

Sie hätten sich auch ums Boostern kümmern können. Haben sie bei allen anderen ja auch gemacht.

Die Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen generell kann auch hilfreich sein. Bin zwar kein Fan davon, aber wenn es sonst nicht hilft…
 
In dem Pflegeheim wäre perse gut gewesen, hätten die Mitarbeiter ALLE direkt die Anweisung „Zugang nur mit Negativ-Test“ umgesetzt. Leider war das nicht der Fall. Wie lange genau weiß ich nicht. Aber über eine Woche nach Maßnahmenbeginn hat nicht jeder Mitarbeiter sie umgesetzt.

Sie hätten sich auch ums Boostern kümmern können. Haben sie bei allen anderen ja auch gemacht.

Die Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen generell kann auch hilfreich sein. Bin zwar kein Fan davon, aber wenn es sonst nicht hilft…

Meine Schwester arbeitet in einem Pflegeheim, da sind alle die wollen schon seit vielen Wochen geboostert. Ich hätte gedacht das wäre Standard. Wer sich dort nicht impfen lassen will, muss sich schon seit ewigen Zeiten dort testen und muss auch jederzeit bei der Arbeit ne FFP2 Maske tragen. Es tut mir sehr leid, das das im Pflegeheim deiner Großeltern nicht so gewissenhaft umgesetzt wurde. Ich hoffe das dein Opa von Corona verschont bleibt.
 
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