Eins vorweg, ich werde hier nicht meine Lebensgeschichte ausbreiten, nur soviel dazu: In den letzten drei Jahren hatte ich persönlich oder im direkten Familienumfeld soviel mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen zu tun um für mich den Schluss zu fassen: Drei Ärzte, Fünf Meinungen - teilweise mit erheblichen Fehldiagnosen, die zu erheblichen Fehlbehandlungen führten. Ärzte sind daher für mich auch nur ein weiterer Faktor der Meinungsbildung ohne größere Gewichtung.
Zum obigen Teil. Ich kann Dir aus dem Stehgreif drei andere Ärzte nennen, die die Impfung vorbehaltlos empfehlen (für normalsterblich, ohne Vorerkrankten etc.). Das sagt im Endeffekt nur aus, dass wir in anderen Filterblasen unterwegs sind.
Zum fett markierten. Immer wieder die versteckten Seitenhiebe, dass man selbst alles vorbehaltlos hinnimmt und nichts hinterfragt, nur weil man eine andere Entscheidung getroffen hat. Finde ich ehrlich gesagt echt extrem ermüdent und ist nicht nur in Deinem Post zu finden.
Das war es dann auch von mir in diesem Gesprächsstrang.
Wir sind, was Meinungen und Fehlaussagen/Fehldiagnosen angeht, gar nicht so weit auseinander, wie Du glaubst.
Ich habe auch nicht nur diese eine Krankheitssache an der Backe gehabt.
Nur passte die Info über meine Kopf-OP gut dazu, aufzuzeigen, wie meine Skepsis, nicht einmal soviel Angst, entstanden ist.
Nämlich nicht aus Jux und Tollerei, sondern mit dem Hintergrund meiner damaligen schweren Erkrankung.
Prinzipiell vertraue ich meinen Ärzten und zweifle deren Fachwissen auch nicht an.
Vielleicht habe ich in den letzten Jahren auch nur Glück gehabt, aber alle meine behandelnden Ärzte waren im Vorhinein vertrauenserweckend und im Nachhinein betrachtet auch kompetent.
Was Deine sonstigen Ausführung betrifft, so habe ich gerade Dir nicht unterstellt, dass Du alles vorbehaltlos hinnimmst.
Sonst wäre mir eine Diskussion mit Dir gar nicht in den Sinn gekommen.
Dass Vieles vorbehaltlos und undifferenziert als bestehende alleinige Wahrheit hingenommen wird, ist im Forum schon herauszulesen.
Natürlich betrifft das nicht die Mehrheit der Diskussionspartner, aber es sind auch nicht wenige, auf die das, zumindest teilweise zutrifft.
Abschließend noch etwas zu meinen Aussagen zu meinen beiden Freunden, den beiden Ärzten.
Mit beiden bin ich, wie geschrieben, seit über 50 Jahren sehr, sehr eng befreundet.
Beide zeichnen sich sowohl als Ärzte, als auch als Freunde dadurch aus, dass sie sehr zuverlässig, sehr hilfsbereit, sehr kameradschaftlich sind und sie ein ausgesprochen großes soziales Denken und Handeln auszeichnet.
Wäre das nicht so, wären sie schon lange nicht mehr meine Freunde.
Wenn also diese mir sehr vertrauten Menschen, beide ca. 500km auseinander wohnend, unisono sagen, dass manches sehr wohl zu hinterfragen ist, dann habe ich aufgrund der aufgeführten charakterlichen Attribute und unserer sehr, sehr langen Freundschaft schon großes Vertrauen in ihre Meinungen.
Zumal sie sich eben nicht widersprechen.
Würdest Du solchen Freunden nicht und stattdessen windigen Politikern oder einer korrupten Pharmaindustrie eher glauben?
Wenn ja, solltest Du, etwas flapsig ausgedrückt, Deine Freunde wechseln.
Denn wenn man Freunden nicht vertraut bzw. meint ihnen nicht trauen zu können, dann sind das möglicherweise Indizien, dass es gar keine Freundschaft, sondern nur Bekanntschaften sind.
Soweit auch von mir die Diskussion.