Ein bisschen Eigenverantwortung sollte man den Menschen schon zutrauen. Und die meisten Kinder/Jugendlichen kennen sich damit besser aus, als so mancher Anfang/Mitte Dreißig. Und wie man hier sieht ist ja auch keiner gezwungen sich dort anzumelden.
Unterschreibe ich absolut. Und das mit der Fachkompetenz ist ganz wichtig. Es gibt aber Einschränkungen. (s.u.)
Aber solche Schutzrichtlienien gibt es ja nicht für die aufgeklärten, kompetenten Jugendlichen. Denen, die bewusst mit Alkohol umgehen, kannst du ja auch Alkohol verkaufen. Und die, die gewissenhaft und richtig erzogen mit ihrem Geld umgehen, brauchen auch keine eingeschränkte Geschäftsfähigkeit. Es geht einfach darum, dass man danach fragen muss: Was machen wir, wenn einem Fehler, die in der Jugend passieren , zum Verhängnis werden. Einer weiß nicht darüber Bescheid und möchte später in die Lehre beim eisendieter gehen.
Die Jugend kennt sich super im netz 2.0 aus. Sie weiß das, was sie täglich erlebt und kann deswegen super mit Facebook, etc. umgehen. Aber sie kennt keine Hintergründe der Datenspeicherung, um nur ein beispiel zu nennen. Das wissen die, die sich mit technischen Themen beschäftigen. Ein 14-jähriges Mädchen, das für Justin Bieber schwärmt, weiß das aber z.b nicht. (Und das Eintrittsalter für solche Netzwerke geht zurück!)
Und warum weiß die Jugend so gut Bescheid? Nicht, weil sie sich ein großes Fachwissen anließt (sonst würde sie auch genauer wissen, was Facebook mit den daten macht), sondern weil sie es nutzen. Lerning by Doing, Auskenning by Using. Aber dieser Prozess des Lernens muss ja irgendwo beginnen - und am Anfang weiß man bestenfalls flüchtig Bescheid und lässt sich ggf. zu dummen Fehlern hinreißen.
Facebook selber ist wenig produktiv, was zum Datenschutz beizutragen. Alleine schon, dass die Standardeinstellungen so sind, dass Profile in Teilen von außerhalb eingesehen werden können, ist grenzwertig. Schuelervz hat z.b. sein verzeichnis nach außen für Erwachsene abgeschlossen.