Claudio Pizarro (Botschafter Bayern München)

Pizarro ist mit einem Bein besser als das restliche Sturmpersonal, dass wir letzte Saison zur Verfügung hatten. Auch weit entfernt von seiner Topform war ihm größtenteils mehr zuzutrauen als Rosenberg.

Das ist, mit Verlaub gesagt, populistischer Blödsinn.

Aber bei dem war man eh schon zufrieden, wenn er eine gute Aktion pro Spiel hatte, während Pizarro ein Spiel allein entscheiden muss, um gut wegzukommen in der Kritik.

Pizarro wurde für gute Spiele gelobt (wie zb gegen Schalke als er auch nur zwei gute Aktionen hatte... zwei Tore) und für schlechte Spiele (überwiegende Rückrunde) kritisiert... nur nicht hier im Forum. Da wurde er für gute Spiele gelobt und für schlechte Spiele in Schutz genommen. Da kommt dann mal aufkommende Kritik vielleicht hart rüber, weil sie keiner gewohnt ist.

Ihn nun für unsere schwache Rückrunde verantwortlich zu machen, ist so lächerlich, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll... :unfassbar:

Eventuell hast du geweint, und dein verschwommener Blick hat den kleinen Zusatz "mit" übersehen. MITverantwortlich war er an der schlechten RR definitiv, genauso wie er MITverantwortlich für die gute HR war. Er war aber weder ALLEINverantwortlich für die gute HR noch ALLEINverantwortlich für die schlechte RR.

PS: Ausserdem halte ich es nach wie vor für ein gefährliches Irrmärchen einem Spieler ein sehr schlechtes Halbjahr zu "billigen" weil er ein sehr gutes Halbjahr vorher hatte. Einem jungen Talent vielleicht noch eher, aber nicht einem gestandenen Topverdiener.
 
Mir kommt es teilweise so vor, als würde man seine Verflossene nun mit einem anderen Kerl die Starße entlang gehen sehen und aus verbitterter und verletzter Eitelkeit fast zwanghaft über ihn herziehen müssen

Du meinst sicher "über sie herziehen"...? Über Claudios "neuen" (um im Vergleich zu bleben) ziehen wir hier doch weiter lustig her, ne? :D

Aber klasse Beitrag von Dir! :tnx: Genau so habe ich hier auch schon oft gedacht, wenn ich gelesen habe, wie ehemaligen Idolen hinterhergetreten wird.

Musste dieses Bedürfnis, die Ex zu verteufeln, weil man sitzen gelassen wurde, leider auch schon am eigenen Leibe erfahren. In der Rückschau sehe ich da leider nicht viel mehr als tränenreiches Selbstmitleid....

Markus
 
Er hätte ja nicht wechseln brauchen. Dann müsste er nun nicht in solch hässlichen Klamotten mit einem solch blöden Vereinsemblem rumlaufen... Raute ist immer top!!!
 
Liegt vor allem daran, dass Werder unter Schaaf keine flache Hierarchie im Teamspiel hinbekommt, was mit der viel zu losen "Handlungsvollmacht" für alle Beteiligten zusammenhängt. Wenn dann der beste oder gar deutlich beste Einzelspieler eher ein hochbegabter Individualist, als ein intelligenter Mannschaftsspieler ist, hast Du eben exakt diesen Effekt, den Du/ Ihr beschreibt.
Das trifft nun aber weiß Gott nicht auf CP zu. Denn die Tatsache, dass oft alles über ihn lief, war letztlich nicht dem Umstand geschuldet, dass er sozusagen ein egomaner Individualist ist, sondern dass er schlicht oft der einzige war, der die Verfassung und nicht zuletzt die Klasse hatte, Aktionen zum ende zu bringen, während andere Offensivspieler mehr mit sich selbst beschäftigt waren und ihn im Spiel nach vorne wenig bis gar nicht unterstützten.
Grade CP ist für mich im Grunde ein absoluter Mannschaftsspieler, der sich oft genug in den Dienst eben jener Mannschaft stellte, auch zum Leidwesen seiner eigenen Torausbeute. Quasi das Gegenbeispiel zu MG.
Ich habe eher den Eindruck, dass was Du zitierst und beantwortest, möglicherweise missverstanden hast.

Ich wollte auf die Nachteile einer Spielweise für das Gesamtgefüge hinweisen, wenn die Mischung in der Truppe und die dazugehörigen Vorgaben nicht passen.

Im Mittelfeld wie im Sturm haben Protagonisten bei uns sehr viele Freiheiten (nach meinem Dafürhalten viel zu viele), was zu Ungleichgewichten in der Aufgabenteilung führt, sowohl in Spielentwicklung/ Gestaltung, als auch in der Mannschaftshierarchie.
Was Pizarro` s Spiel in Bezug auf das generelle Mannschaftsspiel angeht, kamen doch zwei Probleme ganz entscheidend zum Tragen, 1.) dass die fußballerische Qualität der Neben- und Hinterleute nicht gleichwertig war und 2.) dass es wie bei Werder unter Schaaf üblich so gut wie keine Grundordnung, keine Abstände, abgestimmten Laufwege oder einstudierten Spielzüge gab. Deshalb wollte Pizarro, um sich selbst noch besser ins Spiel einzubringen und 1.) wie auch 2.) ausgleichen zu können, dem mit ständiger Präsenz begegnen, wollte immer alles und zu jeder Zeit. Was zur Folge hatte, dass er weder im Sturm die IV ausreichend beschäftigen konnte, noch als sich fallen lassende Spitze die schnelle Kombination suchte (siehe 2.)), und sich daher zu oft in "Ausweichmanövern" auf aussen, Individualaktionen, Dribblings, meist gegen mehrere Gegenspieler, verstrickte. Wodurch er a) selbst zu viel Energie verbrannte, die dann im Strafraum fehlte und b) dort der Nebenmann sowie teilweise nach- und aufrückende Mitspieler verschenkt wirkten.
Dass Pizarro unter diesen Umständen trotzdem 18 Tore erzielte, spricht einmal mehr für seine Klasse, andererseits stelle ich mir aus genannten Gründen eben die Frage, ob nicht noch viel mehr möglich gewesen wäre. Insbesondere in puncto Effizienz, und zwar nicht nur beim Torabschluss, sondern gerade auch im Teamspiel.

Einer solchen Entwicklung muss vor allem ein Übungsleiter gegensteuern, zum Beispiel durch klarere Vorgaben und einen stringenteren Handlungsrahmen, speziell in Sachen Mit-/ Gegenbewegungen, Positionsdefinition. Aber nichts dergleichen scheint bei uns zu passieren, bei Pizarro nicht und bei anderen starken Einzelspielern früher auch nicht. Und das wirft uns eben immer wieder zurück, sowohl in der individuellen (Lerneffekt), als auch in der Mannschaftsförderung.

Das Interesse an Elia kann man sicher kritisch sehen, allein weil er kein unkomplizierter Spieler zu sein scheint und weil es offen ist, ob er in Bremen das zeigen kann, was er in Holland gezeigt hat. Da gibt es keine Garantie, dass das klappt. (...)

Andererseits: Das Interesse an Elia würde ich eher gerade nicht als Beleg dafür werten, dass Schaaf per se immer seinen gleichen Stiefel durchzieht. Sondern eher als Zeichen der Hoffnung, dass er evtl. dabei ist, umzudenken.
Die Frage ist doch viel mehr, inwiefern "umdenken"?

Eine Systemumstellung nützt doch nur insofern was, dass vielleicht die Spieler im Hinblick auf ihre Fähigkeiten besser reinpassen. Bringt Werder rudimentär evtl. etwas weiter, ist mMn allerdings wieder nur rumdoktern an den Symptomen, aber kein Versuch, die Krankheit zu beheben oder wenigstens einzugrenzen. Und kann obendrein genau deswegen total schiefgehen, wenn die entsprechenden Leute nicht so einschlagen wie erhofft. Auch und gerade Werder kennt sich damit aus. Mir ein einziges Rätsel, dieses unglaublich stoische "Nicht-lernen-wollen".
 
@Mick
Was Du da im ersten Absatz zu CP und unserem Spiel schreibst, ist soweit schlüssig und nachvollziehbar, nur lag das Problem bzw die Ursache des Ganzen weniger an CP, als vioelmehr an dem von Dir beschriebenen Punkt 1.)
Ich bin mir sicher, CP hätte wohl gerne auf die intensiven Einzelaktionen verzichtet und sich mehr im 16er aufgehalten, um dort auf verwertbare Zuspiele zu lauern, wenn diese dann gekommen wären. Das war nur leider sehr selten der Fall. Somit hat CP quasi das Heft nicht selten selbst in die Hand genommen, bevor das Spiel kpl. zum Erliegen kam.
Da hätte TS sicherlich für mehr Struktur und Organisation sorgen können/müssen. Ich bin gespannt, wie bzw OB das in der kommenden Saison funktionieren wird.
 
Jedenfalls Deine erste Frage. Denn das steht im zitierten Absatz.

Zu Deiner zweiten Frage: Wenn gute Spieler etwas auf dem Platz nicht umsetzen können, wird es Ihnen falsch vermittelt. Wenn sie etwas nicht umsetzen können, weil ihnen schlicht die individuellen Fähigkeiten dazu fehlen, werden sie falsch eingeschätzt und dadurch überfordert. Beide Möglichkeiten fallen klar in den Verantwortungsbereich des Übungsleiters.

Das wäre bspw. nur dann nicht so zu sehen, wenn es sehr selten, vereinzelt auftritt oder mal in einer Saison dazwischen, während die davor und die danch einen gänzlich anderen Verlauf nehmen, von den Symptomen und Ursachen her. Davon kann aber bei uns nicht die Rede sein.
 
2.) dass es wie bei Werder unter Schaaf üblich so gut wie keine Grundordnung, keine Abstände, abgestimmten Laufwege oder einstudierten Spielzüge gab. .

:zzz: Das ist wirklich Blödsinn! Außerdem frage ich mich, wann mal wieder ein Beitrag von dir auftaucht, der nicht auf das Herunterreden von Schaaf abzielt oder ihn wenigstens einfach mal außen vor lässt! Egal zu was du dich äußerst, Gladbach, Pizarro, Transferpolitik...man kann sich sicher sein, dass Schaaf sich einer ausreichenden und immer gleichen Analyse deinerseits erfreuen kann! Das langweilt irgendwann, besonders weil der Inhalt eben jedes mal identisch ist! Ich kenne deine Ansichten mittlerweile in und auswendig! :ugly:
 
Jedenfalls Deine erste Frage. Denn das steht im zitierten Absatz.

Zu Deiner zweiten Frage: Wenn gute Spieler etwas auf dem Platz nicht umsetzen können, wird es Ihnen falsch vermittelt. Wenn sie etwas nicht umsetzen können, weil ihnen schlicht die individuellen Fähigkeiten dazu fehlen, werden sie falsch eingeschätzt und dadurch überfordert. Beide Möglichkeiten fallen klar in den Verantwortungsbereich des Übungsleiters.

Das wäre bspw. nur dann nicht so zu sehen, wenn es sehr selten, vereinzelt auftritt oder mal in einer Saison dazwischen, während die davor und die danch einen gänzlich anderen Verlauf nehmen, von den Symptomen und Ursachen her. Davon kann aber bei uns nicht die Rede sein.

Das klingt insoweit schlüssig. Allerdings steckt in deiner Analyse, speziell in deinem längeren vorherigen Post, mir zuviel "Schwarz und Weiß". In bezug auf unsere Rückrunde wirst du warscheinlich nah an der Warheit sein. Für die Hinrunde passt es jedoch in keinster Weise.
Zu Pizarro: 5 vors Argumentation, bzw Erklärung klingt ebenso schlüssig wie deine. Ob Pizarro sein ständiges Aushelfen im Mf aus Eigeninitiative oder auf Anweisung herrührt kann keiner von uns wissen. Allerdings und da stimme ich dir zu tendiere ich da auch eher dahin das dies von Ts gewollt war, da dies speziell in der Rückrunde zuhauf der Fall war. Wenns umgekehrt gewesen wäre, würde ich an TS "Hirarchie" doch arg zweifeln.

Pizarros Spielweise speziell in der Rückrunde konnte man auch sehr leicht auf seine Mitspieler übertragen. Für mich machte die Mannschaft den Eindruck das sie nicht in der Lage war sich den Änderungen während des Spiels anzupassen, sprich sie war nicht in der Lage für bestimmte Spielsituationen Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dies fällt sicherlich in die Verantwortung des Trainers, solch elementare Dinge zu schulen
 
:zzz: Das ist wirklich Blödsinn! Außerdem frage ich mich, wann mal wieder ein Beitrag von dir auftaucht, der nicht auf das Herunterreden von Schaaf abzielt oder ihn wenigstens einfach mal außen vor lässt! Egal zu was du dich äußerst, Gladbach, Pizarro, Transferpolitik...man kann sich sicher sein, dass Schaaf sich einer ausreichenden und immer gleichen Analyse deinerseits erfreuen kann! Das langweilt irgendwann, besonders weil der Inhalt eben jedes mal identisch ist! Ich kenne deine Ansichten mittlerweile in und auswendig! :ugly:

Das ist leider wahr. :tnx:
 
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