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Keine politischen Agitatoren zu dulden heißt auf deutsch: Keinen Antifaschismus, die Nazis dulden, wenn sie leise sind und sich politischen Äußerungen beim Fußball zu enthalten. So einen Schwachsinn würde ich niemals unterschreiben.
 
Warum ist das Schwachsinn? Fußball ist Sport - und politische Äußerungen jedweder Art haben meiner Meinung nach im Stadion nichts verloren. Ich weiß, dass die Realität anders aussieht, aber gut finde ich das nicht.
 
Dann müsste man Theo Zwanziger sofort aus dem Stadion rauswerfen. Der macht sich ja schließlich gegen Rassismus und homophobie im Fußball stark. Das sind nun politische Aussagen.

Die Formel "football without politics" war schon immer eine der Rechten, um die Kritik an ihren menschenverachtenden Parolen zu diskreditieren.
 
Dann müsste man Theo Zwanziger sofort aus dem Stadion rauswerfen. Der macht sich ja schließlich gegen Rassismus und homophobie im Fußball stark. Das sind nun politische Aussagen.

Die Formel "football without politics" war schon immer eine der Rechten, um die Kritik an ihren menschenverachtenden Parolen zu diskreditieren.

:tnx:

@opalo: Stehst du dann z.B. den Anti-Nazi Kampagnen bei uns in der Ost auch kritisch gegenüber?
 
:tnx:

@opalo: Stehst du dann z.B. den Anti-Nazi Kampagnen bei uns in der Ost auch kritisch gegenüber?

Wunsch - keine politischen Äußerungen im Stadion und im Fußball
Wirklichkeit - Nazis, Rassismus, Homophobie etc. im Stadion und im Fußball

Also bleibt allen, die das - zu Recht - nicht akzeptabel finden, keine andere Wahl, als das auch zu äußern, obwohl es eigentlich nicht ins Stadion gehört. Denn wir leben ja nunmal nicht in der Wunschwelt...

EDIT: Ich finde es im Übrigen bedenklich, die Aussage "keine Politik im Fußball" so eindeutig mit den Rechten zu verlinken, wie Ihr das tut. Selbst wenn die Rechten diese Formel für ihre Zwecke nutzen sollten, wird es unabhängig davon eine Menge Leute wie mich geben, die keine Sympathien für die Rechten hegen, und mit dieser Aussage lediglich klar machen wollen, dass Fußball und Politik (egal welcher Richtung!) voneinander getrennt werden sollten.
 
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Was ist dann eigentlich, wenn die Werderspieler z.B. eine Antirassismusaktion machen? Das düfte dich ja dann eher auch nerven?

Das gleiche wie oben. Ich akzeptiere, dass es dadurch, dass nicht alle mit derselben Einstellung ins Stadion gehen wie ich, angebracht ist...

EDIT: Bevor mir jemand etwas unterstellt - Rassismus & Co. haben natürlich in anderen Bereichen der Gesellschaft genauso wenig verloren wie im Stadion...
 
Der hohe Stellenwert und das bundesweite Interesse des Fußballsports wird zu oft für politische Zwecke genutzt. Fußball steht leider nicht nur noch für die Freude am Sport. Es wird als Plattform sämtlichen Aufsehens genutzt. Über Gewalt, Alkohol oder Fremdenfeindlichkeiten im Stadion wird länger und ausführlicher berichtet, bzw in ganz anderen Formen breitgetreten, als der Sport an sich, der für viele nur nebensache, Mittel zum Zweck ist.
 
@opalo
Ist aber so das beinahe sämtliche aktuelle Personen die eindeutig im politisch rechten Bereich tätig sind, verlauten lassen, sie seinen "unpolitisch" und hätten "mit politik nichts am Hut". Von daher macht man sich zumindest verdächtig wenn man sagt, daß Politik im Sport nichts zu suchen hat.
Meist kommt übrigens von jenem personenkreis der Zusatz "auch von den Linken" noch dazu, damit es dann sozusagen "abgerundet" ist.

Ein Bekenntnis gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus aus der Kurve ist per se politisch und das ist auch gut so.
 
Der hohe Stellenwert und das bundesweite Interesse des Fußballsports wird zu oft für politische Zwecke genutzt. Fußball steht leider nicht nur noch für die Freude am Sport. Es wird als Plattform sämtlichen Aufsehens genutzt. Über Gewalt, Alkohol oder Fremdenfeindlichkeiten im Stadion wird länger und ausführlicher berichtet, bzw in ganz anderen Formen breitgetreten, als der Sport an sich, der für viele nur nebensache, Mittel zum Zweck ist.

Ich sehe das anders. Es ist doch nicht so, dass der Fußball von der Politik für irgendetwas anderes instrumentalisiert wird, sondern innerhalb des Fußballs/der Fußballkultur gibt es nun mal leider (politische) Probleme, denen man (politisch) begegnen muss. Von daher bin ich sehr froh, dass unsere Ultras (zumindest besonders RV und IY) da so klar Stellung beziehen.
 
Es ist besser klar Stellung zu beziehen.

Ich finde es sehr bedenklich wenn man sagt: Nun habt euch mal lieb und vertragt euch mal schön mit dem rechten Pack.

Politische Äußerungen sind überall an der Tagesordnung.

Man nennt es Politik: Leute versuchen ihre Sicht der Dinge durchzusetzen.

Dazu genügt es eine normale und gemäßigte Einstellung zu unserem Land und unserer Demokratie zu haben.
 
@opalo
Ist aber so das beinahe sämtliche aktuelle Personen die eindeutig im politisch rechten Bereich tätig sind, verlauten lassen, sie seinen "unpolitisch" und hätten "mit politik nichts am Hut". Von daher macht man sich zumindest verdächtig wenn man sagt, daß Politik im Sport nichts zu suchen hat.

Ich bin ohne Wenn und Aber gegen Rechts. Und dennoch der Auffassung, dass Politik im Sport nichts zu suchen hat (wissend, dass die Realität leider anders aussieht). Solche Menschen soll es tatsächlich auch geben ;)

@fischken. Falls Du mich damit meinst - mir geht es nicht um Vertragen oder Liebhaben. Ich finde nur, dass die Auseinandersetzung mit den Rechten nicht ins Stadion gehört. Und, nochmal, ich weiß, dass das Wunschdenken ist - die Rechten nutzen den Sport, und das sollten sie natürlich nicht tun können, ohne dass darauf es eine Gegenreaktion gibt - also gibt es die Gegenreaktion auch im Stadion. Dessen ungeachtet ist es aber aus meiner Sicht legitim zu sagen, dass Politik (in einer idealen Welt) im Stadion nichts verloren hat.
 
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