Caillera informiert...

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas rheinbacher
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Gegen Rechts und dies unterstützen. Ich finde es gut. Es kann nicht sein, dass bei all der Aufklärungsarbeit in den Ligen ud allg. beim Fussball eine rechte Gruppe Unterstützung bekommen in dieser gewissen Form. Rechts darf keine Plattform im Fussball haben. Vielleicht ist es dem Verein nicht so bekannt und vielleicht wollen Sie auch niemandem zu nahe trete, da sie die größtmögliche Unterstützung für den Verein wollen. Aber den Rechten auf diesem Wege eine Plattform bieten ist nicht richtig. Und wenn eine Bremer Fangruppe da was gegen unternimmt, erkenne ich es hoch an. Grade, weil man in Bremen eine gute Aufklärungsarbeitet betreibt und ganz klar sich gegen Rechts äußert. Werder zeigt mit Haut und Haaren, dass man bei Werder gegen Rechts ist. Wenn eine Fangruppe dies auch vermittelt und bei anderen Vereinen vertritt, dann ist das ne gute Sache.

Der Brief ist stark geschrieben. Der Brief zeigt genau das, was Werder vertritt. Und wenn sich eine Werdergruppe sich in dieser Hinsicht einmischt und so klar Stellung bezieht, dann finde ich das super! Und grade diese Form von Einmischung ist doch in unserer Gesellschaft gewünscht und gefordert. Rechts darf keine Chance haben. Nicht im Fussball, nicht im normalen Leben und sowieso!
 
Heute im WK:

Bremen. Gemeinsam gegen rechts. Die Fraktionen der Bürgerschaft verabschiedeten heute einen Antrag gegen Rechtsextremismus. Doch damit hatte sich die Einigkeit schon erschöpft. Zum Eklat kam es, als die linke Bürgerschaftsabgeordnete Kristina Vogt ans Rednerpult des Parlaments trat und auf Bremer Probleme im Umgang mit Neonazis hinwies. Sie zog sich damit Zorn und Empörung der Fraktionsvorsitzenden von SPD, Grünen und CDU zu.

Vogt erklärte: „Gerade in diesem Jahr sind die Nazis in Bremen so aktiv gewesen wie selten zuvor. Das ist hier politisch nicht verhindert worden.“ Als Beispiel nannte sie den NPD-Aufmarsch im April. Die Fraktionsvorsitzende warf dem Verfassungsschutz und der Innenbehörde Untätigkeit vor: „Es ist erst zwei Monate her, dass rechtsradikale Hooligans den Ostkurvensaal-Prozess als Bühne nutzen konnten. Man kann doch nicht sagen, dass hier alles in Ordnung ist.“

http://www.weser-kurier.de/Artikel/...er-Eklat-in-der-Bremischen-Buergerschaft.html

Warum ist das ein Eklat, was Vogt sagt und warum ruft das Empörung bei den anderen Fraktionsvorsitzenden hervor? Es ist die Wahrheit! Der Prozess im September war jawohl ein absoluter Witz und hat meinen Glauben an das Rechtssystem in Deutschland nachhaltig erschüttert. Wenn man als Zeuge bedroht wird und das das Gericht nicht interessiert...wer will denn dann noch als Zeuge aussagen?!
 
Heute im WK:



http://www.weser-kurier.de/Artikel/...er-Eklat-in-der-Bremischen-Buergerschaft.html

Warum ist das ein Eklat, was Vogt sagt und warum ruft das Empörung bei den anderen Fraktionsvorsitzenden hervor? Es ist die Wahrheit! Der Prozess im September war jawohl ein absoluter Witz und hat meinen Glauben an das Rechtssystem in Deutschland nachhaltig erschüttert. Wenn man als Zeuge bedroht wird und das das Gericht nicht interessiert...wer will denn dann noch als Zeuge aussagen?!

Gerade in Bremen hören die Personen der Bürgerschaft und des Senates sowas nicht gerne. Ich habe in der Tat noch nie einer Rede einer Politikerin soviel Beifall gezollt wie bei dieser. Und das obwohl die Linke in Bremen weit davon entfernt ist, ernst genommen werden zu können.

@maddin
:tnx:
 
Offener Brief an die Polizei Bremen, die Polizei Hamburg, den SV Werder
Bremen, den Hamburger SV sowie die zuständigen Fan-Projekte

Betr.: Anreise der Werderfans zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV am 18. Februar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

vorweg möchten wir Sie an unseren offenen Brief vom 27. Januar 2011 erinnern (zu finden u.a. unter: http://racaille.de/?p=137). Wie Sie sich sicherlich erinnern, erklärten wir Ihnen, dass es für uns nicht mehr in Frage kommt, die Anreise zum Volksparkstadion über Hamburg-Harburg, Othmarschen und schließlich per Bus-Shuttle zum Gästeblock des Volksparkstadions in Anspruch zu nehmen.

Die vergangenen Jahre vor unseren selbstorganisierten, alternativen Reisebemühungen haben uns aufgezeigt, dass die Hamburger Polizei auf dieser Anfahrtsroute keine Rücksicht auf die körperliche Unversehrtheit von Werderfans nimmt. Nur beispielhaft sei hier erneut auf deaktivierte Notbremsen in der S-Bahn von Hamburg-Harburg nach Othmarschen hingewiesen. Trotz starker und vermeintlich notwendiger Sicherheitsvorkehrungen schaffte es die Polizei nicht, für die Sicherheit der Werderfans zu sorgen. Gerade beim Transport mit dem Bus-Shuttle - die Stichworte Viehtransport und Zielscheibe für Angriffe, wie geschehen am 7. Mai 2009, sind in dem Zusammenhang bereits in unserem letzten Brief gefallen - ist es schlichtweg nicht möglich, die Werderfans sicher vom Stadion weg zu geleiten. Darüber hinaus sind nach unserem derzeitigen Kenntnisstand die Bahnhöfe in Othmarschen sowie Hamburg-Harburg noch immer nicht barrierefrei. Aus diesen besagten Gründen sehen wir uns auch weiterhin nicht in der Lage, auf diesem Weg und unter solchen Bedingungen nach Hamburg zu reisen.

An den Schluss unseres letzten Briefes stellten wir die Forderung, „dass sich die zuständigen Institutionen für eine zum Bus-Shuttle alternative Variante entscheiden“ sollten. Weitergehend boten wir unsere Mithilfe am Entstehungsprozess neuer Ideen hinsichtlich der Anreiseroute mit all ihren Begleiterscheinungen an. Da wir fast ausschließlich auf taube Ohren stießen, wählten wir auch im zweiten Jahr in Folge eine alternative Anreise.
So reisten weit über 300 Werderfans gemeinsam und erneut ohne jeden Zwischenfall bis vor den Gästeblock des Volksparkstadions. Die einzigen, die negativ auffielen, waren die Beamt_innen der Polizei Hamburg, die kurz vor dem Stadion auf unnötig aggressive Weise begannen, die Gruppe einzukesseln und zu durchsuchen. Für uns war dies - neben dem auffällig großen Aufgebot mit mehreren Hundertschaften, Reiterstaffel sowie drei Wasserwerfern - ein erneutes Zeichen dafür, dass die Polizei Hamburg offensichtlich nicht gewillt ist, deeskalierend zu wirken und eine für alle Seiten zufriedenstellende Alternativlösung zu finden.

Wir fordern die zuständigen Institutionen erneut auf, sich für eine zum Bus-Shuttle alternative Variante zu entscheiden. Wir fordern insbesondere die Hamburger Polizei dazu auf, in diesem Jahr von Beginn an eine Strategie der Deeskalation zu bemühen und auf die Sicherheitsbedenken der Fans zu achten. Darüber hinaus fordern wir eine (eigentlich selbstverständliche) barrierefreie Anreisevariante. Sollten unsere Forderungen auch in diesem Jahr erneut ignoriert werden, werden wir uns auch im dritten Jahr in Folge um eine eigenständige und alternative Anreise bemühen.

Racaille Verte, Infamous Youth, UltrA-Team Bremen

Quelle: http://board.fanszene-bremen.net/thread.php?postid=793858#post793858
 
Ich kann mich noch aus dem Brief am letzten Jahr erinnern. Ich kann die Probleme verstehen und nachvollziehen, auch ich möchte, dass es Barrierefrei von statten geht. Aber die Polizei freut sich doch über jeden, der mit dem Bus und nicht mit der Bahn anreist. Dann ist dann eigentlich alles viel leichter zu koodinieren... :confused:
Die eventuelle Antwort der anderen Seite würde mich dennoch interessieren :p
 
Da ich zum ersten Mal seit einiger Zeit auch wieder nach Stellingen reisen werde, kann ich mich erstens diesem Brief nur anschließen. Und zweitens werde ich in Zivil und mit den üblichen Verkehrsmitteln zur Haltestelle Stellingen fahren und in Ruhe zum Stadion gehen.
 
Alemannias Fanszene: Das Bekenntnis gegen Gewalt ist geplatzt

«Wir fordern alle Fangruppen auf, sich in aller Deutlichkeit von Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und jeglichem politischen Extremismus zu distanzieren und Gewalttätern und politischen Agitatoren keinen Platz in ihren Reihen zu bieten. Zum Wohle der Alemannia müssen sich alle Fangruppen zusammenreißen und den gemeinsamen Zielen unterordnen.»

Wie dämlich ist denn bitte der zweite Satz? Kein Wunder, dass das von den Aachen Ultras nicht unterschrieben wurde. Genauso fehl am Platz wie das Auffordern zur Distanzierung von "jeglichem politischen Extremismus".

:rolleyes:
 
Alemannias Fanszene: Das Bekenntnis gegen Gewalt ist geplatzt



Wie dämlich ist denn bitte der zweite Satz? Kein Wunder, dass das von den Aachen Ultras nicht unterschrieben wurde. Genauso fehl am Platz wie das Auffordern zur Distanzierung von "jeglichem politischen Extremismus".

:rolleyes:

Mit dem 2. Satz gebe ich dir ja recht, aber wo ist das Problem mit der "Distanzierung von "jeglichem politischen Extremismus""?
 
Mit dem 2. Satz gebe ich dir ja recht, aber wo ist das Problem mit der "Distanzierung von "jeglichem politischen Extremismus""?

Wie schon im Text steht: Es gibt ein rechtsextremes Problem auf dem Tivoli, da es ein Angriff von rechten auf antirassistische Fans war, von daher sollte das auch nur so geschrieben werden. Die momentane Formulierung gibt da mMn falsche Signale ab.
 
OK, verstehe deine Einstellung, sehe es aber anders.

mMn sollte man immer ein Zeichen gegen JEGLICHE Gewalt setzen.
Vor allem auch, weil man sonst der angesprochen Seite sonst noch die Chance auf "Opferrolle" gibt.
 
mMn sollte man immer ein Zeichen gegen JEGLICHE Gewalt setzen.
Vor allem auch, weil man sonst der angesprochen Seite sonst noch die Chance auf "Opferrolle" gibt.

Genauso sehe ich das auch. Ich habe den Satz wirklich mehrfach gelesen, ohne zu verstehen, wie jemand mit der getätigten Aussage irgendein Problem haben kann. Des Rätsels Lösung habe ich erst entdeckt, als ich den ganzen verlinkten Text gelesen habe, verstehe aber das Problem mit dem Satz unverändert nicht. Warum soll es schwierig - oder nicht möglich - sein, sich gegen rechte und linke Gewalt auszusprechen, selbst wenn der Anlass für den Text ausschließlich rechte Gewalt war? Und welche "falschen Signale" könnten dabei gesetzt werden?
 
Weil es in Aachen kein Problem mit linksextremer Gewalt gibt. Die Ultras, die sich antifaschistisch engagieren, werden mit den Nazi-Schlägern gleichgesetzt. Würden sie das unterschreiben, wäre das ziemlich dusselig. Wer gegen Nazis mobil macht, muss sich nicht gegen "Extremismus" (allein das Wort ist schon total behämmert) oder Gewalt aussprechen. Zumal die geschichte gezeigt hat, dass Nazis am effizientesten (bzw richtiger: wenn überhaupt, dann) mit Gewalt bekämoft werden können.
 
Ich finde auch, dass diese Erklärung das Problem des Rechtsextremismus in der Aachener Szene ziemlich unter den Tisch kehrt. Das ganze klingt etwas (im übertragenen Sinne) nach "Der Staat ist auf dem rechten Auge blind".

Grundsätzlich ist natürlich gegen jede Art von Gewalt Stellung zu nehmen, keine Frage.

@maddin: Wie ist denn deine Aussage bzgl. "Zumal die Geschichte gezeigt hat, dass Nazis am effizientesten (bzw richtiger: wenn überhaupt, dann) mit Gewalt bekämpft werden können." in Bezug auf die Aachener Fanzszene zu verstehen? Sollen die linken Ultras jetzt mit Gewalt zurückschlagen deiner Meinung nach?
 
Ich kann der Argumentation nach wie vor nicht folgen. Jeder, der der Aussage in dem Satz - Distanzierung von jeglichem Extremismus - zustimmt, kann das meiner Meinung nach durch seine Unterschrift bestätigen, egal ob diese Unterschrift nun in Zusammenhang mit Linksextremismus oder Rechtsextremismus erbeten wird, denn der Kontext ändert nichts an der Kernaussage des Satzes - Nein zu jeder Art von Extremismus. Ich verstehe nicht, wie dabei jemand, der linksorientiert ist, die Befürchtung haben kann, mit gewaltbereiten Nazis gleichgesetzt zu werden.

Dass das Ganze "oktroyiert" wirkt, ist ein anderes Thema - aber auch darüber könnte ich persönlich hinwegsehen, wenn ich den Inhalt teile.
 
Ich kann der Argumentation nach wie vor nicht folgen. Jeder, der der Aussage in dem Satz - Distanzierung von jeglichem Extremismus - zustimmt, kann das meiner Meinung nach durch seine Unterschrift bestätigen, egal ob diese Unterschrift nun in Zusammenhang mit Linksextremismus oder Rechtsextremismus erbeten wird, denn der Kontext ändert nichts an der Kernaussage des Satzes - Nein zu jeder Art von Extremismus. Ich verstehe nicht, wie dabei jemand, der linksorientiert ist, die Befürchtung haben kann, mit gewaltbereiten Nazis gleichgesetzt zu werden.

Dass das Ganze "oktroyiert" wirkt, ist ein anderes Thema - aber auch darüber könnte ich persönlich hinwegsehen, wenn ich den Inhalt teile.

Es geht darum, dass die ganze Problematik von den Rechtsextremisten in Gang gesetzt wurde und aufgrund dessen jetzt auch erstmal eine eindeutige Distanzierung von der rechten Gewalt erforderlich ist. Und solange diese nicht erfolgt, ist es meiner Meinung nach zumindest nachzuvollziehen, dass sich die linken Ultras mit den gewaltbereiten Nazis gleichgesetzt fühlen.

Als zweiter Schritt wäre dann die jetzt vorliegende Erklärung richtig.
 
@maddin: Wie ist denn deine Aussage bzgl. "Zumal die Geschichte gezeigt hat, dass Nazis am effizientesten (bzw richtiger: wenn überhaupt, dann) mit Gewalt bekämpft werden können." in Bezug auf die Aachener Fanzszene zu verstehen? Sollen die linken Ultras jetzt mit Gewalt zurückschlagen deiner Meinung nach?

Nein.

Gewalt ist ein weiter Begriff. Man kann Nazis auch mit der sogenannten Staatsgewalt begegnen, sie aus- oder einsperren. Wenn es gegen Nazis geht, dann bedarf es keiner (noch dazu bescheuerten) Erklärung, sondern der gewalt.
 
@oceandreamer. Nicht unterschreiben kann aber schnell so ausgelegt werden, dass man der Aussage nicht zustimmt... Also würde ich, wenn ich der Aussage zustimme, aber das "Prozedere" nicht passend finde, dennoch erstmal zustimmen und danach weiter klare Zeichen gegen rechts einfordern und selbst setzen, anstatt mich ggf. dem Vorwurf auszusetzen, linksextreme und rechtsextreme Gewalt unterschiedlich stark zu verurteilen. Meine Meinung ;)
 
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