Ich hoffe das ist ein Fake oder ein Bluff... ist von der Werder Seite von heute.
Werder Bremen will Sanogo behalten
Von Marc Hagedorn
Bremen. Werder Bremen will offenbar an Boubacar Sanogo festhalten. Wir lassen ihn nicht gehen, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Es war irgendwann nach den verrückten Werder-HSV-Wochen und vor dem UEFA-Pokal-Endspiel gegen Schachtjor Donezk, als Werder-Boss Klaus Allofs verkündete, dass Boubacar Sanogo zur neuen Saison aus Hoffenheim zu Werder zurückkehren würde. Die Hoffenheimer, an die Sanogo ausgeliehen war, verzichteten auf eine feste Verpflichtung. Der Stürmer hatte die Erwartungen nicht erfüllen können. In Bremen war man zuvor nach eineinhalb Jahren Sanogo zum gleichen Urteil gelangt.
Mehr als eine Randnotiz war die Rückkehr Sanogos damals deshalb nicht. Im Gegenteil: Alle Welt ging davon aus, dass der Ivorer der erste Stürmer sein würde, den Werder bei einem entsprechenden Angebot abgibt. Ein ansprechendes Angebot liegt inzwischen auch vor, vom französischen Erstligisten AS Saint-Etienne allein: Bei Werder denkt man gar nicht mehr daran, den Nationalspieler abzugeben. Sanogo gilt bei Werder im Moment als unverkäuflich. Gemessen an der schwierigen Ausgangslage, die der schlaksige Stürmer bei seinem zweiten Anlauf in Bremen vorgefunden hat, ist das eine beinahe schon sensationelle Wendung.
Es liegt an Sanogo selbst und an den Umständen, dass der einstmals Abgeschriebene plötzlich zum wichtigsten Stürmer geworden ist. Sanogos Beitrag zum Comeback: Er hat hart trainiert, und er hat Tore geschossen. Gegen Bayern kam zwar keines dazu, aber in Ordnung war die Leistung trotzdem: Sanogo ging weite Wege, behauptete viele Bälle. Und weil ein Pizarro-Nachfolger noch nicht da ist, Hugo Almeida angeschlagen ist, Markus Rosenberg länger ausfällt und Marcelo Moreno seine Bundesligatauglichkeit noch nicht nachgewiesen hat, reicht das im Moment schon, um die Nummer eins im Werder-Sturm zu sein.
Wir lassen ihn nicht gehen, sagt Allofs. Eine Aussage, die Sanogo trotz des verlockenden Angebotes aus Frankreich freut. Ich will bleiben und eine gute Saison spielen, sagt er. Probleme hat nun ein anderer. Und zwar der Präsident von Saint-Etienne. Der hatte vergangene Woche im Radio angekündigt, dass Sanogo in den nächsten Tagen einen Vertrag unterschreiben werde.