Das würde ja wie Faust auf's Auge für uns passen, Favre ist nämlich durchaus in der Lage aus wenig relativ viel zu machen. Er ist aber, und das war für mich mit Ansage, nicht in der Lage aus relativ viel richtig viel zu machen. Schade, dass wir zur Zeit keinen Trainer suchen
edit: Auf einem biederen Niveau (fußballerisch) ist übrigens Hecking sehr ähnlich. Der größte Gleichmacher aller Zeiten. Über kurz oder lang erleben alle seine Mannschaften eine Regression zur Mitte. Und zwar aus egal welcher Richtung
Grundsätzlich gebe ich Dir recht.
Ja, Favre ist ein Trainer, der aus viel nicht viel macht.
Nicht weil er fachlich blind ist, das ist er gewiss nicht.
Nein, weil er ein ängstlich agierender Mensch ist bzw. mutige Entscheidungen nicht kann.
Unser neuer Trainer hat mit einer Aussage etwas gesagt, was Favre total kennzeichnet.
Er sagte sinngemäß auf die Frage, für welchen Fußball er steht, dass es zwei Arten gibt.
Einmal, dass man versucht ein Tor weniger als der Gegner zu schießen, er selbst aber dafür steht, ein Tor mehr als der Gegner zu schießen.
Merkst Du den Unterschied?
Zur ersten Kategorie gehört Favre.
Andere Gegner stark reden, dadurch seinem eigenen Team indirekt die Stärke zu nehmen und einen extrem abwartende, unansehliche Spielweise zu zelebrieren, mehr ist da nicht.
Dazu abwarten, abwarten, abwarten, zumeist reagieren, anstatt mutig zu agieren.
Genau das führte dazu, dass wichtige, aber auch andere Spiele, teils in beschämender Art, verloren wurden.
Projeziert man das, sorry, auf das Handeln im Abstiegskampf, würde er auch da kaum solche Impulse, wie Mut, Agressivität, das Team pushen zu können, einbringen.
Glaub mir, der wäre für Werder, obwohl es nicht so aussieht, der Totengräber in der jetzigen Situation.
Was Hecking betrifft, magst Du zum größten Teil recht haben.
Allerdings nehme ich seine vierjährige Amtszeit bei BMG da etwas heraus.
Der hat dort durchaus eine bessere Qualität geschaffen, das Team ganz gut verbessert.
Letztlich wurde er Opfer der üblichen Verfallszeit eines Trainers, weil sich bei ihm Stillstand andeutete.
Eberl hat da m.M.n. sehr konsequent und richtig gehandelt.
Letztlich war Heckings dortige Arbeit die Basis dafür, dass Rose nahtlos darauf aufbauen konnte, nicht erst einen Scherbenhaufen zusammenkehren musste.
Ich würde ansonsten Hecking als einen etwas biederen Trainer ansehen
Hätte ich (in eurer Lage) als Verantwortlicher die Wahl, würde ich mich, aus tiefster Überzeugung für Hecking und gegen Favre entscheiden.
Ein strukturiert und klar daherkommender Hecking würde m.M.n. viel mehr Gutes bewirken, als das beim mutlosen und zaudernden Favre der Fall wäre.
Zudem der mit seiner sturen Art seine Systeme so verklausuliert, dass es seine eigenen Spieler kaum oder gar nicht mehr verstehen.
Gewiss keine guten Voraussetzungen für Werders Ziel, nichts mit dem Abstig zu tun zu haben.
So sehe ich das zumindest.