Borussia Dortmund

Wie heißt es so schön. Fällst du von einem Pferd, steig gleich wieder auf. Zum einen braucht man sich nicht von solchen Spacken, die Menschen angreifen, einschüchtern lassen, zum anderen muss man am besten sofort zur Normalität zurückkehren, damit man keine noch größeren Ängste aufbaut. Wie lange sollte Dortmund denn pausieren. Wie viele Spiele sollen denn verschoben werden. Ich finde es auch alles sehr unglücklich und bin mir sicher, dass jedem der Schock auch beim Spiel in den Knochen steckte. Aber es muss nunmal auch weiter gehen.

Zum Thema Tuchel. Ich mag ihn Menschlich nicht. Das liegt aber an seiner Art in Interviews. Persönlich kenne ich ihn nicht, aber ich glaube, dass er nicht der leichteste Typ ist. Sicher hat Dortmund den Verlust von Günni, Micki und Mats gut kompensieren können, aber zum einen gab es dickes Geld für 2 Spieler und zum anderen ist es aber auch so, dass ich Dortmunds Mannschaft gerade in wichtigen Spielen als zu jung empfinde. Und wenn denn noch ein Nuri Sahin (der gestern genial war) nciht berücksichtigt wird, kann man Tuchel auch Jugendwahn vorwerfen (Sahin ist erst 28...^^, verrückt)
 
Du hast zwar völlig recht, aber ich fürchte in und um die UEFA herum hat sich so viel Geld angesammelt, daß wir in absehbarer Zukunft nicht damit rechnen können hier einen Wandel zu erleben. Dafür müssten die Fans wegbleiben und vor halb leeren Tribünen gespielt werden aber das sehe ich nicht.
:tnx:
Solange wir Lemminge der Fußballinteressierten für Stadienauslastungen von >90% sowie hohe Einschaltquoten und somit für die daraus resultierenden immensen Werbeeinnahmen sorgen wird das von @syker1983 mit Recht als korrupt und undurchsichtig bewertete System wohl kaum im Interesse eines faireren Wettbewerbs die Milch gebende Kuh zur Schlachtbank bringen. Man muß sich doch nur einmal die Entwicklung der CL seit ihrer Einführung ansehen, wo Reformen stets im Interesse der großen Vereine bzw. Verbände durchgeführt wurden,damit der Rubel noch mehr rollt. Demzufolge ist es auch nicht verwunderlich, daß 21 der bisher 24 CL-Sieger aus Spanien, Italien, England oder Deutschland kamen und somit der letzte Sieg eines Außenseiters (FC Porto 2004) schon sehr lange her ist.
 
Du hast zwar völlig recht, aber ich fürchte in und um die UEFA herum hat sich so viel Geld angesammelt, daß wir in absehbarer Zukunft nicht damit rechnen können hier einen Wandel zu erleben. Dafür müssten die Fans wegbleiben und vor halb leeren Tribünen gespielt werden aber das sehe ich nicht. Die Frage ist vermutlich, wann man anfängt zart gegen die Langeweile anzusteuern, eine Idee wäre eine Art Draft System wie in den USA aber solange der Rubel rollt, werden wir das nicht erleben.

Ich glaube, dass wir kurz vor dem Ende der Erfolgs-Spirale der CL und auch anderer Wettbewerbe stehen. Die Fans in den starken europäsichen Ligen, wenn nicht in weiteren anderen Ligen auch, werden mit Fußball nahezu täglich überschüttet. Es stellt sich vielfach ein Übersättigungsgefühl ein, was imho absolut nachvollziehbr und zwangsläufig ist. Der Appell eines, zuvor als einer der Protagonisten aggressivsten Sportmarketings aufgetretenen, Oliver Bierhoffs kam nicht von Ungefähr, auch wenn er sich in erster Linie auf Länderspiel-Termine bezog.

Ich denke, dass die Zuschauerakzeptanz auch in der CL an ihre Grenze gestoßen ist. Gerade bei Vereinen, die ständig qualifiziert sind, ist die Vorrunde völlig unattraktiv. Die Stadien sind schon länger bei solchen Spielen nur deswegen einigermaßen ausgelastet, weil spezielle Familienangebote lanciert oder weil die Besuche dieser Spiele mit Vorkaufsrechten für ggf.folgende KO-Spiele verknüpft werden.

Die jeweils "35". direkten Duelle zwischen Bayern München und Real Madrid, bzw. Juventus Turin und Barcelona innerhalb weniger Jahre sind ermüdend. Ich persönlich habe in den letzten Jahren im Schnitt ca. 4 CL-Spiele pro Saison live gesehen, dabei am liebsten gleich mehrere von eher selten qualifizierten Teams wie Borussia Mönchengladbach oder Leicester City.
 
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100% Zustimmung dazu. Aber hast Du den Eindruck, dass sich bei der UEFA oder FIFA irgendwann etwas zum Positiven mit dem Personalwechsel entwickelt hat? Das ist doch alter Wein in neuen Schläuchen. Das ganze System erscheint mir korrupt und undurchsichtig.
Aber sind unsere DFL oder der DFB so viel besser, wenn man nur die Affäre um die WM 2006 betrachtet bzw. das Marketing seitens der DFL?

Wie gerade schon bzgl. der CL geschrieben, glaube ich, dass sich einfach etwas ändern muss, um die Wettbewerbe attraktiv zu halten. Das gilt auch für die nationalen Wettbewerbe wie Bundesliga-Meisterschaft und DFB-Pokal. Will man ein Produkt dauerhaft attraktiv halten, muss man es irgendwann eher verknappen als immer weiter streuen. Die Klagen auch von Bundesligisten über leere Zuschauerränge (zuletzt Hoffenheim), Termindruck und unattraktive Spiele mehren sich kontinuierlich, von Zuschauerschwund in unteren Ligen ganz zu schweigen.

Nein, DFB und DFL sind nicht besser. Das habe ich so nicht behauptet. Die UEFA fälscht den Wettberwerb Landesmeister-Pokal, indem sie auch Zweit., Dritt- und Viertplatzierte bestimmter Ligen zulässt. Der DFB überlegt dann und wann, im DFB-Pokal nur noch Profi-Teams zuzulassen, was dem Pokalwettbewerb eindeutig den Reiz nehmen würde.Bundesliga-Spieltage werden zeitlich immer stärker zerpflückt.

Die UEFA stützt bestimmte Vereine, wie zuletzt den FC Barcelona, DFB und DFL bestimmte Konstrukte wie RBL, um möglichst viel Kapital in den Wettbewerb zu pumpen.

Ich bin mir sicher, dass sich dieses Vorgehen früher oder später rächt.
 
Die jeweils "35". direkten Duelle zwischen Bayern München und Real Madrid, bzw. Juventus Turin und Barcelona innerhalb weniger Jahre sind ermüdend. Ich persönlich habe in den letzten Jahren im Schnitt ca. 4 CL-Spiele pro Saison live gesehen, dabei am liebsten gleich mehrere von eher selten qualifizierten Teams wie Borussia Mönchengladbach oder Leicester City.

Da sieht man wie unterschiedlich das sein kann.
Ich hab jedes gesehen (bei gleichzeitigen Spielen Konferenz) und ich könnte völlig auf Mannschaften wie Gladbach, Leicester oder Porto verzichten. Die qualitativ hochwertigen Spiele interessieren mich und nicht diese "billig" Teams.
 
Wie gerade schon bzgl. der CL geschrieben, glaube ich, dass sich einfach etwas ändern muss, um die Wettbewerbe attraktiv zu halten. Das gilt auch für die nationalen Wettbewerbe wie Bundesliga-Meisterschaft und DFB-Pokal. Will man ein Produkt dauerhaft attraktiv halten, muss man es irgendwann eher verknappen als immer weiter streuen. Die Klagen auch von Bundesligisten über leere Zuschauerränge (zuletzt Hoffenheim), Termindruck und unattraktive Spiele mehren sich kontinuierlich, von Zuschauerschwund in unteren Ligen ganz zu schweigen
Sehe ich auch so. Mich erinnert das Alles an den Tennisboom Mitter der 80er bis Mitte 90er, als St Graf, Bobele und Michael Stich extrem erfolgreich waren. Da wurden wir auch jede Woche mit irgendeinem Turnier im TV beglückt. Mit dem Verschwinden der Protagonisten ging es dann rasch mit dem Interesse am Tennis den Bach hinunter. So dramatisch wird es mit dem Fußbnall nicht werden, aber jedes Produkt hat eine natürliche Sättigungskurve. Das gilt auch für den Fußball.
Die UEFA stützt bestimmte Vereine, wie zuletzt den FC Barcelona, DFB und DFL bestimmte Konstrukte wie RBL, um möglichst viel Kapital in den Wettbewerb zu pumpen.
Auch hier volle Zustimmung. RBL ist ein reines Marketingprodukt einer Süßbrause. DFB und DFL haben es wegen des Ostfußballs durchgewunken und favorisiert. Die Sache würde nur dann für Leipzig heikel werden, wenn Mateschitz in der PL Fuß fassen würde. Westham war im Gespräch. Dann würde die Triage nämlich Salzburg => Leipzig => England heißen und der Standort Leipzig in die 2. Reihe rutschen. In England kann man mit den Fernsehvertrrägen und ggf einer CL-Teilnahme sehr viel Geld verdienen und hätte eine weitaus höhere Auslandsvermarktung, bei der die DFL hinter England und Spanien deutlich hinterherhinkt.
 
Die jeweils "35". direkten Duelle zwischen Bayern München und Real Madrid, bzw. Juventus Turin und Barcelona innerhalb weniger Jahre sind ermüdend. Ich persönlich habe in den letzten Jahren im Schnitt ca. 4 CL-Spiele pro Saison live gesehen, dabei am liebsten gleich mehrere von eher selten qualifizierten Teams wie Borussia Mönchengladbach oder Leicester City.

:tnx:

Gruppenspiele gucke ich mir nicht mehr an, Bayern gegen Real gestern war seit längerem mal wieder ein Spiel das ich mir angeguckt habe, aber es interessiert mich nicht mehr wirklich. Tor für Bayern, Tore für Real, lässt mich komplett kalt hab ich festgestellt. Einzig die Paraden von Neuer fand ich "spannend", alles andere ist mittlerweile zum Gähnen langweilig. Liverpool fände ich aus alter Verbundenheit noch spannend, vielleicht ja nächstes Jahr. Ansonsten ist der Wettbewerb ausgelutscht und sportlich durch die Reformen zugunsten der Top-Ligen für mich wertlos. Wären es nur die Landesmeister in den Gruppen ginge es ja, aber so geht es in den Vorrunden nur darum Werbegelder zu generieren und dafür müssen die großen Teams halt das Kanonenfutter verhauen.
 
Die CL wird doch immer mehr zur geschlossenen Veranstaltung. Wenn man bedenkt, vier feste Startplätze für Deutschland, Italien, England und ich glaube Spanien. Und andere Meister müssen sich erst qualifizieren. Da stimmt das ganze System einfach nicht mehr. Es geht nur noch um Geld verdienen. Die Fans sind nur noch Beiwerk um zu klatschen. Da braucht sich niemand zu wundern über wachsendes Desinteresse.
 
Wie heißt es so schön. Fällst du von einem Pferd, steig gleich wieder auf. Zum einen braucht man sich nicht von solchen Spacken, die Menschen angreifen, einschüchtern lassen, zum anderen muss man am besten sofort zur Normalität zurückkehren, damit man keine noch größeren Ängste aufbaut. Wie lange sollte Dortmund denn pausieren. Wie viele Spiele sollen denn verschoben werden. Ich finde es auch alles sehr unglücklich und bin mir sicher, dass jedem der Schock auch beim Spiel in den Knochen steckte. Aber es muss nunmal auch weiter gehen.

Zum Thema Tuchel. Ich mag ihn Menschlich nicht. Das liegt aber an seiner Art in Interviews. Persönlich kenne ich ihn nicht, aber ich glaube, dass er nicht der leichteste Typ ist. Sicher hat Dortmund den Verlust von Günni, Micki und Mats gut kompensieren können, aber zum einen gab es dickes Geld für 2 Spieler und zum anderen ist es aber auch so, dass ich Dortmunds Mannschaft gerade in wichtigen Spielen als zu jung empfinde. Und wenn denn noch ein Nuri Sahin (der gestern genial war) nciht berücksichtigt wird, kann man Tuchel auch Jugendwahn vorwerfen (Sahin ist erst 28...^^, verrückt)

So was lasse ich vielleicht bei Unfällen, Stürzen im Sport noch gelten. Aber wenn ein Mordanschlag auf einen verübt wurde, dann sich einfach wieder der vermeintlichen Gefahr auszusetzten und das 22 Stunde später, hat nichts mit sich von Spacken einschüchtern lassen zu tun. Sondern mit der Psyche mit sowas erstmal klar kommen zu müssen. Von der Couch aus, lässt sich sowas recht einfach daherfaseln. Empathisch ist das wohl eher nicht. Wie sehr die Jungs das mitgenommen hat, ist aus den Interviews ziemlich gut ersichtlich.
 
Ein Monegasse steht im BvB Strafraum meistens völlig frei. Das müssen sie unbedingt ändern.

Oooh, shit. Latte
 
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