Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
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Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 132 20,1%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,1%

  • Total voters
    657
So kann man nicht argumentieren, so muss man argumentieren. Wie viele organisierte Ultras hat man in Bremen, wie viele Stehplätze hat die Ostkurve?
Mir geht es doch um etwas ganz anderes. Wenn eine kleinere Gruppe diese Probleme erst gar nicht in den Griff bekommen möchte, dann könnte von einer Mehrheit der Kurve eine Reaktion folgen.
Die Schmähgesänge und die Becherwürfe könnten dann nur ein Vorgeschmack gewesen sein.
 
Streit innerhalb der Fanszene hast Du überall. Ich denke, das lässt sich kaum vermeiden, wenn sehr unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen Interessen zusammenkommen. Organisierte Gewalt gegen andere Werderfans möchte ich aber derzeit ausschließen.
 
nun stehen in unserer Ostkurve, wie man in Norwegen vielleicht nicht weiß, mitnichten nur oder auch nur überwiegend Ultras.

Keine Ahnung, was "man" in Norwegen weiß, aber es gibt ja wohl kaum Zweifel das die Zündler ganz eindeutig aus dem Kreis der Ultras stammen. Das wurde sogar von einem, der es zu wissen scheint, in diesem Thread so gesagt. Und selbst wenn die Leute nicht aus dem Kreis der Ultras stammen sollten, dann sollte es denn Ultragruppierungen ja noch leichter fallen, sich von dieser Gruppe und ihrem Verhalten zu distanzieren.
 
Ich hab die Befürchtung, dass sich etwas aufschaukeln könnte. Selbst von der Vereinsseite lobt man die Reaktion, redet von Selbstreinigungsprozess und sorgt so unbewusst oder bewusst (wer es unterstellen möchte:D) für eine Spaltung.

Hinzu kommt die Sturheit der Szene. Auch wenn man in den Heimspielen den Ball flach hält, wird in den Auswärtspielen mit einer Selbstverständlichkeit weiter gezündelt.
 
Deswegen rate ich auch ein wenig zur Gelassenheit. Es geht um einen Konflikt zwischen einigen Fans und dem verein, man sollte das nicht auf zu viele andere Leute ausweiten.
 
scheiß pyro zu hause :crazy:
bis zu ~ 100.000 euro strafe.
zäune wieder hoch? liegt an der dfl / dem dfb.

bitte sämtliche idioten identifizieren und lebenslang aussperren.

stimmungsbruch von 10-15 minuten. man hat es an der leistung der mannschaft bemerkt, wie es sich auswirkte. da lief nichts zusammen in der zeit.

becherwerfer sind genauso idiotisch :crazy:
kumpel wurde fast getroffen. dafür erwischte es einen kleinen jungen im block 128.


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iVamos! verde y blanco
 
Es wurden Bengalos abgebrannt, dass ist nicht richtig, sondern schlecht, aber zum Glück gab es keine Verletzten.
Für die jungen Leute die das getan haben gehört das zu ihrem Ultrasein dazu. Das mag für viele ein negativer Aspekt sein, ich finde das auch nicht so toll, aber es gibt schlimmeres im Leben.

im Gegenzug sorgen die Ultras aber mit dafür das die Bundesliga ein Zuschauermagnet ist. Durch die Gesänge und Fahnen, durch die Trommeln und Choreos wird Fußball erst zum Event. Ich möchte die Leute sehen die in ihrer Freizeit eine solche Arbeit wir die Vorbereitung dieser Choreo auf sich nehmen.

Mit anderen Worten: eine tolle Choreo legitimiert eine bestimmte Personengruppe zum Verstoß gegen die Stadionordnung und Werder Bremen darf dafür die Zeche = Strafen in Höhe von x.000 € zahlen?

Es ist grundsätzlich lobenswert, wenn Ultras viel Engagement dafür zeigen, daß sie und somit (sofern nicht gerade ein einschläferndem Galeerengesänge intoniert werden) auch andere Zuschauer den eigenen Verein nützen, sprich daß die Mannschaft auf dem grünen Rasen unterstützt wird.

Aber wenn nach einer tollen Choero Bengalos gezündet werden, dann macht sinnbildlich die eine Hand das kaputt, was die andere mühsam aufgebaut hat. Denn Bengalos sind, wie man es am Samstag im Weserstadion wohl kaum überhören konnte, kein nützliches Werkzeug zum Support des eigenen Teams, sondern sie lösen bei vielen Fans des eigenen Clubs verbale Gegenreaktionen aus, so daß ein Support der eigenen Mannschaft unterbunden wird. Und viel schlimmer ist, daß mit Bengalos nicht nur die Gesundheit von anderen Menschen riskiert wird (auch wenn vllt. nichts passiert ist, aber wenn man 99x bei rot unfallfrei über die Straße geht, beinhaltet das keinen Automatismus, daß man bei 100. Versuch auch nicht überfahren wird), sondern sie schaden dem eigenen Verein erheblich, weil dieser durch diese Aktionen mal wieder eine saftige Geldstrafe zahlen muß; die aufgrund der Spielunterbrechung vom Samstag diesmal vermutlich besonders happig ausfallen wird.

Selbst wenn man Bengalos toll oder nicht schlimm findet, so ist es unumstößlich, daß das Zünden von Bengalos ein für den eigenen negative Folgen hat. Ist das etwa der Sinn des Ultrasein, dem eigenen Verein wissentlich - um nicht zu sagen vorsätzlich - Schaden zuzufügen?

Oder geht es (manchen von) ihnen möglicher doch gar nicht um "ihren" Verein, sondern dient der Club nur als Plattform, um sich einer beriten Öffentlichkeit mit positiven wie negativen Facetten selbst darzustellen?
 
Wurde eigentlich vor 15 Jahren und mehr auch so ein übertriebenes, überdimensioniertes Fass aufgemacht wie jetzt?

Was war denn damals als speziell "der Betze" gebrannt hat, oder auch in anderen Stadien, auch hier, mal Pyro abgebrannt wurde?
Wurde damals auch so ein Aufstand gemacht?

Ich habe es schon am Abend nach dem Siel geschrieben:
Ich kann euren Ärger darüber in Maßen verstehen. Dass hier aber so dermaßen darauf rumgehackt wird, dafür habe ich kein Verständnis mehr. Es macht den Eindruck als wenn - speziell der Oberrang - nach einem Grund gesucht hat den Ultras endlich mal einen "Schlach in Nacken" zu verpassen.
 
Wurde eigentlich vor 15 Jahren und mehr auch so ein übertriebenes, überdimensioniertes Fass aufgemacht wie jetzt?

Nö. Da hatte noch nicht jeder Internet, so dass es weniger Shitstorm gab und außerdem wurde ja schon öfter in diesem Thread darauf hingewiesen, dass das Stadion damals noch wesentlich weitläufiger war (kein Dach, so dass der Rauch schneller abziehen konnte, keine Metallsitzstangen auf der Stehtribüne, sodass man leichter wegkonnte und man stand nicht so eng), so dass das Risiko vor 15 Jahren kleiner war. Und natürlich war die Berichterstattung in den Medien damals eine andere.
 
Wurde eigentlich vor 15 Jahren und mehr auch so ein übertriebenes, überdimensioniertes Fass aufgemacht wie jetzt?

Was war denn damals als speziell "der Betze" gebrannt hat, oder auch in anderen Stadien, auch hier, mal Pyro abgebrannt wurde?
Wurde damals auch so ein Aufstand gemacht?

Die Zeiten ändern sich nun einmal. Was vor 15 oder 20 Jahren noch für gut befunden wurde, muß heute nicht automatisch nach wie vor korrekt sein. Der Mensch neigt nun einmal dazu, sich anfänglich für Dinge begeistern zu können, ohne (auch aufrund von fehlenden Erfahrungswerten) sich mit der Kehrseite der Medaille zu befassen, die erst später ins Bewußtsein rücken, so auch bei den Bengalos: Damals wurden die Idee aus südeuropäischen Stadien "importiert" und die Masse der Fans und Verantwortlichen hierzulande waren vom dem visuellen Spektakel so fasziniert, oder sollte man sinnigerweise schreiben geblendet, daß man sich über die Risiken keine oder nur sehr wenige Gedanken gemacht hat.
 
Es ist doch absolut nicht vergleichbar.

Die Stadien sahen anders aus, es gab großteils eine Menge Platz bis zum Spielfeld (z.B. Laufbahnen). Die Stadien waren bei weitem nicht so voll.
Der Rauch konnte deutlich besser abziehen, aufgrund der Bauweise der Stadien.

Das mit den Stadien passt schon nicht wegen Lautern, Dortmund, etc.
Das mit dem Platz passt demnach auch nicht.
Und auch der Rauch konnte in den oben genannten Stadien genau so wenig abziehen wie jetzt.
Also ich verstehe trotzdem euren Ärger.

Aber die eigenen Fans als ...wie der HSV zu bezeichnen und womöglich von nun an alles zu boykottieren.
Ist das euer Ernst?
 
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Ich erwarte von Ultra-Gruppen eine Positionierung zu diesem konkrekten Vorfall.

Seien es Gruppen, die sich davon distanzieren oder Gruppen, die dazu stehen, was passiert ist.

Einhellige Meinung ist ja:
1. Es hat der Leistung der Mannschaft NICHT geholfen.
2. Es hat der Stimmung im STADION eher geschadet, denn sie "befeuert"
3. Der gute Support ALLER Fans aus den ersten 45 Minuten, auf dem man mehr hätte aufbauen können, hat gelitten, bis hin zu einer möglichen Spaltung der Fans geführt.

Dazu hätte ich schon gern mal ne Stellungnahme, die evtl. auch mir erklärt, was man sich dabei gedacht hat.
Ich unterstelle mal, dass man sich selbstsdarstellerisch beweisen wollte oder den CFHH ziegen wollten "wer den Längeren hat".

Beides fände ich eher peinlich, den ultra-like im Sinne der eigentlichen Selbstdefinition...:roll:
 
Mit anderen Worten: eine tolle Choreo legitimiert eine bestimmte Personengruppe zum Verstoß gegen die Stadionordnung und Werder Bremen darf dafür die Zeche = Strafen in Höhe von x.000 € zahlen?

Es ist grundsätzlich lobenswert, wenn Ultras viel Engagement dafür zeigen, daß sie und somit (sofern nicht gerade ein einschläferndem Galeerengesänge intoniert werden) auch andere Zuschauer den eigenen Verein nützen, sprich daß die Mannschaft auf dem grünen Rasen unterstützt wird.

Aber wenn nach einer tollen Choero Bengalos gezündet werden, dann macht sinnbildlich die eine Hand das kaputt, was die andere mühsam aufgebaut hat. Denn Bengalos sind, wie man es am Samstag im Weserstadion wohl kaum überhören konnte, kein nützliches Werkzeug zum Support des eigenen Teams, sondern sie lösen bei vielen Fans des eigenen Clubs verbale Gegenreaktionen aus, so daß ein Support der eigenen Mannschaft unterbunden wird. Und viel schlimmer ist, daß mit Bengalos nicht nur die Gesundheit von anderen Menschen riskiert wird (auch wenn vllt. nichts passiert ist, aber wenn man 99x bei rot unfallfrei über die Straße geht, beinhaltet das keinen Automatismus, daß man bei 100. Versuch auch nicht überfahren wird), sondern sie schaden dem eigenen Verein erheblich, weil dieser durch diese Aktionen mal wieder eine saftige Geldstrafe zahlen muß; die aufgrund der Spielunterbrechung vom Samstag diesmal vermutlich besonders happig ausfallen wird.

Selbst wenn man Bengalos toll oder nicht schlimm findet, so ist es unumstößlich, daß das Zünden von Bengalos ein für den eigenen negative Folgen hat. Ist das etwa der Sinn des Ultrasein, dem eigenen Verein wissentlich - um nicht zu sagen vorsätzlich - Schaden zuzufügen?

Oder geht es (manchen von) ihnen möglicher doch gar nicht um "ihren" Verein, sondern dient der Club nur als Plattform, um sich einer beriten Öffentlichkeit mit positiven wie negativen Facetten selbst darzustellen?

Leider hast du mich nicht vollständig zitiert.

Ich fand die Pyroaktion auch überflüssig.

Werder hat auch Hausrecht und das Vertrauen wurde gebrochen, dass ist schlecht.

An jedem Fußball-Wochenende geschehen schlimme Dinge auf dem Weg zum Stadion und auch im Stadion. Körperverletzungen, Autounfälle, Alkoholleichen, Stürze, Nervenzusammenbrüche usw.
Pyro ist nur ein winzig kleiner Teil davon der nun mächtig aufgeblasen wird.

Die Kernaussage für mich ist das es wichtiger war 50 Leute auszupfeiffen als das Team weiter zu unterstützen. Das war für mich nicht in Ordnung.

Ist immer auch eine Sache was Gesellschaftlich tolleriert wird und welche Moralvorstellungen gelten.
 
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