Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
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Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 132 20,1%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,1%

  • Total voters
    657
Ich finde es eher hanebüchen, dass Leute wie mola23, die offenkundig gar keine Ahnung vom Thema haben, meinen, sie könnten erklären, welche Lösungen möglich wären und welche nicht. Wenn einer schon behauptet, dass es sich bei den Pyromanen um stark alkoholisierte Personen handelt, der beweißt nur, dass er sich nicht auskennt und sich auch noch nie mit der Ultraszene befasst hat. Das ist nicht schlimm, aber dann sollte man zum Thema einfach mal die Fresse halten.

Und damit zeigst Du nur, daß Du Dir keine Gedanken um die Menschen um Dich herum machst. Es geht nicht nur um Deine Emotionen bei dem Thema ("Pyro legalisieren, Emotionen respektieren"), sondern vor allem darum, Beteiligte und vor allem auch Unbeteiligte zu schützen, sprich vor Verletzungen zu bewahren. Da muß nicht mal Alkohol im Spiel sein, Unfälle passieren auch so.
Wie sieht denn Deine Lösung aus? Abgesperrter Bereich, geschulter Personenkreis?
 
Weil nicht praktikabel. Wie soll das denn bitte umzusetzen sein? Wer soll die Kosten tragen? Und natürlich eine ganz grundsätzliche Frage: Will denn die Mehrheit überhaupt Pyro haben, oder will hier eine Minderheit ihr "Recht" gegenüber und zu Lasten einer Mehrheit durchsetzen?

Wäre es denn, im Umkehrschluss also in Ordnung, wenn eine Mehrheit ihr "Recht" zu Lasten einer Minderheit durchsetzen will?

Es geht garnichtmal so sehr darum, ob Pyrotechnik von der Mehrheit gewollt wird. Ich denke, dem Großteil der Fans ist Pyrotechnik ziemlich egal, die wollen einfach nur das Spiel sehen/erleben.

Und zum Thema Kosten/Umsetzung/etc. all das sind Dinge, die in einem solchen prozess geklärt werden müssen, die u.U. auch dafür sorgen können, dass es eben nicht zu einer Legalisierung kommt.
ABER: Gespräche von vorneherein für schwachsinnig zu erklären, weil diese Fragen nicht geklärt sind (wie auch, ohne ein Modell ausgearbeitet zu haben auf dass man sich grundsätzlich einigen kann) ist genauso verbohrt und fehl am Platz wie die Meinung, dass man jetzt aus Protest erst Recht zündeln sollte.
 
Abgesehen davon, das ich diese Taktik für wenig durchdacht und kontraproduktive halte:
Wie kann man auf etwas reagieren, was garnicht passiert ist?!

Ich habe den Eindruck, dass die Fanszene in der Lage ist das Zündeln sowohl zu beenden als auch zu starten und somit sagt mir das, dass die Fanszene überwiegend in der Lage sein wird, sich an Abmachungen, die man mit DFL/DFB triff, zu halten.
 
Deine letzte Frage ist natürlich auch zu klären, dennoch solltest du mal deutlicher dalegen, warum es nicht machbar wäre Pyropässe einzuführen?
Die Kosten für den "Pyroschein" müssten die Inhaber natürlich selber tragen. Einen Bereich abzusperren und etwas Sicherheit (Sandeimer, Wasser) aufzubauen wäre auch nicht teuer und könnte man ggf. auch an die Gruppen übergeben.
[...]

Und wo soll dieser Pass sein? In der Ostkurve, also da, wo es ohnehin schon zu wenig Steher zu kaufen gibt? Und soll sich wirklich für die gesamte Abbrenndauer ein Team von Sanitätern bereithalten, falls doch etwas passiert? Wer bezahlt dann sowas? Wie groß ist denn dann der abgesperrte Bereich, kommen da dann überhaupt die Emotionen rüber, wenn da ein Einzelner, selbstverständlich in einem feuerfesten Anzug, wir sind ja in Deutschland) eine Fackel in die Luft hält, umringt von Sandeimern, Sanitätern, Ordnern? Ist überhaupt der bauliche Untergrund geeignet, um die geforderten Sicherheiten einzuhalten? Wer haftet, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Werder, der "staatlich geprüfte Sachkundige für Pyrobenutzung", die Allgemeinheit?
Darum halte ich diese Lösung für sinnlos.
 
Nun, zunächsteinmal würden denke ich auch SV ausreichen welches im Wiederholungsfall/Verstoss deutlich ausgeweitet wird.

Scheint ja nicht zu funktionieren. Hat Kind aber ja auch deutlich gemacht, dass es immer an der Beweiskraft scheitert. Selbst bei Hausrecht muss die Schuld scheinbar bewiesen werden. Stadionverbote scheinen aber generell keine abschreckende Wirkung zu haben.
 
Problematisch ist bei Pyrotechnik die eindeutige Gesetzeslage. Denn in Deutschland ist es schlichtweg verboten diese Artikel durch unqualifizierte Leute abbrennen zu lassen.
Neben dem Sprengstoffgesetz stehen auch Landesgesetze (Versammlungsstättenverordnung) dem Abbrennen entgegen. Da sind DFB und DFL grundsätzlich die Hände gebunden. Die können da nicht einfach sagen, wir legalisieren das unter bestimmten Bedingungen. Das könnten sie nur, wenn diese Pyrotechnik durch einen ausgebildeten Feuerwerker durchgeführt wird.
Und dieser wird das bestimmt nicht in einem vollen Stehplatzblock machen.

Bleibt den Liebhabern von Pyrotechnik nur eine Petition an den Bundestag übrig. Denn der müsste über eine Änderung des Sprengstoffgesetz abstimmen. Ich glaube eine Liberalisierung wird es mit Sicherheit nicht geben.

Den Vereinen bleibt bei dem wiederholten Abbrennen dieser Unbelehrbaren wohl nichts anderes übrig, als dafür zu sorgen, dass diese Fangruppen nicht mehr ein Spiel besuchen.
Da stehen zum Beispiel die Abschaffung von Stehplätzen ganz vorne. Denn ich glaube kaum, dass diese Leute für einen Sitzplatz 40 Euro ausgeben würden.
Höhere Sicherheitskontrollen und mehr Einsatz von Ordnungsdienst wird auch noch kommen.
Dies sind Maßnahmen, womit man nun rechnen muss.
Damit haben die Pyrotechniker nur eines erreicht - die Zerstörung der Fankultur. Denn durch einen Wegfall von Stehplätzen erreicht man englische Verhältnisse. Es klingt schon ein bisschen ironisch. Nicht großen Funktionäre machen die alten Fanstrukturen kaputt, sondern die unbelehrbaren Zünder und ihre Befürworter, die man durchaus im Bereich der Ultras ansiedeln kann.
 
Problematisch ist bei Pyrotechnik die eindeutige Gesetzeslage. Denn in Deutschland ist es schlichtweg verboten diese Artikel durch unqualifizierte Leute abbrennen zu lassen.
Neben dem Sprengstoffgesetz stehen auch Landesgesetze (Versammlungsstättenverordnung) dem Abbrennen entgegen. Da sind DFB und DFL grundsätzlich die Hände gebunden. Die können da nicht einfach sagen, wir legalisieren das unter bestimmten Bedingungen. Das könnten sie nur, wenn diese Pyrotechnik durch einen ausgebildeten Feuerwerker durchgeführt wird.
Und dieser wird das bestimmt nicht in einem vollen Stehplatzblock machen.

Bleibt den Liebhabern von Pyrotechnik nur eine Petition an den Bundestag übrig. Denn der müsste über eine Änderung des Sprengstoffgesetz abstimmen. Ich glaube eine Liberalisierung wird es mit Sicherheit nicht geben.
Sehr gut und sehr richtig.

Aber hierauf wird ja selten eingegangen. Letztenendes ist es ja nicht der DFB/DFL wo es scheitert, sondern am Gesetz.

Wieviele der "Zünder" sind eigentlich ausgebildete Pyrotechniker oder wären bereit eine entsprechende Ausbildung zu machen (und ggf. zu bezahlen)?
 
@ mola

Wie genau, das muss man dann natürlich Planen, aber darum geht es doch erstmal garnicht.

Dann wäre ja mal mein Vorschlag: Halten wir uns doch alle, auch ihr, die ihr Pyrotechnik legalisiert haben wollt, an die bestehenden Gesetze und Verordnungen und setzt diese auch gegenüber den Unwilligen durch. Gleichzeitig entwickelt mal ein fertig ausgeplantes Konzept, daß möglichst allen Prüffragen standhält und versucht dieses dann auf dem Rechtsweg durchzusetzen.
Ich fände es sehr schade, wenn die ohnehin zu klein dimensionierte Ostkurve bzw. die engen Gästeblöcke bei Auswärtsspielen noch mehr dezimiert würden, nur weil Sicherheitsabstände, zusätzliches Stadionpersonal etc. eingeführt werden müßten. Zumal die Kosten und so, die dann sicher auf die Eintrittskarten umgelegt werden würden.
 
"Legalisieren" und "nicht (so streng) verfolgen" sind ja nochmal zwei Paar Schuhe. Als erstes müssen mal diese sinnlosen Geldstrafen für die Vereine weg, das ist auch reine Willkür und Sippenhaftung. Dadurch erst werden Fans und Vereine gegeneinander ausgespielt.
 
Dann wäre ja mal mein Vorschlag: Halten wir uns doch alle, auch ihr, die ihr Pyrotechnik legalisiert haben wollt, an die bestehenden Gesetze und Verordnungen und setzt diese auch gegenüber den Unwilligen durch. Gleichzeitig entwickelt mal ein fertig ausgeplantes Konzept, daß möglichst allen Prüffragen standhält und versucht dieses dann auf dem Rechtsweg durchzusetzen.
Ich fände es sehr schade, wenn die ohnehin zu klein dimensionierte Ostkurve bzw. die engen Gästeblöcke bei Auswärtsspielen noch mehr dezimiert würden, nur weil Sicherheitsabstände, zusätzliches Stadionpersonal etc. eingeführt werden müßten. Zumal die Kosten und so, die dann sicher auf die Eintrittskarten umgelegt werden würden.

Hast du mal meine anderen Beiträge durchgelesen?
 
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