Ersteinmal danke für den Versuch einer ausführlichen Antwort
Fasse das bitte nicht als Angriff auf, sondern als nett gemeinten Ratschlag: Es wirkt etwas aufgesetzt und bemüht, wie du dich mit dem Einstreuen von Namen und Zitaten als vergeistigt und intellektuell darzustellen versuchst.
Ich stelle mich nicht so dar, ich bin so.
Gleichzeitig bekommen deine Aussagen eine deutlich weinerliche Note, wenn gerade du dich über Angriffe anderer beklagst. Deutlich sympathischer wäre, wenn du genauso einstecken könntest, wie du austeilst...
Da ich gegen Eure Herrlichkeit nicht ausgeteilt habe, wäre es freundlich, sich mir gegenüber so höflich zu betragen wie ich umgekehrt Hochwohlgeboren von und zu Niedersachsen behandele.
Noch mal: Wer eine sexuelle Orientierung, die sich die Betroffenen nach allen vorliegenden Erkenntnissen nicht selbst ausgesucht haben, und den Schwangerschaftsabbruch aus einer Zwangslage heraus auf eine Stufe stellt mit der Gefährdung anderer Menschen ausschließlich aus Gründen der eigenen Bespaßung, offenbart eine von Irrationalität und Egoismus geprägte Argumentationsstruktur, die keiner ernsthaften Erwiderung würdig ist.
Dieser Abschnitt offenbart lediglich blankes Unverständnis meiner Thesen. Denn nichts dergleichen wie "auf eine Stufe stellen" habe ich getan. Ich habe lediglich einen Vergleich angestellt bzw. eine Analogie gebildet. Der Abschnitt, in dem ich dies gleichgesetzt oder auf eine Stufe gestellt habe, möchte ich gerne erstmal sehen. Mit falschen Behauptungen und Unterstellungen arbeiten kann jeder. Ich könnte auch behaupten, dass der Niedersachse das Abbrennen eines Bengalos mit schweren Diebstahlsdelikten auf eine Stufe gestellt habe - aber was sollte das bringen? Es wäre ein ausgesprochen schwaches Argument.
Wenn du sonst die Intellektualität als Monstranz vor dir herträgst, warum beharrst du dann hier auf dem schlichten Denkmodell der Opferzahlen? Warum müssen erst "Legionen" von Menschen zu Schaden kommen, bevor du akzeptierst, dass Pyrotechnik in den Händen von Laien ein enormes Gefahrenpotential birgt? Eine wichtige Errungenschaft der Aufklärung ist die Prävention als Mittel der Gefahrenabwehr, vielleicht solltest du dich damit noch eine Weile beschäftigen.
Gefahrenpotential misst sich nun einmal daran, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand bei einer bestimmten Sache zu Schaden kommt. Wenn regelmäßig Bengalos gezündet werden, ohne dass in einer gewissen Häufigkeit Menschen ernsthaft zu Schaden kommen, kann das Gefahrenpotential nun einmal nicht übertrieben hoch sein. Durch eine beschränkte Zulassung des Abbrennens durch bestimmte, verantwortungsvolle und geschulte Personen kann es zudem weiter minimiert werden. Dazu haben aber die radikalen Gegner keine Idee. Sie sagen lediglich, man soll das nicht machen. Die Frage aber bleibt, wie man ein Verbot, das offensichtlich immer wieder unterlaufen wird, durchsetzen will. Da gibt es dann die Repressions- und Überwachungsschiene und was das betrifft, erscheint mir die Gefährdung durch Pyrotechnik nicht hinreichend groß, um einen solchen Eingriff in die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte tausender Fans zu rechtfertigen. Solche Güterabwägungen sind vollkommen normal und Bestandteil jeder Rechtsstaatlichkeit.
Es mag dir in deinem Furor entgangen sein, aber hier wird längst nicht mehr Pyrotechnik grundsätzlich verteufelt, sondern eben über den vernünftigen Umgang damit gestritten. Ob vernünftiger Umgang bedeutet, dass jeder besoffene Vollidiot ohne jede Einschränkung inmitten eines vollbesetzten Blocks mit Pyrotechnik hantieren darf, wann immer es ihm in den Sinn kommt, wird allerdings von vielen Usern bezweifelt.
Zum Beispiel von mir. Lesen bildet.
Ansichtssache und eine Frage der Definition ist jedenfalls, ob Pyrotechnik tatsächlich - wie von dir behauptet - Bestandteil der internationalen Fankultur ist, geil aussieht und die Stimmung anheizt. Zu jeder dieser drei Behauptungen gibt es andere Ansichten, auch wenn du das nur schwer ertragen kannst.
Tja. Ich habe auch lediglich meine Ansicht geäußert, kann aber für die erste Behauptung zumindest stichhaltige Argumente bringen. Was die beiden anderen Aussagen betrifft, liegt zweiteres im Auge des Betrachters, dritteres basiert auf persönlichen Erfahrungen. Da wäre es natürlich angebracht, eine andere Sichtweise zu bringen und argumentativ zu belegen, anstatt die haltlose Behauptung aufzustellen, ich könne andere Ansichten schwer ertragen (wenn dem so wäre, würde ich nicht streiten). Nur mit Unterstellungen, Beleidigungen und falschen Behauptungen zu arbeiten, hat jedenfalls mit Aufklärung nichts zu tun, denn da geht es um Wahrheit. Nicht um Geschwätz.