Es gibt eine höhere Berichterstattung über etwas das "normal" ist: Schlägereien. Zu welchem anlaß (und kein anlaß ist Grund dafür sich zu wamsen) auch immer.
Ich will die schuld weder den Medien noch jemand anderen in die Schuhe schieben. wie maddin vor ein paar Seiten sagte: Es ist halt so, daß es passiert und so gehört es als nicht schönes aber dann eben unschönes alltagsbild zu unserem leben dazu.
wie früher gucken die meisten pikiert weg oder bringen sich in sicherheit. wie früher sagen viele: "Ich würde meine Kinder nicht zum fußball schicken", wie früher glauben noch viele das es "nur ein spiel ist".
Man kann es nicht hinwegreden es ist halt so. Man kann dann nur situativ handeln. dieses ganze "Präventionsgelulle hat sich selber in den Schwanz gebissen. Ob die Fanprojekte damals dafür sorgten, daß es nicht zu einer groß angelegten Revanche aktion kam (was für das Gros galt, einige Gruppen haben dann mal heftig zugelangt) oder ob das ne interne absprache der "aktiven Fans" war das kann keine Statistik belegen.
diese "neumodsche" theorie der "gefährlichen spezies junge Männer" die halte ich auch für äußerst fragwürdig, weil man damit alle möglichen Tendenzen des Rechten bis linken spektrum quasi "entschuldigt".
Junge Frauen und junge Männer machen sich im alter von ende Teenzeit wohl nicht so ne Platte wie 40 jährige. aber es gibt 40 Jährige die sich wamsen und es gibt besonnene 19jährige.
Das passt alles nicht.
Ein Derby hat ne aufgeheizte Stimmung, die Leute insbesondere die aktiven Fans sind aufgeladen. Da hat Deeskaltionspolitik dafür zu sorgen daß alles Friedlich bleibt. Und die hat auf Seiten der Polizei ja mal eindeutig hingehauen.
Wer sich dennoch als sich selbst Unbeteiligter bezeichnender auf die andere Straßenseite stellt und zusieht wie sich welche schechen, der muß sich nicht wundern, daß er welche geschmiert kriegt. Da geht man entweder dazwischen oder aber weg.
Dieses "mediale Rumgeblubber" das ist fürn eimer. Das ist - ich darf das sagen - ne akademische diskussion (weil ich selber Akademiker bin). Wenn ich als Akademiker von zwei Hannoveranern z.B. im HbF Bremen in die Zange genommen werde und die schubsen, sage ich denen:: "Passt auf Jungs, mit wem ihr euch anlegt!". Dann geht vielleicht einer vor und will mich stoppen. Dem schütte ich meinen kaffee über den Körper und er krümmt sich vor Schmerz. Sein Magger, zu dem ich mich umdrehe, sagt zu mir vielleicht, "ob ich einen Stich hätte", ich könnte ihn angeschrien haben: "hau ab, sonst trete ich dich aus den Latschen!"
Und dann war Ruhe (und das war dieses jahr beim "kleinen Nordderby und liks haben die Polizisten gestanden und andere Sorgen gehabt und nach den Vorfall konnte ich friedlich auf mein Gleis gehen).
Was bringt es mir denn, wenn ich mir von denen welche langen lasse oder was, wenn ich merke, die sind auf Krawall gebürstet und warten nur auf ein falsches wort von wegen "Jungs sorry mimimi" als anlass mir welche zu dröhnen. Dann muß man aus reinem Selbstschutz die Initiative ergreifen.
Geht nicht anders, ist mit all den ganzen Theorien über das Zusammenleben sicherlich nicht für den einen oder anderen hier vereinbar, aber das ist das Leben auf der Straße vulgo: die Wirklichkeit.