Aufsichtsrat

Fuchs, Chef des großen Bremer Raum- und Luftfahrtunternehmens OHB, findet dennoch Lob für Baumann: „Er hat seit 2016 sehr gute Arbeit geleistet. Auch im Sommer hat er bei der Zusammenstellung des Kaders und bei den Transfer-Erlösen einen sehr guten Job gemacht. Ich bin mit der Arbeit von Baumann zufrieden.“


Ein JA gibt es aber für Klaus Filbry, den Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Fuchs: „Die Situation ist bei ihm anders. Ich glaube nicht, dass wir uns dort Gedanken machen müssen. Er hat es in der Pandemie geschafft, den Verein am Leben zu halten und die Finanzierung hinzukriegen. Im laufenden Jahr haben wir den Ausblick, eine schwarze Null zu schreiben. Es ist ein riesiger Erfolg, Werder durch die Pandemie geführt zu haben.“

Er selbst rechnet damit, nur bis zum kommenden Jahr den Vorsitz innezuhaben. Dann dürfte nach einer Struktur-Reform der aktuelle Präsident Hubertus Hess-Grunewald (60) nicht mehr in die Geschäftsführung, sondern in den Aufsichtsrat entsendet werden. Fuchs: „Das Beste wäre, wenn der Vorsitz in den Händen des neu gewählten Präsidenten liegen würde.“ Ein Chef, der eigentlich gar nicht Chef sein will – eine äußerst ungewöhnliche Konstellation.
 
Da fällt mir außer Tönnies auch kein AR ein, der so gern im Rampenlicht gewesen ist.
Für Werder ist die Wahl von Fuchs jedoch für mich der heftigste Sargnagel, der quer durchs Vereinsgebilde getrieben worden ist. Ein Mann, der bar jeder Fähigkeit, die Ursachen des Niedergangs zu erkennen, an Kohfeldt festhielt und nun auch Baumann und Filbry großartige Leistungen für ihr Tun vor und während Corona attestiert (Fast-Insolvenz, sportlicher Qualitätsverlust im Kader und Ausgaben von Geldern in folgenden Haushaltsjahren nicht erkannt oder wirtschaftet die Fuchs-Gruppe auch so?!) soll für den Um- bzw. Aufbruch stehen und eine (sportliche) Entwicklung einleiten... das ist nicht nur grenzwertig, das ist weit über die Grenze.
...........

/QUOTE]

Es geht doch auch gar nicht darum, ob sich jemand ins Rampenlicht setzt oder nicht sondern eigentlich mehr um das wie.
Wenn jemand in der Lage ist in der Sache kompetente Entscheidungen zu treffen, kann er sich meinetwegen unter Flutlicht
in den Mittelkreis stellen und seine Reden halten. Entscheidet er sich aber mit einer Doppelstimme für ein "weiter so",
geht in den Keller und macht das Licht aus, dann hilft das wieviel?
Was für eine naive Feststellung auf dieser Basis eine Kompetenz abzuleiten. Mir ist da ein kompetenter in der Runde engagierter
"Kämpfer oder Slow-Dancer" für die Sache lieber. Fuchs ist ein Parteisoldat, ein Ja-Sager und dafür muss ich ihn nicht mehrfach treffen.
Es sei denn ich höre mal genau hin was er so Small-Talk ablässt und komme dann zu einem entsprechenden Urteil.
...... aber wahrscheinlich hat man sich anhaltend über Corona ausgetauscht.;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Klar weiß ich.
Aber was ich klarstellen wollte: M. Fuchs ist eben mehr als nur ein Vorstandsvorsitzender bei OHB.... und die Fuchs-Gruppe ist nicht nur ein Gewürzimperium. Sondern die Fuchs-Gruppe ist die Mutterfirma von OHB bzw. an OHB beteiligt. Insofern war Fuchs-Gruppe also auch juristisch korrekt.

Und um nochmal die Kurve zu kriegen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Marco Fuchs in seinem Metier so beharrlich neben der Spur liegt wie er es offensichtlich bei Werder tut. Denn sonst würde die Fuchs-Gruppe nicht in so guten Schuhen stehen....

Aber vielleicht habe ich auch den Humor nicht verstanden, den Lotte hat. Insofern entschuldige ich mich dann, @Lotte.
Bei Werder ist mir nämlich schon seit längerem nicht mehr zum Lachen zumute. Die handelnden Personen tragen im übrigen dazu bei, dass es auch künftig so bleiben wird.
 
Sondern die Fuchs-Gruppe ist die Mutterfirma von OHB bzw. an OHB beteiligt. Insofern war Fuchs-Gruppe also auch juristisch korrekt.

Und um nochmal die Kurve zu kriegen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Marco Fuchs in seinem Metier so beharrlich neben der Spur liegt wie er es offensichtlich bei Werder tut. Denn sonst würde die Fuchs-Gruppe nicht in so guten Schuhen stehen....

OfT: Ganz oben steht die OHB SE und ihre europäischen Beteiligungen sind organisatorisch darunter. Die sog. Fuchs Gruppe ist bekannt durch den Schriftzug an einem der Gebäude. Richtig ist, dass die Füchse Mehrheitsaktionäre der OHB SE sind, das war und ist auch immer noch ein ganz klares Familienunternehmen. Anfangs unter Leitung von Christa und Manfred Fuchs, jetzt durch Christa und Marco. Ob ihre Mehrheitsbeteiligung juristisch unter "Fuchs Gruppe" firmiert glaube ich nicht, denn dieser Name ist ja tatsächlich an den Gewürzhändler "Fuchs Gruppe" vergeben und niemand den ich kenne spricht von der Fuchs Gruppe in Zusammenhang mit OHB. Allenfalls von OHB System wenn es um den Gesamtkonzern geht (wobei das halt auch falsch ist denn SE ist der Gesamtkonzern).

OnT: Erfolgreicher Konzernchef zu sein, heißt selbstverständlich nicht, fähiger AR zu sein. Ich wäre nur vorsichtig damit wenn ich Menschen herabqualifiziere die mindestens mal in der Lage sind einen der größten europäischen Raumfahrtkonzerne erfolgreich zu leiten. Auch wenn ich die Interna der AR-Arbeit bei Werder nicht kenne, so ist mir doch wohler dabei zumute, wenn ein Fuchs den Laden leitet (oder später HHG) als zb ein Schwätzer wie Wontorra oder eine Politikerin a la Hiller.
 
Klar weiß ich.
Aber was ich klarstellen wollte: M. Fuchs ist eben mehr als nur ein Vorstandsvorsitzender bei OHB.... und die Fuchs-Gruppe ist nicht nur ein Gewürzimperium. Sondern die Fuchs-Gruppe ist die Mutterfirma von OHB bzw. an OHB beteiligt. Insofern war Fuchs-Gruppe also auch juristisch korrekt.

Und um nochmal die Kurve zu kriegen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Marco Fuchs in seinem Metier so beharrlich neben der Spur liegt wie er es offensichtlich bei Werder tut. Denn sonst würde die Fuchs-Gruppe nicht in so guten Schuhen stehen....

Aber vielleicht habe ich auch den Humor nicht verstanden, den Lotte hat. Insofern entschuldige ich mich dann, @Lotte.
Bei Werder ist mir nämlich schon seit längerem nicht mehr zum Lachen zumute. Die handelnden Personen tragen im übrigen dazu bei, dass es auch künftig so bleiben wird.


ich mische mich nur ungern in deine Ausführungen ein - aber ich kann dir nicht ganz folgen. Daher meine Nachfrage: was hat die OHB mit Fuchs Gewürzen zu tun? Doch wohl nur die eher zufällige Namensgleichheit, oder? Woher nimmst du die Erkenntnis, dass die Fuchs-Gruppe die Mutterfirma von OHB sein soll? Und was hat Marco Fuchs mit Fuchs Gewürze zu tun? Du hast doch einen Wiki-Artikel angehängt - hast du den auch gelesen und an welcher Stelle wird das erwähnt?

Rätsel über Rätsel - vielleicht hilfst du mir bei der Aufklärung? Danke
 
Fuchs, Chef des großen Bremer Raum- und Luftfahrtunternehmens OHB, findet dennoch Lob für Baumann: „Er hat seit 2016 sehr gute Arbeit geleistet. Auch im Sommer hat er bei der Zusammenstellung des Kaders und bei den Transfer-Erlösen einen sehr guten Job gemacht. Ich bin mit der Arbeit von Baumann zufrieden.“


Ein JA gibt es aber für Klaus Filbry, den Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Fuchs: „Die Situation ist bei ihm anders. Ich glaube nicht, dass wir uns dort Gedanken machen müssen. Er hat es in der Pandemie geschafft, den Verein am Leben zu halten und die Finanzierung hinzukriegen. Im laufenden Jahr haben wir den Ausblick, eine schwarze Null zu schreiben. Es ist ein riesiger Erfolg, Werder durch die Pandemie geführt zu haben.“

Er selbst rechnet damit, nur bis zum kommenden Jahr den Vorsitz innezuhaben. Dann dürfte nach einer Struktur-Reform der aktuelle Präsident Hubertus Hess-Grunewald (60) nicht mehr in die Geschäftsführung, sondern in den Aufsichtsrat entsendet werden. Fuchs: „Das Beste wäre, wenn der Vorsitz in den Händen des neu gewählten Präsidenten liegen würde.“ Ein Chef, der eigentlich gar nicht Chef sein will – eine äußerst ungewöhnliche Konstellation.

Gerade gewählt und schon ne lame duck oder ein lame Fuchs ..... das ist genau in Werders Sinne. Dann können solche Leute wie HHG und Baumann einfach weiter rumfuschen ..... perfekt für la familia!
 
Der Kommentar in der Kreiszeitung schreibt über die Äußerungen von Fuchs: "Ein fatales Signal"
Aber das Signal, das er mit seinem Geständnis sendet, nur ungern und als Übergangslösung das Amt übernommen zu haben, ist fatal. Für die Aufbruchstimmung kann nicht nur allein die Mannschaft verantwortlich sein, Werder Bremen muss gemeinsam aus der Krise kommen. Es müssen alle Verantwortung übernehmen!
sieht dafür jedoch den Wahlausschuss in der Verantwortung:
Allerdings war das Verhalten von Marco Fuchs auch vorhersehbar. Der Unternehmer wurde in diese Rolle gedrängt, weil es der Wahlausschuss versäumt hat, bei der Suche nach Kandidaten gleich auch einen passenden Vorsitzenden im Blick zu haben.
 
Rätsel über Rätsel - vielleicht hilfst du mir bei der Aufklärung? Danke
Meine kurze 'Reschäsche' ergab, dass Christa und Manfred Fuchs (Gründer von OHB Systems) offenbar 2 gemeinsame Kinder hatten:
"Fuchs war seit 1960 mit Christa Fuchs, einer Kaufmannstochter aus Pinneberg, verheiratet. Seine Frau war als Finanzchefin wesentlich am Erfolg der OHB beteiligt. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Sein Sohn Marco ist Vorstandsvorsitzender von OHB."
https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Fuchs_(Raumfahrtingenieur)
MF ist Jahrgang 1962. Dieter Fuchs (Gründer der Fuchs Gruppe) wurde 1927 geboren. Brüder sind das nicht...
 
Dafür, das soviel Bohei um den Aufsichtsrat gemacht worden ist, tritt langsam Ernüchterung ein! Wie ein Fuchs der durch ein Hühnerstall läuft, erst grosse Aufregung , dann setzen sich alle wieder zum Chillen auf die Stange.
 
Nur mal so. Ich hatte letzte Woche das Interview von A Hoetzel in der Deichstube gelesen. Nicht gerade ein Quell der Selbstkritik. 2019 wollte Werder zu viel, Corona hat die wirtschaftliche Situation herbeigeführt und - das gefiel mir am Besten - das neue NLZ sollte wegen des Klimawandels nicht mehr in der Pauliner Marsch gebaut werden.
Ein Satz allerdings ließ mich aufhorchen: Das ist die ewige Misere rund um Werder mit Erwartungshaltung, Anspruchsdenken und Realität.
Das sollte man auf sich wirken lassen. Das Fußballfans den sportlichen Erfolg ihres Vereins sehen möchten, ist eine banale Weisheit. Nur die Frage bleibt doch, inwieweit speziell die Werderfans eine internationale Rückkehr eingefordert haben? Ich vermag aus der Ferne nicht erkennen, dass die Werderfans in Aufmärschen die EL oder CL vom Verein nachgefordert hätten?! Auch die Musik und die eingespielten Lieder im Stadion werden vom angestellten Stadionsprecher abgespielt.
Woran ich mich wiederum sehr gut erinnere, dass MB und später mit seinem GF Sport FB diese Erwartungen bedient haben. Unter dieser Prämisse darf man feststellen, dass sie an ihren eigenen Erwartungen gescheitert sind. Diese beiden Personen stehen für den wirtschaftlichen und sportlichen Absturz, den sie hauptverantwortlich zu verantworten haben. Würde solche Misserfolge Konsequenzen nach sich ziehen? MB selber ist zurückgetreten und vier ASR auch. Hätten sie es vor der JHV gemusst? Die Antwort ist Nein.
Wenn die JHV eines gezeigt hat, dass eine Abrechnung mit den Geschehnissen in und um den Abstieg nicht gewünscht war. MB bekam tosenden Beifall und FB nahm sich sogar heraus, den Mitgliedern eine unmissverständliche Mitteilung zu machen, in dem er sagte, dass er es nicht nötig hätte, weiterhin diesen Posten zu bekleiden aber es machen würde. Er bekam dafür teilweise Standing Ovations. Andernorts hätte eine solche Ansage vor dem Hintergrund eines Abstiegs im Auditorium Widerstand erzeugt. Nicht so in Bremen.
Das ein ARV Fuchs nun mit der Arbeit von FB sehr zufrieden sei, entspricht dem Willen der Mitglieder. Objektiv gibt es keinen Grund mehr, FBs Arbeit in Frage zu stellen. Somit dürfte die VVL von FB nur noch kleine Details wie Vergütung und Laufzeit beinhalten.
Besagter ARV Fuchs verweist in seinem Interview auf eine Satzungs-Kommission, die wohl die Rolle des Vereins innerhalb der KG bewerten soll. Gleichzeitig sieht er sich als Übergangs-ARV. Übergang zu was?
Was in seinem Statement ausgeblendet wird, ist die aktuelle Tabellensituation. Werder befindet sich im Niemandsland der 2.Liga und die Zufriedenheit mit FBs Arbeit bedeutet im Umkehrschluss eine gefährdete Position des Trainers Anfang. Da FB gute Arbeit vorweisen kann, die sich allerdings bislang nicht in den Ergebnissen widerspiegelt, wird MA Probleme bekommen.
Im Grunde genommen wird in Bremen Alles beim Alten bleiben. Nur erlaube ich mir die Frage: was will Werder Bremen in der 1.Liga mit weiterlaufenden Strukturen, wenn man unverrückbar an seinem Werderweg festhält, der nach über 10 Jahren fortwährenden Abstiegskampf mit dem Abstieg geendet hat?
 
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