Aufsichtsrat

Ist das hier eigentlich schon diese Äußerung von Henning Lühr gepostet worden?

Unabdingbar ist für ihn, dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat zusammenarbeiten müssen, dabei aber eine Distanz gewahrt bleibt. Lühr: „Wir müssen die Rolle des Aufsichtsrates so orientieren, dass dieses Gremium nicht der Freundeskreis der Profi-Abteilung ist, sondern das lenkende Element in der Kapitalgesellschaft.“
https://www.kreiszeitung.de/werder-...r-mitgliederversammlung-wahl-zr-90956311.html
 
Unterm Strich hätte es jedoch mehr Lebenszeit gekostet, zwischen diesem und den Thread der 7 Kandidaten hin und her zu surfen ;) :knutsch:
 

Zur Rechtsform der GmbH & Co KG aA hast du dich in dem Fragebogen des Fanprojekts wie folgt geäußert:
Für mögliche passende Investoren ist es eine akzeptable Rechtsform, anders als ein e.V. Dies trifft auch auf private Investoren, also z.B. Fans zu, falls hier irgendwann die Möglichkeit zur Zeichnung von Aktien bestehen sollte.

Ziehst du einen Börsengang in Erwägung?

Ich finde den Gedanken interessant. Werder hat durch die Anleihe ohnehin schon einen Zugang zum Kapitalmarkt. Ein Börsengang könnte das Eigenkapital-Problem lösen. Der Verein wäre auch nicht von der Laune eines einzigen Investors abhängig, sondern die Aktien wären sehr breit gestreut.

Allgemein wundert es mich, dass in Deutschland so wenige Vereine den Weg an die Börse gewagt haben. Für Borussia Dortmund hatte der Börsengang aus meiner Sicht nur Vorteile. Der BVB hat einen dreistelligen Millionenbetrag am Kapitalmarkt gesammelt (als Eigen- und nicht als rückzahlbares und hoch verzinstes Fremdkapital), ohne seine Unabhängigkeit und Identität aufgeben zu müssen.

Dass selbst Drittligisten erfolgreich Geld an der Börse einsammeln können, zeigt das Beispiel Unterhaching. Wenn es Unterhaching gelingt, dann auch Werder.

Klar ist: Für den Wiederaufbau benötigt Werder extrem viel Kapital. Einen für Werder passenden Großinvestor zu finden, wird wegen der 50+1 Regelung (die meines Erachtens erhalten bleiben sollte) schwierig. Fremdkapital muss verzinst werden und verlagert die Probleme daher nur in die Zukunft. Ein Börsengang wäre möglicherweise ein Weg, um in die Zukunft (Mannschaft, Nachwuchsleistungszentrum) investieren zu können.
 
Ich finde den Gedanken interessant. Werder hat durch die Anleihe ohnehin schon einen Zugang zum Kapitalmarkt. Ein Börsengang könnte das Eigenkapital-Problem lösen. Der Verein wäre auch nicht von der Laune eines einzigen Investors abhängig, sondern die Aktien wären sehr breit gestreut.
Losgelöst davon, dass für einen Börsengang eine Umwandlung der Rechtsform erforderlich wäre: Für einen Börsengang ist meines Wissens ein Eigenkapital i.H. von 1,25 Mio € erforderlich, Ende 2020 betrug das negative Eigenkapital von Werder 30,6 Mio. €. Wie soll bei den Zahlen ein kurzfristiger Börsengang umsetzbar sein?
 
Losgelöst davon, dass für einen Börsengang eine Umwandlung der Rechtsform erforderlich wäre: Für einen Börsengang ist meines Wissens ein Eigenkapital i.H. von 1,25 Mio € erforderlich, Ende 2020 betrug das negative Eigenkapital von Werder 30,6 Mio. €. Wie soll bei den Zahlen ein kurzfristiger Börsengang umsetzbar sein?
Eventuell durch das Heben stiller Reserven?
Ich bin zugegebenermaßen kein Experte auf dem Gebiet, habe aber gelesen, dass Schalke, Hertha, der 1. FC Köln und andere Vereine Vermarktungsrechte in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert und durch diesen „Bilanztrick“ ihr Eigenkapital erhöht haben. Der HSV hat im Zuge der Ausgliederung den Markenwert mit über EUR 42 Mio. bewerten und als Vermögenswert in der Bilanz aktivieren lassen. Anscheinend gibt es für Fußballvereine legale Wege, jedenfalls im Einzelabschluss ein positives Eigenkapital ausweisen zu können.

Zudem hat Werder dieselbe Rechtsform wie der börsennotierte BVB.
 
Losgelöst davon, dass für einen Börsengang eine Umwandlung der Rechtsform erforderlich wäre: Für einen Börsengang ist meines Wissens ein Eigenkapital i.H. von 1,25 Mio € erforderlich, Ende 2020 betrug das negative Eigenkapital von Werder 30,6 Mio. €. Wie soll bei den Zahlen ein kurzfristiger Börsengang umsetzbar sein?
Diese Frage wir niemand beantworten können der keine praktische Erfahrung damit hat und derjenige müsste Einblick in die genauen, aktuellen Zahlen haben. Deine Frage wird dir wohl keiner in diesem Forum beantworten können und wollen.
30 Millionen Spielermaterial wurde verkauft, damit wird wohl auch das Eigenkapital gestärkt.
Geht denke mal auch nicht um kurzfristig, sondern um die Zukunft. Läuft es jetzt sportlich gut, hat Werder in einem Jahr ein ganz andere Basis.
BTW - mach doch beim Top Torschützen Tipp mit. :tnx:
 
Zuletzt bearbeitet:
Zudem hat Werder dieselbe Rechtsform wie der börsennotierte BVB.

Mit der Rechtsform der KGaA, einer AG oder SE (europäische Rechtsform) kann ein Unternehmen am amtlichen/geregelten Handel teilnehmen. Die Kurse können aktuell abgerufen werden (siehe Dortmund KGaA); ebenso kann man die Kursentwicklung unsere Anleihe sehen. Der Hinweis darauf war sehr gut; für die Anleihe mussten schon weitergehende Transparenzerfordernisse des Kapitalmarktes erfüllt werden (siehe Anleiheprospekt). Das würde sich bei einem offiziellen Börsengang in den geregelten/amtlichen Handel noch einmal steigern, ist also auch sehr teuer. Der Aktienhandel kann aber auch über den offenen Markt, d.h. nicht amtlich/geregelt erfolgen. Bayern ist eine AG, hat 24,9% der Anteile als Paket verkauft, aber ihr werdet keinen offiziellen Börsenkurs finden. Es gäbe also verschiedene Möglichkeiten frisches Geld einzusammeln. Allen Zugängen zum Kapitalmarkt ist gleich, dass der Verein nicht seine Aktien verkauft und dann auf einem Berg Geld sitzt. Es würden durch eine Kapitalerhöhung, neue Aktien gebildet, verkauft und damit neues Kapital der KGaA zugeführt. Durch die neuen Aktien "verwässert" die Anzahl der Aktien des Vereins. Durch die Ausgabe vinkulierender Aktien könnte der Verein sogar den Weiterverkauf unterbinden. Es gibt viele Möglichkeiten ...
Zum Eigenkapital; der Begriff setzt sich im Verständnis häufig grob aus dem Grund- bzw. Stammkapital und dem Bilanzergebnis (kumulierte Jahresergebnisse zusammen). Das Grundkapital der KGaA sind EUR 2,5 Mio. ; das Bilanzergebnis z.B. bei EUR -30 Mio., d.h. unser wirtschaftliches EK liegt bei EUR -27,5 Mio. Eigentlich bedeutet dies Insolvenz. Da aber stille Reserven existierten (insbesondere in Spielerwerten) gab es eine positive Fortführungsprognose im Anleiheprospekt; gleichzeitig ergab sich daraus die Verpflichtung zur Hebung der stillen Reserven, d.h. dem Verkauf von Spielern ... das haben wir wohl jetzt abgeschlossen.
Ist ein trockenes, blasses Thema .... aber du hast gefragt :D
 
Nach der Verteiler-Empoerungs-Mail ist er bei der aktiven Fanszene offenbar unisono in Ungnade gefallen (sofern es keine Absicht war) :kaffee:

Es wurde deutlich kommuniziert, dass er als unwaehlbar angesehen wird.


Ist doch klar, das jemand der, so das, was insgesamt so an Infos zum dem Thema unterwegs ist auch der Wahrheit entsprechen sollte, wohl eher rechter am Rand zu Hause ist, von einer, eher linken, Fanszene (nicht nur bei den Ultras) nicht "erwünscht" ist.

Mal gucken was da noch kommt.

N bisschen Zeit vor der Wahl ist ja noch, um da entsprechend was gerade zu rücken oder eben auch nicht. :kaffee:
 
@Oliver Spalthoff Wie ist denn Deine Meinung zu den Geschehnissen um Herrn Harms? :)

Es darf keine Vorverurteilung ohne Stellungnahme des Kandidaten geben. Ich stehe für Gleichbehandlung, Respekt vor anderen Meinungen, Kulturen und Glaubensrichtungen. Insbesondere für seine Familie würde es mir sehr leid tun, wenn etwas hängen bleibt ohne das die Vorwürfe berechtigt sind.
Aus den wenigen Quellen der Vorstellung war er mir zu Ich-bezogen und zu populistisch. Wir brauchen ein kritisches, aber auch teamfähiges Gremium.
 
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