Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Ich bin kein Anhänger der Grünen weil sie sauber sind, sondern weil ihre Ziele vernünftig, sinnvoll und notwendig sind. Keine große Partei ist "sauber". Weder die CDU/CSU noch die SPD, die FDP, die Linke,... entweder geht es um Schmiergelder, Spendengelder, oder andere Sachen, bei denen die Parteien lieber den Mund halten. Als bei uns die frühere Bildungsministerin der CSU Monika Hohlmeier (der Name sagt alles über sie aus. Tochter von F.J.Strauß) zurücktreten musste :applaus:, hat sie zur Presse gesagt, das sie zu viel wüsste, als dass man sie feuern könnte. Und plötzlich hat man ihr irgendwo ein schönes neues Amt verschafft. Nur mal als Beispiel. Solche Dinge gibt es bei jeder (größeren) Partei.

Na ja na ja, vllt. sind sie das Kleinste aller Übel. Nicht mehr und nicht weniger. Seit der Ära Joschka Fischer haben sie ihre ökologische Glaubwürdigkeit über Bord geworfen und inzwischen mit Ole von Beust komplett in der Elbe versenkt. In jedem Fall besser als Schwarz-Gelb (nichts leichter als das). Ansonsten insgesamt aber fast nur als Mehrheitsbeschaffer zu gebrauchen.
 
@ Weizenzolli

Ob 2013 Lagerwahlkämpfe im Raum stehen, hängt davon ab, ob eine Partei oder eine Koalition eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung hinter sich weiß, aber ob dazu ein An-die-Wand-Fahren von schwarz-gelb reicht, wage ich mal zu bezweifeln, denn die letzte schwarz-gelbe Koalition wurde nur abgewählt, weil das „System Kohl“ nach 16 Jahren verbraucht war und die SPD zu blöde war, um aus den Fehlern, Pannen und Skandaln dieser Ära schon eher Kapital zu schlagen.


Aber selbst wenn das irgendwann wieder der Fall sein sollte, so wären diese Lagerwahlkämpfe relativ „weichgespült“ sein, denn Union und SPD sind sich in der Post-Kohl-Ära programmatisch in vielen Punkten näher gekommen, weil beide abseits ihrer jeweiligen Stammwählerschaft und den Wechselwählern nur dann eine Mehrheit bekommen können, wenn sie Stimmen aus dem Lager des politischen Gegners erfolgreich abwerben, aber dazu müssen sie diese Wähler(innen) auch mit entsprechenden Themen anlocken, so daß ich vermute, das ein harter klassischer Lagerwahlkampf eh nur noch rechts und links von Union und SPD stattfinden wird.

wie die mehrheitsverhältnisse dann aussehen, kann keiner sagen, aber das halte ich auch nicht für besonders wichtig. Es wären dann ganz klar 2 lager zu erkennen: rechts von der mitte und links von der mitte..
schwarz-gelb würde dann alles dran setzen, die mehrheit zu behalten und die opposition rund um die SPD MUSS alternativen aufzeigen und als wirkliche opposition auftreten...
eine opposition in diesem sinne gibt es bei einer großen koalition ja nicht...

2013 wird mMn dann auch ein rot-rot-grünes bündnis auf bundesebene möglich sein (bewerten will ich das hier mal nicht)..
der wähler hat daher 2 ganz klare alternativen, wo er sich für eine entscheiden muss... dies ist momentan nicht der fall..es weiß ja kaum einer, was er wählen soll, weil völlig unklar ist, was dann am ende dabei rausspringen kann...

nochmal zu den von mir angesprochenen 2 alternativen: wenn schwarz-gelb das ganze an die wand fahren sollte, wird es erhebliche stimmenverluste geben...der vergleich zu ära kohl passt da mMn nicht... kohl hatte mit der wiedervereinigung einen riesen bonus bei den bürgern...

wobei die merkel auch ein hohes ansehen bei den bürgern genießt..dies beruht aber mehr auf ihrer art und ausstrahlung als auf ihren politische erfolgen..oder hat sie bei themen wie opel, karstadt etc, wirklich schon was erreicht? Nein! Und sollte es dann so weiterlaufen wie jetzt, wird die Opposition davon profitieren... sieht man ja auch 2009: stimmenverluste bei union und SPD, während die "kleineren" parteien gewinnen...ich beruf mich da jetzt nicht auf irgendwelche forsa-umfragen sondern auf den allgemeinen entwicklungen bei den landtagswahlen in den letzten 2jahren... und jetzt bitte kein einwand, dass man landtagswahlen nicht auf den bund beziehen soll...
 
Wenn der "mündige Wähler" häufig nicht nur einfach wählen würde sondern auch noch politisch interessiert wäre, hätte das Horrorszenario Schwarz-Gelb nicht den Hauch einer Chance. Die meisten im Lande wissen wahrscheinlich gar nicht, was da auf sie zurollen würde. Anders kann ich mir diese bedrohliche Ignoranz nicht erklären. :wild: Ich bin übrigens keiner Partei verbunden geschweige denn dort aktiv. Schwarz-Gelb sollte selbst den abschrecken, der allein auf einer Insel lebt.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser fundierten Aussage :rolleyes:

Hier im Thread werden doch fast nur die populistischen (Totschlag)-Argumente, die auch die Politiker verwenden wieder aufgewärmt. Ich sehe es ähnlich pragmatisch wie Frankenmicoud, Schwarz-Gelb ist das einzige Bündnis, das in der Praxis funktionieren kann. Schwarz-Grün ist noch nicht so weit, auch wenn ich es dem anderen vorziehen würde und alle anderen Regierungsformen würden (zumindest auf Bundesebene) dazu führen, dass das politische Handeln schnell in den Hintergrund gerät.
 
@ Spitzenreiter

Ich würde die Wahlergebnisse zu Gunsten von schwarz-gelb nicht alleine mit auf politisches Desinteresse argumentieren, sondern es hat auch andere Ursachen.

Deutschland ist ein eher konservatives Land, was sich auch in den Wahlergebnissen widerspiegelt, denn nach 12 der bisher 16 Bundestagswahlen stellten CDU/CSU die stärkste Fraktion, auch weil sie aufgrund der ideologischen Einstellung ihrer Stammwähler den Vorteil haben, diese leichter mobilisieren zu können. Dieser Konservatismus in der Gesellschaft hat auch zur Folge, daß die Bevölkerung in „diesem, unserem Lande“ weitesgehend zu bequem ist, um „denen da oben“ bei politischen Fehlentscheidungen auch mit massiven Mitteln darauf aufmerksam zu machen; ein Generalstreik wie z.B. in Frankreich, der für einige Tage das öffentliche Leben lahmlegt, ist hierzulande undenkbar, so daß zu wenige Wähler(innen) die Mißstände erkennen können/wollen und nicht dazu bewegt werden, bei der nächsten Wahl die Kreuze an anderen Stellen zu machen.

Andererseits muß man aber auch berücksichtigen, daß man den Wahlzettel nur dann zum Denkzettel machen kann, wenn man von der politischen Alternative überzeugt ist. Bei der Kohl-Regierung hat man sich oft gefragt, wieso sie trotz ihrer zahlreichen Fehler, Pannen und Skandale 16 Jahre lang an der Macht bleiben konnte, aber die SPD hat es in all den Jahren auch nicht verstanden, sich als eine wählenswerte Alternative zu präsentieren, so daß die Mehrheit es bevorzugt hat, bei der Wahl zwischen dem einen und dem anderen Elend bei dem zu bleiben, welches man kennt.
 
Wenn der "mündige Wähler" häufig nicht nur einfach wählen würde sondern auch noch politisch interessiert wäre, hätte das Horrorszenario Schwarz-Gelb nicht den Hauch einer Chance. Die meisten im Lande wissen wahrscheinlich gar nicht, was da auf sie zurollen würde. Anders kann ich mir diese bedrohliche Ignoranz nicht erklären. :wild: Ich bin übrigens keiner Partei verbunden geschweige denn dort aktiv. Schwarz-Gelb sollte selbst den abschrecken, der allein auf einer Insel lebt.


Und warum? Was würde denn dann bedrohliches auf uns zurollen? Ich finde wenn man so eine drastische Prognose gibt, sollte man das auch etwas untermauern. An welchen Punkten meinst du denn würde etwas passieren, dass uns ein schreckliches Leben bescherrte?
 
Die Frage ist doch nur noch, ob es für Schwarz-Gelb reicht. Schwarz-Gelb oder Große Koalition, das sind die einzigen beiden Alternativen. Und das ist auch der Grund für den "Wahlkampf", wie wir ihn erleben: Die CDU will keine öffentliche Angriffsfläche bieten und hält sich deshalb brav zurück; die SPD will sich's nicht endgültig mit der CDU verscherzen, weil man vorhat, wieder ins Koalitionsbettchen zu hüpfen. Ändern wird die Bundestagswahl in diesem unseren Land nichts, aber auch gar nichts. Die Karl-Gerhard Eicks werden auch weiterhin für 5 Monate Nichtstun mit 15 Millionen Euro belohnt.
 
Was haltet ihr für wahrscheinlicher:

Schwarz/Rot

oder

Schwarz/Gelb/Grün

:confused:

(Wenn Schwarz/Gelb nicht reicht)
 
Die Frage ist doch nur noch, ob es für Schwarz-Gelb reicht. Schwarz-Gelb oder Große Koalition, das sind die einzigen beiden Alternativen. Und das ist auch der Grund für den "Wahlkampf", wie wir ihn erleben: Die CDU will keine öffentliche Angriffsfläche bieten und hält sich deshalb brav zurück; die SPD will sich's nicht endgültig mit der CDU verscherzen, weil man vorhat, wieder ins Koalitionsbettchen zu hüpfen. Ändern wird die Bundestagswahl in diesem unseren Land nichts, aber auch gar nichts. Die Karl-Gerhard Eicks werden auch weiterhin für 5 Monate Nichtstun mit 15 Millionen Euro belohnt.

Die Zurückhaltung der SPD ist imho nicht darin begründet, daß sie unbedingt mit der Union ins Koalitionsbettchen hüpfen will, denn das will die FDP ja auch, und die pflegt mit der Union ja momentan ein politisches Schlammcatchen; die SPD hält sich deshalb zurück, weil sie ihre einzige Chance zur Regierungsbeteiligung darin sieht, wenn sie sich mehrere Koalitionsoptionen offen hält, entweder als kleinerer Partner mit schwarz-rot oder mit dem Kanzler Steinmeier mit rot-(rot-)-grün.
 
Zitat von Klose für Werder;607457:
Was haltet ihr für wahrscheinlicher:

Schwarz/Rot

oder

Schwarz/Gelb/Grün

:confused:

(Wenn Schwarz/Gelb nicht reicht)


Schwarz-gelb-grün halte ich zumindest auf Bundesebene für sehr unwahrscheinlich, denn eines der wenigen Plakate mit einem Themenmotiv ist der von den Grünen geforderte Atomausstieg, während CDU/CSU trotz der jüngsten Pannenserie in den deutschen AKWs an der Atomkraft festhalten.
 
Und warum? Was würde denn dann bedrohliches auf uns zurollen? Ich finde wenn man so eine drastische Prognose gibt, sollte man das auch etwas untermauern. An welchen Punkten meinst du denn würde etwas passieren, dass uns ein schreckliches Leben bescherrte?

Nimm Dir Zeit und befasse Dich mal mit dem Kapitel Neoliberalismus etwas intensiver und ausführlicher. Dann wirst Du Deine Antworten finden. Zum Glück sind wir bisher davon verschont geblieben. Aber so wie es aussieht, kommt dieses Ungemach mit all den Nettigkeiten, die sich Westerwelle, Niebel und Consorten
so "ausgedacht" haben nun tatsächlich auf uns zu. Da wird definitiv weiter Abschied vom Sozialstaat genommen. Und nach der Wahl geht dann das Geheule und Gedröhne gerade derer los, die für Schwarz-Gelb gesorgt haben.
 
Herzlichen Glückwunsch zu dieser fundierten Aussage :rolleyes:

Hier im Thread werden doch fast nur die populistischen (Totschlag)-Argumente, die auch die Politiker verwenden wieder aufgewärmt. Ich sehe es ähnlich pragmatisch wie Frankenmicoud, Schwarz-Gelb ist das einzige Bündnis, das in der Praxis funktionieren kann. Schwarz-Grün ist noch nicht so weit, auch wenn ich es dem anderen vorziehen würde und alle anderen Regierungsformen würden (zumindest auf Bundesebene) dazu führen, dass das politische Handeln schnell in den Hintergrund gerät.


Kann das sein, dass Du mich ggf. nicht verstanden hast ? Oder vllt. auch gar nicht verstehen wolltest ?? Was Du in diesem Zusammenhang mit Populismus meinst, wird wohl Dein Geheimnis bleiben. ;)
 
Kann das sein, dass Du mich ggf. nicht verstanden hast ? Oder vllt. auch gar nicht verstehen wolltest ?? Was Du in diesem Zusammenhang mit Populismus meinst, wird wohl Dein Geheimnis bleiben. ;)

Die Antwort hierzu hast Du Dir in Deinem vorherigen Post doch selbst schon gegeben, oder nennst Du dies etwa eine sachliche Aussage? Immer diese unfundierte Panikmache...

Loddar Matthäus is ja praktisch a Weltstar...
 
Nimm Dir Zeit und befasse Dich mal mit dem Kapitel Neoliberalismus etwas intensiver und ausführlicher. Dann wirst Du Deine Antworten finden. Zum Glück sind wir bisher davon verschont geblieben. Aber so wie es aussieht, kommt dieses Ungemach mit all den Nettigkeiten, die sich Westerwelle, Niebel und Consorten
so "ausgedacht" haben nun tatsächlich auf uns zu. Da wird definitiv weiter Abschied vom Sozialstaat genommen. Und nach der Wahl geht dann das Geheule und Gedröhne gerade derer los, die für Schwarz-Gelb gesorgt haben.

Oh nein mein Lieber, das ist mir zu einfach. Ich beschäftige mich sehr viel mit Politik und nehme für mich in Anspruch auf diesem Felde eingigermaßen beschlagen zu sein. Ich entdecke bei dir den gleichen Reflex, der bei sehr vielen Leuten beim Thema Schwarz-Gelb aufkommt. Im Zuge des FDP-Bashing wird dann einfach mal pauschal die Neoliberalismus-Keule in den Raum geworfen, ohne weiter darauf einzugehen, was das konkret bedeuten soll.

Seit 1982 haben wir 16 Jahre eine Schwarz-Gelbe, sieben Jahre eine Rot-Grüne und vier Jahre eine Große Koalition gehabt. Wenn es in dieser Zeit mal so etwas wie Sozialabbau gegeben hat, dann war es ausgerechnet unter Rot-Grünen Regierung. Das ist ein kleiner Anachronismus, den viele nicht wahr haben wollen,wenn die unterschiedlichen Koalitionsmodelle diskustiert werden. Das bloße dämonisieren einer Schwarz-Gelben Regierung ist mir daher zu billig, wenn mir nicht jemand sagen kann, was genau sich dadurch ändern soll, dass unser Leben soo unerträglich und grausam lassen wird.
 
Oh nein mein Lieber, das ist mir zu einfach. Ich beschäftige mich sehr viel mit Politik und nehme für mich in Anspruch auf diesem Felde eingigermaßen beschlagen zu sein. Ich entdecke bei dir den gleichen Reflex, der bei sehr vielen Leuten beim Thema Schwarz-Gelb aufkommt. Im Zuge des FDP-Bashing wird dann einfach mal pauschal die Neoliberalismus-Keule in den Raum geworfen, ohne weiter darauf einzugehen, was das konkret bedeuten soll.

Seit 1982 haben wir 16 Jahre eine Schwarz-Gelbe, sieben Jahre eine Rot-Grüne und vier Jahre eine Große Koalition gehabt. Wenn es in dieser Zeit mal so etwas wie Sozialabbau gegeben hat, dann war es ausgerechnet unter Rot-Grünen Regierung. Das ist ein kleiner Anachronismus, den viele nicht wahr haben wollen,wenn die unterschiedlichen Koalitionsmodelle diskustiert werden. Das bloße dämonisieren einer Schwarz-Gelben Regierung ist mir daher zu billig, wenn mir nicht jemand sagen kann, was genau sich dadurch ändern soll, dass unser Leben soo unerträglich und grausam lassen wird.


Wenn Du Dich für politisch so beschlagen hältst, dann solltest Du eigentlich wissen, daß die Regierung Kohl in ihrer Endphase einen ähnlichen Sozialabbau wie Schröder geplant und auch schon teilweise durchgeführt hatte, wie z.B. die gesetzliche Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 100 auf 80%, die nach massiven Widerstand (u.a. Streiks in allen Daimler-Werken) zurückgenommen wurde. Von der Intensität dieses gewerkschaftlichen Protestes überrascht, hatte Schwarz-Gelb damals Bedenken, weitere massivere Sozialkürzungen vorzunehmen, was sie aber nicht daran hinderte, als Opposition rumzutönen, daß ihnen die Schröder'sche Agenda 2010 nicht weit genug gehen würde...

Und wenn sich ein FDP-Bundesvorstandsmitglied in einer Talkshow dahingehend verplappert, daß die von der FDP in Aussicht gestellten Steuersenkungen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer finanziert werden soll http://www.zeit.de/online/2009/36/fdp-mehrwertsteuer , dann trifft es die sozial Schwächen am härtesten, so daß man nicht der Mär verfallen sollte, daß Schwarz-Gelb eine bessere Sozialpolitik bieten würde als eine andere Koalition, denn die Unterschiede sind in etwa so wie die zwischen Pest und Cholera.

Die Erfahrung zeigt leider, daß vor Wahlen viel versprochen wird, aber welche dieser Versprechen gehalten werden bzw. welchen Preis sie kosten, das erzählen die Politker erst nach der Wahl, egal ob sie schwarz, rot, gelb, oder grün sind.
 
Was ist daran so "unsozial und ungerecht", wenn es am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit keine oder nur eine eingeschränkte Lohnfortzahlung gäbe?
Natürlich kann man die Frage nur im Zusammenhang mit dem Moloch des Berufbeamtentums beantworten - ein Beamter darf einfach einen Tag "frei" nehmen, wenn er "sich nicht so fühlt" - ganz ohne AU-bescheinigung....
Dieter Althaus ist heute von allen Ämtern zurückgetreten, damit wird eine Koalition aus CDU und SPD wahrscheinlicher, in Thüringen.
 
Wenn Du Dich für politisch so beschlagen hältst, dann solltest Du eigentlich wissen, daß die Regierung Kohl in ihrer Endphase einen ähnlichen Sozialabbau wie Schröder geplant und auch schon teilweise durchgeführt hatte, wie z.B. die gesetzliche Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 100 auf 80%, die nach massiven Widerstand (u.a. Streiks in allen Daimler-Werken) zurückgenommen wurde
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Wieso meinst du zu wissen, dass ich davon keine Kenntnis habe?

Von der Intensität dieses gewerkschaftlichen Protestes überrascht, hatte Schwarz-Gelb damals Bedenken, weitere massivere Sozialkürzungen vorzunehmen, was sie aber nicht daran hinderte, als Opposition rumzutönen, daß ihnen die Schröder'sche Agenda 2010 nicht weit genug gehen würde...

Und wenn sich ein FDP-Bundesvorstandsmitglied in einer Talkshow dahingehend verplappert, daß die von der FDP in Aussicht gestellten Steuersenkungen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer finanziert werden soll http://www.zeit.de/online/2009/36/fdp-mehrwertsteuer , dann trifft es die sozial Schwächen am härtesten, so daß man nicht der Mär verfallen sollte, daß Schwarz-Gelb eine bessere Sozialpolitik bieten würde als eine andere Koalition, denn die Unterschiede sind in etwa so wie die zwischen Pest und Cholera.

Genau das habe ich ja auch nicht behauptet. Mir ist einfach zuwider, dass im Volksmund aber immer genau vom Gegenteil ausgegangen wird. Wenn Rot-Grün regiert ist alles supi-dupi und dem kleinen Mann geht´s ganz toll. Wenn es aber zu einer Schwarz-Gelben Regierung kommen sollte, wird Deutschland schon morgen zum Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Das ist einfach zu billig und nur durch Klischees begründet.
 
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Genau das habe ich ja auch nicht behauptet. Mir ist einfach zuwider, dass im Volksmund aber immer genau vom Gegenteil ausgegangen wird. Wenn Rot-Grün regiert ist alles supi-dupi und dem kleinen Mann geht´s ganz toll. Wenn es aber zu einer Schwarz-Gelben Regierung kommen sollte, wird Deutschland schon morgen zum Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Das ist einfach zu billig und nur durch Klischees begründet.

Daß der Volksmund meistens vom Gegenteil ausgeht, in leider eine menschliche Sache, denn tendenziell wünscht man sich i.d.R. das, was man gerade nicht hat, aber daran haben die Regierenden auch selber schuld, weil sie nicht die Politik macht, für die sie vom Volk gewählt wurden. Aber das bei einer rot-grünen Regierung alles als supi-dupi angeshen wird, mag wohl eher Dein subjektives Empfinden sein, denn wenn es so wäre, wie Du behauptest, wäre Angela Merkel nicht seit fast 4 Jahren Kanzlerin und die derzeitigen Umfragewerte würden auch ganz anders aussehen. ;)
 
Daß der Volksmund meistens vom Gegenteil ausgeht, in leider eine menschliche Sache, denn tendenziell wünscht man sich i.d.R. das, was man gerade nicht hat, aber daran haben die Regierenden auch selber schuld, weil sie nicht die Politik macht, für die sie vom Volk gewählt wurden. Aber das bei einer rot-grünen Regierung alles als supi-dupi angeshen wird, mag wohl eher Dein subjektives Empfinden sein, denn wenn es so wäre, wie Du behauptest, wäre Angela Merkel nicht seit fast 4 Jahren Kanzlerin und die derzeitigen Umfragewerte würden auch ganz anders aussehen. ;)

Mag sein. Ich bin da einfach auch nur der Meinung, dass man beide Seiten durchaus kritisch beurteilen kann. Trotzdem wäre mir eine beiden Koalitionen lieber, als die derzeitige Große Koalition.
Eine solche Zeit politischer Lähmung aufgrund einer riesigen Konsensbildung in jeglichen Fragen wie in den letzten vier Jahren möchte ich nicht noch länger ertragen müssen. Dann lieber ganz klare Fronten und Lager. Da gibt´s wenigstens Reibungspunkte und man kann bei der nächsten Wahl anders entscheiden. Da es aber wohl nicht für Rot-Grün reichen wird, denke ich Schwarz-Gelb wäre die bessere Alternative als die jetzige Koalition. Dann müssen alle - inklusive der weichgespülten Kanzlerin - mal richtig Farbe bekennen wohin sie denn steuern wollen.
 
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