Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Die Frage ist doch nur noch, ob es für Schwarz-Gelb reicht. Schwarz-Gelb oder Große Koalition, das sind die einzigen beiden Alternativen. Und das ist auch der Grund für den "Wahlkampf", wie wir ihn erleben: Die CDU will keine öffentliche Angriffsfläche bieten und hält sich deshalb brav zurück; die SPD will sich's nicht endgültig mit der CDU verscherzen, weil man vorhat, wieder ins Koalitionsbettchen zu hüpfen. Ändern wird die Bundestagswahl in diesem unseren Land nichts, aber auch gar nichts. Die Karl-Gerhard Eicks werden auch weiterhin für 5 Monate Nichtstun mit 15 Millionen Euro belohnt.
 
Was haltet ihr für wahrscheinlicher:

Schwarz/Rot

oder

Schwarz/Gelb/Grün

:confused:

(Wenn Schwarz/Gelb nicht reicht)
 
Die Frage ist doch nur noch, ob es für Schwarz-Gelb reicht. Schwarz-Gelb oder Große Koalition, das sind die einzigen beiden Alternativen. Und das ist auch der Grund für den "Wahlkampf", wie wir ihn erleben: Die CDU will keine öffentliche Angriffsfläche bieten und hält sich deshalb brav zurück; die SPD will sich's nicht endgültig mit der CDU verscherzen, weil man vorhat, wieder ins Koalitionsbettchen zu hüpfen. Ändern wird die Bundestagswahl in diesem unseren Land nichts, aber auch gar nichts. Die Karl-Gerhard Eicks werden auch weiterhin für 5 Monate Nichtstun mit 15 Millionen Euro belohnt.

Die Zurückhaltung der SPD ist imho nicht darin begründet, daß sie unbedingt mit der Union ins Koalitionsbettchen hüpfen will, denn das will die FDP ja auch, und die pflegt mit der Union ja momentan ein politisches Schlammcatchen; die SPD hält sich deshalb zurück, weil sie ihre einzige Chance zur Regierungsbeteiligung darin sieht, wenn sie sich mehrere Koalitionsoptionen offen hält, entweder als kleinerer Partner mit schwarz-rot oder mit dem Kanzler Steinmeier mit rot-(rot-)-grün.
 
Zitat von Klose für Werder;607457:
Was haltet ihr für wahrscheinlicher:

Schwarz/Rot

oder

Schwarz/Gelb/Grün

:confused:

(Wenn Schwarz/Gelb nicht reicht)


Schwarz-gelb-grün halte ich zumindest auf Bundesebene für sehr unwahrscheinlich, denn eines der wenigen Plakate mit einem Themenmotiv ist der von den Grünen geforderte Atomausstieg, während CDU/CSU trotz der jüngsten Pannenserie in den deutschen AKWs an der Atomkraft festhalten.
 
Und warum? Was würde denn dann bedrohliches auf uns zurollen? Ich finde wenn man so eine drastische Prognose gibt, sollte man das auch etwas untermauern. An welchen Punkten meinst du denn würde etwas passieren, dass uns ein schreckliches Leben bescherrte?

Nimm Dir Zeit und befasse Dich mal mit dem Kapitel Neoliberalismus etwas intensiver und ausführlicher. Dann wirst Du Deine Antworten finden. Zum Glück sind wir bisher davon verschont geblieben. Aber so wie es aussieht, kommt dieses Ungemach mit all den Nettigkeiten, die sich Westerwelle, Niebel und Consorten
so "ausgedacht" haben nun tatsächlich auf uns zu. Da wird definitiv weiter Abschied vom Sozialstaat genommen. Und nach der Wahl geht dann das Geheule und Gedröhne gerade derer los, die für Schwarz-Gelb gesorgt haben.
 
Herzlichen Glückwunsch zu dieser fundierten Aussage :rolleyes:

Hier im Thread werden doch fast nur die populistischen (Totschlag)-Argumente, die auch die Politiker verwenden wieder aufgewärmt. Ich sehe es ähnlich pragmatisch wie Frankenmicoud, Schwarz-Gelb ist das einzige Bündnis, das in der Praxis funktionieren kann. Schwarz-Grün ist noch nicht so weit, auch wenn ich es dem anderen vorziehen würde und alle anderen Regierungsformen würden (zumindest auf Bundesebene) dazu führen, dass das politische Handeln schnell in den Hintergrund gerät.


Kann das sein, dass Du mich ggf. nicht verstanden hast ? Oder vllt. auch gar nicht verstehen wolltest ?? Was Du in diesem Zusammenhang mit Populismus meinst, wird wohl Dein Geheimnis bleiben. ;)
 
Kann das sein, dass Du mich ggf. nicht verstanden hast ? Oder vllt. auch gar nicht verstehen wolltest ?? Was Du in diesem Zusammenhang mit Populismus meinst, wird wohl Dein Geheimnis bleiben. ;)

Die Antwort hierzu hast Du Dir in Deinem vorherigen Post doch selbst schon gegeben, oder nennst Du dies etwa eine sachliche Aussage? Immer diese unfundierte Panikmache...

Loddar Matthäus is ja praktisch a Weltstar...
 
Nimm Dir Zeit und befasse Dich mal mit dem Kapitel Neoliberalismus etwas intensiver und ausführlicher. Dann wirst Du Deine Antworten finden. Zum Glück sind wir bisher davon verschont geblieben. Aber so wie es aussieht, kommt dieses Ungemach mit all den Nettigkeiten, die sich Westerwelle, Niebel und Consorten
so "ausgedacht" haben nun tatsächlich auf uns zu. Da wird definitiv weiter Abschied vom Sozialstaat genommen. Und nach der Wahl geht dann das Geheule und Gedröhne gerade derer los, die für Schwarz-Gelb gesorgt haben.

Oh nein mein Lieber, das ist mir zu einfach. Ich beschäftige mich sehr viel mit Politik und nehme für mich in Anspruch auf diesem Felde eingigermaßen beschlagen zu sein. Ich entdecke bei dir den gleichen Reflex, der bei sehr vielen Leuten beim Thema Schwarz-Gelb aufkommt. Im Zuge des FDP-Bashing wird dann einfach mal pauschal die Neoliberalismus-Keule in den Raum geworfen, ohne weiter darauf einzugehen, was das konkret bedeuten soll.

Seit 1982 haben wir 16 Jahre eine Schwarz-Gelbe, sieben Jahre eine Rot-Grüne und vier Jahre eine Große Koalition gehabt. Wenn es in dieser Zeit mal so etwas wie Sozialabbau gegeben hat, dann war es ausgerechnet unter Rot-Grünen Regierung. Das ist ein kleiner Anachronismus, den viele nicht wahr haben wollen,wenn die unterschiedlichen Koalitionsmodelle diskustiert werden. Das bloße dämonisieren einer Schwarz-Gelben Regierung ist mir daher zu billig, wenn mir nicht jemand sagen kann, was genau sich dadurch ändern soll, dass unser Leben soo unerträglich und grausam lassen wird.
 
Oh nein mein Lieber, das ist mir zu einfach. Ich beschäftige mich sehr viel mit Politik und nehme für mich in Anspruch auf diesem Felde eingigermaßen beschlagen zu sein. Ich entdecke bei dir den gleichen Reflex, der bei sehr vielen Leuten beim Thema Schwarz-Gelb aufkommt. Im Zuge des FDP-Bashing wird dann einfach mal pauschal die Neoliberalismus-Keule in den Raum geworfen, ohne weiter darauf einzugehen, was das konkret bedeuten soll.

Seit 1982 haben wir 16 Jahre eine Schwarz-Gelbe, sieben Jahre eine Rot-Grüne und vier Jahre eine Große Koalition gehabt. Wenn es in dieser Zeit mal so etwas wie Sozialabbau gegeben hat, dann war es ausgerechnet unter Rot-Grünen Regierung. Das ist ein kleiner Anachronismus, den viele nicht wahr haben wollen,wenn die unterschiedlichen Koalitionsmodelle diskustiert werden. Das bloße dämonisieren einer Schwarz-Gelben Regierung ist mir daher zu billig, wenn mir nicht jemand sagen kann, was genau sich dadurch ändern soll, dass unser Leben soo unerträglich und grausam lassen wird.


Wenn Du Dich für politisch so beschlagen hältst, dann solltest Du eigentlich wissen, daß die Regierung Kohl in ihrer Endphase einen ähnlichen Sozialabbau wie Schröder geplant und auch schon teilweise durchgeführt hatte, wie z.B. die gesetzliche Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 100 auf 80%, die nach massiven Widerstand (u.a. Streiks in allen Daimler-Werken) zurückgenommen wurde. Von der Intensität dieses gewerkschaftlichen Protestes überrascht, hatte Schwarz-Gelb damals Bedenken, weitere massivere Sozialkürzungen vorzunehmen, was sie aber nicht daran hinderte, als Opposition rumzutönen, daß ihnen die Schröder'sche Agenda 2010 nicht weit genug gehen würde...

Und wenn sich ein FDP-Bundesvorstandsmitglied in einer Talkshow dahingehend verplappert, daß die von der FDP in Aussicht gestellten Steuersenkungen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer finanziert werden soll http://www.zeit.de/online/2009/36/fdp-mehrwertsteuer , dann trifft es die sozial Schwächen am härtesten, so daß man nicht der Mär verfallen sollte, daß Schwarz-Gelb eine bessere Sozialpolitik bieten würde als eine andere Koalition, denn die Unterschiede sind in etwa so wie die zwischen Pest und Cholera.

Die Erfahrung zeigt leider, daß vor Wahlen viel versprochen wird, aber welche dieser Versprechen gehalten werden bzw. welchen Preis sie kosten, das erzählen die Politker erst nach der Wahl, egal ob sie schwarz, rot, gelb, oder grün sind.
 
Was ist daran so "unsozial und ungerecht", wenn es am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit keine oder nur eine eingeschränkte Lohnfortzahlung gäbe?
Natürlich kann man die Frage nur im Zusammenhang mit dem Moloch des Berufbeamtentums beantworten - ein Beamter darf einfach einen Tag "frei" nehmen, wenn er "sich nicht so fühlt" - ganz ohne AU-bescheinigung....
Dieter Althaus ist heute von allen Ämtern zurückgetreten, damit wird eine Koalition aus CDU und SPD wahrscheinlicher, in Thüringen.
 
Wenn Du Dich für politisch so beschlagen hältst, dann solltest Du eigentlich wissen, daß die Regierung Kohl in ihrer Endphase einen ähnlichen Sozialabbau wie Schröder geplant und auch schon teilweise durchgeführt hatte, wie z.B. die gesetzliche Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 100 auf 80%, die nach massiven Widerstand (u.a. Streiks in allen Daimler-Werken) zurückgenommen wurde
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Wieso meinst du zu wissen, dass ich davon keine Kenntnis habe?

Von der Intensität dieses gewerkschaftlichen Protestes überrascht, hatte Schwarz-Gelb damals Bedenken, weitere massivere Sozialkürzungen vorzunehmen, was sie aber nicht daran hinderte, als Opposition rumzutönen, daß ihnen die Schröder'sche Agenda 2010 nicht weit genug gehen würde...

Und wenn sich ein FDP-Bundesvorstandsmitglied in einer Talkshow dahingehend verplappert, daß die von der FDP in Aussicht gestellten Steuersenkungen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer finanziert werden soll http://www.zeit.de/online/2009/36/fdp-mehrwertsteuer , dann trifft es die sozial Schwächen am härtesten, so daß man nicht der Mär verfallen sollte, daß Schwarz-Gelb eine bessere Sozialpolitik bieten würde als eine andere Koalition, denn die Unterschiede sind in etwa so wie die zwischen Pest und Cholera.

Genau das habe ich ja auch nicht behauptet. Mir ist einfach zuwider, dass im Volksmund aber immer genau vom Gegenteil ausgegangen wird. Wenn Rot-Grün regiert ist alles supi-dupi und dem kleinen Mann geht´s ganz toll. Wenn es aber zu einer Schwarz-Gelben Regierung kommen sollte, wird Deutschland schon morgen zum Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Das ist einfach zu billig und nur durch Klischees begründet.
 
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Genau das habe ich ja auch nicht behauptet. Mir ist einfach zuwider, dass im Volksmund aber immer genau vom Gegenteil ausgegangen wird. Wenn Rot-Grün regiert ist alles supi-dupi und dem kleinen Mann geht´s ganz toll. Wenn es aber zu einer Schwarz-Gelben Regierung kommen sollte, wird Deutschland schon morgen zum Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Das ist einfach zu billig und nur durch Klischees begründet.

Daß der Volksmund meistens vom Gegenteil ausgeht, in leider eine menschliche Sache, denn tendenziell wünscht man sich i.d.R. das, was man gerade nicht hat, aber daran haben die Regierenden auch selber schuld, weil sie nicht die Politik macht, für die sie vom Volk gewählt wurden. Aber das bei einer rot-grünen Regierung alles als supi-dupi angeshen wird, mag wohl eher Dein subjektives Empfinden sein, denn wenn es so wäre, wie Du behauptest, wäre Angela Merkel nicht seit fast 4 Jahren Kanzlerin und die derzeitigen Umfragewerte würden auch ganz anders aussehen. ;)
 
Daß der Volksmund meistens vom Gegenteil ausgeht, in leider eine menschliche Sache, denn tendenziell wünscht man sich i.d.R. das, was man gerade nicht hat, aber daran haben die Regierenden auch selber schuld, weil sie nicht die Politik macht, für die sie vom Volk gewählt wurden. Aber das bei einer rot-grünen Regierung alles als supi-dupi angeshen wird, mag wohl eher Dein subjektives Empfinden sein, denn wenn es so wäre, wie Du behauptest, wäre Angela Merkel nicht seit fast 4 Jahren Kanzlerin und die derzeitigen Umfragewerte würden auch ganz anders aussehen. ;)

Mag sein. Ich bin da einfach auch nur der Meinung, dass man beide Seiten durchaus kritisch beurteilen kann. Trotzdem wäre mir eine beiden Koalitionen lieber, als die derzeitige Große Koalition.
Eine solche Zeit politischer Lähmung aufgrund einer riesigen Konsensbildung in jeglichen Fragen wie in den letzten vier Jahren möchte ich nicht noch länger ertragen müssen. Dann lieber ganz klare Fronten und Lager. Da gibt´s wenigstens Reibungspunkte und man kann bei der nächsten Wahl anders entscheiden. Da es aber wohl nicht für Rot-Grün reichen wird, denke ich Schwarz-Gelb wäre die bessere Alternative als die jetzige Koalition. Dann müssen alle - inklusive der weichgespülten Kanzlerin - mal richtig Farbe bekennen wohin sie denn steuern wollen.
 
Angie hinterläßt nach außen hin schon einen weichgespülten Eindruck, aber parteiintern weiß sie sich schon durchzusetzten, denn als Vorsitzende einer ansonsten von Männern dominerten konservativen Partei hat Frau es bestimmt nicht leicht, erst recht nicht bei den ganzen Untergruppen wie CDA, BJU, SU, JU, MIT usw. mit ihren unterschiedlichen Interessen und last but not least den von mir schon erwähnten "Andenpakt".
 
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:confused:

So geht Umfrage heute nicht. Bank.
 
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