Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Generell habe ich irgendwie den Eindruck, dass unsere Mitbürger in Ostdeutschland mit der Demokratie noch nicht so ganz umzugehen wissen, bzw. deren Wert zu schätzen wissen.

Ich halte es dagegen als ein Zeichen funktionierender Demokratie, das es nach 10 Jahren CDU-Alleinherrschaft in Thüringen wahrscheinlich zu einem Regierungswechsel kommt. Sowas ist in Süddeutschland ziemlich unbekannt.
 
Der Machtwechsel in Thüringen ist nach fast 20 Jahren CDU-Filzentwicklung notwendig.
Warum man als Wähler diesen Wechsel jedoch in Höhe von 27 % mit Leuten durchziehen will, die unser System als solches wieder in die Steinzeit führen wollen - ich verstehe es nicht.
 
Bei den Kommunalwahlen in Aachen und Münster wurden 1,7% bzw. 1,6% geholt und das, obwohl sie in Aachen nur in ca. der Hälfte und in Münster nur in einem viertel der Wahlkreise angetreten sind. Das heißt sie hatten z.B. in Aachen in jedem Wahlkreis in dem sie angetreten sind über 6%. So haben sie es auch mit einem Sitz in beide Stadträte geschafft.

Zitat von deren Seite:
In Aachen erreichte die Piratenpartei durchweg zwischen 6 und 10 Prozent der Stimmen, sie trat jedoch nur in acht der insgesamt 32 Wahlbezirke an. "Und in sieben dieser acht Bezirke liegen wir noch vor der FDP", jubelt Richard Klees, Vorstandsmitglied der NRW-Piraten mit Wohnsitz in Aachen. Stadtweit kommt die Piratenpartei auf 1,77%, was für einen Sitz im Rat ausreicht.
Also noch beachtlicher;)
 
ich habe nix persönlich gegen die menschen aus dem gebiet der ehemaligen ddr... aber wenn ihr die linke sooo toll findet (in auszügen als nachfolgepartei der sed gültig), wieso wollt ihr nicht gleich wieder die ddr zurück??? wir verballern seit 1990 für die integration des ostens milliarden, der dank dafür sind 20% und noch mehr für die linke! und dass dann die npd sogar zum 2. mal in landtag kommt, macht die leute in sachsen nur noch lächerlicher!

bzgl. saarland: DAS beispiel dafür, wie personenbezogen unsere demokratische wahl mittlerweile geworden ist: parteiprogramme und -inhalte interessieren die leute kein bisschen mehr, hauptsache laffontaine macht werbung für den dreck!
 
ich habe nix persönlich gegen die menschen aus dem gebiet der ehemaligen ddr... aber wenn ihr die linke sooo toll findet (in auszügen als nachfolgepartei der sed gültig), wieso wollt ihr nicht gleich wieder die ddr zurück???

Lass mich raten - Du wohnst weder in den östlichen Bundesländer, kennst du die DDR nicht aus eigener Erfahrung und kennst vom Programm der Links-Partei nur die Reichensteuer.
 
Auf alle Fälle sollte man die Linke nicht deswegen verdammen, weil sie für den Einen oder Anderen ein etwas "merkwürdiges" Wahlprogramm aufweisen können.

Das machen andere Parteien nämlich auch. Ich erinnere an das immer wieder kehrende Zauberwort "Steuersenkungen" der FDP. Hört sich auf den ersten Blick toll an - denn wer zahlt schon gerne zu viele Steuern. Aber wie dieses "Wahlgeschenk" finanziert werden soll, schweigt sich die Partei aus.
 
ich habe nix persönlich gegen die menschen aus dem gebiet der ehemaligen ddr... aber wenn ihr die linke sooo toll findet (in auszügen als nachfolgepartei der sed gültig), wieso wollt ihr nicht gleich wieder die ddr zurück???
:D
Etwa 20% wollen tatsächlich die DDR zurück. ;) Oder zumindest die guten Seiten davon.
Interessanterweise gab es zu DDR-Zeiten tatsächlich auch etwa 15%-20% der Bevölkerung, die vom System überzeugt waren - was natürlich keine Mehrheit war.
Letztendlich geht es doch um die Frage wie stark die Interessen des Individuums gegenüber den Interessen des Kollektivs gewichtet werden. Die meisten politischen Fragen lassen sich darauf runterbrechen.
Nun leben wir in einer Demokratie, da ist es doch ihr gutes Recht, ihrer Überzeugung Ausdruck zu verleihen, oder nicht?

Was mich immer ankotzt, sind Westdeutsche mit der Auffassung: "Wir bezahlen für euch, also seid gefälligst dankbar und wählt in unserem Sinne!"
 
Seitdem die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative ausgeschlossen wurde, kann ich die Bundestagswahl nicht mehr richtig ernstnehmen.
 
Das ist doch nun wirklich ein ganz billiges Klischee mit dem sie SPD seit 100 Jahren Wahlkampf macht.

Nun ja, die Bestrebungen der FDP gegen Mindestlöhne, in Richtung einer Lockerung des Kündigungsschutzes und möglichst offener Märkte sind klar belegbar und werden auch so von den Vertretern der Partei artikuliert. Als Klischee würde ich das nicht bezeichnen, eher als Fakten.
 
Fakt ist aber auch, dass sich die FDP mittlerweile als einzige Partei für Leute einsetzt, die arbeiten und damit unser Gemeinwohl erwirtschaften. DAS ist sozial und gerecht.
Alle anderen etablierten Partein bedienen nur noch Wählergruppen, je nach Gusto von Arbeitslosen bis Senioren. Ich habe nichts gegen diese Gruppen und sehe durchaus auch die Notwendigkeiten des sozialen Ausgleichs, dies sollte aber eben nicht zu lasten derer gehen, die jeden morgen aufstehen und einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen bzw. täglich ein unternehmerisches Risiko eingehen.
 
Fakt ist aber auch, dass sich die FDP mittlerweile als einzige Partei für Leute einsetzt, die arbeiten und damit unser Gemeinwohl erwirtschaften. DAS ist sozial und gerecht.

Ich gehe ebenfalls einer geregelten Arbeit nach und halte die FDP trotzdem für das Gegenteil von sozial gerecht und damit unwählbar. Aber das ist nur meine Meinung. Man könnte das noch endlos diskutieren. Mir ging es nur darum darzustellen, für was diese Partei aus meiner Sicht unter anderem steht. ;)
 
Sorry. Aber meiner Ansicht nach weiß die FDP gar nicht was sie will. Als Landtagswahl in Bayern war, machten sie auf ihren Plakaten Werbung mit:
" FDP-der deutlichste Kontrast zu SCHWARZ!". Die Folge: Die FDP ging eine Koalition mit den Schwarzen also der CSU ein. Wo ist dann der Kontrast?

Zudem: Das Wahlprogramm der FDP mag an manchen Stellen ja ganz gut sein. Das andere und das Zählt nun auch für die CDU und die SPD werden da teilweise Versprechen gemacht die Nie und nimmer eingehalten werden können.
 
Sicher, das kann man endlos diskutieren und dazu ist hier der falsche Platz (wenn es überhaupt Sinn macht).
Ich bin kein FDP-Wähler und mir ging es nur darum festzuhalten, dass diese Begrifflichkeit von "sozialer Gerechtigkeit" so unsäglicher Unfug ist. Gerecht ist in meinen Augen nunmal nicht, dass einige 40 h die Woche arbeiten und unterm Strich weniger haben, als ein Arbeitsloser, der schwarz arbeitet und noch jede Menge staatliche Transferleistungen erhält.
Genau diese Wortgruppe "sozial / gerecht" werden wir jedoch in den nächsten Wochen noch bis zum Erbrechen hören und lesen.
 
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