@Lübecker
Ich sehe es grundsätzlich so:
Tätigt man keine verallgemeinerten Aussagen, sondern definiert sie, ist man sowieso auf der "sicheren" oder auch "mittigen" Seite. Und da liegt der schmale Grad...
Wenn ich gefragt werde, was mich an der Flüchtlings/Migranten-Politik stört, dann weiß ich sehr wohl zu definieren. Ich bin dafür, dass stark straffällige Menschen wieder ausgewiesen werden müssen. Aber eben nur diese. Ich habe kein Problem damit, wenn ein Albaner herkommt und hier Fuß fasst. Er kommt als Flüchtling an und macht als Azubi weiter. Für mich legitim. Wo ich ein Problem mit habe: Sozialschmarotzer. Aber da mache ich keinen Unterschied ob es ein Deutscher oder Nichtdeutscher ist.
Ich bin für eine offene Flüchtlingspolitik, aber eben auch in geregelter Form. Ich bin für ein weltweites System, eine Datenbank, auf die jedes Land Zugriff hat um zu prüfen, wer da kommt (spätestens bei der ED-Erfassung). Ich bin aber auch klar dafür, dass Humanität über allem steht.
Es werden zB durch erneute Kampfeinsätze im Irak mit über einer Million Flüchtlinge gerechnet. Und da muss Europa nun tätig werden! Entsprechend bin ich für eine faire europäische Lösung, an der sich ALLE beteiligen, sofern diese Menschen alle in diese Richtung flüchten. Es muss Humanität gewährleistet sein. Ist sie es nicht, dann muss sich die Situation von vor einem Jahr halt wiederholen. Missstände der Politik dürfen nicht auf dem Rücken der Menschen ausgetragen werden. Im Sudan usw. sieht es derzeit auch beschissen aus. Da ist auch noch mit vielen Menschen zu rechnen. Leistet man die Hilfe nicht vor Ort, muss man mit den Konsequenzen leben. Es kann und darf auch nicht sein, dass so viele Menschen im Mittelmeer ersaufen. Aber die Einstellung "aus den Augen aus dem Sinn" ist da auch nicht richtig...
Woran ich appelliere: Europa handel endlich! Sei es bei denen, die schon hier sind oder bei denen, die noch kommen. Da kommt noch viel auf uns zu!