Wo hat uns denn das christliche Weltbild zu einem zivilisierten und friedlichen Kontinent gemacht?
Also die Zeit in der das Christentum weite Teile Europas als prägende Religion beherrscht, liegt nun weit über 1500 Jahre zurück.
Wenn wir dann einmal zurückschauen wie abgesehen von den letzten 70 Jahren, die eine erfreuliche Ausnahme bilden, die Jahre davor abliefen, trotz christlicher Werte, dann würde ich solchen Aussagen nicht meinen Segen geben.
Ich habe nicht von einem Christlichen Weltbild gesprochen, sondern von einem MENSCHENBILD. Das deutsche Grundgesetz wird zu einem großen Teil von christlichen Werten begründet. Ein paar:
- Der Wert des Lebens und die Würde des Menschen (in der christlichen Begründung, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes)
- Die Idee einer vielfältigen Gesellschaft
- Sozialsystem und Diakonie. Wer baut Kindergärten und Altenheime?
- Barmherzigkeit gegenüber Schwachen und Kranken
- Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau
- Vergebungsbereitschaft (z.B. als Wert für Resozialisierung)
Natürlich kann man sagen, dass man mit logischem Denken auch dahin kommen kann, aber es ist schon auffällig, wenn man sich mal anschaut wie die Gesellschaften in Ländern aussehen, die Religionsausübung faktisch verbieten.
Man darf übrigens nie den Fehler machen und Kulturen und Gesellschaften aus vergangenen Epochen mit unserem Mindset von heute beurteilen. Werte, die uns heute total altbacken vorkommen, können früher man sehr progressiv und modern gewesen sein. Andererseits vertreten wir heute Werte, die vor 50 Jahren noch als extrem amoralisch gesehen wurden.
Christus selbst hat ja damals die religiöse Elite aufgemischt und Missstände aufgedeckt. Und er wurde ja nicht von Satanisten, Atheisten oder Ungläubigen gekreuzigt, sondern von den frommsten der Frommen.
Woher hast du denn die Erkenntnis Mohammed wäre ein Rassist gewesen?
Hat er sich abfällig über Schwarze, Weiße oder Asiaten geäußert?
Pfff, als ob das der einzige Indikator dafür wäre... Mohammed war ein Antisemit, rottet jüdische Stämme aus.
Ansonsten, ist es teilweise stimmig, die Religion an sich ist oftmals nicht das Problem, das Problem sind die Menschen die diese Interpretieren und ihr Handeln demnach auslegen. Genauso verhält es sich mit anderen Ideologien.
Allerdings liefert jede Religion, auch das mögliche Argument gegen Andersgläubige vorzugehen. Gut, man könnte vermuten, gäbe es die Religionen nicht, würde man sich andere Vorwände suchen.
Meiner Ansicht nach gibt es keinen "luftleeren" Raum. Selbst der Atheismus ist eine Ideologie. Die Religion gibt Antworten auf Fragen, die sich jeder Mensch stellt. Dazu gehören Themen wie Leben, Tod, Herkunft und Zukunft des Menschen,... Atheisten haben auf diese Themen ja auch eine Antwort. So zu tun, als sei ein Atheismus oder Nihilismus das normale und der Glaube an Gott ein "Add-On" (oder gar eine Störung) ist auch sehr arrogant.
Wenn ich allerdings die Wahl hätte, zwischen einer Religion oder Aufklärung und Humanismus, dann fiele meine Wahl bestimmt nicht auf ersteres. Denn oftmals scheint dieses die beiden zuletzt genannten Werte zu behindern, unabhängig von der Wahl der Religion, lediglich die eine mehr und die andere weniger.
Ich glaube nicht, dass man diese 3 gegeneinander ausspielen kann! Ich glaube eher, dass das Christentum die Aufklärung erst möglich gemacht hat, ebenso der Humanismus, für den die christlichen Werte eine große Vorarbeit geleistet haben! Kant selbst hat ja viele Gottesbezüge in seinen Schriften und sah nie ein Problem darin, an Gott zu glauben.
Ob Vernunft immer besser ist als Glaube, ist auch zu bezweifeln.
Da gibt es einen Religiösen, der einen anderen nicht umbringt, weil er GLAUBT, dass er sich vor einem gerechten Gott dafür verantworten muss und vor einer Strafe fürchtet. Undd dann gibt es jemand, der einen anderen umbringt, weil er als Atheist an keine moralische Instanz außerhalb ihm selbst glaubt und dem entsprechend niemanden verantwortlich ist.
Jede Ideologie bietet Entschuldigungen für unmoralische Handlungen.
Was mir übrigens auch immer wieder auffällt, Religion dient auch prima dazu sich abzugrenzen oder andere auszugrenzen.
Es ist immer von wir Christen und die Moslems, oder wir Moslems und die Christen, etc. zu lesen. Gehörst du der falschen Religion an, gehörst du nicht dazu.
Ach ich weiß nicht... Wo grenzt man sich denn ab? Die meisten Christen, die ich kenne, sind in der Gesellschaft ganz normal integriert. Wozu darf hier zu lande jemand nicht gehören, weil er der falschen Religion angehört? Da hätte ich gern mal ein konkretes Beispiel.