Gebühren fallen an wenn der gesetzliche Gebührentatbestand erfüllt ist. Das hat mit (zivirlrechtlichen) Gegenseitigen Verträgen nichts zu tun. Die Eltern sind auch nicht Vertragspartner der KiTas oder von KiTa Bremen. Sondern sie nutzen in dem Fall eine öffentliche Einrichtung. Für die Nutzung fällt eine Gebühr an.
So heißt es in § 1 der Kindergarten Beitragsordnung
(1) 1Die Eltern haben entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Beiträge zu den jährlichen Kosten für Betreuung und Verpflegung des Kindes in einer Tageseinrichtung nach §§ 22, 24 des Achten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten.(...)
(2) 1Beitragszeitraum ist das Kindergartenjahr; dieses entspricht dem Schuljahr (1. August bis 31. Juli des folgenden Jahres). 2Die Beitragspflicht wird durch die Schließungszeiten der Einrichtung nicht berührt.
(...)
Die Gebühren fallen also alleine durch die Anmeldung und Aufnahme des Kindes in der Einrichtung an. Der Beitragszeitraum ist das gesamte Kindergartenjahr und die Pflicht wird eben nicht durch Schließungszeiten berührt.
Heißt du bist so lange dein Kind dort angemeldet ist beitragspflichtig. Punkt aus. Hier geht es nicht um Leistung und Gegenleistung wie bei einem zivilrechtlichen Vertrag (auf die Besonderheiten des ö-r Vertrages und das die Verwaltung auch in Form des Zivilrechts handeln könnte, möchte ich jetzt noch zusätzlich eingehen, weils völlig unsinnig wäre). Es gibt übrigens auch ZivilR-Verträge, die keine Gegenleistung erfordern (Schenkung z.B.).
Ich sehe auch nicht, dass die Kindergarten Beitragsordnung in dieser Form gegen irgendeine höherrangige Norm verstoßen könnte. Wenn einem etwas einfällt, dann soll er mir sage welche und warum.
Wie gesagt, die Eltern haben die Arschkarte. Dieser Arbeitskampf wird allein auf dem Rücken dieser ausgetragen und ich weiss nicht, ob das nicht sogar das Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich bewirkt werden soll.
Und noch mal zur Klarstellung: Ich unterstütze die Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher. Wir (meine Frau und ich) haben entsprechende Briefe unterschrieben und andere Dinge mitgemacht. Aber für diesen Streik der für die Arbeitgeber in dem Fall ausschließlich Vorteile bringt und allein für die Eltern ein Problem darstellt, habe ich kein Verständnis. Und ja, sie sollten sich etwas anderes überlegen. Es ist nicht mein Arbeitskampf sondern deren. Ich habe von keiner Erziehrin oder keinem Erzieher, geschweige denn von einem der Gewerksschaftsfunktionäre, dass sie die Eltern dabei unterstützen bei ihren Arbeitgebern irgendwie für good will zu sorgen. Sie verlangen Solidarität verhalten sich aber absolut egoistisch.