Allgemeiner Politik Thread

Selbstredend, Bittner hat ja auch nicht folgenden Artikel geschrieben: http://www.zeit.de/2014/07/deutsche-aussenpolitik-sicherheitskonferenz#comments

und war an der Münchner Sicherheitskonferenz genau am Papier über die Außenpolitik beteiligt. Wenn du dir ein paar Artikel der betroffenen Leute (Bittner, Joffe(!!), Kornelius, Frankenberger, Dickmann, Stürmer, Blome...) durchliest, dann sind diese alle NATO-freundlich.

Journalisten beim Axel Springer Verlag MÜSSEN sich ja auch nicht an folgenden Leitlinien halten:
https://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html

3. "Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika."

Wer macht denn beispielsweise in der Ukraine-Krise Druck, obwohl ein Krieg in Europa stattfinden würde? Auch andere Artikel dieser (und anderer) Journalisten, übrigens insbesondere bei "Die Zeit", lesen sich wie Generalmobilmachungen, dir sei auch noch das Anstalts-Video über die Ukraine-Berichterstattung wärmstens empfohlen. Immer nur von Verschwörungstheorie zu sprechen ist arg billig. Eine "völlig hirnrissige" Behauptung ist das ganz sicher nicht, oder hast du von diesen Menschen schon mal Artikel gelesen, die Verständnis für nicht NATO-Staaten haben? Ich denke nein. Schau dir auch den von mir verlinkten Uwe Krüger Vortrag an, welcher auch für Laien zusammenfasst, dass die Berichterstattung von den "Leitmedien" alles andere als unabhängig ist.

Ich habe übrigens keine Probleme mit dem Finden einer Toilette auch im Dunkeln. Deine Pauschalisierungen sind nicht viel besser als die Tiraden der "Qualitätsjournalisten" (wobei "Qual" hier wortwörtlich gemeint ist).

Abschließend: sei doch froh, dass es Menschen gibt, die Dinge kritisch hinterfragen. Und es gefällt mir gar nicht, dass Kabarettisten wie die beiden Jungs von der Anstalt (Max Uthoff und Claus von Wagner), sowie andere Kabarettisten (Erwin Pelzig, hier über Goldman Sachs: https://www.youtube.com/watch?v=XXLlrd5dKQc, Volker Pispers, hier über die Ukraine: https://www.youtube.com/watch?v=PdDXA9RWpEs oder andere wie Georg Schramm, Urban Priol...) und auch Uwe Krüger den Job von Journalisten machen müssen, nämlich möglichst fair und neutral zu berichten und daher auch unabhängig zu sein von irgendwelchen "transatlantischen Swingerclubs" (Zitat Max Uthoff). Denn diese haben sehr wohl Einfluss auf die Berichterstattung.

Warum hat sich z.B. keiner dieser Top-Journalisten dieser Rede eines Pedro Poroschenko angenommen? ("Ihre Kinder wachsen im Keller auf"): https://www.youtube.com/watch?v=ed05XIoKmsE
Könnte er daher als negativ dargestellt werden und nicht als der "Friedensengel"?
Und warum wurde dieser Artikel noch nicht ins Deutsche übersetzt?: http://www.newsweek.com/ukraine-passes-law-shoot-deserters-304911?piano_t=1 (Deserteure der Ukraine dürfen bei Fahnenflucht getötet werden)
Warum steht das nicht in der Süddeutschen, FAZ, Zeit, Spiegel?
 

Doch, hat er. Und?

und war an der Münchner Sicherheitskonferenz genau am Papier über die Außenpolitik beteiligt. Wenn du dir ein paar Artikel der betroffenen Leute (Bittner, Joffe(!!), Kornelius, Frankenberger, Dickmann, Stürmer...) durchliest, dann sind diese alle NATO-freundlich.

Es ist durchaus denkbar, dass diese Artikel alle so geschrieben wurden, weil dies der politischen Überzeugung der Autoren entsprach. Nur Verschwörungstrottel kommen auf die Idee, dass irgendwer den Autoren befohlen hat, sie so und nicht anders zu verfassen.

Journalisten beim Axel Springer Verlag MÜSSEN sich ja auch nicht an folgenden Leitlinien halten:
https://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html

Sie sollen es. Wenn sie dauernd dagegen verstoßen, gefährden sie langfristig zwar die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes, aber das gilt für jeden Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber die Einhaltung von Leitlinien am Arbeitsplatz einfordert.

3. "Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika."

Und? Was genau ist daran problematisch?

Wer macht denn beispielsweise in der Ukraine-Krise Druck, obwohl ein Krieg in Europa stattfinden würde? Auch andere Artikel dieser (und anderer) Journalisten, übrigens insbesondere bei "Die Zeit", lesen sich wie Generalmobilmachungen, dir sei auch noch das Anstalts-Video über die Ukraine-Berichterstattung wärmstens empfohlen.

Irrtum. Es würde kein Krieg in Europa stattfinden, es findet bereits einer statt, und den haben weder die USA noch die Westeuropäer angezettelt.

Immer nur von Verschwörungstheorie zu sprechen ist arg billig. Eine "völlig hirnrissige" Behauptung ist das ganz sicher nicht, oder hast du von diesen Menschen schon mal Artikel gelesen, die Verständnis für nicht NATO-Staaten haben? Ich denke nein. Schau dir auch den von mir verlinkten Uwe Krüger Vortrag an, welcher auch für Laien zusammenfasst, dass die Berichterstattung von den "Leitmedien" alles andere als unabhängig ist.

Offensichtlich hast du große Mühe, den Inhalt von Texten zu erfassen. Ich sprach nicht davon, dass es an der Berichterstattung nichts zu kritisieren gäbe, sondern davon, dass es blanker Unsinn, völliger Humbug und durch und durch absurd ist, von einer von finsteren Mächten im Hintergrund gelenkten Berichterstattung zu faseln. Das ist eine Verschwörungstheorie - und das ist noch das Mildeste, was man über diesen Blödsinn sagen kann.

Ich habe übrigens keine Probleme mit dem Finden einer Toilette auch im Dunkeln. Deine Pauschalisierungen sind nicht viel besser als die Tiraden der "Qualitätsjournalisten" (wobei "Qual" hier wortwörtlich gemeint ist).

Meine Oma sagte immer: "Wer sich den Schuh anzieht, dem passt er auch." Du solltest dir übrigens besser verkneifen, anderen Pauschalisierungen vorwerfen zu wollen.

Abschließend: sei doch froh, dass es Menschen gibt, die Dinge kritisch hinterfragen.

Das bin ich. Allerdings darf Kritik gerne auch einen realen, auf Fakten basierenden Hintergrund haben und nicht nur das stupide Geschwafel von Aluhüten als Grundlage.

Und es gefällt mir gar nicht, dass Kabarettisten wie die beiden Jungs von der Anstalt (Max Uthoff und Claus von Wagner), sowie andere Kabarettisten (Erwin Pelzig, hier über Goldman Sachs: https://www.youtube.com/watch?v=XXLlrd5dKQc, Volker Pispers, hier über die Ukraine: https://www.youtube.com/watch?v=PdDXA9RWpEs oder andere wie Georg Schramm, Urban Priol...) und auch Uwe Krüger den Job von Journalisten machen müssen, nämlich möglichst fair und neutral zu berichten und daher auch unabhängig zu sein von irgendwelchen "transatlantischen Swingerclubs" (Zitat Max Uthoff). Denn diese haben sehr wohl Einfluss auf die Berichterstattung.

Dass dir das nicht gefällt, kann ich gut nachvollziehen, allerdings hast du weder die Aufgabe und die Stilmittel von Kabarettisten begriffen noch die von Journalisten. Wenn man Äpfel und Birnen nicht auseinander halten kann, kommt mit etwas Glück vielleicht ein brauchbarer Obstsalat heraus, aber ganz sicher keine tragfähige Argumentation.
 
Journalisten beim Axel Springer Verlag MÜSSEN sich ja auch nicht an folgenden Leitlinien halten:
https://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html
3. "Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika."
Daran problematisch ist, dass die Axel Springer AG ihren Mitarbeitern vorschreibt, dieses Abkommen einseitig zu betrachten. Ein Journalist sollte aber sowohl Pro- als auch Contraargumente in seine Berichterstattung einfließen lassen. Dieser journalistische Grundsatz wird durch die Unternehmensleitlinien ausgehebelt.
 
Abschließend: sei doch froh, dass es Menschen gibt, die Dinge kritisch hinterfragen.
:tnx:

Und es gefällt mir gar nicht, dass Kabarettisten wie die beiden Jungs von der Anstalt [...]
den Job von Journalisten machen müssen, nämlich möglichst fair und neutral zu berichten und daher auch unabhängig zu sein [...]

Wieso müssen? Das moderne politische Kabarett lebt doch von tiefgründigen Recherchen/Nachdenken ihrer Akteure, und eröffnet diesem Genre somit viel mehr Möglichkeiten als ausschließlich oder überweigend mit Plattitüden zu agieren.

Die mangelnde Unabhängigkeit von Journalisten ist auch mir ein Dorn im Auge, auch wenn sich dahingend in den letzten Jahrzehnten verbessert hat. So wäre es z.B. vor 10 oder 20 Jahren undenkbar gewesen, daß mit Ulrich Chaussy ein Redakteur des Bayerischen Rundfunks die staatlichen Vorgehensweisen von Bund und Land nach dem Sprengstoffattentat vom Oktoberfest 1980 kritisch durchleuchtet. Dennoch herrscht dahingehend hierzulande noch viel Luft nach oben - übrigens nicht nur im Journalismus, sondern auch im Bereich Kabarett und Satire, denn ich wage zu bezweifeln, daß ein Satiremagazin hierzulande so uneingeschränkt agieren könnte, wie z.B. von Charlie Hebdo in Frankreich.

Und warum wurde dieser Artikel noch nicht ins Deutsche übersetzt?: http://www.newsweek.com/ukraine-passes-law-shoot-deserters-304911?piano_t=1 (Deserteure der Ukraine dürfen bei Fahnenflucht getötet werden)

Übersetzt vielleicht nicht, aber zumindest wird hier Bezug darauf genommen
 
Niedersachse hat doch völlig Recht, wenn er nachweist, dass das, was "Die Anstalt" macht, eine sehr große Nähe zum verschwörungstheoretischen Denken hat und man diese Sendung mit Fug und Recht als Vorfeld- oder Propaganda-Instrument einer Friedensdemo-Szene um Leute wie Ken Jebsen und Jürgen Elsässer sehen kann. Da wird aus einer Vielzahl halbverdauter Fakten eine Melange erzeugt, die es einem Übel werden lässt.

Das beste Beispiel ist der sogenannte Drohnen-Krieg, dem vermeintlich vollkommen normale Pakistanis permanent ausgesetzt seien. Darüber, was in Pakistan für Zustände herrschen, wie dort mit Leuten umgegangen wird, die nicht den prima Moralvorstellungen gewisser Geistlicher entsprechen, welche Massaker Taliban et al. dort verüben, darüber erfährt man nichts. Man wird nicht darüber aufgeklärt, was dort vor sich geht.

Stattdessen macht man in vollendeter Dummheit, die den Machern der Sendung als "kritischer Geist" erscheinen mag, einen alten Denkfehler, weil der nun so prima ins ideologische Konzept passt: cum hoc ergo propter hoc. Die Korrelation zwischen Terroranschlägen und Drohnenangriffen wird erstens in eine Kausalität umgefälscht, worüber der Zusammenhang keinen Aufschluss gibt. Und zweitens wird gesagt, dass in dieser Korrelation a zu b führt, was aber eben auch gerade umgekehrt sein könnte (mehr Terror, deshalb mehr Drohnenangriffe). Aber Widersprüche, Gründe, Ursachen interessieren keinen, wo nur herauskommen soll, dass es ja die Amerikaner, der Westen, die Drohnen seien, die den Terror hervorbrächten.

Wer solche gezielte, lügnerische Desinformation für kritisch hält, der ist Bestandteil einer gefährlichen Demagogie. Ich halte diese Demagogie deswegen so gefährlich, weil sie, anstatt kritisch auf die Abschaffung unhaltbarer Zustände hinzuwirken, weit eher darauf zielt, die fortschrittlichen Potentiale, die es in der Welt heute noch gibt und die meist irgendetwas dezidiert westliches an sich haben, zugunsten einer Barbarei, wie sielängst nicht nur in Pakistan dort um sich greift, wo ihr niemand bewaffneten Widerstand entgegenbringt, abzuschaffen.
 
Wer macht denn beispielsweise in der Ukraine-Krise Druck, obwohl ein Krieg in Europa stattfinden würde?

Wladimir Putin.

Ich meine, der Mann hat einen souveränen Staat überfallen, eine Halbinsel völkerrechtswidrig annektiert und hält mit seinen Separatisten die ganze Ostukraine als Geisel, überzieht die Menschen mit Tod, Krieg und Vernichtung.

Und die Leute in Deutschland, die sich "kritisch" die Stirn zu nennen haben, sagen: "Die pösen pösen Amis machen Druck?" Oder warnen vor "Krieg"? Weil der ja "in Europa stattfinden würde"? Mal ganz ehrlich, Leute: Putins Krieg findet bereits statt und es sterben täglich Menschen als Folge seiner Aggression. Und die größte Sorge ist es, dass Menschen das so berichten, wie es ist?

Ich kann bei solchen Leuten gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.
 
Wladimir Putin.

Ich meine, der Mann hat einen souveränen Staat überfallen, eine Halbinsel völkerrechtswidrig annektiert und hält mit seinen Separatisten die ganze Ostukraine als Geisel, überzieht die Menschen mit Tod, Krieg und Vernichtung.

Und die Leute in Deutschland, die sich "kritisch" die Stirn zu nennen haben, sagen: "Die pösen pösen Amis machen Druck?" Oder warnen vor "Krieg"? Weil der ja "in Europa stattfinden würde"? Mal ganz ehrlich, Leute: Putins Krieg findet bereits statt und es sterben täglich Menschen als Folge seiner Aggression. Und die größte Sorge ist es, dass Menschen das so berichten, wie es ist?

Das halte ich in diesem Fall für eine einseitige Betrachtungsweise.

Putin vertritt, im Hinblick auf die neuen Entwicklungen, an welchen Russland sicherlich nicht (allein) schuldig ist, schlicht russische Interessen. Dies ist in meinen Augen nichts, was nicht vorauszusehen gewesen wäre, lediglich mit der Entschlossenheit welche er an den Tag legt, haben wohl die meisten im Vorfeld nicht gerechnet.

http://www.neopresse.com/politik/ukraine-die-einkreisung-russlands-durch-die-nato/
 
Tja, wenn Putin irgendetwas annektiert oder irgendwo Kriege anzettelt, vertritt er nur "seine Interessen". Aber wehe die pösen westlichen Staaten tun so etwas, dann wird von Besatzern, dem Völkerrecht oder irgendwas herumlamentiert. Diese Leute haben keine Moral, nicht mal eine doppelte. Für sie ist die Richtung klar: Immer gegen den Westen. Dabei sind sie alles, was sie sind, nur deswegen, weil sie im Westen leben können, das ist das Lustigste daran.
 
Mir erschliesst sich nicht ganz von welchen "Leuten" hier die Rede ist, aber ich habe an solcherlei Leuten auch kein großes Interesse. Ausserdem geht es mir auch nicht darum gegenseitig aufzuwiegen wer wann was falsch gemacht hat und hierbei womöglich bis in Zeiten von Vietnam (USA) oder Afghanistan (UDSSR) zurück zu gehen.

In der Ukraine spielt sich etwas ab, dem der Begriff "diplomatische Krise" oder "Ukraine Krise" nicht mehr gerecht wird, es handelt sich hier mittlerweile wohl um einen handfesten Krieg. Da lohnt es sich in meinen Augen möglichst unvoreingenommen den Auslöser hierfür, sowie die Entwicklungen welche zum Status quo geführt haben isoliert zu betrachten.

Und tut man dies möglichst objektiv, so erschliesst es sich mir schlichtweg nicht, wie man zu dem Schluss gelangen könnte, dass Russland in dieser Entwicklung die Rolle des Aggressors verkörpert?!
 
Hä? Russland hat in die Belange eines souveränen Staates militärisch interveniert. Russland hat einen Teil des Staatsgebiets dieses Landes militärisch besetzt und dort eine gefakte "Volksabstimmung" durchgeführt und dieses Land annektiert. Russland führt im Osten des Landes mit den sogenannten Separatisten einen Bürgerkrieg gegen die ukrainische Regierung. Meine Frage lautet: Was muss Russland noch machen, um als Aggressor dazustehen?

Um gleichfalls der anderen Seite die Rolle des Aggressors zuzuschanzen, reichen oft Aussagen von Politikern oder Journalisten,, durch die im Gegensatz zu Putins Maßnahmen kein einziger Mensch je gestorben ist. Ich finde das Gehabe der Leute, die sich angeblich gleichzeitig für Frieden einsetzen und den Kriegsführer Putin unterstützen, wirklich zum Brechen. Man kann ja sagen, dass man manches, was in der Ukraine abgelaufen ist, für nicht sauber und für falsch hält, dem stimme ich zu. Man kann sagen, dass die westukrainischen Nationalisten üble Gesellen sind. Alles richtig. Aber eines sind sie mit Sicherheit nicht: Nationalistischer, gewalttätiger und gefährlicher als Putin.
 
Ausserdem geht es mir auch nicht darum gegenseitig aufzuwiegen wer wann was falsch gemacht hat und hierbei womöglich bis in Zeiten von Vietnam (USA) oder Afghanistan (UDSSR) zurück zu gehen.

Aber genau in diese Richtung entwickelt sich die Weltpoltik gerade. Putin läßt in russischer Großmannsucht - eine Untugend, die die Sowjet-Kommunisten von dem Zarentum übernommen hatte - die Krim annektieren und auf der anderen Seite der Beringstraße sieht sich Uncle Sam in seiner Stellung als führende Weltmacht bedroht, so daß dort die Falken schon wieder die Krallen wetzen.
 
Ganz ehrlich: Jeder, der sich mit US-Politik befasst, weiß, dass dort niemand eine kriegerische Konfrontation mit Russland will. Darauf kalkuliert Putin ja: Merkel, Deutschland und die EU hält er für weich und nicht bereit und fähig, klare Kante gegen ihn zu zeigen. Und bei Obama weiß er, dass der auch zu harschen Reaktionen unwillig ist und einen Krieg gegen ihn will eh keiner riskieren.

Die einzigen, die ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, waren die Saudis mit der Ölförderwaffe.
 
Und die USA haben ja auch keine Interessen am Donezk-Becken, 5 Mrd $ in den Umsturz investiert (Victoria Nuland), eine Putschistenregierung unterstützt, welche aus Neonazis wie der Swoboda bestand, Hunter Biden (Sohn des Vizepräsidenten) ist nicht Chef eines großen Energiekonzernes in der Ukraine, Goldreserven der Ukraine wurden nicht in die USA geschafft... Kannst dir z.B. anhören, was diese Frau so erzählt hat: https://www.youtube.com/watch?v=yIiYQNOYUVg
(in der Presse wurde nur über das "F**k the EU" geredet).


Maddin, du bist genauso einseitig wie die meisten Medien. Auf der Krim war doch schon die russische Schwarzmeerflotte stationiert, es gab einen Vertrag mit Kiew. Die Krim ist übrigens eine "autonome Republik" mit eigener Regierung, aber das ist ja nicht weiter wichtig. Es war im Übrigen keine Annexion der Krim, sondern eine Sessezion, kannst du hier nachlesen:
http://www.faz.net/aktuell/feuillet...ht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html
Den Bewohnern der Krim scheinen recht froh über die Entscheidung zu sein, zu Russland zu gehören und sich somit dem Terror der Regierung gg. die Ostukrainer entzogen zu haben:
http://www.schweizmagazin.ch/nachri...-Bewohner-glcklich-ber-Wiedervereinigung.html

Ich unterstütze keineswegs Putin, aber der Mann hat auch Sicherheitsinteressen. Auch er hat in den letzten Jahren gesehen, dass ihm die NATO immer weiter auf den Pelz rückt und Staaten, allen voran die USA, durch verschiedene NGOs den Einfluss auf die osteuropäischen Staaten verstärkt. Dass einige Staaten, allen voran Polen, Angst vor Russland haben verschweige ich gar nicht. Und lass bitte die Mär von den Seperatisten, welche deiner Meinung nach wohl alle aus Russland kommen:
http://derstandard.at/2000011053919/Ukraines-Armeechef-widerspricht-seiner-Regierung

Es ist eher so, nach meiner Einschätzung, da viele Menschen im Osten unzufrieden mit der Putschregierung sind und waren, vor allem wenn diese Russisch als Amtssprache verbieten will/wollte, andere Parteien von Neonazis bedroht und Fabriken gestürmt werden. Jazenjuk hat die Menschen in der Ostukraine übrigens als Untermenschen bezeichnet:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kiews-aussenminister-beschimpft-putin-a-975536.html

Frage an dich: Würdest du dich wohl und sicher fühlen, wenn deine Bundeskanzlerin dich Norddeutschen als "Untermensch" bezeichnen würdest und dir deinen Dialekt verbieten würde? Ich denke mal nein.

Die EU (http://www.heise.de/tp/artikel/43/43888/1.html) und auch Schweizer Neonazis (http://www.tagesanzeiger.ch/ausland...liefern-Geld-in-die-Ostukraine/story/13160853) unterstützen diese kranken Leute wie Poroschenko (https://www.youtube.com/watch?v=ed05XIoKmsE) und Jazenjuk (s.o.) bei dem Bombardement der eigenen Bevölkerung auch noch.
Poroschenko hat übrigens einen Tag später "Kopfgelder" auf die Separatisten ausgesetzt: http://www.zeit.de/politik/ausland/...raemien-soldaten?user_suggested=true#comments
Du kannst dir also ungefähr ausmalen, wo dein Steuergeld verschwindet.
Die Armee streckt auch nicht davor zurück, Streubomben einzusetzen (http://www.osce.org/ukraine-smm/138906). Wenn die Bevölkerung doch so gegen die Separatisten wäre, hätten diese doch keine Chance. Jedoch kämpfen auch Söldner von Blackwater/Academi in der Ukraine: https://www.youtube.com/watch?v=C8iu2ZvzlAg und https://www.youtube.com/watch?v=YbHuPpY0XvU

Deshalb fliehen auch viele Ukrainer in das vermeitliche "Aggressorland" Russland oder auch Weißrussland (http://www.zeit.de/politik/ausland/...t?commentstart=1&user_suggested=true#comments).
Polen erkennt die Kriegsflüchtlinge beispielsweise nicht an. Dort gehen übrigens viele Bauern auf die Straße, um gegen die Sanktionen gegen Russland zu protestieren.

Wie man die Neonazis, welche ja nicht nur die Swoboda stellt, sondern auch in Jazenjuks Partei eingegliedert, Oleg Ljaschenkos Partei angehören oder teilweise auch in Timoschenkos Partei sind, nicht als gewalttätiger als Putin darstellen möchte, bleibt mir ein Rätsel. Dieser hat seine Papenheimer wie Nawalny wenigstens halbwegs im Griff. Was eine Frau Timoschenko beispielsweise für einen Russenhass hat, kannst du dir anhören:
https://www.youtube.com/watch?v=O_qdJYRY0ZY

Hier mal das Logo des Asow-Bataillones: http://de.wikipedia.org/wiki/Bataillon_Asow#mediaviewer/File:Emblem_of_the_Azov_Battalion.svg

Sind natürlich nicht so schlimm wie Putin, ganz klar.

Es ist unfassbar, wie die Taten von Neonazis hier wieder kleingeredet werden, bloß weil es gegen Russland geht. 50.000 Menschen sind schon gestorben und das, weil eine Regierung die eigene Bevölkerung beschießt. Ein Skandal aus meiner Sicht!

Aus meiner Sicht müssen die Menschen in Lugansk und Donezk selber abstimmen, zu wem sie gehören wollen (Unabhängigkeit, weiter zu Ukraine, aber mit weiteren Autonomierechten oder zu Russland, wobei sich Putin überlegen dürfte, die zerstörte Region in die RF aufzunehmen). Dieser Putin schickt übrigens Hilfskonvois in das zerstörte Land, obwohl es seiner Bevölkerung teilweise auch schlechter geht als vor einem Jahr, während wir/EU, wie oben beschrieben, keine Flüchtlinge aus der Region aufnehmen wollen und Waffen schicken wollen. Daher hat aus meiner Sicht der Westen eine gehörige Mitschuld, vor allem da Leute wie Biden und vor allem der widerwärtige John McCain weiterhin versuchen wollen, den Flächenbrand mit Kerosin zu löschen.

Anbei noch etwas Literatur, um den Konflikt besser verstehen zu können:

Matthias Bröckers und Paul Schreyer: Ansichten eines Putinverstehers
Reinhard Lauterbach: Bürgerkrieg in der Ukraine
Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht
(http://www.attac-leipzig.de/allg/material/2014/Die einzige Weltmacht.pdf)

P.S.: https://propagandaticker.wordpress....sche-truppen-heissen-ab-jetzt-pro-u-s-troops/

Nur ein Freudscher Versprecher oder doch mehr? Und was wäre los, wenn Putin in Mexiko oder Kuba einen Militärstützpunkt erbauen und Atomraketen/-abwehrschirme aufstellen würde? Stünden wir dann vor dem 3. Weltkrieg wie anno 1961?
 
Tja, wenn Putin irgendetwas annektiert oder irgendwo Kriege anzettelt, vertritt er nur "seine Interessen". Aber wehe die pösen westlichen Staaten tun so etwas, dann wird von Besatzern, dem Völkerrecht oder irgendwas herumlamentiert.

Das ist zu schwarz-weiß gedacht, denn auch bei dieser Thematik ist viel Grauzone enthalten. Die Annektion der Krim verstößt zweifellos gegen das Völkerrecht und gehört entsprechend verurteilt. Aber dennoch müssen sowohl der Westen als uch die Ukraine sich selbstkritisch hinterfragen, was man im Umgang mit Russland selber falsch gemacht hat, wodurch der Status Quo möglicherweise begünstigt wurde?

Hätte der Westen sich in der Unterstützung der Reformkräfte in der Ukraine (in Person von Julija Tymoschenko und Wiktor Juschtschenko) vielleicht etwas zurückhalten sollen? War es taktisch klug von Julija Tymoschenko, im Sommer letzten Jahres ein Referendum über die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine anzukündigen? Fühlte Russland sich nicht schon die Osterweiterung der NATO im Jahre 2004 provoziert?
 
Meinst Du den "widerwärtigen" John McCain, der seit Jahren auf das Metzeln in Syrien hinweist, das Assad mit russischen Waffen und unter duldung des Westens durchführt? Über 200k Tote? Naja, interessiert keinen. Sind nicht die Amis Schuld dran.

Ich lache über solche Fakten, wie sie hier präsentiert werden. Oder den irren Bröckers als Quelle, ein purer Verschwörungswahnsinniger. Rechte Ukrainer, Neonazis gibt es. Jazenjuk und Konsorten sind nicht meine Freunde oder Verbündete. Warum sollten sie es sein? Nur rechtfertigt ihre Existenz die Annexion der Krim? Die Massaker im Donbas? Die Vertreibung der nicht russischsprachigen Menschen? Die faschistische, antisemitische und antiukrainische sogenannte Regierung der Ostukraine, von Russland aufgerüstet und mit "Freiwilligen" unterstützt, ohne die diese einen Bürgerkrieg gar nicht führen könnten?

Nein nein, wir haben es hier mit einer lupenreinen Aggression von Putin gegen einen Staat zu tun, der es gewagt hat, Putins Vasallen abzusetzen und sich anders zu orientieren und Putin hält es für sein Recht, dort auf Leichenbergen Chaos herzustellen, Chaos, Angst, Tod, weil er dann als Ordnungsfaktor sich aufspielen kann. Wenn man solcherlei Spielchen damit begegnet, dass man Putin nachgibt oder anderen die Schuld für sein Handeln gibt, dann macht man ihn nur stärker und sorgt für weitere Leichenberge in der Zukunft.

Wie Putins Propaganda funktioniert, die genau an eine europäische und amerikanische Linke addressiert ist, kann man in diesem Video erklärt finden:

https://www.youtube.com/watch?v=a6RgARKEU8k
 
Genau, ein Amerikaner erklärt die Propaganda der Russen, köstlich! :D Schlimm diese Linken, mir sind die Grünen mit Kriegstreibern wie Frau Göring-E, den Herren Özdemir, Nouripour sowie den EU-Abgeordneten Harms, Beck und Schulz natürlich lieber, ganz klar! Die sind ja auch für Krieg!

Das "Chessboard" hat erwähnter Brzezinski ja nur selber erwähnt, das Buch heißt im Englischen "The Grand Chessboard" und enthält interessante Passagen über die Ukraine. Lies es dir durch, ich habe den Link gepostet, du kannst es dir ja auch downloaden!

Zu deinem Autor habe ich noch paar Stellen aus der Wikipedia für dich:

"In einer ausführlichen Kritik wirft der am Institut für Zeitgeschichte arbeitende Historiker Jürgen Zarusky Snyder vor, mit dem Begriff „Bloodlands“ keine historische Landschaft und das Geschehen in ihr zu beschreiben, sondern ein Konstrukt zu entwickeln, das historisch zusammenhängende Phänomene teils zerschneide, teils künstlich aufeinander beziehe. Snyder überbetone zudem vermeintliche Ähnlichkeiten von NS-Herrschaft und Stalinismus.[4] Auch andere Kritiker bemängeln, Snyder betreibe in dem Buch eine zu starke Gleichsetzung der beiden Diktaturen.[5] " (http://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Snyder)

Bei den Fox News ist er auch! Hört sich nach unter RTL-Niveau an! Applaus, Applaus für deine Worte.


Ja, ich meine den John McCain, der sich auch gerne mit Terroristen von der ISIS ablichten lässt: http://www.infiniteunknown.net/2014/08/27/an-american-in-isis-meet-doug-mccain-one-dead-jihadist/

Frag mal die Syrer in dem Flüchtlingsheim um die Ecke, was ihnen besser gefallen hat: Assad oder das jetztige Chaos mit ISIS, moderaten Rebellen, die wir unterstützt haben (Obama bei Radio Bochum)? Assad ist nun wirklich kein Friedensstifter, aber er hatte das Land unter Kontrolle. Und woher nimmst die Infos, dass Assad das Giftgas eingesetzt hat? Gibt doch keinen Beweis dafür oder? Wir haben jedoch kein Problem damit, wenn mit unseren gelieferten Waffen an Saudi-Arabien und Katar Aufstände wie in Bahrain niedergeschlagen werden oder wenn die USA Mubarak jährlich mit 1,3 Mrd unterstützt haben: http://de.wikipedia.org/wiki/Husni_Mubarak#Unterst.C3.BCtzung_durch_den_Westen

Bröckers erklärt es in seinem Buch jedoch sehr gut, worum es geht: Geostrategien und Ölpipelines! Nicht um Menschenrechte. So ist das leider, auch wenn du es nicht einsehen möchtest. Aberklar, ich nenn den Verschwörungstheoretiker (Paul Schreyer hat übrigens auch mitgewirkt, aber lesen kannst du offenbar nur äußerst beschränkt) und kümmere mich um das Geschwätz nicht. Alle anderen, die nicht bei Putin die alleinige Schuld für den Bürgerkrieg in der Ukraine sehen, sind es auch. Ich mach mir die Welt, widedede wie sie mir gefällt! Antisemitismus zieht auch immer, ganz besonders antisemitisch dürften die Swoboda-Leute sein, welchen unser Außenminster die Hand geschüttelt hat. Die haben auch eine tolle Schwesternpartei in Deutschland!:
https://www.facebook.com/npd.de/posts/10151517662984584

Aber ich zitiere mal Gregor Gysi (auch wenn du es dir in deinem Wahn eh nicht anschauen dürftest), welcher wiederum Oleg Tjahnybok zitiert hat: https://www.youtube.com/watch?v=sgKpFwpvDEc ("Schnappt euch die Gewehre und jagt die Russensäue, die Juden, die Deutschen und anderes Gesocks"). Selbstverständlich stehen diese geistesgestören Menschen auf einem Level mit Putin... :crazy:

Du kannst ja gerne zum Asow-Bataillon und anderen rennen und sagen, du seist russischer Jude. Was die Braunen dann mit dir machen werden, dürfte sich nicht von der IS-Kämpfern unterscheiden!


Du hat offensichtlich meine ganzen anderen Links nicht gelesen und hör bitte auf, weiteren Schwachsinn wie im zweiten Absatz zu posten. Einsichtigkeit hast du offenbar auch nicht gelernt.

Putins Vasallen? Aber wenn wir Jazenjuk und Poroschenko unterstützen, stärken wir die westlichen Werte in der Ukraine? Äußerst peinliche Einschätzung von dir!
 
Ganz ehrlich: Jeder, der sich mit US-Politik befasst, weiß, dass dort niemand eine kriegerische Konfrontation mit Russland will.

Ganz ehrlich: Dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen wollen, zumindest nicht für sog. Stellvertreterkriege. Denn wer sich mit der US-Politik befaßt, der weiß auch, daß die Monroe-Doktrin von 1823, die auf die Abwehr europäischer Eingriffe ausgerichtet war, sich in den fast 2 Jahrunderten ihres Bestehens sukzessive ins offensive wandelte: zunächst zu einer Legitimation US-amerikanischer Expansionen und Invasionen in Mittel- und Südamerika, gefolgt von der Unterstützung der Verbündeten im den beiden Weltkriegen, dem militärischem Eingreifen mit UN-Mandat (Korea) oder ohne (Vietnam, Grenada, Lybien) bis hin zu den beiden Irakkriegen. Manche dieser Interventionen waren nicht nur legitim, sondern auch erforderlich, wie z.B. die Befreiung Europas vom NS-Terror - aber zu welchen illegtimien Mitteln die Falken in der US-Politik in der Lage sind - z.B. die gefälschten Beweise, die zum 2. Irakkrieg führten - sollten jedem, der sich mit der US-Politik befaßt, noch bewußt sein.
 
@Bremen: Sehr guter Beitrag, insbesondere der letzte Satz! :daumen::daumen:

Wir können den USA nicht genug dafür danken, dass sie uns nach dem 2. Weltkrieg vor dem Stalinismus bewahrt haben. Aber das darf keine Legitimation dafür sein, dass sie weltweit unliebsame Regierung (mit)wegputschen und Diktatoren unterstützen.
 
Warum haben sie eigentlich nicht das Recht dazu? Welches Recht hatte Saddam Hussein dazu, sein Volk zu unterdrücken, in Saus und Braus zu leben, jährlich tausende umzubringen, einzuknasten und zu foltern? Welches Recht hatte er, sein Volk mit Giftgas zu beschießen?

Man mag über die Strategien der USA in nahost oft geteilter Meinung sein und die Vorgehensweise im Irak nach dem Sturz Saddams und der nun erfolgte Truppenabzug waren schlecht. Das heißt für mich lange nicht, dass Saddam hätte weiterregieren sollen, der Kerl musste weg und fertig, er hätte schon viel früher weggemusst, spätestens 1991.

Ja, und das mit Professor Snyder ist so eine Sache: der Kerl ist kein NS-Experte und redet in Bloodlands viel dünnes Zeug. Er ist aber einer der besten Kenner der ukraine und der sowjetischen Politik und wenn man sich ansieht, was die Sowjets in der Ukraine veranstaltet haben, dann ist das in der Hitliste der Massaker und Völkermorde sicherlich irgendwo hinter dem Holocaust auf den ganz vorderen Plätzen anzusiedeln. Was Putin macht, ist zweierlei: Er schürt den großrussischen Nationalismus, der die Ukraine als Provinz betrachtet und er rehabilitiert die Sowjetunion und den Stalinismus auf breiter Front. Da ist es klar, dass ein erheblicher Teil der Ukrainer das etwas anders sieht und sicherlich nichts damit zu tun haben will.

Das Problem mit der Propaganda, die da betrieben wird, so nach dem Motto: Westukraine alles Nazis, alles russophobe Rechtsradikale und Russland die Großmacht mit Augenmaß, besteht doch darin, dass das eben alles Lüge ist. Nicht weil es keine gäbe, sondern weil es bei weitem nicht alle sind und weil dies bei weitem nicht all die Strömungen beschreibt, die vom System Russland die Nase voll hatten.

Wir brauchen uns mit mir nicht über US-Politik etc. pp. zu unterhalten, wenn wir nicht einmal die Fakten bezüglich der massiven russischen Aggression und des russischen Beitrags zur Destabilisierung und der Ausbreitung kriegerischer Konflikte in der Ukraine und in Nahost klar sind. Wenn wir da die Fakten weglügen oder mit irgendwas in Bezug auf die USA rechtfertigen wollen, wenn wir Putin beschönigen oder seine Aggressionen und expansionen zur Notwehr umfälschen, dann stimmt mit uns bereits ganz grundsätzlich etwas nicht, dann haben wir nicht kapiert, was in der Ukraine vorgeht. Dass da Geostrategen dieses oder jenes planen oder verschieden Parteien Interessen haben, ist doch vollkommen normal. Die Frage ist doch, wie diese durchgesetzt werden und Herr Putin scheint darauf zu setzen, überall irgendwelche Gruppen mit waffen zu unterstützen, bis alles zerfällt und nirgendwo eine Ordnung mehr zu erkennen ist. Ihm ist es wurscht, wenn die ganze Ukraine kaputtgeschossen wird, weil ihn eben wirtschaftliche Interessen nicht motivieren, sondern er sich als großer Machtstratege versteht.
 
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