Allgemeiner Politik Thread

Und wieso sollte man Zuwanderung/Migration nicht als Chance und Bereicherung begreifen können? Alle meine Freunde haben mein Leben bereichert und mir neue Perspektiven eröffnet, die ich ohne sie vielleicht nie kennengelernt hätte... Also ich möchte sie nicht missen!
 
Aber ist es schlimmer, im Wettbewerb gegen einen Moslem zu verlieren als gegen einen Christen?! Sagt man sich; schade, dass ich den Job nicht gekriegt habe - aber wenigstens war es ein Deutscher?!

Nein. Aber man hat jemanden, an dem man seinen Frust, seine Wut auslassen kann.
An einem Ausländer geht das viel einfacher, als an einem Deutschen.
Lehrt uns auch die Geschichte aus den 20'er / 30'er Jahren in Deutschland, als es solche Bewegung in extremer Ausartung gab.

Ängste bzw. Wut lassen sich nicht eliminieren indem man mit einer Keule drauf haut und sagt "du bist doof und hast keine Ahnung".
Damit macht man es nur schlimmer als besser. Damit löst man keinen Konflikt. Heute nicht, morgen nicht und übermorgen auch nicht.

Man muss die Ängste derer, die bei Pegida und Co. auf die Straße gehen ernst nehmen und sich damit beschäftigen, versuchen sie zu lösen.
Nur so kann man den immer noch existierenden Ost-West-Unterschied beilegen.
 
Das ist seine Uninformiertheit. Ja es gab Migranten in der DDR. Aber sie fanden im Stadtbild quasi nicht statt.

Ich wüsste jetzt auch nicht, dass er vom Stadtbild geschrieben hätte. Ich hatte das eher so verstanden, ob und inwiefern es nach der Wende einen Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze gegeben haben, der vorher nicht dagewesen war.
Jedenfalls verstehe ich dein Argument, dass die Türken ja im Westen beim Wiederaufbau geholfen haben und man deswegen ein anderes Verhältnis zu ihnen habe in diesem Zusammenhang nicht; in beiden deutschen Staaten haben Migranten Arbeit übernommen, weil Mangel an einheimischen Arbeitskräften herrschte. Politisch bedingt waren die Herkunfstländer halt andere.
 
Bis 1989 waren 94.000 Vertragsarbeitnehmer in der DDR ansässig, davon 59.000 Arbeitskräfte aus Vietnam und ca. 15.000 aus Mosambik. Zu den restlichen Herkunftsländern gehörten Kuba, Polen und Angola. Diese Vertragsarbeiter wurden in speziellen Wohnsiedlungen untergebracht. Eine Integration war nicht vorgesehen, und sie hatten nach Ablauf der Arbeitsfrist wieder zurückzukehren. Die Bedingungen waren auch nicht gerade einladend: Falls eine Schwangerschaft auftrat, musste die Frau abtreiben, oder es drohte ihnen die Abschiebung.

Das ist seine Uninformiertheit. Ja es gab Migranten in der DDR. Aber sie fanden im Stadtbild quasi nicht statt.

Ups dann waren das wahrscheinlich Visionen von Vietnamesen, Kubanern und Mosambikanern, die ich damals hatte... Die Russen (Sowjetarmee) und Kubaner, die sich regelmäßig in der Disse auf die Rübe gegeben haben, sind dann wohl ebenso ein Resultat meiner regen Phantasie...
 
Und wieso sollte man Zuwanderung/Migration nicht als Chance und Bereicherung begreifen können? Alle meine Freunde haben mein Leben bereichert und mir neue Perspektiven eröffnet, die ich ohne sie vielleicht nie kennengelernt hätte... Also ich möchte sie nicht missen!

Wie alt bist du?

Die Situation von der Wende, als in der DDR das gesamte Wirtschaftssystem zusammen gebrochen war, war, das keiner / kaum jemand wusste, wo er Arbeit finden soll / Geld verdienen soll.
Und da soll man sich über Konkurrenten bei der Jobsuche von außen auch noch freuen?
Ich kann jeden verstehen, der da zumindest nicht glücklich drüber ist und sich eher wünscht, das die Ausländer wieder verschwinden, da diese Reaktion schlicht (leider) absolut menschlich ist.
 
Ängste sind nicht rational erklärbar. Wenn man sie allerdings in so einer Art und Weise wie es gerade geschieht ignoriert oder eben auch verteufelt, dann werden sie nicht weniger sondern es passiert eher das Gegenteil.

Ich finde durchaus, dass ein Dialog stattfindet. Nur muss man in diesem Dialog ja wohl ansprechen dürfen, dass diese Ängste (vor der Islamisierung, dass "die uns die Arbeit wegnehmen" etc.) falsch sind und es für sie keine rationale Grundlage gibt. Dialog kann doch nicht sein, dass einige demonstrieren, und die Andersdenkenden das nicht sagen und begründen dürfen.
Nur weil viele Menschen eine Angst teilen, heißt das nicht, dass die wahr währe oder gar die Politik das tun müsse, was diese Menschen fordern. Erst recht nicht, wenn sie Minderheit darstellen, die keine Mehrheit in den Parlamenten finden.
 
Zitat von Fliegenfänger;3078111:
Ich kann jeden verstehen, der da zumindest nicht glücklich drüber ist und sich eher wünscht, das die Ausländer wieder verschwinden, da diese Reaktion schlicht (leider) absolut menschlich ist.

Aber es waren/sind doch kaum Ausländer da! Wenn wir mal von einem Ausländeranteil von 2% ausgehen, dann haben - stark vereinfacht gerechnet - auch nur 2% der Erwerbslosen keinen Arbeitsplatz, weil der "von einem Ausländer weggenommen" wurde.
 
Zitat von Fliegenfänger;3078104:
Nein. Aber man hat jemanden, an dem man seinen Frust, seine Wut auslassen kann.
An einem Ausländer geht das viel einfacher, als an einem Deutschen.
Lehrt uns auch die Geschichte aus den 20'er / 30'er Jahren in Deutschland, als es solche Bewegung in extremer Ausartung gab.

Ängste bzw. Wut lassen sich nicht eliminieren indem man mit einer Keule drauf haut und sagt "du bist doof und hast keine Ahnung".
Damit macht man es nur schlimmer als besser. Damit löst man keinen Konflikt. Heute nicht, morgen nicht und übermorgen auch nicht.

Man muss die Ängste derer, die bei Pegida und Co. auf die Straße gehen ernst nehmen und sich damit beschäftigen, versuchen sie zu lösen.
Nur so kann man den immer noch existierenden Ost-West-Unterschied beilegen.

Schade das du nicht in der Lage bist normal über dieses Thema zu diskutieren sondern gleich die Nazikeule rausholen musst. Und dann bist du auch noch mangelhaft informiert. Ich als eine die in der DDR gelebt hat, sollte wohl sehr gut wissen wie das Strassenbild während dieser Zeit aussah.

Und es würde vielleicht helfen das Problem zu lösen wenn man die Ängste der Menschen versuchen würde zu verstehen anstatt wie du einfach mit der Nazischiene zu kommen. Aber Leute verurteilen ist natürlich viel einfacher als sich mit den Gründen auseinanderzusetzen.

:tnx::tnx:
 
Zitat von Fliegenfänger;3078111:
Wie alt bist du?

Die Situation von der Wende, als in der DDR das gesamte Wirtschaftssystem zusammen gebrochen war, war, das keiner / kaum jemand wusste, wo er Arbeit finden soll / Geld verdienen soll.
Und da soll man sich über Konkurrenten bei der Jobsuche von außen auch noch freuen?
Ich kann jeden verstehen, der da zumindest nicht glücklich drüber ist und sich eher wünscht, das die Ausländer wieder verschwinden, da diese Reaktion schlicht (leider) absolut menschlich ist.

Diese gerade einmal 94.000 Vertragsarbeiter, laut Peggy ohnehin kaum wahrnehmbar, weiterhin zu jener Zeit zum Großteil wieder in ihre Herkunftsländer geschickt, kann man nicht ernsthaft als Argument in Erwägung ziehen.
Die Einzigen, die zu größerer Anzahl hier geblieben sind, waren Vietnamesen und diese haben sich meist in Form von Asia-Läden und Asia-Imbissen etwas Eigenes aufgebaut.

Die Zahl von Migranten in der Anfangszeit nach der Wende war verglichen mit der heutigen Anzahl ebenso verschwindend gering im Osten.
Wenn damals Ausländer in den Osten kamen, dann waren das meistens auch Menschen, die sich ebenfalls im gastronomischen Gewerbe niederließen und eigene Existenzen aufbauten. Wo diese der darbenden Industrie Arbeitsplätze streitig machen, musst du einmal genauer erklären.
Ich kann mích jedenfalls nicht erinnern, dass in den ehemaligen VEB Ausländer den deutschen Beschäftigten die Jobs streitig gemacht hätten. Ebenso wenig bei den vielen nach der Wende neu gegründeten Handwerksbetrieben.
 
Zitat von Fliegenfänger;3078111:
Wie alt bist du?

Die Situation von der Wende, als in der DDR das gesamte Wirtschaftssystem zusammen gebrochen war, war, das keiner / kaum jemand wusste, wo er Arbeit finden soll / Geld verdienen soll.
Und da soll man sich über Konkurrenten bei der Jobsuche von außen auch noch freuen?
Ich kann jeden verstehen, der da zumindest nicht glücklich drüber ist und sich eher wünscht, das die Ausländer wieder verschwinden, da diese Reaktion schlicht (leider) absolut menschlich ist.

Mein Alter behalte ich lieber für mich — da bin ich ganz Frau... ;)

Die Wende ist 25 Jahre her... Legida gibt es seit wann? Ich sehe da, ehrlich gesagt, jetzt keinen direkten Zusammenhang.
 
Zitat von Fliegenfänger;3078104:
Man muss die Ängste derer, die bei Pegida und Co. auf die Straße gehen ernst nehmen und sich damit beschäftigen, versuchen sie zu lösen.
Nur so kann man den immer noch existierenden Ost-West-Unterschied beilegen.

Vor allem nachdem es, bereits hundertfach durchgekaut wurde, dass gerade im Osten die Anzahl der Ausländer minimal ist, diese keinerlei Bedrohung für Arbeitsplätze darstellen, die Leute von Pegida ja nicht einmal der "gleichgeschalteten Lügenpresse" sondern lieber "ehemaligen" Nazifunktionären glauben, wird man da mit ein paar erklärenden und aufklärenden Worten auf offene Ohren stoßen.
Kannst du selbst nicht dran glauben, oder?
 
Ups dann waren das wahrscheinlich Visionen von Vietnamesen, Kubanern und Mosambikanern, die ich damals hatte... Die Russen (Sowjetarmee) und Kubaner, die sich regelmäßig in der Disse auf die Rübe gegeben haben, sind dann wohl ebenso ein Resultat meiner regen Phantasie...

und genau da liegt das Problem. Es geht den meisten nur darum sich und ihre Meinung darzustellen aber nicht darum das Problem anzugehen geschweige denn zu versuchen es zu verstehen. Daher wird sich dieses Problem wohl weiter hochschaukeln und nachher fragen sich alle wie es denn soweit kommen konnte und sind sich nicht bewusst das sie mit ihrer Ignoranz mit dazu beigetragen haben.
 
und genau da liegt das Problem. Es geht den meisten nur darum sich und ihre Meinung darzustellen aber nicht darum das Problem anzugehen geschweige denn zu versuchen es zu verstehen. Daher wird sich dieses Problem wohl weiter hochschaukeln und nachher fragen sich alle wie es denn soweit kommen konnte und sind sich nicht bewusst das sie mit ihrer Ignoranz mit dazu beigetragen haben.

Wo liegt das Problem? Du hast geschrieben die Ausländer waren in der DDR nicht wahrzunehmen, ich schrieb das dem so nicht war und sie sehr wohl auch im öffentlichen Raum zu bemerken waren.
Wenn du dann argumentierst, das die Ängste daher rühren, dass man keine Erfahrungen mit Ausländern hatte, da nicht wahrnehmbar und nun ja auch Ängste kursieren, obwohl des geringen Ausländeranteils, dann frage ich mich, wie willst du den Leuten die Angst vor etwas nehmen, was es so überhaupt nicht gibt, nämlich eine Ausländerflut oder Schwemme?

was willst du machen mit den Gegnern der Islamisierung? Sie durch Dresden führen und mit ihnen Moscheen zählen? In der Hoffnung ihre Ängste würden geschwächt? In Dresden gibt es kaum Moscheen und si haben trotzdem "Angst", wenn sie dann sehen das es sie tatsächlich nicht gibt, bekommen sie fürchte ich eher noch mehr Angst vor einer Islamisierung.
 
Und dieser Beitrag hat sogar Zustimmung gefunden. Von wem? Schauen wir mal...

Da ging es wie gesagt auch nicht um die Demonstrationen für weltoffene Städte, die zeitlich nicht mal parallel zu den Pegida Kundegbungen stattfanden.

Hast du auch die Einwohnerzahlen der Bundesländer gegoogelt und diese in Relation zur Anzahl der Straftaten gesetzt?

Stimmt, da habe ich nicht drann gedacht, die Statistik ist eh nicht so toll, da nicht mal eine Quelle angegeben wird. In den offiziellen Kriminalstatistiken der Länder habe ich leider nirgendswo Zahlen zu politisch motivierten Straftaten gefunden.

Ich will gar nicht bestreiten, dass in den neuen Bundesländern,
rechtsextremistische Ansichten weiter verbreitet sind, das ist ja offensichtlich. Aber zumindest in den Großstädten ist dieses Problem nicht so allgegenwärtig, wie es teilweise dargestellt wird, im Gegenteil.


Um genau zu sein, müsstest du jetzt noch die ganzen Migranten von der Gesamteinwohnerzahl NRW's subtrahieren, da diese nach gefühlter Logik ja keine fremdenfeindlichen Straftaten begehen können... höchstens Selbstverstümmelung oder Suizid.

Warum sollten Migranten keine fremdenfeindlichen Straftaten begehen können? :roll:
 
Die die während der Wende 89 vom Osten zu "uns" kamen erzählten mir z.B. was davon dass sie "Ausländer" nicht abkönnten etc. Auf ein "warum?" kam kaum eine gescheite Antwort.
Ich sagte denen - weil es dann auch eher die Sprache war die sie selber verstanden - "Der Ausländer von dem du sprichst, der hat hier gearbeitet und eingezahlt und Du? Nothing! Überleg ma!"
Dann waren sie oftmals still oder drehten das Thema zu Asylanten, wo ich dann sagte "..und was seid ihr dann?" (Viele DDRler Kamen über die grüne Grenze zu uns und die Einheit war noch nicht vollzogen!)

Damals hatte ich echt das Gefühl, daß die "deutscheren" Deutschen "im Tal der Ahnungslosen hinter dem antifaschistischen Schutzwall" leben (oder wie Grimm sagen würden: Da in den Bergen bei den sieben Zwergen). Nichts destotrotz mußte ich mir selber ein Urteil bilden und habe mir das Nachwendeszenario dann vor Ort angesehen.
Viele Freunde dort gefunden.

Es gibt hüben und drüben sone und sone. Aber die Nehmermentalität und die Staatshörigkeit ist dort etwas ausgeprägter als "im Westen". Auch das man erstmal selber anpacken muß, bevor Hilfe von jemand anders kommt, ist dort nicht so verankert.
Insbesondere aus der Generation 40-60 kommt gern "Oostalgie" durch.

Und: Daß sie in einem Unrechtstaat lebten, das haben sie bis heute nicht gescheckt.

Unsere "Appeasementkultur" "sagt": Wenn du EX-Stasi bist, dann kannst du Dir ne Rente oder n Job einklagen, das Nazi System wurde komplett und zu Recht zu einem "Unrechtstaat" verurteilt. Nazis bekommen selbst jetzt noch hochbetagt Gefängnisstrafen. Ein UN Tribunal für das Honecker-Regime wären damals nötig gewesen.
 
Wo liegt das Problem? Du hast geschrieben die Ausländer waren in der DDR nicht wahrzunehmen, ich schrieb das dem so nicht war und sie sehr wohl auch im öffentlichen Raum zu bemerken waren.
Wenn du dann argumentierst, das die Ängste daher rühren, dass man keine Erfahrungen mit Ausländern hatte, da nicht wahrnehmbar und nun ja auch Ängste kursieren, obwohl des geringen Ausländeranteils, dann frage ich mich, wie willst du den Leuten die Angst vor etwas nehmen, was es so überhaupt nicht gibt, nämlich eine Ausländerflut oder Schwemme?

Ängste sind etwas sehr subjektives und manchmal nicht auf den ersten Blick nachzuvollziehen . Es hilft aber doch eher mit den Leuten in einen Dialog zu treten und sich mit den Ängsten dieser Leute auch ernsthaft zu befassen. Als das sie von allen Seiten Medien, Politik und auch hier mit der Nazikeule eins übergebraten bekommen. Das ist das was mir in dieser ganzen Diskussion fehlt. Da hört man ständig das alle die bei PEGIDA
mitlaufen doch sowieso rechts sind. Leider lebe ich nicht mehr in Leipzig und kann mir da momentan kein eigenes Bild von dem machen was da vor sich geht. Ich sehe aber eine große Gefahr darin diese Bewegung zu verteufeln und zu verdammen und sich aber absolut Null damit auseinanderzusetzen wo sie denn her kommt. Glaubt denn hier wirklich jemand das 25.000 Dresdner braunes Pack und Nazis sind. Wohl eher nicht. Aber genau das wird doch von den Medien und der Politik versucht zu vermitteln. Das halte ich für einen großen Fehler, denn das schürt die Ängste der Menschen doch noch viel mehr und ich will nicht wissen wohin das führen kann.
 
Mensch Peggy, genau da liegt das Problem. Es wurde ihnen nicht hundert sondern tausendmal erklärt und keinerlei gedanklicher Prozess kam dadurch in Gange.
Wie oft soll man es ihnen noch erzählen, vor allem da sie ja selbst die seriöse Presse als Systempresse und Lügenpresse bezeichnen.
Wenn man keine Affinität zum Gebetsmantra hat, dann haben sie mit ihrem sturen Verweigern der Erkenntnis den längeren Atem, zumal viele von ihnen auch gar nichts anderes hören wollen, was nicht in ihr Weltbild und Gedankenschema passt.
 
Mensch Peggy, genau da liegt das Problem. Es wurde ihnen nicht hundert sondern tausendmal erklärt und keinerlei gedanklicher Prozess kam dadurch in Gange.
Wie oft soll man es ihnen noch erzählen, vor allem da sie ja selbst die seriöse Presse als Systempresse und Lügenpresse bezeichnen.
Wenn man keine Affinität zum Gebetsmantra hat, dann haben sie mit ihrem sturen Verweigern der Erkenntnis den längeren Atem, zumal viele von ihnen auch gar nichts anderes hören wollen, was nicht in ihr Weltbild und Gedankenschema passt.

es geht doch nicht ums erklären, sondern um das Ernst nehmen der Ängste und nicht von oben herab den Menschen etwas erklären zu wollen. Und in der jetzigen PEGIDA "Diskussion" hat doch gar kein Dialog statt gefunden. Da wurde von Frau Merkel gesagt mit der PEGIDA reden wir nicht. Und von allen Medien wurde die PEGIDA und alle die da mitlaufen als Böse, Dumm oder sonstiges bezeichnet. Das ist doch komplett kontraproduktiv. Ich habe dafür natürlich auch keine Patentlösung. Aber so wie es gerade läuft, wird diesem Thema früher oder später wohl um so heftiger hochkochen. Wie ich vorhin schon sagte gefiel mir die Einstellung von den Verantwortlichen der Bremen Demo. Schön wenn mehr so denken würden.
 
Und in der jetzigen PEGIDA "Diskussion" hat doch gar kein Dialog statt gefunden.

Was nicht zuletzt daran lag, dass von den "Pegidisten" von Anfang an kein Dialog gewünscht war, abgesehen von Gesprächen mit der Querulanten-Partei.

Und von allen Medien wurde die PEGIDA und alle die da mitlaufen als Böse, Dumm oder sonstiges bezeichnet.

Angesichts der Plakate der Teilnehmer, der Verlautbarungen der Redner und der Äußerungen der "Mitläufer", die zu beobachten waren, kam diese Einschätzung aber nun wirklich nicht überraschend.
 
es geht doch nicht ums erklären, sondern um das Ernst nehmen der Ängste und nicht von oben herab den Menschen etwas erklären zu wollen.

Aber wenn jemand irrationale Ängste hat, die einer rationalen Grundlage entbehren, welcher "Dialog" soll denn stattfinden. Zu Recht werden durch Politiker Fakten genannt, die die Irrationalität zeigen.
Wenn dann die Meinung oder Angst noch immer besteht (ich habe da einen Beitrag vor Augen, bei dem ein Journalist einer Demonstrantin sagt: "Aber in Dresden gibt es doch nur 0,2% Moslems" Antwort: "Nee, das sehe ich anders"), wie soll dann der Dialog weitergehen? Den Versuch, einen solchen stattfinden zu lassen, haben dann Medien, Politiker, Gegendemonstranten doch unternomen, indem sie ihrerseits Argumente aufgeführt haben. Wenn denn der Wunsch nach Dialog bestünde, müssten doch die PEGIDA-Anhänger auf eben diese Argumente mit etwaigen Gegenargumenten eingehen.

Und in der jetzigen PEGIDA "Diskussion" hat doch gar kein Dialog statt gefunden. Da wurde von Frau Merkel gesagt mit der PEGIDA reden wir nicht.
Und? Haben sich alle Politiker daran gehalten? Haben nicht der sächsiche Ministerpräsident, der Vizekanzler und etliche andere mehr mit PEGIDA-Anhängern geredet bzw. haben deren Argumente aufgenommen?

Und von allen Medien wurde die PEGIDA und alle die da mitlaufen als Böse, Dumm oder sonstiges bezeichnet.

Und das ist schlicht falsch. Der Focus, um nur ein Beispiel zu nennen, ist da ganz anderer Meinung.
Auch gab es mehrere Dokus, z.B. von ARD-Anstalten, bei denen versucht wurde, die Meinungen der Demonstranten zu ergründen, es wurde auch mit ihnen der Dialog versucht. Der Erfolg war eher überschaubar.
 
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