Auch von mir nicht. Der Glaube an die Macht und Verpflichtung des Staates bzw. dessen Nichtberechtigung betrifft nicht nur Wirtschaftspolitik. Auch z.B. was Umweltschutz angeht.
"Linke Gesellschaftspolitik orientiert sich am Ideal der sozialen Gerechtigkeit und der Gestaltbarkeit des gesellschaftlichen Zusammenlebens durch Institutionen des Gemeinwesens. Sie zielt auf die Beseitigung oder Abfederung der "antisozialen" Konsequenzen ökonomischen Wirkens ab (z.B. Ausbau sozialstaatlicher Leistungen, Steuererhöhungen)."
http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=254
Da besteht doch ein erheblicher Unterschied zu liberalen Positionen, die auch hier dem Wettbewerbsgedanken den Vorzug geben. Die FDP zum Beispiel hat doch, in Person ihres Vorsitzenden, im Bezug auf die Hartz-Gesetze, also die Sozialgesetzte, von "spätrömischer Dekadenz" gesprochen.
Oder nehmen wir die Gleichstellung der Frau. Bei SPD, Linken und Grünen gibt es zu deren Herbeiführung Frauenquoten, bei der FDP nicht.
Witzig!
Da hast du gerade zwei tolle Argumente für die FDP angeführt.
Ich finde Westerwelle ja auch albern, aber sein Kommentar über die Hartz IV-Gesetze bringt es auf den Punkt. Ich fand den Vergleich zur "spätrömischen Dekadenz" absolut passend.
Dass die FDP diesen "Gleichstellungs"-wahnsinn nicht mitmacht, ist auch genau richtig. Ich als Frau würde mich schämen, wenn ich meinen Job nur bekommen hätte, weil eine Quote erfüllt werden musste.
Nein, ich kann selber etwas leisten und mich auch durchsetzen. Ich brauche dafür keine Quote.
Und ich hasse diejenigen Geschlechtsgenossinnen, die ständig nach Quote rufen. Meistens sind das bleichgesichtige, schmierige Lesben (ok, das spielt keine Rolle), die keine Lust haben, sich mal anzustrengen.
Das einzige, was noch schlimmer ist, als die Frauen, die nach Quote rufen, sind Männer, die für die "Quote" eintreten.
Was geht in deren Köpfen vor?
Wollt ihr uns Quotenplätze quasi als Almosen anbieten?
Traut ihr uns nicht zu, dass wir dasselbe leisten können wie ihr?
Ich gebe mal folgendes zu bedenken:
Wenn ihr uns zutraut, dasselbe zu leisten, was ein Mann leistet, dann brauchen wir keine Quote.
Wenn ihr uns Frauen das nicht zutraut, dann seid ihr aber ganz schön bescheuert, wenn ihr trotzdem dafür eintretet. Was soll denn das?
Ich hätte meinen Mann schon längst rausgeschmissen, wenn der so ein Waschlappen wäre, der für eine Frauenquote eintritt.