Zu meiner Schulzeit war das Kollegium an meiner Schule total überaltet und in den letzten 3,4 Jahren kamen viele neue, junge, motivierte Lehrer und viele der alten Lehrer gingen in Rente. Ich erinnere mich zu gut, wie unser Deutschlehrer (einer der Älteren) uns mal berichtete, wie er Tags zuvor Unterricht hielt und dachte, die Decke würde einstürzen. Er ging dann nach oben, weil er vermutete, dass kein Lehrer in der Klasse sei und sah die junge neue Kollegin, wie sie "neue Lehrmethoden" praktizierte, wie er es sagte. Und als er uns das erzählte, lachte er dabei nur. Das nur ne kleine Anekdote am Rande.
Ich habe die Erfahrung in meiner Schulzeit gemacht, dass die Effizienz des Unterrichts zu 90% von der Persönlichkeit des Lehrers abhängt. Gerade in der Mittelstufe ist eine natürliche Autorität unerlässlich, denn sonst tanzt man dem Lehrer einfach auf der Nase rum und lernt gar nix. Ist einfach so. Im Kurssystem der Oberstufe, da kann sich ne Art Kumpeltyp durchaus als sehr forteilhaft für alle Beteiligten zeigen, weil die Schüler dann so langsam kapieren, dass sie für ihre Zukunft lernen, aber vorher funktioniert es imho nur, wenn der Lehrer durchgreift. Ein Lehrer muss nicht mein Freund sein und ich muss ihn auch nicht mögen. Wenn er fair ist, kann er auch streng sein. Dann respektiere ich ihn und gut ist. Gerade diesbezüglich sind meine Ansichten eher konservativ, auch wenn sie das auf den meisten anderen Feldern eher nicht sind. Ein Lehrer kann und muss imho auch nciht auf die Bedürfnisse eines jeden Schülers eingehen und er kann auch nicht jeden schwachen Schüler mitschleppen. Dafür gibt es nunmal unterschiedliche Schulformen und für viele Kinder ist das Gymnasium einfach zu schwer und sie sind nur dort, weil die Eltern es wollen. Diese Eltern terrorisieren dann noch permanent den Lehrer, weil er ihr Kind nicht genüg fördert, anstatt sich einzugestehen, dass das Kind besser auf ne andere Schule gehört. Das berichten mir nicht wenige meiner Freunde, die Lehrer sind. Die ersten ein oder zwei Jahre auf der weiterführenden Schule kann man von mir aus Versetzungskriterien außer Kraft setzen, aber dann muss man von einem Kind auch erwarten dürfen, dass es ne gewisse Leistung bringt. Sonst kann man das Abitur auch gleich abschaffen und jedem ein Teilnahmezertifikat ausstellen

So, ich habe völlig den Faden verloren... Prost :bier: