Allgemeiner Politik Thread

Hier mal drei Leserzuschriften im heutigen SPIEGEL (Print) zum Thema
Um Kopf und Kanzleramt (mit denen ich mich identifizieren kann....)


"Die Medien fordern Offenheit von Politikern. Gibt es einmal einen dieser seltenen Gattung, so setzt sofort der mediale Herdentrieb mit herabwürdigenden Attacken ein. Dank Ihrer Gratiskampagne kann sich die Union den Wahlkampf sparen".

"Wie kann es sein, dass ein Politiker, der agiert, anspricht und kritisiert, hagelnde Kritik einstecken muss, während die Bundeskanzlerin, die seit Jahren abwartet und laviert, fast schon dafür gelobt wird?"

"Einen Peer Steinbrück, man mag ihn mögen oder nicht, als Dilettanten zu bezeichnen, ist an Arroganz nicht zu überbieten"
 
Diese Medien werden von unserer Kanzlerin kontrolliert!! Da ist es doch kein Wunder das in Medien nur negativ über Steinbrück berichtet wird!:mad:

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"Kontrolliert" ist - bestenfalls - überzogen, aber

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-01/steinbrueck-spd-kanzlerkandidat-medien

"..Eine Kampagne ist das nicht, eher ein reflexhafter Vorgang. Die Medien haben sich eben auf Steinbrück eingeschossen."


"....Es geht nur noch darum, wie sein Verhalten wirkt – beziehungsweise darum, wie Medien entschieden haben, dass es wirkt. Politik und Journalismus werden zum Treibhaus, zur verschlossenen, klaustrophobischen Sphäre, die sich nur noch auf sich selbst bezieht und so ihre eigenen, völlig abgekoppelten Dynamiken schafft.




Das allerdings ist schon schlimm genug!
 
Steinbrücks Verhalten in der Öffentlichkeit ist schon clever, aus dem einfachen Grund: er versucht Schlagzeilen zu produzieren, auch wenn diese zunächst vordergründig negativ sind. Die Presse redet doch nur über ihn, über die Kanzlerin redet keiner. So versucht er sich zunächst einmal wichtig zu machen, um im nächsten Schritt positive Schlagzeilen zu produzieren, nämlich dann werden diese auch tatsächlich wahrgenommen. Bis zur Wahl ist noch genug Zeit, um die Stimmungslage zu seinen Gunsten umzudrehen.
 
Steinbrücks Verhalten in der Öffentlichkeit ist schon clever, aus dem einfachen Grund: er versucht Schlagzeilen zu produzieren, auch wenn diese zunächst vordergründig negativ sind. Die Presse redet doch nur über ihn, über die Kanzlerin redet keiner. So versucht er sich zunächst einmal wichtig zu machen, um im nächsten Schritt positive Schlagzeilen zu produzieren, nämlich dann werden diese auch tatsächlich wahrgenommen. Bis zur Wahl ist noch genug Zeit, um die Stimmungslage zu seinen Gunsten umzudrehen.

Du meinst das ironisch, oder ............................?
 
Weil nach Ansicht der damalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl das öffentlich-rechtliche TV zu regierungskritisch sendete (diese Mär hält sich übrigens bei den Unionspartien bis heute), so daß der RTL-Gruppe und vor allem Kohls Duz-Freund, dem Medienmogul Leo Kirch (u.a. Sat 1, Pro 7) poitisch die Tore dazu geöffnet wurden - in der Hoffnung, daß regierungsfreundlicher gesendet würde.

...und herausgekommen sind Wiederholungen, Dauerkochsendungen und und und. Was bitte versteht man unter Grundversorgung - mit Sicherheit nicht das, was der ÖR daraus gemacht hat. Rossmann hat ja es belegt und als Beilage zur Klage dokumentiert - viel Stuss, wenig Information. Wo sind die kritischen Stimmen zum EURO, warum gibt es keine Rechenschaft über die Verwendung der "Beiträge" - was für ein merkwürdiges "Demokratieverständnis" hat man beim ÖR.
 
...und herausgekommen sind Wiederholungen, Dauerkochsendungen und und und. Was bitte versteht man unter Grundversorgung - mit Sicherheit nicht das, was der ÖR daraus gemacht hat. Rossmann hat ja es belegt und als Beilage zur Klage dokumentiert - viel Stuss, wenig Information. Wo sind die kritischen Stimmen zum EURO, warum gibt es keine Rechenschaft über die Verwendung der "Beiträge" - was für ein merkwürdiges "Demokratieverständnis" hat man beim ÖR.

Das ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - längst den Bach runter
Die glauben verzweifelt, den Privaten hinterherlaufen zu müssen; Quote, Quote, Quote.
Im übrigen, Wiederholungen lassen sich nicht vermeiden, so lange man glaubt, rund um die Uhr senden zu müssen (weshalb eigentlich?). Eine andere Frage ist, weshalb werden immer die blödesten Formate wiederholt, Heimatschninken aus den 50-ern u.ä.

Es gab ja durchaus sehenswerte Filme und Dokumentationen, aber die werden dann auf 3 SAT und seltener in den 3 Programmen versteckt, wenn überhaupt.
 
Das ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - längst den Bach runter
Die glauben verzweifelt, den Privaten hinterherlaufen zu müssen; Quote, Quote, Quote.
Im übrigen, Wiederholungen lassen sich nicht vermeiden, so lange man glaubt, rund um die Uhr senden zu müssen (weshalb eigentlich?). Eine andere Frage ist, weshalb werden immer die blödesten Formate wiederholt, Heimatschninken aus den 50-ern u.ä.

Es gab ja durchaus sehenswerte Filme und Dokumentationen, aber die werden dann auf 3 SAT und seltener in den 3 Programmen versteckt, wenn überhaupt.

Genau, gerade läuft im ARD eine wirklich interessante Sendung - leider wieder einmal nach 23:00 Uhr. Früher gab es übrigens keine 24 Stunden TV, sondern das wunderschöne :ugly: Testbild - das ging auch und alle waren zufrieden. Dann kamen SAT1 & Co. mit viel Fussball (klar, das war neu und schön) und leider auch mit viel Trash - muss niemand sehen, muss auch niemand direkt für zahlen.

Die Grundversorgung - also der Auftrag des ÖR - bedarf keiner Quote, lediglich der Qualität.
 
Die Zeiten haben sich aber geändert. Siehe Globalisierung etc. Aber einiges von ihren Ansichten wären diskussionswürdig .

:tnx:
Die hätte es heute noch schwerer als seinerzeit. Der "Kapitalismus" ist zwar genauso schlimm wie damals (nur anders und er verkauft sich besser); aber es gibt keine ausgesprochene Arbeiterklasse mehr (oder sie hat sich arrangiert). Wen will man heute mit ihren Thesen hinter dem Ofen herlocken?
 
Nur so zur Erinnerung, weil man die beiden nicht bloß als Kommunisten sehen sollte. Einige ihrer Ziele und Ansichten waren es schlicht und ergreifend wert, dass man sich für sie einsetzt.

Das allerdings gerade deswegen und gerade dort, wo sie Kommunisten waren, weswegen man sie gegen den linkssozialdemokratischen, staatsautoritären Post-DDR-Pöbel, der jährlich Kränze für sie niederlegt, in Schutz nehmen muss.

Zu sagen, sie seien kluge Menschen etc. gewesen, wird ihnen nicht gerecht. Wenn man sich mit ihnen befasst, so gibt es zwei Ansatzpunkte, ihnen gerecht zu werden. Der erste wäre, sie als Theoretiker beim Wort zu nehmen und ihre Texte kritisch zu lesen, was bei Luxemburg sicherlich mit einigem Erkenntnisgewinn möglich wäre. Der andere Ansatzpunkt wäre es, die als Revolutionäre zu erinnern, als Menschen, die nicht nur erkannt haben, dass Veränderungen nur dadurch zu erreichen sind, dass man handelt. Als Revolutionäre sind sie aber vollständig gescheitert, weswegen es falsch ist, um sie einen Märtyrer-Kult zu veranstalten, der die DDR-Version des Che-Guevara-Unfugs darstellt.
 
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