Dass der sofatester hier der unfaire Diskutant ist, sieht man bereits daran, dass er anderen Diskutanten gleich am Anfang seiner Ausführungen unterstellt, sie schrieben Propaganda, Blödsinn etc. Es ist ja vielmehr so: Wer trotz der Fülle des hier vorgelegten Materials bestreitet, dass es sich bei Hamas, Hizbollah und iranischem Regime um lupenreine Vernichtungsantisemiten, vulgo Nazis handelt, der hat sich als ernsthafter Diskussionspartner von vornherein disqualifiziert, da er sich weigert, zur Kenntnis zu nehmen, was das Programm dieser Gruppen ist, welche Rhetorik sie in Bezug auf "die Juden" verwenden und dass es in ihren Reden und erklärungen überhaupt nicht an all den Mikroben-, Ungeziefer-, Schädlings- und Geschwür-Metaphern mangelt, die aus der NS-Propaganda hinlänglich bekannt sind.
Dass all dies überhaupt kein Zufall ist, zeigt sich darin, dass bereits Amin El-Husseini, der Mufti von Jerusalem, einer der treuesten Unterstützer A.Hitlers und der Endlösung der Judenfrage war, den man sich nur vorstellen kann und in seiner Tradition wurde die paläöstinensische Nationalbewegung gegründet, Leute wie Abbas sind promovierte Holocaustleugner, im Iran finden zu solchen Themen ganze Konferenzen statt und für Hamas ist das alles ohnehin nur Propaganda.
Die ganze Humanität und Kompromissbereitschaft Israels zeigt sich bereits darin, mit solchen offenkundigen Nazis oder zumindest Nazi-Sympathisanten überhaupt zu verhandeln und überhaupt Friedens- und Waffenstillstandsverhandlungen anzubieten, obwohl die PLO/Fatah-Leute und ihre geistlichen Anhängsel kein Hehl aus ihrem Judenhass machen, obwohl sie nach wie vor die Schulkinder mit übelster antisemitischer Propaganda unterrichten, obwohl nach wie vor im offiziellen palöästinensischen Rundfunk Hassprediger zum Judenmord aufrufen und obwohl an Verhandlungen mit Israel beteiligte palästinensische Politiker den eigenen Leuten klar sagen, dass der Palästinenserstaat ein taktischer Zwischenschritt zur Befreiung ganz Palästinas, d.h. zur Vernichtung Israels ist. All das ist denen, die sich mit der Thematik befassen, bekannt - oder es muss ihnen bekannt sein. Wenn sie dies verschweigen oder verleugnen, sind sie nicht nur unfaire Diskutanten, sondern Lügner.
Wenn man nun ernst nimmt, was Adorno in der Negativen Dialektik als einen von Hitler den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit aufgezwungenen neuen kategorischen Imperativ bezeichnet hat, nämlich zu verhindern, dass Auschwitz sich wiederhole oder vergleichbares geschehe, so ist klar, dass der Erhalt Israels als sicherer, verteidigungsfähiger Staat und der Kampf gegen Nazis, ob Braune oder Grüne, die den Juden ans Leder wollen, oberste Priorität sein muss. Man kann den Vernichtungsantisemitismus weder beschönigen noch appeasen kann, sondern bekämpfen und von seinem Mordhandwerk abbringen muss.
Wer sich aber ernsthaft hinstellt und sagt, Israel und islamistische Terroristen, die so viele Juden ermorden wollen, wie sie können, stünden moralisch auf einer Stufe, der leugnet den Antisemitismus und verleugnet die Erkenntnisse, die aus dem Holocaust als einschneidendem historischen Ereignis zwingend gezogen werden müssen, der unterscheidet in der Quintessenz nicht mehr zwischen gefallenem SS-Mann und vergastem Kleinkind, weil ihm dafür der moralische Kompass abhanden gekommen ist. Für diejenigen, die sich weigern, im Kampf gegen die heutigen Nazis, nämlich die Vernichtungsantisemiten von Hamas und seinen Freunden, Israel zu unterstützen, gilt eins zu eins, was George Orwell gegen die Pazifisten und Trotzkisten in Großbritannien formuliert hat, die sich weigerten, den Kampf Churchills gegen die Nazis zu unterstützen:
Pacifism is objectively pro-fascist. This is elementary common sense. If you hamper the war effort of one side, you automatically help out that of the other. Nor is there any real way of remaining outside such a war as the present one. In practice, 'he that is not with me is against me'.
Wer Israels Verteidigungsfähigkeit beschränkt und Israel anklagt, betreibt objektiv das Geschäft der Judenmörder von Hamas, Hizbollah, Iran und ihren Freunden.