Allgemeiner Politik Thread

Was ist das denn für ein Argument?
Wenn ich mir manche Erwachsene so angucke. :wall::wall::wall:

Hast natürlich Recht! Aber wenn ich mir morgens so die Horden von Schülern mir anschaue, die in Bus und Bahn zur Schule fahren, mache ich mir schon ernsthafte Sorgen...und wenn ich mir dann vorstellen soll, dass diese Pappnasen nicht nur meine Rente bezahlen sollen, sondern auch noch wählen dürfen..:stirn:
 
Hast natürlich Recht! Aber wenn ich mir morgens so die Horden von Schülern mir anschaue, die in Bus und Bahn zur Schule fahren, mache ich mir schon ernsthafte Sorgen...und wenn ich mir dann vorstellen soll, dass diese Pappnasen nicht nur meine Rente bezahlen sollen, sondern auch noch wählen dürfen..:stirn:

Der Stereotyp, den du vor dir hast, wird nicht wählen. Es wählen ohnehin nur die, die Bock auf Politik haben. Das ist bei Erwachsenen nicht anders.

Befinde ich mich in einer Verfassung, die das allgemeine Wahlrecht verschreit und sich auf eine mehrheitlichen Legitimation des Volkes beruft, müssten theoretisch so viele Bürger wie möglich überhaupt die Chance haben, dies zu tun. Dass man dort eine Grenze ziehen muss, ist klar. Aber nach welchen Kriterien kann man das tun, wenn die Erwartung zu reifen an Schüler immer früher gestellt werden? Deswegen kann man sich auch sparen zu argumentieren, dass die armen Jugendliche doch erst Zeit haben sollen, jugendlich sein zu dürfen bevor die erwachsen werden. Das wäre Heuchelei, weil es ansonsten auch nicht interessiert. Erst recht nicht die Parteien, die sich gegen die Wahl ab 16 aussprechen. Dass aber grade die CDU dagegen ist, ist klar. Wären die 16-Jährigen potentielle Wähler und nicht eher nominell linker orientiert, würden die ganzen Argumentationen der Gegner und Befürworter eines Bundeswahlrechts ab 16 plötzlich ihre Münder wechseln.


Wahlurnen ab 16 freigeben! (*)


*Aber bitte damit noch warten, bis die Piratenpartei sich selbst versenkt hat.
 
Ich vermute darum geht es gerade nicht in dem Zitat, das ich gebracht habe, sondern um die demokratisch-repressiv-egalitäre Natur des Faschismus.

Dies hat Adorno auch in dem "Melange" überschriebenen Aphorismus Nr. 66 in der Minima Moralia auf den Punkt gebracht, als er zur Gleichheit folgendes anmerkte:

Das geläufige Argument der Toleranz, alle Menschen, alle Rassen seien gleich, ist ein Bumerang. Es setzt sich der bequemen Widerlegung durch die Sinne aus, und noch die zwingendsten anthropologischen Beweise dafür, daß die Juden keine Rasse seien, werden im Falle des Pogroms kaum etwas daran ändern, daß die Totalitären ganz gut wissen, wen sie umbringen wollen und wen nicht. Wollte man demgegenüber die Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt, als Ideal fordern, anstatt sie als Tatsache zu unterstellen, so würde das wenig helfen. Die abstrakte Utopie wäre allzu leicht mit den abgefeimtesten Tendenzen der Gesellschaft vereinbar. Daß alle Menschen einander glichen, ist es gerade, was dieser so paßte. Sie betrachtet die tatsächlichen oder eingebildeten Differenzen als Schandmale, die bezeugen, daß man es noch nicht weit genug gebracht hat; daß irgend etwas von der Maschinerie freigelassen, nicht ganz durch die Totalität bestimmt ist.
(...)
Eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre kein Einheitsstaat, sondern die Verwirklichung des Allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen. Politik, der es darum im Ernst noch ginge, sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren. Sie sollte statt dessen auf die schlechte Gleichheit heute, die Identität der Film- mit den Waffeninteressenten deuten, den besseren Zustand aber denken als den, in dem man ohne Angst verschieden sein kann.
(...)
Die Fürsprecher der unitarischen Toleranz sind denn auch stets geneigt, intolerant gegen jede Gruppe sich zu kehren, die sich nicht anpaßt: mit der sturen Begeisterung für die Neger verträgt sich die Entrüstung über jüdische Unmanieren. Der melting pot war eine Einrichtung des losgelassenen Industriekapitalismus. Der Gedanke, in ihn hineinzugeraten, beschwört den Martertod, nicht die Demokratie.
 
Toleranz und Gleichheit schließen sich sogar aus.

Es geht aber in einer Demokratie entgegen ihrer Slogan nicht um Gleichheit, sonderm um gleiches Recht. Dass diese Begriffe gerne durchmischt werden, ist nicht gut. Fälschlicherweise steht der Begriff der Gleichheit oft im Zusammenhang mit der Gerechtigkeit und führt oft nur zur Selbstgerechtigkeit, von der ausgehend man sich eigene Vorteile erhofft.
 
Vielleicht etwas OT, aber ich dachte, es könnte hier rein gehören:

Ist Euch auch schon aufgefallen, dass die in der Tagesschau, wann immer die Rede von Myanmar ist, sagen: "Myanmar, das ehemalige Birma"? Da frage ich mich wie lange die das noch sagen wollen, mittlerweile muss das doch jeder kapiert haben, dass das Land seit 1989 offiziell Myanmar heißt. Und ich meine, bei Vietnam sagen sie ja auch nicht "Vietnam, das ehemalige Französisch Indochina" und beim Kongo heißt es auch nicht, "Kongo, das ehemalige Zaire", wieso also ausgerechnet bei Myanmar? Verstehe ich nicht!! Als wäre das der vollständige Titel des Landes. Klingt vielleicht etwas kleinkariert, aber mich nervt diese Bezeichnung almählich. :mad:
 
Das liegt daran, das weite Teile der Medien aus Protest seit jeher ausschließlich den Namen Birma verwenden und die Tagesschau in jeder Meldung über das Land Klarheit schaffen will, dass es sich um ein und dasselbe Land handelt. Wurde bei Sri Lanka auch noch bis Anfang der 90er so gemacht.
 
Das liegt daran, das weite Teile der Medien aus Protest seit jeher ausschließlich den Namen Birma verwenden und die Tagesschau in jeder Meldung über das Land Klarheit schaffen will, dass es sich um ein und dasselbe Land handelt. Wurde bei Sri Lanka auch noch bis Anfang der 90er so gemacht.

Das hat mit Protest nichts zu tun, sondern es ist ausschließlich der eine Zeit lang getätigte Spagat aus politisch korrekter Ausdrucksweise, ohne dabei den Zuschauer zu verwirren. So wurde und wird es schon seit Jahrzehnten praktiziert, z.B. "Zimbabwe , dem ehemaligen Rhodesien", " "Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon" oder "Burkina Faso, dem ehemaligen Obervolta"
 
Das hat mit Protest nichts zu tun, sondern es ist ausschließlich der eine Zeit lang getätigte Spagat aus politisch korrekter Ausdrucksweise, ohne dabei den Zuschauer zu verwirren. So wurde und wird es schon seit Jahrzehnten praktiziert, z.B. "Zimbabwe , dem ehemaligen Rhodesien", " "Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon" oder "Burkina Faso, dem ehemaligen Obervolta"
Richtig im Falle der unabhängig gewordenen und sich dann allgemein anerkannt umbenannt habenden Staaten wie Rhodesien->Simbabwe.
Bei Birma weigern sich einige Medien bewusst, die Bezeichnung Myanmar zu verwenden.
 
Mal schauen, was die Wahlen in Schleswig Holstein und NRW so bringen. Es hängt wohl vieles von den Stimmen für die Piraten ab. Schon seltsam mit diesen Piraten, eine Partei ohne erkennbares breites Programm entscheidet über Regierungskonstellationen. Sowas kannte man sonst nur von der FDP...:lol:
 
Naja... CDU mit dem schlechtesten Ergebnis seit 50 Jahtren ist sicher erfreulich, nicht so erfreulich die 8,5% von Kubizki und der FDP und die 8,5% der Pseudopolitiiker der Piraten. Ich hoffe natürlich auf eine SPD geführte Regierung und nach dem Erfolg der Labour in England, dass Merkel heute ihren wichtigsten Verbündeten in Europa verliert und der Zwerg Sarkotzie vom Hof gejagt wird.:tnx:
 
Naja... CDU mit dem schlechtesten Ergebnis seit 50 Jahtren ist sicher erfreulich, nicht so erfreulich die 8,5% von Kubizki und der FDP und die 8,5% der Pseudopolitiiker der Piraten. Ich hoffe natürlich auf eine SPD geführte Regierung und nach dem Erfolg der Labour in England, dass Merkel heute ihren wichtigsten Verbündeten in Europa verliert und der Zwerg Sarkotzie vom Hof gejagt wird.:tnx:

Die 8,5% für die FDP in S-H sehe ich in drei Dingen begründet: 1. Distanzierte sich Landeschef Kubicki (aus wahltaktischen Gründen) oft von der Bundespartei 2. gab es wohl Leihstimmen von Unionanhängern, die mit ihrem Votum für die Liberalen eine große Koalition sowie eine SPD geführte Regierung jeglicher Couleur verhindern wollten 3. Sind unter CDU-MP Carstensen schon zwei Legistaturperioden vorzeitig beendet worden, was auch bei einem neuen Spitzenkandidaten nicht gerade Vertrauen bei den Wählerinnen und Wählern erweckt.
 
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