Allgemeiner Politik Thread

Dafür haben wir eben die Bundesagentur für Arbeit.

"Bundesagentur für Arbeitslosigkeitverwaltung" ist wohl die in der Praxis zutreffendere Definition. Nach der Insolvenz meines damaligen Arbeitgebers habe ich von denen innerhalb von vier Wochen 0 (in Worten: null) Stellenangebote als kfm. Angestellter in mittlerer Führungsebene vermittelt bekommen; im selben Zeitraum schrieb ich 11 Bewerbungen auf Eigeninitiative, aus denen ich mir von drei Anbietern die Stellung aussuchen konnte.

Viel schlechter würde es eine Parallelinstitution auch nicht hinbekommen.
 
Das ganze scheint wirklich scheinheilig zu sein. Und Gewerkschaften scheinen aktuell nur da zu sein, um ihre Pfründe aus vergangener Zeit zu verteidigen und nicht doch für jetzige Situationen einzustehen. Das ist meine Meinung pauschal´und ohne Begründung.

Die Gewerkschaften kann man heutzutage doch gar nicht mehr ernst nehmen, weil sie durch die Annährung der beiden großen Parteien in arbeitspolitischen Fragen an Bedeutung verloren haben. Seit ihrem letzten dem großen, wirkungsvollen Streik (im öffentlichen Dienst im Mai 1992) verhält sie sich doch wie ein Kind, welches um die wegen eigener Bockigkeit schwindende Zuneigung der Eltern buhlt, indem es die Eltern trietzt. Also in etwa so, wie es aktuell die FDP mit dem Koalitionspartner und den WählerInnen praktiziert.
 
"Bundesagentur für Arbeitslosigkeitverwaltung" ist wohl die in der Praxis zutreffendere Definition. Nach der Insolvenz meines damaligen Arbeitgebers habe ich von denen innerhalb von vier Wochen 0 (in Worten: null) Stellenangebote als kfm. Angestellter in mittlerer Führungsebene vermittelt bekommen; im selben Zeitraum schrieb ich 11 Bewerbungen auf Eigeninitiative, aus denen ich mir von drei Anbietern die Stellung aussuchen konnte.

Viel schlechter würde es eine Parallelinstitution auch nicht hinbekommen.

Bin auch kein großer Freund der Bundesagentur. Nur haben wir eben genau für solche Situationen diese Institution. Warum in bestimmten Fällen Ausnahmen gemacht werden sollen, hast du mit deinem Statement weiterhin nicht begründet.
 
Gerade Doku über Margot Honecker auf dem 1. Unglaublich.

Ja hab ich auch gesehen! Erschreckend wie uneinsichtig und verblendet diese Frau ist! Kein wirkliches bedauern für die Mauertoten. Die DDR wird über den grünen Klee gelobt! Honecker war top! DDR auch! Gorbatschow ist Schuld und der Westen sowieso der Feind und die DDR wird wiederkommen so lässt die sich zusammenfassen!
 
Und diese Denkweise findet sich auch bei einigen aus den Reihen der Partei der Linken wieder. Allein dieses ewig Gestrige macht so denkende Personen in deren Reihen unwählbar.
 
Und diese Denkweise findet sich auch bei einigen aus den Reihen der Partei der Linken wieder. Allein dieses ewig Gestrige macht so denkende Personen in deren Reihen unwählbar.

:tnx:Traurig das es noch so viele Menschen gibt die so denken.

Ich bin beigesagt auch ziemlich stolz das wir einen Präsidenten haben der genau das entschieden bekämpft. Ich finde diese DDR Nostalgie einfach zum :wuerg:. Zumal auch noch ein Verwandter meinerseits beim Fluchtversuch erschossen wurde.
 
Insgesamt sind in der "Argumentation" und der Wortwahl viele Phrasen und Begriffe vorhanden, die zum nachdenken anregen.
Bei Kritik: "Na der muß das ja so sagen, der wird ja dafür bezahlt!"
Zum Real Life DDR: "Alle waren frei, konnten das werden was sie wollen, sich das besorgen was sie wollten. Da mußte man nicht abhauen. Zumal das verboten war. Das ist dann ja dumm!" (diesen O-Ton kriege ich nicht mehr ganz so original hin)
Zur Wirtschaft: "Das ist ja eine Lüge, daß unsere Wirtschaft am Ende gewesen sei!" und "In zwanzig Jahren hätte es wieder anders ausgesehen!"
Zum Selbstverständnis der DDR: "Wir waren auf der ganzen Welt als Staat anerkannt!", "Die DDR hatte Feinde!", "Wenn alle die, die wirklich politisch verfolgt wären, hier auftreten würden, dann wäre die Zahl aber klein. Wenn es die wären, die wirklich verfolgt wurden!"

Das Problem ist - das ist noch heute vorkommende Denke. Bei alten Westlern kann man das in Bezug auf Adolf und seine Spießgesellen hören. Gott sei Dank wächst sich das meiste aus.
 
Günther Grass jetzt auch schon verwirrt? Das Gedicht verlinke ich nicht, daß ist einfach nur widerwärtig.
Der Vogel schießt denselben seit knapp 5 Jahren selber ab. Lebender Beweis dafür, daß die Alt.nazis ihre Meinung nie änderten sondern nur solange verdrängten (eigene Mitgliedschaft bei der Waffen S.S, die nicht dafür bekannt war ideologiefrei gehandelt zu haben und unideologisiert rekrutiert zu haben), wie sie nicht en vogue war - und sich auch noch einer Bewegung anschlossen, die von "1000 jährigen Muff aus den Talaren" sprach und vorzeige Intellektueller der damaligen APO bzw. SPD war.
Ein bundespräsident der sich nicht mit der Oder neisse Grenze abfinden möchte, ein Oppositionschef der Gaza mit dem Apartheidsregime Südafrikas vor 1989 vergleicht und ein Nobelpreisträger, der israel als Gefahr für den Weltfrieden sieht.

Da fallen mir doch Worte aus einem Werk ein, das der Nachkriegsliteratur zugerechnet wird. "Es war einmal ein Volk, das glaubte an den Weihnachtsmann. Doch dann stellte sich heraus, daß der Weihnachtsmann ein Gasmann war!"
Ob Grass demselben aufgesessen ist?
 
Wenn man gegen seiner These nicht anstinken kann, dann versucht man ihn als Person zu diskreditieren. Das ist eine wohlbekannte und billige Masche.
 
Grass war ein bemerkenswerter Schriftsteller, der sich seinen Nobelpreis verdient hat. Allerdings war es auch immer schon wahlweise zum Gruseln oder Fremdschämen, wenn er das Feld der Literatur verließ und bei politischen Themen den mahnenden Zeigefinger auspackte.
 
Günter Grass ist sich einfach nur treu geblieben. Der Waffen-SS-Mann hat halt aus dem Stürmer gelernt, dass die Juden unser Unglück sind und den Weltfrieden bedrohen, und was man früher gelernt hat, kann heute nicht falsch sein.

Grass ist der typische doitsche Großschriftsteller, ein Antisemit und (ehemaliger?) Nazi von Weltrang, der zudem, wie das miese Gedicht beweist, auch schriftstellerisch vollkommen überschätzt ist.

Immerhin hat er zwei große Philosophen bestätigt mit seinem Machwerk. Einmal Sartre, der sagte, dass es kein gelungenes Kunstwerk zum Lob des Antisemitismus geben könne und einmal Adorno, der sagte, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben sei barbarisch. Grass ist die Vollendung der Barbarei.

http://abgwb.wordpress.com/wutburger_in-der-woche/gunter-grass-2/
 
Richtig.

Als deutschen Großschriftsteller gibt es ja derzeit außer Grass vielleicht noch Enzensberger und Walser. Letzterer hat ja bereits den antisemitischen Schlüsselroman "Tod eines Kritikers" veröffentlicht und versucht seit Jahren, Kritiker an seiner Person und Sippschaft mundtot zu machen. Dagegen veranstalte ich mit einigen Freunden eine Solidaritätsveranstaltung:

http://abgwb.wordpress.com/2012/04/02/ein-volk-ein-reich-eine-familie-vortrag-von-carl-wiemer/

Ohne NSDAP- oder SS-Mitgliedschaft scheint man im BRD-Literaturbetrieb nichts werden zu können.
 
Was ich mich ja zu deinem Aktionsbündnis schon vorher gefragt habe (und es jetzt du deinen Aktionsbündnisfreunden tue): Ist das Aktionsbündnis eine 1-Mann Aktion von dir, oder ist da auch noch deine Mutti mit drin?:D
 
Back
Top