Allgemeiner Politik Thread

Nachdem FDP-Chef Rösler erst am Tag nach der Klatsche im Saarland ans Licht gekrochen kam, gab er u.a. folgendes zum Besten:

"Wer sich mit den Details des Saarlandes befasst hat, weiß, dass das Saarland das Saarland ist."

Man weiß nicht, ob man über einen solchen Satz, der so aussagekräftig ist wie der Inhalt einer Luftpumpe, lachen soll oder man sich dafür schämen muß, daß der Aussagende Vizekanzler der BRD ist.
 
Für mich als Saarländer ist die Aussage jedenfalls sehr aufschlußreich und wie ich meine Landsleute kenne, werden die sowas auch gerne lesen. Danke für die offenen Worte Fipsi :thumb:
 
Erst "Tyrannei der Massen" von Döring und dann die Aussage von Philip "Fips Assmussen" Rösler - in punkto Wählerschelte ist die FDP in diesen Tagen ganz groß.
 
Was bitte erwartest Du bspw. vom Döring der jetzt für die FDP im Aufsichtsrat der DB sitzt und ansonsten im Verkehrsausschuß über eben diesen Konzern die Entscheidungen fällt.

Ja-er kann nichts dafür, aber dieser überforderte Fleischklops wird spätestens der Niedergang der ehemaligen Genscher-FDP sein!
 
Von der FDP kann man doch gar nichts mehr erwarten, außer, wenn Bernd Eichinger noch leben würde, den Film "Der Untergang 2012"
 
Ihr größtes Problem besteht mE darin, dass sie einen Vorsitzenden haben, mit dem sich die wenigsten identifizieren können. Als würden sie den finalen Niedergang höchst selbst planen.

Oder irre ich in diesem Punkt?
 
Ihr größtes Problem besteht mE darin, dass sie einen Vorsitzenden haben, mit dem sich die wenigsten identifizieren können. Als würden sie den finalen Niedergang höchst selbst planen.

Oder irre ich in diesem Punkt?

Ich weiss auch nicht so wirklich woran es liegt. Den Herrn Rösler habe ich bei Marcus Lanz vor kurzem mal gesehen und da war er ja durchaus sympathisch. Aber was er da über das Gespräch mit der Merkel bzgl. der Entscheidung über Gauck erzählt hat, war einfach eines Spitzenpolitikers nicht würdig. Das Zutrauen in seine Fähgikeiten fehlt einfach. Als ob er das Spiel in der großen Politik überhaupt nicht beherrschen würde und von einer Verlegenheit in die nächste stolpert.
 
Darum hatte ich vorhin ja diesen Kommentar mit den Herrenreitern gepostet. Dieser junge, smarte, manchmal etwas unbedarft wirkende, nette Herr Rösler verkörpert zu sehr das menschliche Antlitz und zu wenig das Survival of the Fittest, das er als Liberaler im schneidenden Ton vorzubringen hätte.
 
Meinst Du allen Ernstes, die wäre der Pfad der Tugend, der aus dem Sumpf herausführt? Die FDP hat nach der Bundestagswahl durch alle Wählerschichten hindurch massig Kredit eingebüßt und ich frage mich, ob es überhaupt noch einen Kern gibt, den man ansprechen könnte.
 
Ihr größtes Problem besteht mE darin, dass sie einen Vorsitzenden haben, mit dem sich die wenigsten identifizieren können. Als würden sie den finalen Niedergang höchst selbst planen.

Oder irre ich in diesem Punkt?

Rösler hatte schon vor der großen Krise der FDP verkündet, daß er nicht dauerhaft in der Politik tätig sein möchte. Als das Schiff der FDP Schlagseite hatte und Westerwelle zurücktrat, wollte keiner der Bahrs, Lindners und Dörings etc. die eigene, weitere politische Karriere mit einer mißglückten Amtzeit als Vorsitzender einer zu kentern dorhenden Partei riskieren. Deshalb hat Rösler von sich aus oder nach parteiinterner Überzeugungsarbeit den Job angenommen, weil das Ende seiner politischen Laufbahn eh nur eine Frage der Zeit ist.
 
Transfergesellschaft für Schlecker scheitert an der FDP


Die FDP hat ihr Image als Klientel-Partei mal wieder eindrucksvoll bestätigt. Für die Rettung der Banken, mit denen auch FDP-WählerInnen Geld verdienen, hat die FDP selbstverständlich Geld bewilligt, aber bei Schlecker-Verkäuferinne, die wohl eher nicht zur FDP-Klientel gehören, wird der letzte Hoffnungsschimmer ohne mit der Wimper zu zucken abgelehnt. Und die Äußerungen von FDP-Chef Rösler, daß die VerkäuferInnen sich ihre [Zitat] "Anschlussverwendung" [Zitat Ende] gefälligst selbst suchen sollen, zeigt nicht nur, daß er keine Ahnung von der Arbeitsmarktsituation in dieser BErufgruppe hat, sondern die Verwendung des Begriffs Anschlussverwendung ist menschenverachtend.


:wall::wuerg:
 
Über die Ablehnung der Transfergesellschaft mag man ja geteilter Meinung sein, aber der Begriff Anschlussverwendung verrät vermutlich nur, dass ihn seine Zeit bei der Bundeswehr geprägt hat.
 
Solche Zahlen können die Realität nur verfehlen, da die Ausgaben natürlich unmittelbar von der Biographie der Menschen abhängen. Schulische Laufbahn? Ausbildung/Studium? Davon abhängig: Kosten vs. Steuern. Arbeitslosigkeit? Rente? Wieviel überhaupt . Und wo wir dabei schon sind: Wie alt wird denn so ein Ausländer?

Das sind einfältige Milchsarrazinmädchen-Rechnungen. Für plumpen Popuslismus durchaus geeignet.
 
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