Allgemeiner Politik Thread

Soweit ich weiss wiegen die 13Mrd€ die Kosten nicht wieder auf. Aber die Übernehmen die Beitragszahler.
Aber eh ne rein hypothetische Rechnung, weil politisch nicht machbar und 'n Schlag ins Kontor, der sich erst später, wenn die Raucherkrankheiten nicht mehr bezahlt werden müssen, zu rechnen beginnt.
In welche Richtung sich das zu rechnen beginnt, ist damit aber noch lange nicht gesagt. Schließlich würden die ganzen verhinderten Raucher damit eine viel längere Zeit dem reichhaltigen Markt weiterer Krankheiten zur Verfügung stehen, deren Behandlung ja auch wieder bezahlt werden muss.
 
soweit ich weiß ist Rauchen volkswirtschaftlich betrachtet schon alleine deshalb rentabel, weil Raucher signifikant früher sterben und daher für sie sehr viel weniger Pflegekosten und Rentenzahlungen anfallen.
 
Diese Geschichte ist weniger eine Frage des Urheberrechts als vielmehr der Schauspielerauswahl, denn mittlerweile sollte es genügend Schauspieler geben, bei denen nicht auf Schminke zurückgegriffen werden muss.

Grundsätzlich erfüllt das Urheberrecht auch wieder wieder seine Funktion des Schutzes der künstlerischen Intention vor Eingriffen durch Dritte, die möglicherweise nur dem Zeitgeist geschuldet sind.
 
Grundsätzlich erfüllt das Urheberrecht auch wieder wieder seine Funktion des Schutzes der künstlerischen Intention vor Eingriffen durch Dritte, die möglicherweise nur dem Zeitgeist geschuldet sind.

Diese Haltung ist mir auch nach längerem Nachdenken absolut unverständlich. Shakespeare darf ich vorwärts, rückwärts und seine sämtlichen Stücke gar in 90min spielen. Seine Werke stechen auch heute noch auf Grund ihrer Qualitäten aus der Masse hervor.
Doch er ist lang genug tod. Deshalb darf ich mit seinen Texten spielen und die Charaktere verfremden etc. Welch seltsames Unterscheidungskriterium.

Gardeners Stück hingegen müsste ich klauen, will ich diese spannende Thematik auf die Bühne bringen. Ich müsste also 2 Berliner Rentner erfinden, einen Moabiter und einen Tiergartener vielleicht und komplett neue Dialoge schreiben und alle Details soweit verändern dass man mir nicht mehr nachweisen kann, dass ich abgeschrieben habe. Sowas lässt sich relativ leicht bewerkstelligen. Immerhin existiert mit der Vorlage ein roter Faden der definitiv funktioniert. Dann würden Gardeners Erben/Rechteinhaber aber in die Röhre gucken, immerhin wäre es mein Stück - und nicht mehr Gardeners.

Das ST will aber nicht das Stück kackdreist klauen sondern gute Stücke auf die Bretter bringen und zahlt. Auf Kosten der Kunst. Ist das nicht zumindest ein bisschen Schade?
 
Diese Geschichte ist weniger eine Frage des Urheberrechts als vielmehr der Schauspielerauswahl, denn mittlerweile sollte es genügend Schauspieler geben, bei denen nicht auf Schminke zurückgegriffen werden muss.

Schwarze Schauspieler Ü70 die in Berlin wohnen und die diese Rolle über Monate hinweg spielen können gibt' also en jeder Ecke? Dann solltest du als HeadHunter arbeiten.
 
Diese Haltung ist mir auch nach längerem Nachdenken absolut unverständlich. Shakespeare darf ich vorwärts, rückwärts und seine sämtlichen Stücke gar in 90min spielen. Seine Werke stechen auch heute noch auf Grund ihrer Qualitäten aus der Masse hervor.
Doch er ist lang genug tod. Deshalb darf ich mit seinen Texten spielen und die Charaktere verfremden etc. Welch seltsames Unterscheidungskriterium.

Gardeners Stück hingegen müsste ich klauen, will ich diese spannende Thematik auf die Bühne bringen. Ich müsste also 2 Berliner Rentner erfinden, einen Moabiter und einen Tiergartener vielleicht und komplett neue Dialoge schreiben und alle Details soweit verändern dass man mir nicht mehr nachweisen kann, dass ich abgeschrieben habe. Sowas lässt sich relativ leicht bewerkstelligen. Immerhin existiert mit der Vorlage ein roter Faden der definitiv funktioniert. Dann würden Gardeners Erben/Rechteinhaber aber in die Röhre gucken, immerhin wäre es mein Stück - und nicht mehr Gardeners.

Das ST will aber nicht das Stück kackdreist klauen sondern gute Stücke auf die Bretter bringen und zahlt. Auf Kosten der Kunst. Ist das nicht zumindest ein bisschen Schade?

Shakespeare Stücke sind überwiegend so gut, dass sie auch weitgehend unabhängig von dem zeitlichen Kontext, in dem sie entstanden, funktionieren. Das ist aber ein Sonderfall, denn man nicht zum Maßstab für alle Werke machen darf.

Unabhängig davon geht es in diesem Fall darum, dass ein Autor sein Stück nur auf eine bestimmte Weise aufgeführt sehen will. Das ist sein gutes Recht, auch wenn man vielleicht mit dem Inhalt seiner Forderung nicht einverstanden sein mag. Wenn Regisseure oder Intendanten diese Forderung nicht erfüllen mögen, steht es ihnen frei, andere Stücke auf den Spielplan zu setzen.

Schwarze Schauspieler Ü70 die in Berlin wohnen und die diese Rolle über Monate hinweg spielen können gibt' also en jeder Ecke? Dann solltest du als HeadHunter arbeiten.

Wenn ich recht informiert bin, ist kein Mindestalter vorgeschrieben, sondern nur eine bestimmte Hautfarbe. Das sollte sich hinbekommen lassen.
 
Shakespeare Stücke sind überwiegend so gut, dass sie auch weitgehend unabhängig von dem zeitlichen Kontext, in dem sie entstanden, funktionieren. Das ist aber ein Sonderfall, denn man nicht zum Maßstab für alle Werke machen darf.

:tnx:

Unabhängig davon geht es in diesem Fall darum, dass ein Autor sein Stück nur auf eine bestimmte Weise aufgeführt sehen will. Das ist sein gutes Recht, auch wenn man vielleicht mit dem Inhalt seiner Forderung nicht einverstanden sein mag. Wenn Regisseure oder Intendanten diese Forderung nicht erfüllen mögen, steht es ihnen frei, andere Stücke auf den Spielplan zu setzen.

Ich erinnere daran, dass der Mann tot ist.
 
Thomas Bernard verfügte daß seine Stücke nicht in seinem land aufgeführt werden dürften - das ist glaube ich auch schon Makulatur. Solange man da nicht einen gescheiten Nachlaßverwalter (wohlgemeint hier den lit. Nachlaßverwalter) hat, der die Autorenrechte und Verfügungen so behandelt als lebe er noch dann läßt sich das nicht durchsetzen. Und fallen die Rechte an eine Erbengemeinschaft dann wird die Interesse haben, daß die Stücke aufgeführt werden. Nach 75 Jahren ist das dann spätestens Makulatur. Dann kann sie auch das Volkstheater Speeldeel spielen, sofern sie das möchte. Oder das Libretto veröffentlichen ohne irgendwen zu fragen.
 
:tnx:

Auch hier sind US-Amerikanische Verhältnisse keine gute Alternative. Ich habe durch meine berufliche Tätigkeit erlebt, wie die Bundes-SPD mit Geld um sich schmeißt. Man macht sich gar keine Vorstellung! :ugly: Es gibt dazu recht interessante Vorschläge, aber ganz ehrlich: mir fehlt momentan die Zeit, mich auf diese Diskussion einzulassen. Das können wir sicher ein andermal besprechen.

Was Grüne und Linke so mit nichteigenem Geld tun, ist auch nicht gerade von Pappe. Denen sollte man allen die Finger abhacken bevor man sie an irgendwelches Staatsgeld lässt.

Anderes Thema, Stichwort "Eurokrise"
9 europäischen Ländern ist das dritte A entzogen worden, darunter auch Österreich und auch Frankreich. Wir brauchen uns keine Gedanken machen. Über das Glücksrad würden wir uns das etwaige entzogene A wieder zurückkaufen. Von daher kommt da nichts....
 
auch weil wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, daß beim Passivrauchen ein wesentlich größeres Gesundheitsrisiko besteht als bei aktiven Rauchern.
Nein, wie oft muss man diesen Quatsch noch hören. Sowas wurde niemals wissenschaftlich belegt, höchstens, dass der Rauch selber beim abglimmen der Zigarette mehr Schadstoffe enthält als der inhalierte Rauch und auch nur während des abglimmens, nicht wenn man dran zieht, aber die Emission steht im kein Vergleich zu dem inhalierten Rauch. Das Passiv-Rauchen ist nur gesundheitsschädlich,reicht ja auch schon als Grund. Aber das Passiv-Rauchen ist auf keinen Fall schädlicher als Aktiv-Rauchen.
 
Ja, und? Ist seine künstlerische Intention deswegen jetzt weniger wert?

Seine künstlerische Intention ist aller Ehren wert.

Sie ist spätestens durch sein Testament, jedoch alleine schon und zur Genüge durch sein Werk selbst, für die Nachwelt erhalten. Sprich: ihm kann man die mögliche(!) Verwurstung seiner Stücke nicht anlasten. Sein Schaffenswerk kann also schlimmstenfalls durch den stets zeitgeistigen Feuilleton, der im Übrigen für die Lebenden schreibt, herabgewürdigt werden. Der Artikel zum Stück im Schlosspark Theater thematisiert aber eben auch diese Frage: Welche Schuld hat die Kunst gegenüber den Toten und welche Verantwortung gegenüber den Lebenden?

Im Zweifel erachte ich die derzeitige Lebenswelt gegenüber den Wünschen der Toten bezüglich der Rezeption ihrer Stücke als wichtiger.
 
Thomas Bernard verfügte daß seine Stücke nicht in seinem land aufgeführt werden dürften - das ist glaube ich auch schon Makulatur. Solange man da nicht einen gescheiten Nachlaßverwalter (wohlgemeint hier den lit. Nachlaßverwalter) hat, der die Autorenrechte und Verfügungen so behandelt als lebe er noch dann läßt sich das nicht durchsetzen. Und fallen die Rechte an eine Erbengemeinschaft dann wird die Interesse haben, daß die Stücke aufgeführt werden. Nach 75 Jahren ist das dann spätestens Makulatur. Dann kann sie auch das Volkstheater Speeldeel spielen, sofern sie das möchte. Oder das Libretto veröffentlichen ohne irgendwen zu fragen.

Interessanter Punkt.
Thomas Bernhard hatte dies verfügt, weil er seinem Heimatland nicht wohlgesonnen war. Er wollte nicht am Wiener Burgtheater gespielt und vom Österreichischen Establishment "gefeiert" werden. Immerhin war er DER politische Literat Österreichs im 20.Jhd. Ob und in wie weit sich die politischen Verhältnisse in Österreich geändert haben, deren wegen Bernhard eine Aufführung seiner Stücke in Ösiland verbot, und wie weit sich Thomas Bernhard nun im Grabe umdrehen würde, würde er doch gespielt werden, ist Ansichtssache. Durch die starre Auslagung der testamentarischen Verfügung wird man Bernhards Intention jedoch nicht gerecht, sondern zeigt sich als Fundamentalist.
 
Was Grüne und Linke so mit nichteigenem Geld tun, ist auch nicht gerade von Pappe. Denen sollte man allen die Finger abhacken bevor man sie an irgendwelches Staatsgeld lässt.

Ich habe auf den letzten Seiten scharf gegen die FDP und auch gegen die SPD geschossen. Aber auch alle anderen Parteien gehen mit dem Geld der Steuerzahler unverantwortlich um.
Die letzte Story zu Niebel habe ich extra nicht gepostet, da in dem betreffenden Artikel so getan wird als sei die FDP die einzige Partei, die Posten an Parteifreunde vergibt - das tun die aber alle.
Um so wichtiger ist zu betonen, dass die Piratenpartei nicht auch an die Fördertöpfe kommen will sondern diesen Machenschaften ein Ende setzen will.
 
Im ARD Format Monitor wurde wiedereinmal deutlich gemacht wie die Protagonisten der etablierten Parteien "ticken".

Verdeckte Spenden.. nennt sich "Sponsoring". Sie malen sich das Parteiengesetz, so wie es ihnen gefällt:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/sponsoring.php5

"Lobbyistentricks, Günstlingswirtschaft, Vorteilsnahme".. da scheint Herr Wulff nur symptomatisch für den Zustand der parteipolitischen Realität/Kultur in Deutschland zu sein.
 
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