Heul doch.
Ron Paul vertritt in allen Politikbereichen die schlimmsten Positionen. Nicht nur will er zentralbanken abschaffen, sondern er ist auch anhänger eines der schlimmsten vormodernen Fetischismen: Des Goldfetischismus. Doch was ist Gold eigentlich? Es ist nichts als ein Metall. Es ist nicht die Substanz, die in sich das Geheimnis des Werts trägt, sondern für sich genommen wertlos. Wer den Goldfetischismus predigt, weil er das Papiergeld für einen Schwindel hält (was es ja auch zweifellos ist), der löst eben das der kapitalistischen Produktionsweise innewohnende Rätsel, wie es überhaupt sein kann, dass etwas Wert hat, und wie aus Geld mehr Geld wird, in einen Mythos auf.
Seine sonstigen politischen Forderungen gehen in genau dieselbe Richtung. So wie es angeblich die ökonomischen Probleme löse, einfach den Banken die Geldschöpfung zu entziehen, ganz so als läge das Problem nur in der Zirkulationssphäre, was natürlich, ob es die Ente hören will oder nicht, ein strukturell antisemitisches Argument in der Tradition Henry Fords ist, und habe nichts mit der klassischen kapitalistischen Produktionsweise zu tun, deren Ziel darin besteht, Geld in mehr Geld zu verwandeln und als seien der Banker und der Fließbandarbeiter bei Ford nicht siamesische Zwillinge, so will er die politischen Probleme durch radikalen Isolationismus lösen. Dies wäre in Zeiten, in denen die schlimmsten Marodeure, Terroristen, Regime etc. pp. bereits unter Obama fröhliche Urstände feiern können, so ziemlich das Schlimmste, was passieren könnte. Und selbstredend ist auch hier das erste Opfer der Judenstaat, dem demnächst an der Südfront an die Zähne bewaffnete ISlamisten gegenüber stehen werden. Allerdings wäre ein Rückzug auf amerika gerade auch für die Europäer, deren relative Sicherheit und deren relativer Wohlstand auf Kosten der US-Army hergestellt wurde, eine ernste Bedrohung.
Ron Pauls Thesen und die von ihm mit angestoßene Tea-Party-Bewegung sind für die amerikanische Republik eine Bedrohung, die mit Sicherheit nur mit der der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg vergleichbar sind. Wie auch Paul bezogen sich diese nämlich auf die Vergangenheit, auf ein ominöses Früher, auf die Gründerväter und den Unabhängigkeitskrieg. Leider haben die Amerikaner und auch die republikaner keinen Lincoln, der ihnen klar entgegentritt und sagt, dass das zwar damals richtig, heute aber schlimm reaktionär sei und mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Diese US-Präsidenten, die in der Stunde der Gefahr standhaft waren, ob sie nun Washington, Lincoln oder Roosevelt hießen, gibt es heute nicht mehr. Heute haben wir solche Weichspüler wie Romney, Kulturrelativisten wie Obama oder gar solche Spinner wie Ron Paul im Angebot. Man muss sich ernsthaft Sorgen machen, nicht nur um Amerika, sondern um die Welt.