Volker Pispers ist ein linker Lehrer und hat als solcher zur Realität des Terrorismus nichts beizutragen. Ich finde auch Deine Logik mit den 100 neuen Terroristen, die da morgen stünde, nicht plausibel. Nehmen wir nur einmal an, es gäbe 10 Terroristen (naja, es waren ja nur 3), die durchs Land ziehen und, um unter einer unliebsamen Bevölkerungsgruppe Angst und Schrecken zu verbreiten, einige ihrer Angehörigen gezielt mit Kopfschüssen zu liquidieren. Da kann doch die logische Konsequenz nur sein, dass man sie davon abhält, und zwar mit Gewalt. Und was für die Zwickauer Terrorzelle gilt, gilt auch für jeden anderen Terroristen. Er muss liquidiert oder verhaftet werden, bevor er unschuldige Menschen massakrieren kann - da hat man keine Wahl, das wird einem vom Terroristen aufgezwungen.
Wenn man nun die Gründe betrachtet, die Menschen zum Terroristen machen, so sind diese oft sehr viel subtiler als die in die Menschen hineinprojizierten eigenen Ängste der deutschen Mittelschicht (Stichworte wie fehlende Perspektive, Angst vor Armut etc. pp.), sondern basieren auf unmittelbarem Zwang. Hamas oder Taliban z.B. nutzen ihren Machtbereich, um dort bereits Kleinstkinder zu indoktrinieren und zu Kampfmaschinen abzurichten. Das Verzweiflungsargument zieht ja insofern nicht, als die meisten Terroristen nun einmal im Sinne einer spezifischen Vernichtungsideologie indoktriniert und abgerichtet wurden, Verzweiflung und Perspektivlosigkeit aber auch in anderen Elendregionen der Welt genauso vorhanden sind. Das heißt, wer den Terror bekämpfen will, der muss ersteinmal die Macht der Terroristen brechen, beständig neue Terroristen abzurichten. Das sind die Nachwuchsbeschaffer für den Terror, nicht etwa diejenigen, die den Terror bekämpfen. Nur weil Islamisten es gelernt haben, die antirassistische Mär vom bösen weißen Mann aufzusagen, sollten wir nicht darauf hereinfallen, und glauben, dass sie gar nicht mehr gewalttätig wären, wenn man sie nur in Ruhe ließe. Das will man vielleicht gerne glauben, hat aber mit der Realität rein gar nichts zu tun.