Allgemeiner Politik Thread

Es ist auch nichts neues, dass ganz links Außen und ganz rechts Außen der Antisemitismus beheimatet ist. Für in Deutschland lebende Araber ist es immer wieder äußerst erstaunlich zu sehen, wenn Rechts- wie Linksradikale auf ihren Demos Paliflaggen bei sich tragen. Aber wie hier schon mehrfach gesagt, ist der ideologische Hintergrund beider Richtungen gar nicht soweit von einander entfernt.
 

Ja, das stimmt leider. Was mich an der Diskussion allerdings stört ist der Umstand, dass man Antisemitismus nur irgendwelchen Extremisten zuschreibt, obwohl bestimmte Ideologeme wie der Antisemitismus doch längst wieder schichtübergreifend in der Mitte der Gesellschaft in Form von alten und neuen Stereotypen anschlussfähig sind.
 
@ invisible

Korrekt. Der Antisemitismus, auch wenn dieser Begriff erst vor ca. 150 Jahren entstand, ist seit dem Mittelalter in Europa gegenwärtig, aber durch den Holocaust "schiebt" man ihn gerne radikalen Gruppen zu, bzw. haftet diesem Begriff durch dich schrecklichen Ereignisse während der NS-Diktatur ein radikales Image an.
 
Die Linken in Duisburg versuchen mit Antisemitismus zu punkten: Klick!

Unfassbar:eek: Aber irgendwie auch nicht verwunderlich! Leider scheint es unter Linken teilweise "Schick" zu sein, gegen Israel zu sein. Angeblich weil man sich ja für die armen Palästinenser einsetzen muss und ihren Kampf für Gerechtigkeit. Aber ich habe schon lange vermutet dass da auch ein Stück weit Antisemitismus mitschwingt. Ich bin auch schon mal von Punks im Viertel blöd angemacht worden, weil ich ein Israel Fußballtrikot an hatte. Dabei weiß jeder, dass wenn irgendwas in Israel auf Versöhnung zwischen Juden und Moslems hinarbeitet, dann ist es der Fußball. Schließlich spielen in der Nationalelf etliche Moslems sehr erfolgreich. Auch bei einigen Vereinen spielen Juden und Moslems miteinander. Nur der Präsident von Beitar Jerusalem verbietet Moslems in der Mannschaft, aber der ist auch :stirn:
 
Aber irgendwie auch nicht verwunderlich! Leider scheint es unter Linken teilweise "Schick" zu sein, gegen Israel zu sein. Angeblich weil man sich ja für die armen Palästinenser einsetzen muss und ihren Kampf für Gerechtigkeit. Aber ich habe schon lange vermutet dass da auch ein Stück weit Antisemitismus mitschwingt.

Ich denke, daß dies vor allem historische Gründe hat:

Erstens, weil Juden schon immer als clevere Geschäftsleute galten (was von Antisemitien stets thematisiert wurde und wird) und Marktwirtschaft im Widerspruch zur sozialistischen/kommuistischen Ideologie steht, so daß Juden in kommunistischen Staaten auch keinen leichten Stand hatten (nach dem Zusammenbruch der UdSSR sind von dort über 1 Mio. Menschen nach Israel ausgewandert, die heute in etwa 1/6 der Bevölkerung Israels ausmachen).

Zweitens war Israel schon zur Zeit des kalten Krieges ein enger politischer und strategischer Verbündeter der USA und wurde somit von den kommunistischen Staaten des Warschauer Paktes mit Argusaugen beobachtet, ergo auch von der Linken-Vorgängerpartei SED in der DDR.
 
Ich denke, daß dies vor allem historische Gründe hat:

Erstens, weil Juden schon immer als clevere Geschäftsleute galten (was von Antisemitien stets thematisiert wurde und wird) und Marktwirtschaft im Widerspruch zur sozialistischen/kommuistischen Ideologie steht, so daß Juden in kommunistischen Staaten auch keinen leichten Stand hatten (nach dem Zusammenbruch der UdSSR sind von dort über 1 Mio. Menschen nach Israel ausgewandert, die heute in etwa 1/6 der Bevölkerung Israels ausmachen).

Zweitens war Israel schon zur Zeit des kalten Krieges ein enger politischer und strategischer Verbündeter der USA und wurde somit von den kommunistischen Staaten des Warschauer Paktes mit Argusaugen beobachtet, ergo auch von der Linken-Vorgängerpartei SED in der DDR.

:tnx: Stimmt! Hatte ich so noch gar nicht betrachtet! Sehr schöne und richtige Einschätzung!:thumb:
 
Erstens, weil Juden schon immer als clevere Geschäftsleute galten (was von Antisemitien stets thematisiert wurde und wird) und Marktwirtschaft im Widerspruch zur sozialistischen/kommuistischen Ideologie steht, so daß Juden in kommunistischen Staaten auch keinen leichten Stand hatten (nach dem Zusammenbruch der UdSSR sind von dort über 1 Mio. Menschen nach Israel ausgewandert, die heute in etwa 1/6 der Bevölkerung Israels ausmachen).

Perverserweise ist das ein Vorurteil, dass erst durch den Antisemitismus eine Grundlage bekam: Im Mittelalter war den Juden vielfach schlicht verboten, vermeintlich ehrbare Tätigkeiten wie beispielsweise Handwerksberufe auszuüben, so dass ihnen kaum etwas anderes übrig blieb als Handel und Finanzwirtschaft.
 
Was wiederum zeigt, dass der Antisemitismus kein Phänomen der "jüngeren" Geschichte ist, sondern leider seit vielen Jahrhunderten in den Menschen verankert ist.

Ja leider, deswegen hatte Hitler damals ja auch solchen Erfolg mit seinem Hass auf die Juden, weil es eh schon weit verbreitert war. Übrigens leider auch der damalige Bremer Johann Smidt ein glühender Antisemit, weswegen ich die "Bürgermeister-Smidt Str." immer mit gemischten Gefühlen sehe..:(
 
Perverserweise ist das ein Vorurteil, dass erst durch den Antisemitismus eine Grundlage bekam: Im Mittelalter war den Juden vielfach schlicht verboten, vermeintlich ehrbare Tätigkeiten wie beispielsweise Handwerksberufe auszuüben, so dass ihnen kaum etwas anderes übrig blieb als Handel und Finanzwirtschaft.

Stimmt, Du hast recht. Im Grunde genommen begann die Judenfeindlichkeit in Europa bereits in den ersten Jahrzehnten n. Chr. als das Christentum ihre Religion als alleinigen Glauben geltend machen wollte. Aus dieser religiösen Anneigung entstanden im Laufe der Jahrhunderte die enthnischen und sozialen Vorbehalte gegenüber Menschen diesem Glaubens.
 
Jetzt ist auch der Kandidatencheck von Abgeordnetenwatch online. Im Grunde funktioniert das wie der Wahl-o-Mat allerdings geben hier die einzelnen Listenkandidaten ihre Meinung zu den verschiedenen Thesen ab und man kann sie mit seiner Meinung vergleichen.

Sehr informativ! Demnach sollte ich Hermann Kuhn, Arno Gottschalk und Matthias Güldner wählen! Die Namen muss ich mir merken für den 22.05. Wie kommt es eigentlich dass keine von der CDU dabei sind? Ich meine, nicht dass ich mit denen einer Meinung wäre, habe mich nur gewundert.:confused:
 
Sehr informativ! Demnach sollte ich Hermann Kuhn, Arno Gottschalk und Matthias Güldner wählen! Die Namen muss ich mir merken für den 22.05. Wie kommt es eigentlich dass keine von der CDU dabei sind? Ich meine, nicht dass ich mit denen einer Meinung wäre, habe mich nur gewundert.:confused:

Weiss zum einen nicht, ob in deinem Stadtteil Leute für die CDU kandidieren und zum anderen habe viele Kandidierende (egal welcher Partei) den Kandidatencheck gar nicht gemacht. Musst mal drauf achten, wenn du den beginnst, da stehen dann alle Kandidierende aus deinem Stadtteil und bei einigen könnte stehen, dass sie diesen bisher nicht ausgefüllt haben.
 
Weiss zum einen nicht, ob in deinem Stadtteil Leute für die CDU kandidieren und zum anderen habe viele Kandidierende (egal welcher Partei) den Kandidatencheck gar nicht gemacht. Musst mal drauf achten, wenn du den beginnst, da stehen dann alle Kandidierende aus deinem Stadtteil und bei einigen könnte stehen, dass sie diesen bisher nicht ausgefüllt haben.

Wann wird in Bremen gewählt? Zeugt ja nicht gerade von Transparenz, wenn sich einige Kandidaten den Fragen entziehen bzw. nicht antworten wollen (oder dürfen).
 
Wann wird in Bremen gewählt? Zeugt ja nicht gerade von Transparenz, wenn sich einige Kandidaten den Fragen entziehen bzw. nicht antworten wollen (oder dürfen).

:tnx:

Sehe ich genauso. Habe die Thesen alle beantwortet und begründet. Beim durchsehen unserer einzelnen Kandidaten stelle ich doch durchaus unterschiede fest, so dass dieser Kandidatencheck vor dem Hintergrund des neuen Wahlrechts in meinen Augen sogar besser ist als der Wahl-o-Mat. Wobei mir schon aufgefallen ist, dass bei einigen CDU-Kandidaten (Schwachhausen beispielsweise) im Wortlaut die gleiche Begründung zu finden ist.
Und keine Antworten zu geben, ist doch auch in gewisser Weise eine Aussage. ;)
 
Die CDU weiß, wie man auf Stimmenfang geht:
http://www.weser-kurier.de/Artikel/...nder-sollen-sonnabends-wieder-zur-Schule.html :lol::lol::lol:

Also mit der Forderung, Schüler auch Sonnabends zur Schule zu schicken hat die CDU schon mal die Stimmen der Jungwähler und der Lehrer verloren, aber die hätten vermutlich eh nicht CDU gewählt. Mal ganz abgesehen davon, verstehe ich auch die Argumente der Mohr-Lüllmann nicht, auf der einen Seite beklagt sie, dass die Bremer Lehrer keine ausreichenden Qualifikationen haben, was ja stimmen mag. Bzw. die Lehrer würden oft Fächer unterrichten, für die sie gar nicht ausgebildet waren. Auf der anderen Seite meint sie man müsse die Schüler auch Sonnabends unterrichten, damit Bremen im "Pisa" Vergleich aufholen kann. Mit anderen Worten, die Lehrer sind zwar nicht qualifiziert, aber sie sollen trotzdem mehr unterrichten, nach dem Motto: viel hilft viel, oder wie:stirn:

Das bringt mich auch gleich zu meinen persönlichen Eindrücken der Wahlplakate dieses Jahr:

SPD: Schlicht, meist einfach nur Jens Böhrnsen drauf. Die SPD setzt ganz klar auf einen Kandidaten Wahlkampf. Meiner Meinung nach ein gutes Plakat, da ich eh kein Freund von Wahlplakaten bin, denke ich wenn, dann bitte einfach nur schlicht den Kandidaten ablichten.:thumb:

Grüne: Auch ganz nett, einige markante Sprüche, teilweise lustig. Einige Plakate mit Kandidatin Linnert, aber insgesamt wie bei der SPD keine Inhalte. :thumb:

CDU: Ganz furchtbar diese künstlich gestellten, scheinbar aus dem Leben gegriffenen Plakate mit gespielten Szenen. Genau so sollte ein Wahlplakat nicht aussehen.:wuerg:

FDP: Bisher nur ein Plakat gesehen, darin ging es um Bildungspolitik. Damit setzt die FDP auf ihren Plakaten ganz klar auf Inhalte.:zweifeln:

Piraten: Sehr billig gemachte Plakate die eigentlich nur eine Botschaft haben: wir wollen was ändern. :zzz:
 
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