Wie definierst Du "mittelfristig"? Eine Neuordung der Bundesländer ist schon in den 80er Jahren thematisiert worden, ohne das etwas nennenswertes passiert ist. Die einen wollen ihre Unabhängigkeit bewahren, die andern haben selber genug Schulden, so daß sie sich kein weiteres verschuldetes Bundesland ans Bein binden wollen.
Hinzu kommt, daß die Ordnung der Bundesländer im Art. 29 bzw. Art 118a des Grundgesetz verankert ist und für Neuordnungen vorschreibt, daß a) 2/3 aller beteiligen Länderparlamente zustimmen müssen sowie b) in den betroffenen Bundesländern ein Volksentscheid von Nöten ist, bei dem neben der einfachen Mehrheit ein Quorum von 25% benötigt wird (Quorum bedeuet, daß die einfache Mehrheit alleine nicht ausreicht, sondern es müssen zusätzlich mind. 25% der aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen. d.h. wenn ein Bundesland 1 Mio. Wahlberechtigte hat, muß für eine Neuordnung eine einfache Mehrheit mit mind. 250.000 Ja-Stimmen erfolgen).
1996 gab es berits den Versuch, die Länder Brandenburg und Berlin zu fusionieren, aber das Abstimmungsergebnis im "reicheren" Brandenburg (nur 36,6% gültige Ja-Stimmen, Quorum noch nicht einmal ansatzweise erreicht) wurde für zum Debakel für die Befürworter von einer Neuordung der Bundesländer.