Allgemeiner Politik Thread

Nicht ausschließen heißt ja nicht, dass man es machen würde. Man wird schlicht die jetzt stattfindenen Wahlen abwarten.

Was haben denn die jetzt stattfindenden Wahlen mit den Streitigkeiten und Problemen in NRW zu tun? Soll die CDU sagen: "Och wenn wir in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz schon auf den Deckel bekommen haben, dann wollen wir doch kein Neuwahlen?" 4 Niederlagen in einem halben Jahr sind zu viel, oder wie? :p
 
Weil rot-grün oder aus sachlichen Aspekten?

Aus sachlichen Aspekten. Und weil ich glaube, dass irgendwie alle Parteien in NRW keine Lust auf Wahlkampf haben. Was viele ja immer vergessen ist, dass Landtagswahlkämpfe unheimlich teuer sind. Das Schütteln gerade Parteien wie die Grünen und die FDP nich mal so aus dem ärmel. Die finanzielle Situation von CDU und SPD ist da ein wenig besser, denke ich zumindest. Die Linken haben ja noch Stasikonten im Ausland. Tschuldigung das sind natürlich private Ersparnisse.

Sachlich spricht in meinen Augen dagegen, dass dies - ähnlich wie Hampellei bei der Laufzeitverlängerung jetzt - weiter an der Glaubwürdigkeit der Politik nagen würde. Du kannst ja nicht so lange wählen bis einem das Ergebnis passt. Und eine Minderheitenregierung ist halt auch nicht pflicht. Es gibt ja noch andere mögliche Konstellationen.
 
röttgen könnte im wahlkampf seinen gerade groß begonnenen atomkurs nicht zuende führen. rot-grün sind noch der meinung, dass ihr haushalt verfassungskonform ist. früher oder später wird es aber neuwahlen geben.
 
Auf Phoenix läuft gerade eine Dokumentation, bei der unter anderem nachgegangen wird, wie eigentlich bei einer solchen Katastrophe hier agiert würde. Es läuft einem kalt den Rücken runter, wenn man in den Interviews sieht, dass keiner rund um Krümmel eine Ahnung hat, was zu tun ist, wo die Jod-Tabletten sind, wie eine Schule reagiert, wer das Feuer löscht etc.pp..

Da muss man den Japanern Respekt zollen, dass die bei allem Anschein von Chaos einen Plan haben und immer regelmäßig geübt haben.

Besonders bezeichnend auch die Aufnahmen aus dem Reaktor Brokdorf, als zufälligerweise gleichzeitig ein Störfall war, bis zum Ende der Dreharbeiten keiner wusste, was das Problem war und eon hinterher vom Kamerateam verlangt hat, den Film nicht zu veröffentlichen.

Die konnten sogar mit einem Flugzeug über Krümmel fliegen, ohne dass es einen gejuckt hätte. Man darf nur nicht unter 800 m fliegen, sonst kriegt man eine Strafanzeige zugestellt. Das nenne ich Terroristenabwehr.

Sollte irgendwann etwas passieren (und nach den Bildern aus dem Kontrollraum und von der Technikerschulung schließe ich da gar nichts mehr aus), wird hier das Chaos regieren. Sehr gruselig.
 
Auf Phoenix läuft gerade eine Dokumentation, bei der unter anderem nachgegangen wird, wie eigentlich bei einer solchen Katastrophe hier agiert würde. Es läuft einem kalt den Rücken runter, wenn man in den Interviews sieht, dass keiner rund um Krümmel eine Ahnung hat, was zu tun ist, wo die Jod-Tabletten sind, wie eine Schule reagiert, wer das Feuer löscht etc.pp..
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Ich kann nur für mein Bundesland berichten, wie es da aussieht:

Gemäß § 6 des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (LBKG) ist der
Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen Aufgabe des Landes;
mit § 24 Abs. 1 Nr. 3 wird die Einsatzleitung dem Präsidenten der Aufsichts- und
Dienstleistungsdirektion (ADD) übertragen. Zur Planung und Durchführung dieser
Aufgaben hat die ADD einen Katastrophenschutzplan Kernkraftwerke aufgestellt.

Nachzulesen hier

Aber soviel zur Theorie....
 
Habe die Sendung heute Mittag gesehen. Fand da einiges auch äußerst erschreckend.
Unglaublich wie schlecht unsere Behörden vorbereitet sind auf einen Störfall. Im übrigen gibt es da eindeutige Vorschriften.
 
Besonders erschreckend der Landrat, der nur meinte, dass so etwas nicht passieren wird oder der Schulleiter, der zuerst meinte, dass die Kinder bei einem nuklearen Störfall auf dem Schulhof gesammelt würden.

Vorschriften gibt es ja zuhauf in Deutschland. Aber jeder, der z.B. in einem Unternehmen mit mit einem ganzen Buch an Vorlagen, Vorschriften, Regelungen und Prozesse arbeitet weiß, dass existierende Vorschriften die eine Sache sind, wie Sie gelebt und verstanden werden, eine andere.
 
Der Schulleiter kannte auch keinen Notfallplan für einen nuklearen Störfall, der wollte seinen Notfallplan für einen Brandfall anwenden. Der hatte Null-Ahnung. Fand auch gut wie die meinten sie seien auch alle irgendwie gar nicht zuständig. Das muss dann der Katastrophenschutz machen. Und uns holt dann schon jemand ab.

Aber heute stand ja im WK auch, dass es in Bremen massive Probleme geben könnte im Eventualfall.

Mal ganz abgesehen von AKW, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass aufgrund der atomaren Bedrohungslage während des Kalten Krieges detaillierte Pläne vorliegen, wie man in solchen Fällen vorgehen muss.
 
Beim Kriegsfall während des Kalten Krieges könnte man ja noch fast argumentieren, dass man dann ohnehin keine Chane mehr gehabt hätte. Die Szenarien der NATO sahen einen raschen Vorstoß der Sowjetarmee zum Rhein und anschließend gegebenenfalls den Einsatz taktischer Atomsprengköpfe vor. Insofern hätte der Katastrophenschutz in einem Deutschland unter Kriegsrecht kaum etwas zu melden gehabt, sondern zunächst die sowjetische Besatzungskommandatur und danach die Apokalypse.

Was ich noch weiß ist, dass auf wichtigen Straßen, die zum Vorstoß der Roten Armee hätten dienen können, spezielle Gullys waren, die eine Sprengladung aufgenommen hätten, um die Straße zu zerstören, oder dass Autobahnabschnitte als Ersatz für bombardierte Fliegerhorste der NATO-Truppen gedient hätten (das sind oft die ohne begrünten Mittelstreifen und mit merkwürdigen anmutenden freien Plätzen an der Seite mit Stromzugang). Aber was den Zivilschutz angeht, habe ich keine Ahnung, was man dann gemacht hätte.
 
Beim Kriegsfall während des Kalten Krieges könnte man ja noch fast argumentieren, dass man dann ohnehin keine Chane mehr gehabt hätte. Die Szenarien der NATO sahen einen raschen Vorstoß der Sowjetarmee zum Rhein und anschließend gegebenenfalls den Einsatz taktischer Atomsprengköpfe vor. Insofern hätte der Katastrophenschutz in einem Deutschland unter Kriegsrecht kaum etwas zu melden gehabt, sondern zunächst die sowjetische Besatzungskommandatur und danach die Apokalypse.

Was ich noch weiß ist, dass auf wichtigen Straßen, die zum Vorstoß der Roten Armee hätten dienen können, spezielle Gullys waren, die eine Sprengladung aufgenommen hätten, um die Straße zu zerstören, oder dass Autobahnabschnitte als Ersatz für bombardierte Fliegerhorste der NATO-Truppen gedient hätten (das sind oft die ohne begrünten Mittelstreifen und mit merkwürdigen anmutenden freien Plätzen an der Seite mit Stromzugang). Aber was den Zivilschutz angeht, habe ich keine Ahnung, was man dann gemacht hätte.


Das weiss ich ja auch. Die Autobahn 29 hinter Sandkrug hat solch einen Bedarfsflugplatz ;)
 
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