Das sollte auch keine Legitimation sein. Sondern die Ursache beschreiben. Und gerade für bildungsferne Migraten ist die Integration ohne Landsleute umso schwerer. Nur um aus der Geschichte meiner Familie zu berichten. Mein Vater ist nach Deutschland gekommen, um seinen Facharzt zu machen. Das setzte schon Voraus, dass er neben seiner Muttersprache, Arabisch, auch fließend Englisch sprechen musste. Und hierdruch ist es ihm recht einfach gefallen sich mit seinen neuen Kollgen und Nachbarn auszutauschen und so auch Deutsch zu lernen. Mein Vater hat in den über 30 Jahren, die er nun in Deutschland keinen Deutschkurs besuchen müssen. Ähnlich sieht es bei vielen anderen arabischstämmigen Akademikern aus, die wir kennen. Problematischer wird es je bildungsferner die Migranten sind. Wobei auch hier zu sagen ist, dass dies eben auch davon abhängt, was jeder einzelne Migrant aus seiner eigenen Situation macht.
Was nun dein Beispiel mit den türkischen Frauen angeht. Ersten sprechen auch dort mehr Deutsch als es einem so vorkommt, weil sie untereinander weiterhin in ihrer Muttersprache sprechen. Aber natürlich gibt es das Problem. Das kommt aber eben die durch die Getthoiesierung zustande. Wenn du nach Mallorca fliegts, dann brauchst du kein Spanisch um dich durchs Leben zu schlagen. Und wenn ich als Türke mich in Deutschland in bestimmten Stadtteilen oder Städten lebe, dann brauch ich kein Deutsch sprechen, um durchs Leben zu kommen. Ist doch unheimlich bequehm. Und der Mensch ist von natur aus bequehm. Man verhält sich gerne wir ein Elektron und geht den Weg des geringsten Widerstandes.
Dann darf ich mich aber nicht beschweren, wenn mir die Bildung im Allgemeinen verwehrt bleibt. Ich kann nciht in einem Land leben, die Vorzüge wie bspw. Bildung geniessen aber dafür nichts tun müssen und sei es, dass ich nicht mal die Sprache spreche.
Zu den türk. Frauen: Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Bin Bankkaufmann und war nach meiner Ausbildung für kurze Zeit am Schlater "zwischengeparkt". Da gab es wenige türk. Frauen, die deustch sprechen konnten. Allerdings ist das da im allgemeinen eine falsche Entwicklung, was die Fähigkeit deutsch zu sprechen an betrifft.
Das ist wie gesagt meist eine Frage wie bildungsnah oder bildunsfern die Elternhäuser sind. Die Mehrzahl der Migranten stammen aus einfachsten Arbeiterverhältnissen. Häufig bildungsfern, weil diese als Gastarbeiter für die Unternehmen schlicht am billigsten waren und auch so die geringsten Ansprüche gestellt haben. Das erschreckende ist doch, dass selbst Kinder aus deutschen Familien bei Sprachstandstests mit vier oder fünf Jahren in ihrer Sprachentwicklung hinterher hängen. Was aber auch nicht wundert, wenn Eltern ihre Kinder lieber für die Glotze setzen und die Teletubbies gucken lassen anstatt ihnen Vorzulesen.
Natürlich ist das erschrecken, hat aber im eigentlichen nichts mit der Theamtik zu tun.
Da stellst du die Frage dem absolut falschen. Ich bin dafür alle Religionsgemeinschaften gleichzustellen. Was für mich bedeutet nicht dem Islam ähnliche Privilegien wir den Kirchen zu geben, sondern alle staatlichen Privilegien für Glaubensgemeinschaften zu streichen.
Das hätte ja auf Seiten der islamischen Bevölkerung ein noch größeres Echo!


