Allgemeiner Politik Thread

Ich verlange für beide von dir genannten Beispiele deutlich härtere Strafen. So einfach ist das.
Der Standpunkt ist mir auch nicht ganz fern. Dann aber bitte wirklich ganz einfach und für alle gleich. Das heißt weder einen Malus für die ethnische Herkunft noch einen Bonus für vorher gegangenen Alkoholkonsum. Also die Schlägerei der Dorfjugend auf dem Schützenfest ebenso bestrafen wie die Schlägerei im BAMF. Ich habe allerdings den leisen Verdacht, dass das mit Dir nicht zu machen wäre.
 
Der Standpunkt ist mir auch nicht ganz fern. Dann aber bitte wirklich ganz einfach und für alle gleich. Das heißt weder einen Malus für die ethnische Herkunft noch einen Bonus für vorher gegangenen Alkoholkonsum. Also die Schlägerei der Dorfjugend auf dem Schützenfest ebenso bestrafen wie die Schlägerei im BAMF. Ich habe allerdings den leisen Verdacht, dass das mit Dir nicht zu machen wäre.

Tja... dann müsste man den Alkoholeinfluss aber eben außen vor lassen. Hätte ich ebensowenig ein Problem damit. Und straffälliges Auffallen = Abschiebung. Nichts Duldung o.ä. sondern Abflug! Und den dann auch nicht erst übermorgen.
 
Und weiter

Hab ich von Henne heute gelernt.. Beim Alkohol spielt auch plötzlich die Eigenverantwortung keine Rolle mehr.. Denn Alkohol wirkt sich strafmildernd aus..

Ich fände es irgendwie erfrischend, wenn man über alle Themen in diesem Land so diskutieren würde, wie beim Thema Flüchtlinge..
 
Ich weiß nicht, was mir im Libanon passiert, wenn ich sage, dass ich ein patriotischer Syrer bin. Genauso umgekehrt. Wenn das Denken dort normal ist, betreffenden sofort in eine Prügelei zu verwickeln, muss man den Menschen hier zumindest beibringen, dass man jegliche Nationalität zu akzeptieren hat. Man muss den gesunden Menschenverstand, ohne dass das diskriminierend klingen soll, erweitern bzw anpassen.
Ganz genau. Die Frage die sich mir stellt, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben, welche Intention dahinter steckt überhaupt zu erwähnen, das du ein Syrischer Patriot bist? Warum sollte man das als Mensch überhaupt erwähnen wenn du in ein Land flüchtest wo du eigentlich Schutz und Sicherheit suchst?? Wenn es dir, in dem Fall, so wichtig wäre das im Libanon zu erwähnen, kann deine Not eigentlich nicht so groß sein.
Mir wäre es als Flüchtling vollkommen schnurz wär da mit mir in einem Warteraum sitzt. Ob er ein Rassist, Kommunist, Buddhist, Araber oder Takatuner ist. Ich wäre froh das ich eine lange Tortur hinter mich gebracht habe. Das ich relativ sicher in dem Land bin. DA wäre das letzte was mir einfallen würde, Ärger in dem Land zu machen.
Ich stimme dir allerdings auch zu das in Bezug auf Information für die Flüchtlinge viel zu wenig getan wird. Das muss definitiv verbessert werden.
 
Und weiter

Hab ich von Henne heute gelernt.. Beim Alkohol spielt auch plötzlich die Eigenverantwortung keine Rolle mehr.. Denn Alkohol wirkt sich strafmildernd aus..

Ich fände es irgendwie erfrischend, wenn man über alle Themen in diesem Land so diskutieren würde, wie beim Thema Flüchtlinge..

Nichts: Und weiter... Denn dass Alkohol vor Strafe schützt hab ich auch in den von dir genutzten Zusammenhang nie behauptet. Insofern sind deine ersten beiden Sätze auch mit weiterführender Erklärung schlichtweg Unsinn.

Und beim Thema Flüchtlinge wird noch viel zu wenig diskutiert. "Wir schaffen das!" Und fertig. Hoffentlich werde ich von der Oma mit den nach unten gezogenen Mundwinkeln bald erlöst. Ich kann die nicht mehr sehen. Und hören schon gar nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ganz genau. Die Frage die sich mir stellt, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben, welche Intention dahinter steckt überhaupt zu erwähnen, das du ein Syrischer Patriot bist? Warum sollte man das als Mensch überhaupt erwähnen wenn du in ein Land flüchtest wo du eigentlich Schutz und Sicherheit suchst?? Wenn es dir, in dem Fall, so wichtig wäre das im Libanon zu erwähnen, kann deine Not eigentlich nicht so groß sein.
Mir wäre es als Flüchtling vollkommen schnurz wär da mit mir in einem Warteraum sitzt. Ob er ein Rassist, Kommunist, Buddhist, Araber oder Takatuner ist. Ich wäre froh das ich eine lange Tortur hinter mich gebracht habe. Das ich relativ sicher in dem Land bin. DA wäre das letzte was mir einfallen würde, Ärger in dem Land zu machen.
Ich stimme dir allerdings auch zu das in Bezug auf Information für die Flüchtlinge viel zu wenig getan wird. Das muss definitiv verbessert werden.

Bin ich ein Stück weit bei Dir.. Aber das sagt sich leicht, wenn man diese Situation nicht mal annähernd kennt und diese Bilder nur aus dem Fernsehen kennt.. Und da schließe ich mich in keinster Weise aus..
 
Bin ich ein Stück weit bei Dir.. Aber das sagt sich leicht, wenn man diese Situation nicht mal annähernd kennt und diese Bilder nur aus dem Fernsehen kennt.. Und da schließe ich mich in keinster Weise aus..
Da muss ich dich leider korrigieren, denn ich habe auch persönliche und berufliche Erfahrungen gemacht und mache sie heute noch. Da brauche ich keine Medien.
 
@Henne

Gute Frage, aber woher soll ich das wissen???

Genauso wenig weiß ich (zum Glück, dafür bin ich auch unendlich dankbar), wie es sich anfühlt, wenn mein Haus zerbombt und Teile meiner Familie getötet wurden und ich dann nach einer langen und anstrengenden Flucht in einem fremden Land bin, die Sprache dieses Landes (noch) nicht spreche, aber englischsprachige Berichte über brennende Flüchtlingsunterkünfte und pöbelnde Menschengruppen vor Bussen lesen muss..

Also diese Frage musst du schon den entsprechenden Leuten stellen..
 
Die Frage die sich mir stellt, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben, welche Intention dahinter steckt überhaupt zu erwähnen, das du ein Syrischer Patriot bist? Warum sollte man das als Mensch überhaupt erwähnen wenn du in ein Land flüchtest wo du eigentlich Schutz und Sicherheit suchst?? Wenn es dir, in dem Fall, so wichtig wäre das im Libanon zu erwähnen, kann deine Not eigentlich nicht so groß sein.

In einem Warteraum für Asylbewerber wirst du nicht drumherum kommen, deine Herkunft anzugeben.

Es gibg bei diesem Beispiel ja auch darum, dass in anderen Ländern bestimmte Herkunften nicht einfach akzeptiert werden wie hier. Und das muss den Flüchtlingen beigebracht werden... ums mal "einfach" auszudrücken.
 
Da muss ich dich leider korrigieren, denn ich habe auch persönliche und berufliche Erfahrungen gemacht und mache sie heute noch. Da brauche ich keine Medien.

Warum leider? Dann nehme ich das zurück..

Mich würde mal interessieren wie es ist, wenn man Eigentum und Familie in einem völlig sinnlosen Konflikt verliert, seine Heimat verlassen muss und dann mit sehr vielen Menschen auf engstem Raum leben muss? Wie ist es denn, wenn man nichts tut außer warten, warten und sich langweilen?

Wie ist es, wenn man sich integrieren möchte, die Sprache lernen möchte, arbeiten möchte, dies aber nicht darf?

Nein, eigentlich interessiert es mich doch nicht, da ich so etwas niemals erleben möchte und auch niemandem auf diesem Planeten wünsche..

Und nein, das rechtfertigt in keinster Weise Straftaten.. Nicht, dass man mir wieder irgendwas unterstellt..

Diese Fragen sind rhetorisch, da ich nicht hoffe, dass Du schon einmal in einer solchen Situation warst..
 
In einem Warteraum für Asylbewerber wirst du nicht drumherum kommen, deine Herkunft anzugeben.

Es gibg bei diesem Beispiel ja auch darum, dass in anderen Ländern bestimmte Herkunften nicht einfach akzeptiert werden wie hier. Und das muss den Flüchtlingen beigebracht werden... ums mal "einfach" auszudrücken.

In einem Warteraum? Wohl eher im Gespräch mit dem Bearbeiter.
 
@Henne

Gute Frage, aber woher soll ich das wissen???

Genauso wenig weiß ich (zum Glück, dafür bin ich auch unendlich dankbar), wie es sich anfühlt, wenn mein Haus zerbombt und Teile meiner Familie getötet wurden und ich dann nach einer langen und anstrengenden Flucht in einem fremden Land bin, die Sprache dieses Landes (noch) nicht spreche, aber englischsprachige Berichte über brennende Flüchtlingsunterkünfte und pöbelnde Menschengruppen vor Bussen lesen muss..

Also diese Frage musst du schon den entsprechenden Leuten stellen..

Wenn doch nur alle aus diesem Grund kämen, wären wir schon einen Schritt weiter. Wenn mir Deutschland als Zufluchtsort nicht gefällt... andere Mütter haben auch schöne Töchter! Aber da fehlt dann wohl der (monetäre?) Anreiz bzw. ist das Hemd dann doch näher als die Hose...
 
Wenn ich in einer solchen Situation wäre, würde ich auch dahin gehen, wo es für mich und meine Familie (wenn nicht getötet) am besten wäre.. Macht mich das jetzt zu einem schlechten Menschen?

Und zu den "anderen"..

Es gab im ZDF mal ne schöne Doku über einen afrikanischen Zwiebelbauern.. Der hatte sich in Afrika mit Zwiebelanbau und -verkauf ein für dortige Verhältnisse gutes Leben aufgebaut.. Die Kinder gingen auf eine Schule, es ging allen in dieser Familie relativ gut..

Jetzt kommt die EU ins Spiel.. Dort wird der Zwiebelanbau subventioniert.. Die EU kann im Ergebnis dessen in Afrika Zwiebeln günstiger verkaufen, als der einheimische Bauer..

Er kann die Preise nicht halten, es wird unrentabel und sein Geschäft geht kaputt.. Die Kinder können nicht mehr zur Schule etc..

Was passiert schlussendlich? Er nimmt seine Familie und geht an einen Ort, wo es scheinbar besser ist.. Nach Europa..

So schafft man Wirtschaftsflüchtlinge.. Kann man es diesem Mann verübeln? Also ich nicht, da er zusehen muss, wie er und seine Familie überleben können..
 
Zuletzt bearbeitet:
@xxxHenne1981xxx

Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen.

Ausserdem war das kein Terroranschlag, sondern ein Amoklauf, deren Gründe nicht in politischen Motiven zu suchen sind. Ja, es gab zwar Hinweise auf eine rechtsradikale Gesinnung, aber die ist, nach meinem Erachten, für diese Tat nicht ausschlaggebend. Der Täter war psychisch krank, und die Tat wäre wohl genauso passiert, wenn er Anhänger der Linken gewesen wäre. Er passt in die Riege Ansbach nicht rein. Reutlingen genauso wenig, das war eine Beziehungstat, wie sie in Deutschland auch regelmäßig passiert.
Reutlingen war KEINE Beziehungstat. Das Menschlein hat sie mehrfach belästigt, hatte Hausverbot im Imbiss, hat sich durch den Hintereingang geschlichen und sie auf der Flucht ermordet.
Und wenn ich lese, der Täter war psychisch krank (das ist immer die erste reflexartig vorgebrachte Entschuldigung), könnte ich im Strahl k....tzen.
 
In einem Warteraum für Asylbewerber wirst du nicht drumherum kommen, deine Herkunft anzugeben.

Es gibg bei diesem Beispiel ja auch darum, dass in anderen Ländern bestimmte Herkunften nicht einfach akzeptiert werden wie hier. Und das muss den Flüchtlingen beigebracht werden... ums mal "einfach" auszudrücken.
Es ging in deinem Beispiel aber nicht um Nationalität sondern um eine politische Ausrichtung. Zwei völlig unterschiedliche Dinge. Und warum sollte es in einem Warteraum von belang sein jeden meine Nationalität aufs Auge zu binden? Das dürfte wohl erst relevant werden wenn ich aufgerufen werde und mein Fall bearbeitet wird.
Deinen letzten Satz kann ich nur unterstreichen
 
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