Deshalb wiederhole ich mein Credo gerne nochmals, mehr Hilfe für die Flüchtlinge vor Ort und somit Fluchtursachen bekämpfen.
Dann könnte man auch argumentieren, ihr lebt in einer sicheren und akzeptablen Situation und deshalb können wir euch nicht in dieser Zahl aufnehmen.
Das bezweifelt doch kaum einer, dass in Sachen Flüchtlingshilfe grade Länder wie der Libanon und Jordanien, als auch die Türkei mehr unterstützt werden müssen, sollte so gut wie jedem klar sein. Wurde ja auch grade eben erst ein Milliardenpaket geschnürt wenn mich nicht alles täuscht. Warum das erst jetzt passiert bleibt hierbei wohl ebenso ein Geheimnis der "Kanzlerin der Menschlichkeit", wie die Frage weshalb sie unmissverständlich die halbe Welt einlädt, um ebenjene Eingeladenen (grade aus Syrien) dann zu Fuß und zuweilen mit Säugling auf der Hand 3.000 KM nach Deutschland rennen zu lassen, wobei jedes Wochenende wieder zig Menschen und Kinder erbärmlichst auf rauher See im Mittelmeer ersaufen. Ich bin mir nun nicht im Klaren wie desolat es um die Bundeswehr nun genau bestellt ist, aber ich nehme an ein paar Personen Transalls oder so sollten sich doch irgendwo noch finden lassen? Nun gut, das ist ein anderes, wenn auch unerträgliches Thema.
Das Thema hier ist jenes, dass du mit mehr Flüchtlingshilfe vor Ort den Millionen von Afghanen, Pakistanis, Tunesiern, Marokkanern, Algeriern, Zentralafrikanern und vielen mehr nicht beikommen wirst, da es sich hierbei nicht um Flüchtlinge im herkömmlichen Sinne handelt, welche brav in einem Camp Ihren Antrag stellen, sondern um Wirtschaftsflüchtlinge, welche lediglich nach Reichtum streben.
Und wenn ich dann in diesem Kontext höre, man müsse doch quasi nur die Fluchtursachen bekämpfen, dann frage ich mich wie dies genau funktionieren, bzw. wie Deutschland das mehr oder weniger alleine hinbekommen sollte, denn das bedeutet doch am Ende des Tages nichts Anderes, als nahezu alle Mißstände auf der Welt auszumerzen. Ein nobles Ziel, welches selbstverständlich weiterhin und vermutlich sogar mehr denn je verfolgt werden sollte, aber dennoch mahne ich auf dem Boden zu bleiben, das wird auf absehbare Zeit nicht zu realisieren sein, vielleicht oder vermutlich sogar niemals.
Sei es wie es mag, egal welches Szenario ich durchdenke und welche Parameter ich verwende, es KANN keine (befriedigende) Lösung geben, welche ohne eine von der EU selbst gesicherte und dichte Außengrenze auskommen kann. Sollte die EU (bzw. momentan weitestgehend Griechenland) eine solche nicht gewährleisten können, dann wird das Schengen Abkommen früher oder später sowieso fallen, da braucht sich keiner etwas vorzumachen und dann ist jeder Staat für seine eigene Grenze zuständig.
Und um auf Herrn Müller von dem zitierten Artikel zurück zu kommen, Abschottung ist durchaus möglich und auch eine mögliche Lösung, es sollte allerdings verständlicherweise die letzte Kugel im Gewehr sein...