Dass in weiten Teilen Pakistans die Taliban mehr oder weniger ungestört schalten können, dass sie dort regelmäßig dutzende Menschen in die Luft sprengen etc. pp., das erfährt man nicht, man redet dort lieber abstrakt von einem Terror, der durch die Drohnen ausgelöst sei. Und das ist eine Lüge und Desinformation. Da wird nicht "aus einem anderen Blickwinkel" berichtet, sondern gelogen.
Dass in Pakistan die Taliban Terroranschläge verüben, dass weiß so ziemlich jeder Mensch, der halbwegs regelmäßig Nachrichten liest oder sieht. Politisches Kabarett richtet sich an politisch interesssierte Menschen, ein gewisses Vorwissen kann man da voraussetzen. Ist ja schließlich nicht logo auf dem KiKa. Dass die Drohnen da schweben, weil auf dem Boden üble Terroristen herumlaufen, das dürfte so ziemlich jedem Zuschauer der Anstalt daher bewusst sein.
Dass die Drohnen aber, wenn man auf Terroristen zielt eben nicht so chirurgisch präzise treffen, dass noch nicht mal immer Terroristen das Ziel sind, sondern unschuldige Zivilisten, die Opfer verherrend schlechter Nachrichtendienstarbeit sind - das sind dann durchaus wissenswerte Infos, die in den Nachrichten eher selten Erwähnung finden.
Und dass die Angehörigen von unschuldigen Opfern durchaus geneigt sein könnten, die Drohnenschützen als Feinde anzusehen, das finde ich einen naheliegenden Gedanken. Ebenso, zu denken der Feind meines Feindes sei mein Freund, also sich den Taliban anzuschließen. Oder auch auf eigene Faust Vergeltung zu üben.
Wenn ich dann die Daten sehe, dass dem Beginn der Drohnenangriffe ein Anstieg der Anschläge zeitlich folgt, und beide Werte exponentiell steigen, dann glaube ich irgendwie nicht, dass die zuvor offenbar recht konstante Zahl der Anschläge auch dann so massiv gestiegen wäre, wenn es keine Drohnenangriffe gegeben habe. (Oder vielmehr: es müssten ja sogar weniger geworden sein als bei dem hypothetischen Kausalverlauf, denn schließlich wurde die Zahl der Terroristen ja vermeintlich minimiert.)
All das kann man aber betonen wie man will, man kann auch nachweisen, dass es in der Ukraine keinen Staatsstreich gegeben hat, sondern einen Regierungssturz, was regelmäßig vorkommt, wenn eine Regierung ihre Mehrheit verliert.
Dein Selbstbewusstsein ist echt erstaunlich. DU hast also etwas "nachgewiesen", über das sich zig Politikwissenschaftler und Juristen kräftig streiten können - mit guten Argumenten auf beiden Seiten.
Aber du kannst dann ja mal den Streit, ob die Vorgänge dem Art.111 der Verfassung entsprachen, mal kurz darlegen.
Das könnte man wissen, aber das juckt ja Leute nicht, die sich einen Furz um die Ukraine kümmern
Was maßt du dir eigentlich an?! Nein, mir ist es alles andere als egal, was "die Menschen in der Ukraine" denn so wollen - abgesehen davon, dass dieser Wille ja offensichtlich sehr heterogen ist.
Ein Teil der Bevölkerung will das Land in den bisherigen Grenzen erhalten, manche von ihnen wollen Reformen, andere nicht; andere wiederum wollen in einer autonomen Republik leben, wieder andere wollen, dass sich ihre Region Russland anschließen; Vertreter aller Gruppen sind bereit, ihre Zukunftvorstellungen mit Waffengewalt zu erreichen bzw. zu verteidigen.
Was vermutlich alle Diskutaten hier eint, das ist der Wille, dass der Krieg in der Ukraine möglichst bald zu Ende geht. Über die Ursachen des Konflikts, über mögliche Auswege hieraus, da kann man eben unterschiedlicher Ansicht sein.
Du bist es, der sich ein mehr als einfaches Weltbild zusammenstrickt, wenn du davon ausgehst, dass es keinen anderen Grund für eine andere Meinung als deine geben kann als Uninformiertheit bzw. Anti-Amerikanismus und blinde Putin-Treue.
Wer Bröckers verlinkt, also jemanden, der behauptet, dass 9/11 vom Mossad im Auftrag von Bush und Sharon inszeniert wurde, den muss man nicht mehr argumentativ ernstnehmen, der gehört nun einmal zu den KenFM und Co., der ist halt ein Wahnwichtel.
Mit der Kritik an Bröckers Verschwörungstheorie bzgl. des 11.9. gebe ich dir durchaus Recht. Aber es wurde eben nicht nur Beiträge dieses Verfassers gepostet, du aber machst es dir leicht, indem du sagst, dass wer bei der Vielzahl der Autoren, auf die er verweist, auch nur ein faules Ei hat, nicht mehr ernst zu nehmen sei.
Noch einfacher machst du es dir aber, wenn du hier Behauptungen, z.B. über angebliche Äußerungen "der Russen",y in den Raum stellst, ohne diese zu belegen. Wer keine Autoren nennt, geht zwar kein Risiko ein, fragwürdige "Verbündete" zu haben, argumentiert aber dennoch nicht redlich.
Dass du, wenn EIN Verfasser sich (teilweise) auf einen Verschwörungstheoretiker beruft, einfach alle, die anderer Meinung sind als du als "Aluthutträger" und "Wahnwichtel" diffamierst ist das auch nicht eben Zeichen eines ausgeprägten Kenntnisses von Diskussionsregeln.
Das stimmt doch so aber nicht! :zweifeln:
Dem muss ich zustimmen. Denn auch "Die Anstalt" ist doch Teil unserer Medien, ebenso junge welt, Neues Deutschland etc.
Zwar finde ich die erwähnten Argumente deutlich zu selten vertreten, besonders in den auflagestarken Zeitungen oder Sendungen zur Hauptsendezeit, "gar nicht" ist aber übertrieben.